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Meine Ma hat schweren Kieferknochenkrebs/Zungengrundkarzinom

B|ib>bxie hat die Diskussion gestartet


Hallo ich bin neu hier. Aber ich habe schon einiges gelesen, und befinde mich also nicht allein in dieser Situation. Bei meiner Ma wurde 1999 ein Zungenkarzinom festgestellt. Das ist auch dreimal operiert worden. Dann hatte sie eigentlich Ruhe. Letztes Jahr begannen dann die Schmerzen. Es mußte ja unbedingt noch eine Probe entnommen werden. :-(! Auch diese fiel natürlich bösartig aus. Auf jeden FAll hat man ihr dazu geraten, eine Bestrahlung zu machen. NAch 30 Bestrahlungen ging es genau 3 Wochen gut, dann fing es im Unterkiefer an zu blühen. Der Krebs kam da wieder, wo vorher nichts war. Angeblich durch die Bestrahlung. JEtzt geht es ihr dreckiger also vor der Probenentnahme. Wir sind alle geschockt und total sauer. Die Schmerzen sind für sie manchmal kaum auszuhalten. Ich pflege meine Mutter selbst und sie ist sehr dankbar dafür, das weiß ich. Auch wenn sie manchmal ungerecht und hart ist, aber ich weiß das es an den Schmerzen liegt bei ihr. Jetzt steht mal wieder ein Familienfest an, meine Cousine heiratet. Ich hatte zugesagt und mir ein Zimmer bestellt. Aber jetzt nach einem Gespräch mit meiner Ma habe ich das Zimmer wieder abbestellt. Meine Ma meinte gestern zu mir, ach weißt du bibbie, mußt du wirklich zur hochzeit? ich meinte nur zu ihr, nein ich fahre nicht. Die Erleichterung in ihren Augen und die Dankbarkeit sagen ja wohl alles. Meinte Tante (Ma´s Schwester) meinte dann, ja mensch wenn Du so ein schlechtes Gefühl dabei hast, gib sie doch in die Klinik, dann wird sie gut versorgt und du kannst in Ruhe fahren. Ich war total enttäuscht und entsetzt über diese Aussage. Man kann doch nicht einfach jemanden ins Krankenhaus stecken, nur damit man feiern gehen kann. >:(. Meine Gefühlswelt ist sowieso total durcheinander. EInerseits habe ich Angst, das meine Ma stirbt, aber andererseits, sehe ich jetzt wie sie sich quält und schmerzen hat :°_

Aber ich will nicht, das sie sich weiter quält, eigentlich möchte ich nur, das sie friedlich einschläft, mehr nicht. Es tut mir sehr weh, wenn ich sehe, wie sie sich tagtäglich quält. Nicht mehr richtig essen zu können, nicht mehr schmecken zu können. Andauernd ist ihr übel. Sie verfällt immer mehr. Sie war mal so eine stattliche Frau und ist nun ein Schatten ihrer selbst. Und das man daneben steht und nichts gegen die verdammten Schmerzen tun kann. Das geht an die Substanz.

Meine Schwester kümmert sich um garnichts! Der ist meine Mutter total egal. Eigentlich müsste das auf beider Kindern Schultern getragen werden, aber da steh ich alleine vor. Meine Schwester zieht sich total aus der Veranwortung zurück, aber schon lange, nicht erst jetzt. Ich weiß garnicht, was ich alles zuerst schreiben soll, weil ich so dicht bin mit meinen Gefühlen und Eindrücken.

Ich möchte eigenltich auch keine Prognose hören, die kann mir eh kein Arzt geben. Aber die Angst, das meine Ma morgens nicht mehr wach wird, wenn ich sie wecken muß, wegen ihrer Novalgintropfen, das macht mir sehr zu schaffen. Einerseits wünsche ich mir für meine Ma viel Ruhe und keine Schmerzen mehr, andererseits fürchte ich mich davor, das sie einschläft. Ist das normal ??? ?

