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Hautkrebs

l:a|dy3x7 hat die Diskussion gestartet


hi zusammen, ich bin ca. seit einer woche in diesem forum und suche dringend leute, die wie ich mit hautkrebs (schwarzes melanom ) zu tun haben, zwecks erfahrungsaustausch und gegenseitigen mutmachen. würde mich freuen auf post!

Antworten
Nzaevi_xM


Hallo, verehrte Lady,

ich (30) habe zwar (noch) keinen Hautkrebs (Gott sei Dank!), aber die Hautärztin sagt zu mir, ich trage ein sehr hohes Risiko, da ich am ganzen Körper übersät bin mit Muttermalen und Leberflecken! Einige sind auch größer und unregelmäßiger (schon als Kind wurde bei mir das Dysplastische Naevus-Syndrom festgestellt!), weshalb ich oft untersucht werde und schon einige Muttermale vorsorglich entfernt bekam!

Wenn Sie nichts gegen einen Erfahrungsaustausch haben, freue ich mich auf Ihre Antwort (gerne auch per Mail).

Gruß

Michael

NRaevyi_M


Hallo, verehrte Lady,

ich (30) habe zwar (noch) keinen Hautkrebs (Gott sei Dank!), aber die Hautärztin sagt zu mir, ich trage ein sehr hohes Risiko, da ich am ganzen Körper übersät bin mit Muttermalen und Leberflecken! Einige sind auch größer und unregelmäßiger (schon als Kind wurde bei mir das Dysplastische Naevus-Syndrom festgestellt!), weshalb ich oft untersucht werde und schon einige Muttermale vorsorglich entfernt bekam!

Wenn Sie nichts gegen einen Erfahrungsaustausch haben, freue ich mich auf Ihre Antwort (gerne auch per Mail).

Gruß

Michael

A5s!ch<enSputtexl


@ Lady

Hallo Lady,

betroffen bin ich "nur" indirekt: mein Mann hatte vor 2 Jahren ein MM (Breslow 0,9mm, Clark IV, N0, M0, am Rumpf).

Es gibt übrigens eine hervorragende Plattform für Erfahrungsaustausch/Mutmachen/Informationen für alle Krebsarten, darunter auch ein Forum/Chat speziell für Hautkrebs: [[http://www.krebs-kompass.de]].

Liebe Grüße

l-ady`37


hallo zusammen @aschenputtel und @naevi(witziger nickname, hat wohl nichts mit leberflecken zu tun??)vielen dank für eure antworten, ich dachte s chon ich bin die einzige auf dem planet mit diesem problem. seit 2 monaten weiß ich nun bescheid über meine krankheit und habe noch keinen betroffenen kennen gelernt. aschenputtel, wie ist das mit deienm mann ? bekommt er auch ständige untersuchungen und es wird immer weiter geschnippelt? wurden bei deinem mann die lymphknoiten an der leiste entfernt?mein malignes melanom war am rücken jetzt kam noch eines am schambein hinzu, waren aber alle zwei unter 1mm und ein dysplastischer naevus am re Os, so ein kurz vor 12 teil. bin momentan zwar wieder etwas besser drauf habe auch manchmal durchhänger und angst vor den weiteren diagnosen. freue mich über post!!!

A8scheAnputtxel


Re: Lady 37

Hi, Lady,

nein, du bist nicht die einzige auf diesem Planeten mit dieser Krankheit! Es gibt so unglaublich viele, auch jüngere Menschen mit Melanomen in den verschiedensten Stadien. Es sind Menschen dabei, die bei einem melanoma in situ (eine Vorstufe) in Panik geraten, aber auch welche, die seit 10-15 Jahren gelassen mit Metastasen leben - und das nicht einmal schlecht, vor allem aber bewußt. Dennoch - ein Schock, ein seelisches Trauma ist die Diagnose allemal, für Betroffene ebenso wie für Angehörige. Und selbst wenn man mit der Zeit lernt, damit zu leben: die Angst kommt immer wieder mal, besonders um die Zeit der Kontrolluntersuchungen.

Mein Mann hatte bisher nur ein Melanom, aber im Laufe seines Lebens mehr als 20 dysplastische Naevi, allesamt am Rumpf (was für Männer typisch ist - und das Risiko der Metastasierung erhöht, weil der Krebs nach oben und unten streuen kann) und ist daher von Narben übersät.

