» »

Diagnose: Mikrokalk in der Brust

roeggine11


Das Gespräch gestern ergab dann noch einige Details zu dem Befund, den ich eigentlich schon wußte:

- gute bzw. sehr gute Prognose, da "in situ" (nur an dieser Stelle)

- es waren 2 Ca in situ, das größte war 3 mm

- am 04.08.2008 gehe ich noch mal ins KH

- bei der ersten OP wurden 8 x 5,5 x 2 cm entfernt (Narbe 8 cm unter der Brust), die neue OP ist auf jeden Fall kleiner

- hoffentlich finden si dann nicht wieder irgend einen Sch...!

- Medikamente (Antihormone) und 30 Bestrahlungen ab Mitte September, soll ich aber nicht falsch verstehen, ist prognostisch

Danke für Dein Interesse, Mariposa, und viele Grüße

r-eggied11


Wollte nun auch mal wieder das Neuste berichten. Zur Zeit sieht es bei mir so aus:

Ich war nun das 2. Mal in der Klinik und bin seit gestern wieder zu Hause. Diesmal waren es 5 Tage. Die Betreuung war wieder sehr gut und auch fachlich bin ich sehr zufrieden, man redet ganz viel mit einem und erklärt alles ganz genau. Das nimmt einem auch ein bisschen die Angst. Es wird aber andererseits auch nicht drum herum geredet, Klartext ist die Devise, allerdings schonend und sehr einfühlsam. Essen war auch wie im Restaurant, abnehmen kann man da nicht.

Ich sollte diesmal extra noch einen Tag länger bleiben, damit bis zur Entlassung dann der Befund auch da ist. Die OP ansich hat etwa eine dreiviertel Stunde gedauert, und ich habe alles wieder gut verkraftet.

Gestern war nun die Befundbesprechung. Als der Arzt mich zu sich rief und mich liebevoll unterhakte, wusste ich gleich, dass wieder nicht alles i. O. war. In dem entfernten Gewebe (Nachresektion 1 cm Richtung Brustwarze) wurde wieder ein klitzekleines <1 mm "Carcinoma in situ" gefunden, Grading 1, nicht invasiv. Der Arzt äußerte nun den Verdacht, dass sich eventuell in der ganzen Brust solche Minikarzinome befinden könnten und empfiehlt mir eine Mastektomie, also Brustentfernung, im Brustzentrum, mit sofortigem Wiederaufbau. Die Haut und Brustwarze bleibt erhalten, alles andere wird dabei entfernt und mit Implantat oder Eigengewebe sofort wieder aufgebaut. Obwohl das größte DCIS kleiner als 3 mm war und nicht invasiv (noch nicht!), soll ich das trotzdem machen lassen, sonst hätte ich immer die Gefahr, dass eins oder mehrere sich noch in der Brust befinden und irgendwann ausbrechen. Da ich auch über diese Möglichkeit vorher schon nachgedacht hatte, stand mein Entschluss sofort fest, dies machen zu lassen. Wir haben im September 3 Wochen Urlaub, danach soll ich mich im Brustzentrum melden. Mein Arzt sagte mir, dass mir diese OP dann wenigstens die Bestrahlung erspart, ansonsten hätte ich ja 30 Bestrahlungen bekommen. Vielleicht brauche ich dann auch keine Antihormone einnehmen, die oft hammerharten Nebenwirkungen, 5 Jahre lang, möchte ich mir auch gerne ersparen.

Eigenartiger Weise hatte ich auch gar keinen Nervenzusammenbruch oder Schock oder so ähnlich bei der Diagnose, ich hatte schon vorher so ein komisches Gefühl. Der Krebs ist außerdem immer noch heilbar. Und es war vielleicht sogar mein Glück, wenn man in diesem Zusammenhang von "Glück" reden kann, dass in diesem kleinen nachträglich entfernten Gewebestück noch ein DCIS war. Ansonsten hätte mein Arzt sicher gesagt: Wir haben weiter nichts gefunden, alles i. O.