Viele Grüße

Bibbie

Antworten
WRinnixe1


Hallo Bibbie,

schau bitte in Deine Mail-box

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@Bibbie

Liebe Bibbie,

Ich weiss genau wie du dich fühlst :°_

Ich weiss auch das ich dir in deiner Situation eigentlich nichts raten kann.Du fühlst aber genau was du deiner Mama geben kannst,und das spürt sie auch .

Sei einfach da und hör ihr zu,gib ihr deine Nähe.

Höre auf dein Bauchgefühl.Versuche deine Schwester zu verstehen.Nicht jeder kann mit so einem Schicksalsschlag umgehen.Sie kann es offensichtlich nicht.

Mein Mann musste lange Zeit auch leiden,und KEINER seiner 3Geschwister waren da für ihn da,geschweige seine Mutter (habe im Forum oft darüber geschrieben),dies konnte ich bis heute nicht verstehen. Ich betete oft der Herrgott möge ihn endlich zu sich nehmen um dem Leiden ein Ende zu machen.

Zuschauen und nicht helfen zu können ist glaube ich das Schlimmste was man erleben muss!Der Anblick des körperlichen Verfalls ebenso.

Aber das sie derartige Schmerzen ertragen muss,kann ich nicht verstehen?

Es gibt verschiedenen Arten von Schmerzmitteln,besprich dich unbedingt mit den Ärzten!!!

Mein Mann wurde so eingestellt das er bis zum Tod keine Schmerzen haben musste,und friedlich einschlafen durfte.

Ich denke das ist das allerwichtigste!!!

Du darfst mir gerne in die Mailbox schreiben wenn du näheres darüber wissen möchtest.

Ich drücke dich mal ganz fest und bin in Gedanken bei dir :)* :)* :)*

Alles Liebe Hape65

tehe-caxver


Hallo Bibbie,

Übelkeit und Schmerz sind Symptome, die in der Regel ganz gut behandelbar sind. Was bekommt sie denn dafür? Ist ein Schmerztherapeut und/oder Palliativmediziner an der Behandlung beteiligt?

Offenbar bist Du ja sehr stark engagiert in der Betreuung Deiner Mutter - es wäre wichtig, darauf zu achten, dass Du selber auch deine "Auszeiten" bekommst und auch noch Dein eigenes Leben führen kannst. Hast Du mal daran gedacht, Dir Unterstützung z.B. bei einem Hospizverein zu suchen?

Wenn Du diesbezüglich keine Anlaufadressenkennst, kannst Du auch mal Deinen ungefähren Wohnort schreiben (auch als PN), dann kann ich mal schaun, was ich in Deiner Gegend finde.

Grüße

BjibCbie


Endlich auf die Palliativstation

Hallo und Guten Morgen,

am Mittwoch kommt meine Ma wieder auf die Palliativstation. Im Moment ist sie noch im Krankenhaus. Gut ist, das ich jedesmal zu den Mahlzeiten dort bin. Da sie ja nicht mehr richtig essen kann, sondern nur noch pürriertes, haben wir das auch im Krankenhaus angegeben. Dort geben sie ihr jetzt stark passiertes Essen. Und das läßt zu wünschen übrig. Gestern mittag hat sie sage und schreibe "1 Glas Trinkbrühe" als Mittagessen erhalten. Ich hatte vorher ein paar mal gesagt, das sie gerne Pürree ißt, Nudeln ißt, Griesbrei und Haferflocken. Und was bekommt sie? Wie soll sie da ihre sowieso bestehende Appetitlosigkeit denn noch bekämpfen? Für heute morgen habe ich schon Haferflocken mit Milch gekocht. Die nehme ich ihr dann gleich mit. Und heut mittag werde ich vorsorglich Pürree mit Spinat mitnehmen. Es tut mir in der Seele weh , wenn ich sehe wie sie leidet und dann noch so ein Essen. Ich habe mehrfach mit denen gesprochen und dann so was.:° :(v:

So ich melde mich wieder, wenn sie ab Mittwoch auf der Palliativ ist.

Euch vielen Dank und viele Grüße

Bibbie :)*

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