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Verdacht auf schwarzen Hautkrebs

Nui*na7


Aschenputtel

finde ich ganz lieb von Dir, dass Du den thread nach oben geholt hast. Kann zur Zeit nur in der Arbeit schreiben und da ich Freiberuflerin bin, halte ich mich nicht oft im Büro auf.

Also, am Donnerstag vor einer Woche wurde bei meinem Mann das Mal entfernt mit Sicherheitsabstand, so dass er jetzt eine Narbe von 10cm hat. Danach hat man ihn ohne Schmerztabletten, Krankmeldung oder weitere Informationen vor die Tür gestellt und ihm nur gesagt, die histologische Untersuchung dauere 10 Tage. Ich hatte dann mit unserem Hausarzt telefoniert, der sich meinen Mann dann am Montag angesehen hat und sich über die Vorgehensweise der Klinik sehr geärgert hat. Darauf hin hat er in der Klinik angerufen und erfahren, dass kein Schnellschnitt gemacht wurde, weil sie davon ausgehen, dass das Mal nicht dicker als 1mm ist. Ein bisschen hat uns das schon beruhigt, aber letztendlich warten wir immer noch auf den Befund um eine genaue Gewissheit zu haben. Ganz ehrlich gesagt, war ich schon etwas erleichterter nachdem das Mal entfernt war, aber das Ergebnis des Befundes schwebt immer in unseren Köpfen.

Jedenfalls bin ich froh, dass es Menschen wie Du gibt, die Ihr Wissen zur Verfügung stellen und einem hilfreich zur Seite stehen. Und egal wie die Sache bei uns weitergeht, möchte auch ich für andere da sein. Denn diese Unmenschlichkeit und die Kälte, die einem da widerfahren (und ich war "nur" Angehörige) haben mich unendlich bestürzt.

Aber wie gesagt, wenn der Befund da ist, wir wissen wie es weitergeht und vielleicht wieder mehr Zeit da ist, bin ich auch wieder aktiver im Netz unterwegs.

Ich halte Dich auf alle Fälle auf dem Laufenden und sende Dir und Deinem Mann ganz liebe Grüße und einfach ein Herzliches Danke

@:)

Nina

A.scheHn=puttxel


Nina,

das, was Du schreibst, klingt doch schon mal gut! Damit meine ich nicht die Behandlung im Krankenhaus :-/, sondern das vorläufige Ergebnis: möglicherweise unter 1mm, und die Lymphknoten sind offenbar auch noch drin.

Dass Euch das Warten schlaucht, ist klar. Und dass Du "nur" Angehörige bist, na ja, davon kann ich ja auch ein Lied singen.....Aus meiner und der Erfahrung anderer weiß ich, dass gerade Anghörige oft noch schlimmer leiden als die Betroffenen selbst. Weil man nur danebensteht und nichts tun kann.

Bei meinem Mann lief der Vorgang übrigens ähnlich ab: das Ding rausschneiden, nähen, verbinden, heimschicken. Anschließend ging er gleich ins Büro.... Schmerzmittel brauchte er keines, es ziepte nur bei Bewegung.

Jetzt drücke ich Euch die Daumen, dass Dein Mann nochmal mit einem "blauen Auge" davongekommen ist, die Chancen stehen jedenfalls gut. Und denk dran, lasst Euch gleich eine Kopie des Befundes geben.

LG

Nqinax7


Aschenputtel

wir hoffen eben auch auf dieses "blaue Auge".

Übrigens hatte ich in früheren Beiträgen gestöbert und Du hattest zwecks Sentinel, Tumordicke und alles was dazugehört vollkommen Recht. Inzwischen kenn ich mich auch ein bissal aus.

Mein Mann ist momentan noch krank geschrieben, weil er Maschinenbauer ist und da geht noch gar nix, aber schlecht geht´s ihm nicht, weil er inzwischen wieder recht rumkommandieren kann ;-D

Meld mich auf alle Fälle wenn der Befund da ist....evtl. gibts noch Fragen oder so.

Bis denn...

LG

Nina

Nminax7


Aschenputtel

Gestern haben wir den Befund von der Ärztin erhalten. Leider nur über Telefon mit einer Dauer von ca. 1 Minute und ohne Fragen stellen zu können, weil die Dame es wieder mal eilig hatte.

Also die Tumordicke liegt genau bei 1mm. Der Sentinel wird aber nicht biopsiert. Die Ärztin meinte, dass dies in seinem Fall nicht nötig sei.

Nachgeschnitten muss auch nicht werden, weil der Sicherheitsabstand großzügig geschnitten wurde.

Er bekommt nun einen Krebspass und muss alle 3 Monate zur Vorsorge. Der Befund wird jedoch sowohl an den Hautarzt, als auch an unseren Hausarzt geschickt. Wir machen für nächste Woche beim Hautarzt einen Termin aus, lassen uns nochmals alles in Ruhe erklären und dann nehme ich mir auch eine Kopie des Befundes mit.

Einerseits bin ich froh, andererseits war ich über die Dicke von 1mm ganz schön geschockt. Auf alle Fälle war das höchste Eisenbahn, dass er das "Ding" los wird.

Im Zuge dessen stellt sich die Frage was sich zukünftlich ändern muss. Habt Ihr hinsichtlich Eures Lebensstils Änderungen unternommen (wenn ich überhaupt fragen darf)?

LG

Nina

A=sche"nputt,exl


Hallo, Nina,

Der Befund Deines Mannes ist ja fast genauso wie der bei meinem, der war damals 0,95mm und Clark IV. Man zählt damit statistisch zwar noch zu den Low-Risk-Patienten, trotzdem besteht schon ein gewisses Metastasen-Risiko, besonders, weil der Tumor ja schon in die tieferen Hautschichten vorgedrungen ist. Meist wird bei dieser Tumordicke weiter nichts gemacht. Auf Interferon spricht sowieso nur ein kleiner Teil der Patienten an, und dann hat das, abgesehen von den meist grässlichen Nebenwirklungen, auch nur aufschiebende Wirkung, aber keine heilende. Chemotherapien gibt man beim Melanom erst bei Auftreten von Metastasen (weil's eh höchstens vorübergehend nützt, aber man probiert´s halt), und Impfungen kriegt man - falls man ins Schema passt - nur im allerletzten Stadium im Rahmen von Studien, weil man immer noch nicht sicher ist, ob die Vakzination nicht vielleicht das Tumorwachstum sogar fördert.

Was wir aber gemacht haben - einfach, um wenigstens irgendwas zu tun, weil man sonst verrrückt wird: Wir haben unser Leben ein bisschen umgestellt. Mein Mann macht, so oft wie möglich, Mittagsschlaf. Ich koche anders: kein convenience food, also nichts Fertiges, Soßen usw, jeden Tag frisches Gemüse (oder Tiefkühl-), gute Zutaten wie gute Fette, Bio-Fleisch und -Eier, dafür halt weniger. Dazu haben wir uns angewöhnt, täglich eine Stunde im Wald zu laufen (=schnell gehen), auch bei Regen (die Wirkung auf den Organismus ist toll, oft habe ich den Eindruck, mein Mann läuft so dem Krebs davon).

Außerdem sollte Dein Mann zusätzlich Selen nehmen. Fast alle Patienten mit Metastasen haben Selenmangel, und es könnte da einen Zusammenhang geben. Weitere Ergänzungsstoffe wie Zink, Wobenzym oder andere, kann jeder machen wie er will. Schulmediziner winken meist genervt ab, aber das will nichts heißen. Falls Dich das Thema interessiert, kann ich dir eine Adresse geben:

[[http://www.biokrebs-heidelberg.de/]]

Dort kannst Du Dich über biologische Krebsabwehr informieren, Du erfährst, was Du selbst machen kannst, und man kann sogar dort anrufen und mit den Ärzten dort sprechen, wenn man Fragen hat.

Am wichtigsten aber sind die regelmäßigen Nachuntersuchungen, das weißt Du selbst. Nicht nur wegen möglicher Metas, sondern auch, weil Melanompatienten ein 8% höheres Risiko haben, ein Zweitmelanom zu bekommen. Das dann bei den Kontrollen meist rechtzeitig entdeckt wird.

Jetzt wünsche ich Euch für die nächsten Jahre viel Glück und gute Nerven. Aber denk daran: mein Mann ist seit 5 Jahren meta-frei! Warum sollte Deiner das nicht auch schaffen!

Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich.

LG.

N2inxa7


Hallo die zweite

Hab Dir eine PIN geschickt und vorher nicht nachgesehen ob Du nochmal geschrieben hast. Trotzdem muss ich zu obigem noch was loswerden.

Unser Hautarzt hat ihn auch als Low-Risk-Patienten eingeordnet. Ich unterwerfe mich auch der Schulmedizin, bei psycho-somatischen Sachen bin ich jedoch sehr der Homöopathie zugeneigt. Jahrelang Migräne und nun Panikattacken (ein anderes Thema). Wir haben einen sehr guten Arzt an der Hand, der an unserem Krankenhaus Internist war und seit 20 Jahren Akkupunktur macht, derzeit in Alterszeit. Und ob Du's glaubst oder nicht, ich war seit einem Jahr nicht bei ihm und er hat mich Sonntag Nachmittag angerufen und gefragt wie es mir geht. Die ganze Geschichte hab ich ihm natürlich erzählt und wir haben über 1 Stunde telefoniert. So wie ich das jetzt von Dir lese, habe ich mir vorgenommen ihn morgen zu konsultieren um eine weitere Vorgehensweise auf homöopathischer Seite zu besprechen. Danke für die Anregung.

Vom Essen her leben wir seither ziemlich gesund. Ich liebe es zu kochen. Mein Mann hat tagsüber keine Kantine o.ä. daher koche ich Abends immer für uns. Und da hat es noch nie was aus dem Packerl gegeben. Koche auch wegen der Figur seit jeher mit ausgewählten Fetten (Olivenöl etc. ) Also von daher gibt´s bei uns eh keine Umstellung. Aaaber der Sport. Ich bin seit jeher Sportlerin, er eigentlich auch, hat aber die letzten Jahre nichts getan. Aber wir haben uns jetzt vorgenommen, regelmäßig zusammen Sport zu treiben. Und mit Hund ist das sowieso kein Problem Spaziergänge einzubauen, weil unser Muckel das sowieso abverlangt. Und Dein Mann läuft dem Krebs davon, denn ich laufe seit einem Jahr meiner Angst davon!!!!!

Trotzdem haben wir uns eins vorgenommen: Keine Einschränkungen beim Genuss, alles im Mass. Denn Einschränkungen bedeuten Frust, bringen Unzufriedenheit etc. Genuss, Liebe, Glaube, Lebensfreude (jeder muss das für sich selbst abchecken) bringen Zufriedenheit. Und Zufriedenheit ist das Wichtigste im Leben (die wenigsten haben das)!!!!

In diesem Sinne

ganz liebe Grüße

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