Da er bei Diagnosestellung keine Metas hatte und das Melanom unter 1cm war, wurden auch keine Lymphknoten entfernt, das ist Standard. Allerdings muss er alle 3 Monate zur Kontrolle, das ist Blutabnahme und klinische Untersuchung. Etwa alle 6 Monate Oberbauchsonographie und Röntgenthorax, alle 12 Monate CT, und einmal hatte er eine PET, weil beim CT ein Lymphknoten im Bauch entdeckt wurde (war aber nichts).

Vor 4 Wochen allerdings zeigte einer der Tumormarker (TPS) bei der Blutuntersuchung einen erhöhten Wert, und seitdem bin ich in leichter Panik, wie du dir vorstellen kannst. Zwar ist der TPS ein unspezifischer Marker, dh. er zeigt keine Werte an, die speziell auf ein Melanom hindeuten, sondern er weist auf erhöhtes Zellwachstum hin - was im Glücksfall auch eine benigne Ursache haben könnte. Trotzdem, da mein Mann weder schwanger ist (ha, ha) noch eine Infektion hatte, warum sollte dieser Marker dann plötzlich ansprechen, wenn nicht auf Metas? Na ja, abwarten, was die nächste Untersuchung Mitte September bringt. Das Leben muss weitergehen.

Wie war das denn bei dir? Hast du auch so viele Muttermale, weil du schreibst, dass du schon zwei Melanome hattest? Wenn sie unter 1cm waren, dann waren sie ja noch relativ dünn. Welches Clark-level hatten sie denn? Dass du Angst hast, kann ich sehr gut verstehen, besonders, da du erst seit 2 Monaten damit konfrontiert bist. Es dauert einfach eine Weile, bis man gelassener damit umgehen kann, und selbst dann kommen immer wieder Augenblicke, wo man in ein Loch fällt. Du siehst, du bist nicht allein, und wenn es dir hilft, dann schreib mir oder anderen.

Ganz liebe Grüße, Aschenputtel

lmadyx37


Liebes Aschenputtel, das ist aber lieb von dir, dass du so schnell zurückgeschrieben hast. Meine beiden Melanome waren unter 1cm, was ist eigentlich "Clark-Level", diesen Fach-Ausdruck habe ich jetzt schon des öfteren gehört, muss heute gleich mal meine Hautärztin fragen, was damit gemeint ist. Bisher hat sie es mir nicht erklärt. Also das eine Melanom hatte ich am Rücken, mir wurden 4 Leberflecken herausgeschnitten und dann war dieses Melanom dabei, Stadium II. Danach wurde am Rücken nochmals großzügig nachoperiert. Zwei Wochen später dann eine OP am Rechten OS und am Schambein, da wurde dann gleich großflächiger geschnitten, was sich als gut erwies, denn am Schambein war wieder ein Melanom, Gott sei Dank wieder noch nicht so tief, also Glück im Unglück. und vor zwei Wochen dann ein Schnitt unter der rechten Po-Backe und in der linken Lendengegend. Der am Po war ein kurz vor Zwölf Naevi, also Melanom im Vorstadium, der in der Lendengegend war gutartig. Also mittlerweile 9 Stück raus. Und das Ende ist noch nicht abzusehen. Natürlich wurde auch mir Blut abgenommen, Oberbauch Sono, Thorax. Lunge wurden geröngt und durchleuchtet und schließlich noch eine Kernspintomo vom Kopf. Also jedesmal war ich doch sehr aufgeregt und hatt Angst vor der Diagnose. Aber bis jetzt keine Metastasen und ich bin schließlich alle 14 Tage bei der Hautärztin weil eben immer wieder geschnippelt wird. Das belastet einem doch ganz schön, du kannst das sicher gut verstehen. Am schlimmsten finde ich die Leute, denen man sowas erzählt und die sagen dann alle, ja mir wurde auch schon was rausgeschnitten, und du wirst sehen es wird alles wieder gut, an Hautkrebs stirbt man doch nicht. Aber die Angst nimmt einem keiner. Außerdem verlor ich erst vor kurzem meinen Vater, der einen Hirntumor hatte. das muss alles erst mal weggesteckt werden. Also liebe Grüße und danke nochmal für deine ausführliche Antwort.

Ngaev{i_M


Hallo an Euch,

das sind ja "rosige" Zeiten, auf die ich mich da als (noch) nicht Krebspatient einstellen darf. Das hört sich nicht gut an.

Mir sind schon die vielen Untersuchungen unangenehm (ich muss auch alle drei Monate hin und werde von Kopf bis zu den Fusszehen komplett untersucht, auch mit Auflichtmikroskopie, Blutabnahme und manchmal Ultraschall am Bauch). Bei mir sind viele Pigmentflecken dysplastisch, weswegen auch schon einige entfernt wurden (am OS rechts, am UNterbauch, an der Seite re., an der Brust und am Hals). Bei dem einen am OS vermutete man auch, es könnte ein MM sein, aber es war zum Glück nur eine Vorstufe bzw. "fünf vor zwölf". Das war auch eine harte Zeit für mich, bis endlich klar war, dass es kein MM war. Daher kann ich die Angst bei Euch schon etwas nachfühlen.

Wie wurde bei Euch denn das MM entdeckt? Habt ihr selbst Veränderungen vorher festgestellt oder hat es der ARzt zufällig entdeckt?

Bei meinen vielen Muttermalen überall verliere ich da auch den Überblick. Die meisten habe ich auch am Oberkörper, v.a. Brust und Bauch, aber auch an den Armen. Viele sind da auch größer und unregelmäßig und sehen einfach auffällig aus. Manche Veränderungen würde ich wohl kaum bemerken. Wie ist das bei Euch?

Wie verläuft bei Euch so eine Untersuchung genau? Wie lange dauert es bei Euch?

Es würde mich freuen, wenn wir weiter unsere Erfahrungena austauschen können. Euch wünsche ich ALles Gute!

P.S.: Ach ja, meinen Nicknamen habe ich schon seit der Schule, natürlich gerade wegen meiner Leberflecken (seit der Schularzt mal so etwas auf eine Überweisung schrieb). Hier in diesem Forum passt er natürlich...

Liebe Grüße

Michael

Assche.nputPtel


Re: Hautkrebs

@ Lady,

das mit deinem Vater tut mir leid. Hoffentlich hat er nicht so viel durchmachen müssen. Jedenfalls bleibt dir im Moment nichts erspart. Trotzdem: Glückwunsch, dass deine MMs unter 1mm waren, so gehörst du zumindest nicht zu den Hochrisikopatienten.

Deine Ärztin hat dir den Clark-Level hoffentlich perfekt erklärt, aber da Ärzte fast immer in Eile sind, kann ich es dir nochmal auf dilettantisch erzählen: Die absolute Tumortiefe (-dicke) wird nach Breslow in mm gemessen. Der Clark-Level dagegen gibt das Eindringen der Krebszellen in die diversen Hautschichten an. So kann ein Patient mit einem Melanom der Breslow-Tiefe 1mm an der Hand, wo die Haut generell dicker ist, einen niedrigeren Clark (z.B. III) haben, ein anderer mit einem ebenso tiefen MM von 1mm aber z.B. Clark IV haben, wenn das MM am Bauch sitzt, wo die Haut dünner ist und die Krebszellen womöglich schon bis in die Lederhaut vorgedrungen sind.

Wie kommt es, dass du auf einen Schlag so viele MM, melanoma in situ (Vorstufen, 5 vor 12) und dysplastische Naevi hast? Sind die alle auf einmal gesprossen, oder warst du vorher lange nicht beim Arzt? Meist denkt man sich ja nichts bei ein paar Pigmentflecken, aber wenn man sehr viele hat, gehört man a priori zur Risikogruppe. Nun, wenn man bis jetzt keine Metas gefunden hat, bist du hoffentlich noch mal mit einem blauen Auge davongekommen. Solange du regelmäßig zur Nachsorge gehtst, heißt das sicher nicht, alles einfach zu vergessen, aber etwas gelassener kannst du es im Laufe er Zeit schon nehmen. Sicher hat dich deine Ärztin auch darauf hingewiesen, wie wichtig eine gesunde Lebensführung ist: Viel Schlaf, Bewegung, gesundes Essen und eine positive Lebenseinstellung wirken sich stärkend auf das Immunsystem aus. Trotzdem, Phasen der Angst werden immer wieder kommen, zumindest vor den Untersuchungen, wenn der Verdrängungsmechanismus nicht mehr funktioniert. Aber man kann viel ausgleichen durch eine bewußtere Lebensweise.

Das Problem mit anderen Leuten kennen wir auch. Entweder sie sind unwissend - dann kann man sie aufklären. Oder sie gehören zu denen, für die der Gedanke an Krebs unerträglich ist, die mit Betroffenen nicht umgehen können. Von denen trenn dich, ist verlorene Zeit. Vielleicht bleiben dir dann nicht viele Freunde, aber die sind wenigstens echt.

Liebe Grüße, Aschenputtel

@ Michael,

Hallo Michael,

Deiner Beschreibung nach bist du wirklich der "perfekte" Melanomkandidat. Du scheinst in dieser Hinsicht ähnlich auszusehen wie mein Mann, bei dem Brust und Rücken (Arme und Beine weniger) übersät sind mit Malen aller Couleur, Form und Größe. Ihn hat´s ja nun vor 2 Jahren erwischt. Er ging jahrelang immer pünktlich zur Vorsorge, nur einmal, als er beruflich sehr eingespannt war, ließ er eineinhalb Jahre zwischen zwei Untersuchungen verstreichen - und tatsächlich hatte sich so ein Mistding angesiedelt. Das Problem ist bei ihm weniger die Tumortiefe (0,9mm), sondern eher der Clark-Level (IV) und der Sitz am Rumpf (von da können die Krebszellen nach allen Richtungen streuen).

Aber ich möchte dir keine Angst einjagen, im Gegenteil: Wenn du, wie du schreibst, tatsächlich alle 3 Monate zur Kontrolle gehst, dann bist du im grünen Bereich!!!! Was dann gefunden werden kann, das sind dysplastische Naevi (Muttermale mit veränderten Zellen, aber nicht bösartig!) oder melanoma in situ (das sind Vorstufen von Melanomen, noch nicht "streufähig"). Ich glaube nicht, dass 3 Monate reichen, dass sich ein Naevus in ein heimtückisches Melanom verwandelt, das einzelne Zellen in den Blutkreislauf oder in die Lymphbahnen schickt; dazu braucht es schon ein bisschen mehr Zeit!

Liebe Grüße,

Aschenputtel

l4adyV3x7


Liebes Aschenputtel, danke für deine Antwort. Ja mit meinen Naevis das ist so ein Ding. Ich gehe seit ca. 10 Jahren regelmäßig, also einmal pro Jahr, zum Hautarzt. Habe schon immer viele Leberflecken gehabt, die in der letzten Zeit aber irgendwie vermehrt auftraten. Bin auch immer schön im Winter ins Solarium, man möchte ja gesund! und braun aussehen. Und schließlich tut doch die Sonne, auch die künstliche ganz gut - ODER ??? Aller Warnungen zum Trotz, habe ich die Signale meines Körpers nicht Ernst genommen. Also ich wieder im Februar diesen Jahres zum hautarzt gegangen, der aber irgendwie keine Lust oder Zeit hatte mich richtig durchzuchecken und nur oberflächlich meine Flecken angeguckt hat.. Ich war sauer und habe den nächsten Dermatologen aufgesucht, der meinte ich solle dieses Jahr den Sommer besser im Keller verbringen (WORTWÖRTLICH). Mit dieser Aussage war ich natürlich nicht einverstanden und fing an ihn zu löchern, warum und wieso, von Hautkrebs sagte er mir nichts. Ich ging unbefriedigt und ein wenig durcheinander nach Hause und erzählte dies meiner Freundin die mir daraufhin eine hautärztin empfahl , die ich dann schließlich im Mai aufsuchte. Schließlich wurde ich über Hautkrebs aufgeklärt, speziell über diesen "Schwarzen" und bekam gleich einen OP Termin. Für den ich aber noch nicht mal Zeit hatte, weil ich mitten in meiner Meisterprüfung steckte- aber am 8. Juli war es dann soweit, die ersten 4 wurden entfernt. Dabei war diese dann dieses blöde teil. Ja und wie schon oben beschrieben ging es dann weiter. Meine Angst bleibt nach wie vor, vor allem weil ich mit dieser gesunden Lebensweise irgendwie nicht zurechtkomme. ich schaffe es nicht 5 mal täglich Obst und Gemüse zu essen. Morgens krieg ich kein Frühstück runter, und die Zigaretten schmecken immer noch. Hab mich jetzt reduziert auf 5 Stück am Tag und meinem Mann und mir versprochen aufzuhören. Ich will und muss das schaffen, ich denke mein Körper hat mir schon genug Alarmzeichen gegeben. Ansonsten hab ich genug Schlaf, arbeite momentan nicht viel, außer Haushalt und 3 Kinder versorgen (ha ha ). Ich denke, wenn das wirklich auch mit dem Immunsystem zusammenhängt, hab ich mich in den letzten paar Jahren ganz schön überfordert. Freue mich schon auf deinen nächsten Beitrag und wie geht es deinem Mann jetzt ?

Hallo Michael, ja du scheinst ja wirklich der Kanditat zu sein für ein MM. Aber s o wie du schreibst, wird das alles rechtzeitig herausgeschnitten, also kein Grund zur Panik. Aber die Angst bleibt, da kann ich nach gut nachfühlen. Diese Ungewißheit bis der Befund da ist. Aber ich denke mir, du bist da in guten Händen und die Untersuchungen mußt du nun über dich ergehen lasse, aber immer noch besser als Krebs- oder ? Ich abe das bei mir eigentlich nur entdeckt, weil die Dinger sich irgendwie vermehrt haben, aber das kannst du ja hier nachlesen. Ich denke ich hatte einen Schutzengel, weil ich so konsequent war und den 3. Hautarzt aufsuchte und mich nicht abspeisen lassen wollte. Übrigens kommt dieser Mist bei mir nicht unbedingt von der Sonne oder Solarium, sondern ist erblich bedingt. Die ganze Familie hat solche Teile und mein Bruder wurde jetzt auch operiert. Mit meinen Kindern gehe ich diese Woche , mein jüngster hat sogar ein Teil auf der Fußsohle, wird wahrscheinlich auch entfernt. Also immer brav zum Arzt gehen, und noch besser zum richtigen Arzt! Liebe Grüße aus der Pfalz- und sogar aus der sonnigen Pfalz -und noch eine schöne Woche wünscht euch ELKE

A~sc-henpRuttel


Re: lady 37

Liebe Elke,

es ist wirklich unglaublich, wie schlampig und dumm manche Ärzte sind! Was für ein Glück, dass du nicht locker gelassen und doch noch eine verantwortungsbewußte Ärztin gefunden hast! Übrigens ist die Vererbbarkeit von Muttermalen ganz typisch. Mein Mann - alles andere als ein Sonnenanbeter - hat die Veranlagung zu den vielen Muttermalen von seinem Vater geerbt, und alle unsere 3 Kinder haben sie auch. Ihnen habe ich die ersten Leberflecke mit 4-5 Jahren entfernen lassen. Und je älter sie werden, desto häufiger treten bei ihnen dysplastische Naevi auf, beim Jüngsten zur Zeit im Schnitt ca. 2-3 pro Jahr! Immerhin haben alle drei - durch die Erkrankung ihres Vaters - eine gesteigerte Sensibilität für Melanome und gehen regelmäßig zur Vorsorge, das beruhigt mich ein bisschen.

Deine Sorgen und Skrupel hinsichtlich deiner Lebensweise kann ich gut nachvollziehen. Wenn du gerade die Meisterprüfung machst (oder bist du damit schon fertig?), dann bist du - mit drei Kindern- voll im Stress, da kannst du machen, was du willst. Ich selbst habe, sobald meine Kinder aus dem Gröbsten waren, ein Studium angefangen, daher weiß ich, was das bedeutet. Man hat dann soviel zu tun, dass einem Zeit und Kraft für Dinge wie eine bewußte Änderung der Lebensgewohnheiten fehlen. Mein Tipp: mach deine Meisterprüfung, geh IMMER zur Krebsnachsorge und leb ansonsten so, wie es dir gut tut. Mach dir vor allem kein schlechtes Gewissen, das ist viel schädlicher als ein paar Zigaretten. Aber: nimm dir vor, das Rauchen sein zu lassen, sobald du wieder zur Ruhe kommst. Ich selbst war damals Kettenraucherin und wollte so gerne damit Schluss machen. Also habe ich mir einen festen Termin gesetzt: 'solange ich im Studiums- und Prüfungsstress bin, schaffe ich es nicht. Ich werde daher weiterrauchen, aber 2 Tage nach dem letzten Examen werde ich damit für immer aufhören!´ Das habe ich dann auch getan (ist eher ein mentales als physiologisches Problem!), und das ist jetzt 9 Jahre her. Langer Rede kurzer Sinn: Überforder dich nicht, setz Prioritäten, und wenn du irgendwas nicht schaffst, hab kein schlechtes Gewissen, denn du leistest genug; aber versuch, irgendwann den Stress abzubauen und auf eine gesündere Ernährung, vielleicht in kleinen Etappen, umzusteigen. Wenn du kein Frühstück runterkriegst, probier´s mal mit einem Apfel nach dem Aufstehen: mach ich seit ca.9 Jahren, ohne das könnte ich gar nicht mehr (ich steh ein bisschen früher auf, les in Ruhe die Zeitung, dazu ess ich einen Apfel, danach die erste Tasse Kaffee: das Beste vom ganzen Tag)! Sonst kann ich dir leider keine Ratschläge geben, jeder Mensch ist anders und muss seinen eigenen Weg finden. Aber grundsätzlich: mach dir kein schlechtes Gewissen, nobody is perfect. Und von deiner Lebensweise allein (Sonne, Rauchen) kommt das Melanom sicher nicht, sondern es ist wohl auch eine genetische Disposition notwendig (Hauttyp, Vererbung). Trotzdem schadet es sicher nicht, gesünder zu leben, und es beruhigt einen selbst, da man sonst ja nichts tun kann. Z.B. gebe ich meinem Mann regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralstoffe) und bemühe mich, so gesund wie möglich zu kochen: morgens ungezuckertes Müsli mit Sojamilch, mittags immer große Mengen frischen Gemüses mit Eiweiß (Fisch, Ei, Käse, helles Fleisch), abends Salate mit Fisch oder Käse, zwischendurch Obst aus unserem Garten. Außerdem achte ich darauf, dass er genügend schläft und sich regelmäßig bewegt. Trotzdem hat er das Melanom bekommen und hatte bei der letzten Untersuchung einen erhöhten TPS-Wert! Also, mach dir nicht so viele unnütze Gedanken, tu, was du kannst, aber was du nicht schaffst, das sollte dir nicht das Leben zusätzlich schwer machen!

Liebe Grüße

Aschenputtel

lVady(37


Liebes Aschenputtel, danke für deine mutmachaktion. ja ich hab immer ein schlechtes gewissen, bei allem was ich tu oder esse, das etwas ungesund sein könnte. mit meiner meisterprüfung bin ich fertig, aber das rauchen hab ich immer noch nicht lassen können. auch ich koche mittags immer gesund - mit gemüse salat und so. auch aus eigenem garten. du siehst ich hab ne menge arbeit, momentan streiche ich gerade unsere eingangsdiele, mußte aber noch mal schnell hier reingucken, weil ich mich immer so über post freue. gestern habe ich mir auch vitamintabletten gekauft, vitamin c und e, zink und selen. (sorry, aber ohne groß- u. kleinschreibung geht das tippen schneller). wieso schreibst du eigentlich mitten in der nacht? um die zeit hab ich manchmal schon wieder ausgeschlafen- grins. gestern morgen war ich noch bei dem superwetter eine halbe stunde radfahren, das hat gutgetan. auch meine kinder haben vermehrt leberflecken, am donnerstag wird dann entschieden was herausgeschnitten wird. was für ein studium hast du denn gemacht, arbeitest du auch- trotz kinder ? und wie geht es deinem mann? was sind das für erhöhte tps-werte, davon hab ich noch nichts gehört. dann bis zum nächsten mal und geh früher ins bett! liebe grüße von elke.

Sjabimne xS.


Hallo Leute!

Ihr schreibt hier alle übeinstimmend, dass Muttermale vererbt werden (vielleicht daher der Name?). Ich habe etliche dysplastische und zahllose gewöhnliche Naevi, mein Bruder vorwiegend dysplastische, eigentlich alle auf seinem Rücken. Bei unseren Eltern gibt es aber keine Auffälligkeiten. Ist es nun wahrscheinlicher, dass auch meine Kinder (habe derzeit noch keines) viele Muttermale haben werden?

Wie kommen eure Kinder so damit zurecht (Untersuchungen, Operationen etc.)? Ich wurde in meiner Schulzeit des öfteren gehänselt, der Begriff "Fleckenkuh" ist erst seit es die Milka mit gleichem Namen gibt etwas Angenehmes für mich geworden.

Gottseidank war bisher noch kein Melanom darunter, allerdings wurden seit meiner Jugend auch mir schon einige Muttermale entfernt. Mein Hautarzt meinte, dysplastische Naevi sind so eine Art Melanomvorläuferstadium. Mein Muttermal auf der Fußsohle wurde sofort herausgestanzt.

Liebe Grüße

Sabine

AEsche:npuUttexl


Re: Melanom

@ Sabine

Hallo,

nicht die Muttermale selbst vererben sich, sondern die Veranlagung dazu. Ob deine (zukünftigen) Kinder mal so viele Naevi kriegen werden, ist nicht gesagt, da muss man einfach abwarten. Und wenn, dann musst du ihnen von klein auf klarmachen, dass sie regelmäßig zur Hautkontrolle müssen. Damit kommen sie gut klar, wenn sie es nicht anders kennen.

Dysplastische Naevi sind Male mit bereits veränderten, aber noch gutartigen Zellen. Sie sollten rechtzeitig entfernt werden, weil sie irgendwann zu Melanomen mutieren. Melanoma in situ sind Melanom-Vorstufen und müssen schnellstens raus. "Echte" Melanome sind bereits bösartig und - das Schlimmste an ihnen- können Krebszellen über Lymphbahnen und Blut in den Körper streuen, die dann zu Metastasen heranwachsen.

Das Wichtigste ist regelmäßige Kontrolle bei einem gewissenhaften Arzt!

Liebe Grüße, Aschenputtel

Ahschednpu-ttexl


@ Lady

Hallo Elke,

vielen Dank für deine liebe Antwort. Es tut mir gut, mit jemandem zu korrespondieren, der ein ähnliches Problem hat wie ich. Zwar bin nicht ich diejenige mit dem Melanom, aber mein Mann verdrängt es total, was ich nicht fertig bringe. Mir macht es sehr zu schaffen, aber er will nicht darüber reden, sondern tut so, als sei er der gesündeste Mensch auf der Welt. Ist für ihn wahrscheinlich das Beste, das seh ich ein, aber mir hilft es nicht. Besonders, weil er morgen schon wieder zur Operation muss (2 dysplastische N.). Schlimmer ist allerdings die TPS-Kontrolle. Dieser Marker war Anfang August zu hoch und muss deshalb kontrolliert werden. Es handelt sich bei dem TPS (tissue polypeptid special antigen) um einen Eiweißstoff, der bei unnormal hoher Zellneubildung ins Blut abgegeben wird. Dies kann theoretisch eine gutartige Ursache haben, wie z.B. bei Schwangerschaft und Leberzirrhose. Da mein Mann aber weder schwanger ist noch eine Leberzirrhose hat, dafür aber ein Melanom, bin ich vor Angst halbtot. Denn wenn der Wert nun immer noch zu hoch oder noch höher ist, dann deutet das wohl auf Metastasen-Wachstum hin. Wie du sicher weißt, dauert es dann noch 8-10 Tage, bis das Ergebnis da ist, solange müssen wir einfach aushalten. Und was danach kommt..... mir ist ganz schlecht.

Warum ich gerne so spät nachts schreibe? Ich wache jede Nacht um dieselbe Zeit auf, seit vielen Jahren. Es war ursprünglich eine traumatische Reaktion auf einen schweren Unfall unseres ältesten Sohnes mit offenem Schädel-Hirn-Trauma. Später hat sich die Schlaflosigkeit einfach verselbständigt, obwohl kein Grund mehr dafür da war. Ich komme ganz gut damit zurecht, ich hab´s einfach akzeptiert. Ein weiterer Grund für mein spätes Schreiben ist , dass ich mehrmals die Woche erst gegen Mitternacht heimkomme und dann zu aufgekratzt bin, um sofort schlafen zu können.

Übrigens, ich finde, dass du gar nicht so ungesund lebst! Du fährst Rad, du hast Gemüse im Garten, du bewegst dich körperlich - mach einfach so weiter und gewöhn dir vor alllem das schlechte Gewissen ab, das ist sowas von destruktiv und schädlich. Ich bin sicher, dass du auch irgendwann mit dem Rauchen aufhörst. 5 Zigaretten am Tag: das lohnt sich ja gar nicht, da kannst du das Rauchen ebenso ganz sein lassen.

Übrigens, könnten wir gelegentlich - wenn es um privatere Dinge geht, die übers Thema Melanom hinausgehen, -vielleicht mailen, ich glaube, es gibt hier sowas wie ne mailbox, kennst du dich damit aus? Ich werd´s mal probieren, dabei kann ich deine übrigen Fragen beantworten und dir auch ein paar stellen, wenn´s dir recht ist. Mal schauen, ob´s klappt.

Drück uns morgen die Daumen!

Liebe Grüße, Aschenputtel

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