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Magenkrebs

K=risi@lexin hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Also ich selbst bin nicht davon betroffen, jedoch der Großvater meines Freundes, zu dem er (und ich auch) eine eigentlich sehr gute Beziehung hat.

Jetzt ist es so, er kam vor ca. einem Monat und sagte er hätte Magenkrebs, im Anfangsstadium.

Eine Woche darauf kam er ins Krankenhaus und nachdem er operiert wurde, hatte er zu uns gesagt, dass ihm die Ärzte den ganzen Magen rausgenommen haben und die Speiseröhre mit dem Dickdarm verbunden haben.

Der Vater meines Freundes hat gestern mit den Ärzten geredet, das haben sie nicht gemacht. Sie haben gemeint, dass der Krebs schon so arg gewuchert hat, dass es nicht mehr möglich war irgendwas zu entfernen und sie einfach nur eine Überleitung oder so gelegt haben, damit dass Essen durch kann.

Jetzt hab ich einige Fragen dazu, und wäre dankbar, wenn ihr mir sie beantworten oder mir ein wenig helfen könntet.

1)

Wieso kann man das nicht mehr entfernen? Ich meine, selbst wenn das so arg wuchert, kann man doch den ganzen Magen rausnehmen mit dem ganzen Zeug oder? Es gibt doch in der modernen Medizin immer eine Möglichkeit?!

2)

Ich versteh nicht so wirklich, ob das wirklich so schnell gehen kann. Er hat gesagt es wäre im Anfangsstadium und zwei Wochen danach ist es so fortgeschritten? Kann er uns auch da angelogen haben?

3)

Wie soll ich mit meinem Freund umgehen? Er lässt sich von mir nicht umarmen, sagt er braucht kein Mitleid, er lässt seine Trauer nicht raus und den Trost nicht an sich ran. Aber damit macht er mich auch irgendwie traurig, ich fühl mich so hilflos.

4)

Wie geht man mit jemandem um, der (mehr oder weniger) weiß, dass er sterben wird? Ich meine, vielleicht hat er es ja nicht begriffen, soll man es ihm jetzt noch mal sagen oder so? Ich versteh es nicht.

5)

Fällt es nicht eigentlich unter ärztliche Schweigepflicht? Also hätten die Ärzte überhaupt mit dem Vater meines Freundes sprechen dürfen? Weil eigentlich ist sein Opa ja zurechnungsfähig... bist auf dass er es anscheinend nicht kapiert hat was los ist, aber vielleicht wollt ers ja vor uns geheim halten??

Na gut, das wars schon mal fürs Erste, ich danke euch für Antworten.

Lg

Kristina

Antworten
Cnhoco5caxt


Hallo Krisilein,

Ich kann dir zwar leider nicht bei den medizinischen Fragen nicht helfen aber ich kann dir eine Seite empfehlen [[http://www.krebskompass.de]] Dort gibt es ein Forum, auch eins speziell für Magenkrebs, dort erhälst du bestimmt eine Antwort. Hier aber möglicherweise auch, aber wie gesagt, vielleicht möchtest du da ja mal vorbeischauen.

Ich kann dir nur bei Frage 3 und 4 einige Tips geben... Also ich würde mit deinem Freund in erster Linie "normal" umgehen, so wie immer. Ich glaube du solltest nicht zu überfürsorglich sein, dann blockt er vielleicht viel zu schnell ab. Im Moment lässt er sich in seiner Trauer nicht an dich ran aber das ist verständlich, jeder geht anders mit so einer Situation um. Was du tun kannst, ist deinem Freund deine Hilfe anzubieten. Sag ihm, wenn irgendwas ist, kann er auf dich zählen. Mehr aber auch nicht. Ich glaube es bringt nichts, wenn du ihn zu sehr bedrängst. Er soll einfach nur wissen, dass du immer da bist und er auf dich zählen kann. Natürlich sollst du ihn auch nicht allein lassen, aber versuch auch mal mit ihm einfach über normale Dinge zu reden. Ich weiss, das ist eine sehr schwere Situation und nicht einfach durchzustehen, aber mit etwas Kraft schafft ihr das!

Wie du mit seinem Grossvater umngehen sollst, kann ich einfach nur sagen: behandle ihn wie immer. Besuch ihn, rede mit ihm über alltägliche Dinge und versuch vor allem stark zu sein. So hart es klingt, ich denke nicht, dass du vor ihm weinen solltest denn er selbst braucht jetzt unterstützende Kraft. Auf keinen Fall sollst du dich zurückziehen. Versuch auch nicht zu verkrampft zu sein, einfach locker wie immer. Das tut seinem Grossvater am besten. Wenn er über das Thema Krebs und Tod reden will, dann rede offen mit ihm darüber. Wie man mit einem Sterbenden umgeht ist eine sehr heikle Sache und auch sehr schwierig, aber ich denke das du das schaffen wirst! Wichtig ist einfach nur so nett wie immer zu sein und ihn auf keinen Fall zu ignorieren oder weniger Kontakt mit ihm zu haben.

Was übrigens die ärztliche Schweigepflicht angeht... soviel kann ich nichts dazu sagen inwiefern dass korrekt ist oder nicht. Ich weiss nur, als die Schwester meiner Oma einen Hirntumor diagnostiziert bekam informierten die Ärzte ihre Tochter darüber, dass sie nicht operieren können. Ich denke eigentlich schon, dass das normal, also in Ordnung ist, dass sie das einem engen Verwandten sagen. Schliesslich solle die Familie ja über den Zustand "informiert" sein. Also ich würde mir darüber jetzt nicht zuviele Gedanken machen... Ich denke es ist auch besser, ihr wisst wie die Situation aussieht, so könnt ihr lernen damit umzugehen, so hart es leider auch ist.

Ich wünsch euch weiterhin alles alles Gute und ganz viel Kraft!

K<ris\ilein


Danke für deine Antwort, ich werde mal in das Forum schauen.

Weißt du, mich selbst macht es mehr fertig dass es jetzt der ganzen Familie schlecht geht, als dass er stirbt, obwohl ich ihn sehr mag, aber ich glaube ich gehe mit dem Thema Tod doch mehr buddhistisch um und es ist für mich nicht das schlimmste.

Das schlimmste am Tod ist für mich nur, dass es den Angehörigen schlecht geht.

C?hoQc3ocaxt


Das verstehe ich sehr gut, du fühlst mit ihnen mit... Es ist nicht einfach zu sehen, dass es Menschen die man liebt schlecht geht. Aber das ist leider etwas wo man durch muss. Das ist jetzt eine harte Zeit und es dauert bis es "besser" wird. Jetzt musst du stark sein und die anderen unterstützen, ich glaube mehr kannst du nicht tun. Aber ich kann dir sagen, es wird besser, das braucht nur Zeit!

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