Im Urlaub werde ich noch mal Kraft schöpfen und so wenig wie möglich an die bevorstehende OP denken. Aufgeregt sein kann ich dann immer noch kurz vorher…

Liebe Grüße an alle, die hier mit lesen oder schreiben von Regina.

mEaripbosa


Reggie, es tut mir leid, dass es doch noch weitergeht...

Aber Deine Einstellung ist genau richtig, ich sehe es genauso. Was hätte Dir die Ruhe jetzt genützt, wenn etwas später die Krankheit ausgebrochen wäre? Da ist die Brustentfernung das kleinere Übel.

Erhol Dich gut in den Ferien und alles gute für die Operation! @:)

rFeggieh11


Hallo Mariposa,

nach unserem Spanien-Urlaub, der sehr erholsam für mich war, habe ich mich nun mittlerweile das 3. Mal ins Krankenhaus begeben und an meiner Brust rumschnippeln lassen, diesmal im zertifizierten Brustzentrum.

Ich bin ja eigentlich mit der festen Überzeugung dort hin gefahren, diese subkutane Mastektomie auf jeden Fall machen zu lassen, also: aufschneiden, aushöhlen, Silikon rein, wieder zumachen. Aber der Arzt dort im Brustzentrum hat ein langes Gespräch mit mir geführt, dass es vierlleicht doch besser wäre, nochmal eine Nachresektion von ringsrum 1cm zu machen und dann zu schauen, ob die Ränder im geforderten 5mm-Bereich nun sauber sind. Ansonsten, sagte er, sei das nicht so einfach mit "nur" Silikon, bei mir wäre außerdem eine Hautverpflanzung vom Rücken mit Muskel notwendig (GRUSEL!!!). Da habe ich dann kalte Füße bekommen und doch nochmal sie unkomplizierte OP gewählt. Aber, wie ich es befürchtet hatte, war der Rand wieder nicht sauber. Ein DCIS 3mm, niedriggradig, wurde gefunden. Am kommenden Montag habe ich nun wieder ein Gespräch, wie es wietergehen soll mit mir. Ich denke, nun kommt doch die Mastektomie, ich hoffe hautsparend!

So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. Momentan reicht meine Kraft noch aus, weil der Gedanke mich aufrecht erhält, dass es immer noch heilbar und nicht lebensbedrohlich ist. Aber wenn dann die 4. OP, die wirklich große OP, noch kommt, habe ich wirklich Angst.

Aber wenn man dann im Krankenhaus die ganzen Frauen sieht, die auch die Diagnose Brustkrebs bekommen haben, fühlt man sich schon fast "normal".

Melde mich dann nach meinem Beaprechnungstermin, was sie nun mit mir vorheben.

r5eg4giJe1x1


Heute war nun mein großer Gesprächstermin mit dem Chefarzt im Brustzentrum. Hatte schon ein wenig Bammel, dass ich mich wieder nicht richtig durchsetzen kann, aber es ist alles prima verlaufen. War ein sehr angenehmes Gespräch mit Zuhören und Reden.

Nun ist auch er der Meinung, dass ich um eine Mastektomie nicht herumkomme. Sieht wohl doch alles nach einem multifokalen DCIS aus. 4"Nester" hat man nun schon gefunden in den 3 OPs, niedrige bzw. mittelgradige Malignität, 1 bis 3 mm groß. Er sagt, dass er auf jeden Fall eine hautsparende Mastektomie machen möchte, also subcutan. Ich habe dann gesagt, dass es mir lieber wäre, wenn es irgendwie möglich wäre, auf den Latissimus-Dorsi-Lappen zu verzichten. Und er hat noch mal nachgedacht und die Brust angeschaut und gesagt, ok, dann machen wir nur die Silikoneinlage, das müßte auch so gehen. Er denkt, dass er auch so ein gutes Ergebnis erzielen wird. Die OP wird dann nicht 4-5 Stunden, sondern nur 2 Stunden dauern, und ich habe keine zusätzliche Wunde bzw. Narbe auf dem Rücken. Puh, da ist mir ein Stein vom Herzen geplumst!

Irgendwie habe ich Angst vor so einer langen OP und will nicht meinen Rücken zugunsten der Brust opfern, die ich ja viel besser verstecken kann. Die Brust wird zwar hinterher etwas kleiner sein, aber was soll´s, lieber gesund.

Dann fing er noch an, dass er die andere Brust evtl. anpassen will, möchte das aber erst während der OP entscheiden. Das heißt, sie wird dann in derselben OP verkleinert. Zahlt aber wohl alles die Krankenkasse. Allerdings wäre es mir lieber, wenn er die gesunde Brust so läßt wie sie ist...

Wenn mir jemand vor 30 Jahren gesagt hätte, dass ich mir mal eine Brustverkleinerung machen lassen werde, den hätte ich für verrückt erklärt. Fand meine Brüste als junge Frau immer zu klein. Und nun sowas, ist schon kurios.

Jetzt ist mir wohler, damit kann ich mich anfreunden. Wenn alles gut geht, war das dann die letzte OP, dann ist endlich Ruhe und ich brauche keine Bestrahlungen!!!

Liebe Grüße von Regina

duieGteniaxle2


hallo reggie11,

erst einmal möchte ich dich virtuell ganz herzlich drücken. :)_

auch ich hatte vor 6 monaten eine mammografie, bei der auch dieser mikrokalk festgestellt wurde. habe aber leider meinen befund nicht mehr im kopf. weiß nur noch, dass bei der betreffenden brust Grad III war. also muss ich diesen monat (kontrolle nach 6 monaten) auch wieder zur mammografie für die betreffende brust. im befund nannten sie es "überwachungswürdig". das alles kam, weil ich eben vor über 6 monaten diesen kleinen knoten ertastet habe. ich habe wieder knoten ertastet, was mich nicht gerade beruhigt. :-/ ich wünschte, ich hätte es schon hinter mir, aber ich muss noch etwas warten.

aber dir wünsche ich wirklich ganz viel kraft und alles erdenklich gute. :)*

r:eggiex11


Hallo geniale,

ja, ich kann mir vorstellen, dass Du beunruhigt bist. Wenn man schon mal so einen komischen Befund hatte, horcht man noch stärker in sich rein und tastet und guckt. Ich kenne das. Aber bitte mach Dich nicht verrückt. Bestimmt hate der Arzt gute Gründe, dass Du erst in einem halben Jahr wieder zur Kontrolle kommen sollst. Ich drücke Dir die Daumen, dass alles in Ordnung ist. Wann hast Du denn Deinen nächsten Termin?

Diese Warterei auf den Befund oder die nächste Untersuchung kann einem schon ziemlich zusetzen. Ich hatte auch immer im Hinterkopf, was wäre, wenn jetzt doch noch ein invasives Karzinom gefunden wird. Kann mir bei der nächsten OP auch noch passieren, obwohl nach der Meinung des Arztes dies nicht wahrscheinlich ist. Aber was ist schon die Wahrscheinlichkeit, wenn Du eine von 10% oder eine von 1% bist, nützt Dir diese ganze Rechnerei gar nichts. Nur Fakten zählen.

Danke für Deine Knuddler und die lieben Worte. Das tut so gut! Auch für Dich lles Gute!

dOie3Geni\alex2


hi reggie11

ich danke dir für deine lieben worte.

übrigens habe ich mir noch mal meinen befund angesehen und habe da etwas verwechselt. da steht nämlich: kein gruppierter mikrokalk.

mit dem anderen hatte ich recht. birads:III links und rechts II

bei mir wurde eine Fibröse Mastopathie festgestellt.

ich habe gestern einen termin ausgemacht. und zwar ist er am dienstagnachmittag, also am 14.10. dann habe ich es endlich hinter mir. :-/

d)ieGenidale2


bor, ich bin gerade so wütend, so sauer, so alles gleichzeitig. >:(

ich kann morgen nicht zur mammografie gehen, weil meine fa mir keine überweisung geben will. :|N

sie hat mir für ende oktober einen ultraschall angeboten, weil das als kontrolle ausreichen würde. dabei hat man beim letzten us schon nichts sehen können. :(v

oftmals hat man als patient echt die arschkarte gezogen!:-(

r)eg\g"ie1]1


Ohjeh, Geniale, da wäre ich aber auch stinksauer. Das ist aber gar nicht nett von Deiner Frauenärztin, wie kann sie denn sowas machen? Demnach bist Du sicher unter 50 Jahre alt, denn ab 50 steht Dir die Mammographie gesetzlich zu. Ich habe schon von Ärzten gehört, die ihre Patientinnen unter 50 zur Mammo schicken ohne Verdacht oder erbliche Vorbelastung. Vielleicht kannst Du die Ärztin ja wechseln und beim Nächsten dann sagen, Du hättest eine erbliche Vorbelastung... Ich glaube, da würde ich nicht wieder hingehen

Ich habe auch schon von Patienten gehört, die nicht zum MRT geschickt wurden, obwohl es nötig gewesen wäre, nur weil sie keine Privatpatienten sind. Voll krass oder, so als zweitklassiger Patient abgestempelt zu werden. Das ist unser neues Gesundheitssystem. Dabei predigen immer alle, wie wichtig und gut eine rechtzeitige Erkennung mittels Vorsorgeuntersuchung ist. Bla-bla-bla!

Ärgere Dich nicht. Ziehe Deine Konsequenzen. Die Gesundheit ist schließlich wichtig!!!

Tschüssi, Regina

dBieGHeniQale)2


danke!:)*

ich werd wohl den arzt wechseln und hoffe dort auf mehr verständnis.

d7ieGAenYiale2


im netz gefunden. warum hält sich meine fa nicht daran?:

Kategorie 3

Wahrscheinlich benigner Befund. Kontrollen erforderlich. In diese Kategorie gehören Befunde mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Benignität. Eine weitere Kontrolle sollte die Wahrscheinlichkeit auf Benignität erhärten, andererseits kann eine beginnende Malignität vorliegen ( in Situ-Karzinom, uncharakteristische Mikroverkalkungen).

In der Regel sind Kontrollen in 6 Monaten durchzuführen.

Nur in Ausnahmefällen sollten kürzere Intervalle erfolgen.

genau hier hat mich der radiologe eingestuft für die linke seite. :-/

d&ieGeQn,ialex2


ps: ich habe gelesen, dass so eine untersuchung von nur einer seite 35 euro kostet. kann man das denn selbst zahlen und trotzdem hingehen? eigentlich kann ich es mir ja nicht leisten, aber um ruhe zu finden würde ich es machen.

rreggyie1x1


Bei mir war es Einstufung BI-RADS- IV, da muß geschnippelt werden, zur eindeutigen Identifizierung. Ich hatte aber auch bei bei den anderen Einstufungen gegoogelt, mit dem gleichen Text-Ergebnis wie Du, da ich in der linken Brust BI-RADS I habe. Und wenn das bei der III so eindeutig drin steht, kann man da nicht drauf bestehen, zu Mammo geschickt zu werden?

Vielleicht kannst Du mal bei der Stelle anrufen, wo Du zur Mammo gehen möchtest und fragen. Bestimmt kannst Du die Leistung auch selbst zahlen. Ist zwar viel Geld, aber im Notfall und zur eigenen Ruhe würde ich es auch selbst bezahlen. Aber richtig finde ich es nicht!!!

:(v

d'ieGHenixale2


hallo reggie,

Vielleicht kannst Du mal bei der Stelle anrufen, wo Du zur Mammo gehen möchtest und fragen. Bestimmt kannst Du die Leistung auch selbst zahlen.

leider kostet es mindestens 100 euro oder sogar noch mehr. das kann ich mir nicht leisten und muss nun entweder ein halbes jahr mit dem gedanken rumrennen oder doch versuchen den arzt zu wechseln. :°(

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Krebsangst oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Krebs · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH