» »

Diagnose: Mikrokalk in der Brust

rxegg_ie11 hat die Diskussion gestartet


Vor ein paar Tagen rief mich meine Frauenärztin an und sagte mir, dass mein Befund der Mammographie nun vorliegt und ich sollte nochmal zum Gespräch zu ihr kommen. :(v Es wäre aber "nichts Schlimmes", ich sollte mir keine Sorgen machen. Die hatte gut Reden, schon alleine die Tatsache, dass ich überhaupt nochmal was von ihr gehört habe nach der Untersuchung, machte mir Sorgen. Denn mir wurde ja gesagt, wenn ich nichts höre in den nächsten 2 Wochen, dann war alles soweit in Ordnung. Also bin ich nochmal hin zu meiner Ärztin. Sie sagte dann, dass sich in meiner Brust Mikroverkalkungen gefunden haben. In der linken Brust BI-RADS I, rechts jedoch BI-RADS IV. Mittlerweile weiß ich auch aus dem Internet, dass BI-RADS IV abklärungsbedürftig ist und durchaus eiene 20-30%iger Möglichkeit besteht, dass die Verkalkungen ein Hinweis aif DCIS, einer Vorstufe von Krebs sein können. Nun hat sie mir gleich einen Einweisungsschein in die Klinik in der Stadt ausgestellt und gesagt, dass ich 2-3 Tage stationär aufgenommen werde. Dann werde ich opiert und das Areal mit dem Mikrokalk (oder nur Gewebeentnahme eines Teiles?) wird unter Vollnarkose entfernt, mittels vorheriger Markierung und Röntgenunterstützung. Am 02.07.2008 ist es soweit, da soll ich mich in der Klinik einfinden. Aber es ist ja "nichts Schlimmes"! Das habe ich in dem Moment aber völlig anders gesehen. Ich war im ersten Moment voll von der Rolle und mir schwirren immer noch 100 Fragen durch den Kopf: Was passiert nun mit mir? Wie groß ist das Areal mit dem Kalk? Werde ich starke Schmerzen nach der OP haben? Könnte ich Brustkrebs haben?

Wer hat ebenfalls Erfahrungen mit dieser Diagnose und möchte mir helfen, diese schwere Zeit zu überstehen? Ich bin für jeden Beitrag unendlich dankbar.

Antworten
O7rd_em01


Hallo=)

Bin zwar von der männlichen gattung doch möchte ich dir ein wenig helfen sowas zu verdauen!

ist mit sicherheit leichter gesagt als getan!

aaaaaaaaber habe ich knapp 1 1/2 jahre damit verbracht zu denken das ich krebs habe!

bei dir ist noch nichts gesagt! du hast geschrieben das es eine 20-30% möglichkeit ist!

was is denn mit den anderen 80-70%?

versuch positiv zu denken! lenke dich ab=) geh shoppen kauf dir ein paar nette klamotten und freue dich deines lebens!

andere habe nichtmal die möglichkeit das es doch was anderes ist=)

hat dir deine ärztin denn gesagt wie sowas kommen kann?

wünsche dir alles gute und halte den kopf hoch!:)^

rQeggiex11


Danke Ordem01,

das ist lieb von Dir, dass Du mir geschrieben hast. Du hast natürlich Recht, kein Befund ist "positiv", bevor es nicht ausgesprochen ist und feststeht. Eigentlich bin ich ein ausgesprochener Optimist und nicht so schnell unterzukriegen. Aber irgendwie habe ich Angst. Auf der Arbeit merkt mir das niemand an, vielleicht ist in mir ein Schauspieler verloren gegangen.... Da bin ich fröhlich und denke auch nicht so oft an die OP und die evtl. Folgen. Das tut mir gut! Zu Hause habe ich die volle moralische Unterstützung meiner Familie. Das heißt, wir haben einmal ausführlich darüber gesprochen und sind nun zum Alltag übergegangen. Aber in mir drin ist da irgendwas, was einfach nicht zur Ruhe kommen will.

Vielleicht liest ja noch jemand meinen Beitrag und hat vielleicht sogar eigene Erfahrungen gesammelt?

O.rd?em0x1


Wie gesagt!

dieses "in einem drinne was einem nicht zur ruhe kommen lässt" ist das übele!!!!!!

du darfst dich net zu sehr drauf versteifen!

aus mir is ein mittelschweres psychisches wrack geworden! und nur alleine durch die gedanken!! obwohl ich gesund bin=)

möchte nur nicht das du in das gleich verfällst! denn genauso hat es bei mir angefangen!:)^

r\ecggiex11


Das tut mir leid, dass es Dir so lange so schlecht ging. Man hat Dir wohl ziemlich übel mitgespielt und Dich in dem Glauben gelassen, dass Du schwer krank bist? Und nun ist doch alles gut? Na gottseidank, kann ich da nur sagen. Allerdings ist es natürlich sorum besser, da das Ende positiv ist. Ich hasse Filme mit negativem Ende. Wohl, weil ich selbst vor so einem Ende Angst habe? Wenn Du magst, schreib doch mal kurz, warum Du so viel durchgemacht hast. Aber nur, wenn Du es willst. Manchem geht es besser, wenn man drüber spricht oder schreibt, bei mir ist das so. Aber ich verstehe auch die in sich gekehrten Menschen, die lieber alles mit sich selbst ausmachen. Man kann so schlecht raus aus seiner Haut.

r.eggi%e1x1


Schaaaaaaaaaaaade, dass mir gar keiner helfen kann!:-(

Hat denn niemand Erfahrungen mit Mikrokalk und kann mir berichten, wie es nun weiter geht?

rueggxie11


Habe nun heute vom Krankenhaus erfahren, dass ich am 03.07.2008 dort aufgenommen werde und werde dann am nächsten Tag unter Vollnarkose operiert. In der Diagnose stand "DE", was wohl "diagnostische Entfernung" heißt, also keine Gewebeprobe, sondern komplette Entfernung? Ich wüßte sogern mehr, kann denn keiner aus Erfahrung berichten ??? ?? Was mir noch Kopfzerbrechen bereitet: die wollen die Stelle mit dem Mikrokalk, die dann entfernt werden soll, mittels einem Draht oder so ähnlich vorher markieren. Aber nicht bei der OP, sondern schon vorher. Ohne Narkose soll das sein, evtl. mit örtlicher Betäubung, oje, das tut bestimmt weh. Fühle mich so furchtbar ausgeliefert, wenn ich so wenig weiß!:(v

Manch einer will vielleicht gar nicht zu viel Wissen, weil ihm das Angst macht. Mir macht Nichtswissen noch mehr Angst! Bitte Leute, schaut noch mal nach meinem Beitrag. Ich bitte um Antwort.

Wenn man im Internet liest, gibt es wohl jährlich ziemlich viele Frauen mit dergleichen Diagnose wie bei mir. Vielleicht möchte jemand mir eine PN schicken, wenn er hier nicht so öffentlich schreiben möchte. Darüber würde ich mich auch sehr freuen.

m#arip'osa


Hallo, reggie11, ich kann verstehen, dass Du sehr unruhig bist! Leider kann Dir hier kaum jemand sagen, ob die Mikroverkalkungen gutartig sind oder nicht. Es gibt beide Arten, und soweit ich weiß, gibt die Anordnung der Verkalkungen Hinweise, ob ein Tumor da ist oder nicht.

Hier gibt es einige [[http://www.brustkrebs-info.de/patienten-info/index.php?datei=patienten-info/brusterkrankungen/kalk.htm#Stereotaktische_Biopsieverfahren Informationen]]

Die Spannung mußt Du wohl aushalten, aber ich wünsche Dir, dass am Ende ein gutes Ergebnis steht @:) Gibst Du Bescheid, wie es Dir ergeht?

r$egg*ie1x1


Danke, "Schmetterling" (ich mag die spanische Sprache) für Deine Antwort mit dem Link. Das hat mir sehr geholfen. Ich weiß aus dem Befund bisher nur, dass es ein Areal mit Mikrokalk gibt, aber weder wie groß das ist, noch wie die Anordnung ist. Ich halte Dich auf dem Laufenden, wie es mir weiter ergangen ist.

Ich kann jetzt viele gedrückte Daumen gebrauchen und Kraftsterne.

Viele Grüße

m+ar!ipxosa


reggie 11

Was mir noch Kopfzerbrechen bereitet: die wollen die Stelle mit dem Mikrokalk, die dann entfernt werden soll, mittels einem Draht oder so ähnlich vorher markieren. Aber nicht bei der OP, sondern schon vorher. Ohne Narkose soll das sein, evtl. mit örtlicher Betäubung, oje, das tut bestimmt weh.

Ich komme nochmal auf Deine Fragen zurück: Ich denke, vor der Drahtmarkierung solltest Du keine Angst haben! Das Verfahren wird angewandt, um sicher zu gehen, dass die verdächtige Stelle überhaupt genau 'erwischt' wird:

Präoperative Drahtmarkierung der Brust

Falls ein verdächtiger Herd in der Brust nicht tastbar ist (d.h. er ist nur auf der Röntgenaufnahme bzw. dem Ultraschallbild zu sehen) muss dieser vor der Operation markiert werden, damit er bei der Operation überhaupt auffindbar ist. Unter Röntgen- oder Ultraschallsicht wird der Herd dargestellt, die Stelle lokal betäubt und ein dünner flexibler Spezialdraht über eine feine Nadel am Herd plaziert. Die Nadel wird im Anschluss entfernt. Der Draht verbleibt bis zur Operation und wird zusammen mit dem Herd vom Operateur entfernt.

[[http://www.drk-kliniken-berlin.de/Mammographie.393.0.html#c241 Quelle]]

Du wirst mit Sicherheit eine lokale Betäubung bekommen! Ansonsten möchte ich Dich nur ermutigen, nach allem zu fragen. Ich bin auch der Meinung, dass gute Informationen Sicherheit geben!

Alles Gute für Dich :)* :)* :)* :)*

rTeggwie\111


Vielen Dank, mariposa, für die Infos und die guten Wünsche! Noch 2 Tage, dann weiß ich mehr über meinen "speziellen Fall". Bin tierisch aufgeregt, aber da muss ich jetzt durch. Besser jetzt sowas erkannt, als ein paar Jahre später und es ist vielleicht zu spät, denn größten Schaden abzuwenden. Ich versuche positiv zu denken.

Bis bald mal wieder!*:)

raeggUie11


Habe nun die OP hinter mir, aber leider noch kein Ergebnis von der Histologie. Da muß ich mich noch ein paar Tage gedulden.

Erst kam die gefürchtete Nadelmarkierung vor der OP. Die Brust wurde im Mammographiegerät zwischen 2 Platten gequetscht. Die obere Platte hatte lauter Löcher mit Bezeichnungen (Raster). Dann wurde eine Aufnahme von unten gemacht, da sich der Mikrokalk unten mittig in der Brust befand. Es wurde genau geschaut, durch welches Loch die Nadel geführt werden mußte, damit die Nadelspitze genau beim Mikrokalk sitzt. Das Pieksen ansich geschah dann von oben nach unten, fast durch die ganze Brust durch, ohne örtliche Betäubung. Naja, wenn man kurz die Luft anhält, ist es auszuhalten. Hatte ich mir schmerzhafter vorgestellt. Danach wurden noch 2 Mammo-Bilder aus verschiedenen Perspektiven gemacht und der Sitz der Nadel kontrolliert. Das hat auch ein wenig gezwickt, da ja die Nadel schon drin war.

Von der eigentlichen OP habe ich ja nichts mitbekommen, da ich eine Vollnarkose hatte. Ich weiß nur, dass während der OP das entnommene Gewebe noch unter Röntgen auf Vollständigkeit überprüft wurde, da das gesamte Areal mit dem Mikrokalk entfernt werden sollte, nicht nur eine Probeentnahme. Ich hatte dann noch 48 Std. einen Drainageschlauch in der Brust und hatte kaum Wundschmerzen. Gestern wurde dann der Schlauch gezogen, und anschließend durfte ich nach Hause. Ich werde jetzt noch ca. 1 1/2 Wochen krank geschrieben.

Nun bange ich noch dem Ergebnis entgegen, das wird der wichtigste Tag für mich, der kann mein Leben komplett verändern oder alles geht wieder seinen normalen Gang, wie vorher. OK, ganz so wie vorher wird es nie wieder sein. Man kommt schon ziemlich ins Grübeln, wenn man sowas mitmachen muß.

Nun heißt es geduldig warten :)D, aber Geduld gehört nicht gerade zu meinen Eigenschaften, noch dazu, wenn es um so wichtige Dinge geht. Drückt mir die Daumen für Donnerstag, das hilft! Danke für´s Lesen und Zuhören!

mRari3posxa


Ich drücke die Daumen für ein gutes Ergebnis und melde mich am Wochenende wieder!:)*

r?egg1ie1x1


Tja, heute war nun der erste Teil der Befundbesprechung. Leider hatte der Arzt nicht viel Zeit, da er dringend in den OP mußte. Deshalb habe ih nächste Woche Dienstag nochmal einen neuen Termin bekommen, bei dem wir alles ausführlich besprechen werden. Ich hab ihn aber gebeten, mir schon mal in Kurzfassung das Ergebnis zu nennen.

Also: Am Rand des entfernten Gewebestücks wurde ein klitzeskleines "Carcinoma in situ" gefunden, also eine Vorstufe von Brustkrebs. Diese Art von Karzinom bildet keine Metastasen , das heißt, die Lymphknoten bleiben drin. Aber er muß nochmal nachschneiden, einen Sicherheitsschnitt, wie er sich ausgedrückt hat, da sich das entdeckte Kazinom am Rand des Gewebes befand. Also muß ich auf jeden Fall nochmal unters Messer. Das steht schon fest. Ich glaube, dass ich danach auch Bestrahlungen und Medikamente bekommen werde, aber dazu erfahre ich die genauen Details bei der nächsten Besprechung.

Sicher, das war erstmal ein Schock! Das muß ich erstmal sacken lassen. Aber die Prognose ist wohl sehr gut, da rechtzeitig entdeckt.

Kennt sich vielleicht jemand mit Bestrahlungen der Brust aus? Wie lange dauert so eine Bestrahlung, und wie oft muß man da denn hin? Gibt es viele Nebenwirkungen? Kann man während der Therapie arbeiten gehen, oder ist man krank geschrieben? Für jede Antwort wäre ich sehr dankbar.

m?ari.posa


Hallo, reggie!

Obwohl es natürlich besser gewesen wäre, wenn gar nichts da gewesen wäre, hört sich das alles doch positiv an. Wenn das Ca in situ noch so klein ist, hast Du die Chance, das alles mit dieser Behandlung zu beenden.

Was hat das Gespräch heute ergeben? @:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Krebsangst oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Krebs · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH