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Gehirnkrebs??

ecmpxT hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe diesen beitrag im internet gefunden, und ähnliche symptome an mir festgestellt, die zum teil seit ich denken kann bestehen. Außerdem leide ich an ununtersuchtem Augenflimmern, Glaskörpertrübung starken köpfschmerzen und ständiger müdigkeit (egal wie lange ich schlafe) und schwindel.

"GEHIRN-TUMOR: SEELISCHE, KÖRPERLICHE UND PSYCHOSOZIALE FOLGEN

Gehirn-Tumoren (Fachbegriff: raumfordernde intracranielle Prozesse) äußern sich in neurologischen Symptomen (z. B. Lähmungen, epileptische Anfälle, Gesichtsfeldausfälle, Abweichungen der Muskelreflexe), in neuropsychologischen Störungen (z. B. Orientierung, sprachabhängige Leistungsstörungen), gelegentlich auch in anderen Krankheitszeichen (z. B. Blutdruck). Schließlich in apparativ objektivierbaren Störungen (z. B. Elektroenzephalogramm (EEG), Computertomographie, Kernspintomographie, Elektromyogramm) usw.

Wichtig sind aber auch seelische und psychosoziale Konsequenzen. Denn sie gehören mit den Kopfschmerzen und epileptischen Anfällen zu den Frühsymptomen, in denen ein gezielter Eingriff noch die besten Heilungsaussichten hat.

Am häufigsten sind Verhaltens-Veränderungen: Der spontane Antrieb läßt nach, die Gemütsregungen stumpfen ab, das Interesse engt sich ein, der berufliche Einsatz geht zurück, die mitmenschlichen Beziehungen leiden oder schlafen ganz ein. In vielen Fällen erscheint die Persönlichkeit "entdifferenziert" oder "vergröbert".

Psychische Veränderungen sind vor allem bei Tumoren im Kindesalter häufig das einzige Frühsymptom (die Schädelnähte sind noch nicht geschlossen, weshalb es viel später zu Hirndrucksymptomen und entsprechenden Kopfschmerzen kommt). Das plötzliche (!) Einsetzen von Verhaltensstörungen ist so lange auch auf einen raumfordernden Hirnprozeß verdächtig, bis eine neurologisch-psychiatrisch-psychologische Abklärung auf diesem Gebiet zur Entwarnung berechtigt.

Die wichtigsten Warnsymptome sind Teilnahmslosigkeit, Spielunlust, Leistungsabfall, Reizbarkeit und Gemütslabilität.

Die Erfassung von seelischen und psychosozialen Früh-Warn-Symptomen ist aber für jede Altersstufe entscheidend. Und sie beschränkt sich nicht nur im Rahmen möglicher raumfordernder Hirnprozesse auf Hirntumoren, sondern schließt auch Hirnabszesse (Eitergeschwüre), Hirnödeme (Verquellungen durch Flüssigkeitseinlagerung) sowie Hämatome (Blutergüsse zwischen den Hirnhäuten) ein. Auf was ist deshalb zu achten?

Seelische Störung und Tumorsitz

Der Sitz des raumfordernden Hirnprozesses kann für das Beschwerdebild mitbestimmend sein, und zwar unabhängig und vor Ausbildung einer Drucksteigerung. Eine Hirndrucksteigerung, von wo auch immer ausgehend, führt schließlich zu rasch zunehmender Bewußtseinstrübung mit Benommenheit, Schläfrigkeit und Koma (nicht mehr erweckbar). Vor diesem bedrohlichen Stadium aber lassen sich bereits bestimmte Hinweise nutzen, je nach Sitz der Ursache:

Stirnhirntumoren

Bei den Stirnhirntumoren ist zu unterscheiden zwischen dem orbitalen und hochfrontalen Stirnhirnbereich. Im einzelnen:

- Beim orbitalen, also augenhöhlennahen Bereich (orbitale Rinde), wirkt der Patient wie eine atypische Manie (krankhafte Hochstimmung): flache Euphorie (inhaltsloses Wohl- bis Glücksgefühl) mit distanzlosem Witzeln, irritierendem zwischenmenschlichem Verhalten (Fachbegriff: Verlust der Wertvorstellungen; populär: "schlechte Kinderstube"), Enthemmung im sexuellen Bereich, aggressive Durchbrüche u. a.

- Beim hochfrontalen Stirnhirnbefall, bei dem der obere Stirnhirnanteil betroffen ist (Fachbegriffe: Marklager und Konvexität), werden die Patienten aspontan, bis sie am Schluß überhaupt keine Initiative mehr entwickeln und regungslos (gedankenlos) dasitzen, das Bett nicht mehr verlassen und sogar ihre Speisen halbzerkaut im Mund behalten. Auch die sprachlichen Äußerungen versiegen. Zielgerichtete Handlungen sind nur noch begrenzt anregbar. Die Antworten bleiben einsilbig, ein Gespräch ist am Ende nicht mehr möglich. Jede Umstellung ist erschwert: Hat sich der Betroffene einer Situation oder einem Objekt (Mensch, Tier, Gegenstand) zugewandt, ist er so darauf fixiert, dass er nur noch schwer abgelenkt werden kann. Da die Eigeninitiative quasi ausgelöscht ist, wird die Auslieferung an die Umwelt umso stärker. Das äußert sich in sogenannten Echo-Symptomen: Wiederholung des Gehörten (Echolalie), Wiederholung von Bewegungen des Gegenüber (Echopraxie), Wiederholungen von Handlungen und Worten (Perseveration) usw. Die Stimmung ist gleichgültig-indolent ("wurstig"), der Gemütsbereich gleichsam "eingeebnet". Das Bewußtsein hingegen kann ungestört sein.

Meist ist jedoch der obere oder untere Teil des Stirnhirns nicht so scharf bzw. abgegrenzt betroffen, so dass es auch nicht zu einem scharf getrennten Beschwerdebild kommt. Oft findet man deshalb beim gleichen Patienten eine verwirrende Symptom-Mischung wie z. B. Antriebsverlust und gleichzeitig flache Euphorie usw.

Das Krankheitsgeschehen wird häufig von Wesens- und Charakterveränderungen eingeleitet (besonders wenn auch noch der Schläfenlappen des Gehirns betroffen ist). Die Folgen sind schwerwiegend, z. B. häufige Querelen, Verlust wichtiger sozialer Bezüge, am Schluß auch beruflicher bzw. sozialer Abstieg. Typisch ist auch eine eigenartig aspontane Verhaltensweise bei jedoch erhaltener Fremderregbarkeit (allein reaktionslos, mit anderen tragbar).

Schläfenlappentumoren

Patienten mit Schläfenlappentumoren erscheinen häufig als reizbar, verstimmbar, ängstlich oder depressiv. Nicht selten anfallsweise Halluzinationen (dass ich z.b die kellertreppe heruntershaue und für eine millisekunde eine gestalt sehe)[ganz selten], und zwar meist Geschmacks- und Geruchs-Sinnestäuschungen (nur 2-3mal vorgekommen), mitunter aber auch akustische oder optische Trugwahrnehmungen. Typisch sind weiterhin Déjà vu-Erlebnisse ("in dieser Form irgendwie schon einmal gesehen"), ferner illusionäre Verkennungen (verfälschte Wahrnehmung wirklicher Gegebenheiten) und Depersonalisationserscheinungen ("ich bin nicht mehr ich" (selten handle ich und merke erst dannach, was ich getan habe oder kann mich nicht mehr genau erinnern, "alles so weit weg, alles so sonderbar und komisch"). Mitunter auch flüchtige Störungen der Zeitwahrnehmung und des Körperbildes (dauerhafte müdigkeit, egal wie lange ich geschlafen habe. Bei Befall des basalen (unteren) Schläfenlappens kann auch das sexuelle Verhalten enthemmt sein. [Schizophrene ich habe mit 7-12 jahren als ich mich schlafen gelegt habe, von zufälligen persohnen die ich kenne, kurze worte ohne zusammenhangeingebildet. Es war wie eine unkontrollierte Einblendung (z. B. Sinnestäuschungen) und depressive Krankheitszeichen (verstimmbar und ängstlich) finden sich bei Schläfenlappentumoren als Früh- und Erstsymptome öfter als bei allen anderen raumfordernden Prozessen (z. B. depressive Zustände in über der Hälfte der Fälle).

Parietallappentumoren des Scheitelbeins

Parietallappentumoren des Scheitelbeins zeigen nur selten seelische Lokalsymptome, am ehesten schizophrenieähnliche Krankheitszeichen. Bei rechtsseitigem Sitz mitunter Verwirrtheitszustände, inadäquate Gemüts-Reaktionen und depressive Verstimmungen.

Occipitallappentumoren des Hinterhaupts

Occipitallappentumoren des Hinterhaupts führen vor allem zu Gesichtsfeldstörungen, gelegentlich auch zu Sinnestäuschungen im ausgefallenen Gesichtsfeld. Hier kommt es rasch nicht selten zu einem gefährlichen Hirndruck mit Einklemmung der entsprechenden Gehirnstrukturen und damit Gefahr der Bewußtseinstrübung.

Tumoren des Kleinhirns

Kleinhirntumoren zeigen so gut wie keine seelischen Folgen wohl aber eine ganze Reihe verwirrender neurologischer Symptome (Sehen, Sprechen, Stehen und Gehen usw.).

Tumoren des Hirnstamms

Hirnstammtumoren äußern sich oft in Antriebs- und Gemütsstörungen, vor allem in Unruhe und Enthemmung. Gelegentlich schwankt das Bild zwischen Verlangsamung bis zur Apathie und seelisch-körperlicher Erregung. Im weiteren Verlauf drohen Bewußtseinstrübung mit Störung von Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Denken. Selten auch einmal phobisch-anankastische Bilder (z. B. Zwangsbefürchtungen). Bei Tumoren des 3. Ventrikels (Hirnkammer) können kurzfristig (schizophrenie)?- oder manieartige Symptome vorausgehen.

Tumoren der Stammganglien

Stammganglientumoren äußern sich vor allem in Antriebsmangel, gemütsmäßiger Nivellierung sowie Bewußtseinsveränderungen.

Schlußfolgerung

Die überwiegende Zahl seelischer Störungen geht nicht auf einen raumfordernden Hirnprozeß zurück. Deshalb scheint es nicht besonders wichtig, an eine solche Ursache zu denken. Für die "wenigen" Prozent aber, die hierdurch betroffen sind und durch mangelnde Aufklärung, unzureichende Kenntnis und damit unterlassenes Daran-Denken viel zu spät diagnostiziert und damit ohne den sonst möglichen Erfolg behandelt werden, ist es tragisch. Deshalb kann es nicht schaden, bei den erwähnten seelischen Symptomen und psychosozialen Folgen auch die Möglichkeit einer Raumforderung zu erwägen. Bei den heutigen diagnostischen Möglichkeiten muß hier auch nicht lange in Angst gewartet werden, bis die Diagnose gesichert ist. Danach aber ist zweierlei klar: Entweder gibt es keinen organischen Befund und man kann sich auf die seelischen oder anderen Ursachen konzentrieren oder es gibt einen Tumor, der dann aber auch im Frühstadium und somit erfolgreich operiert werden kann."

Ich freue mich auch hilfreiche Beiträge

Antworten
e:mpxT


Ich vergaß zu erwähnen, dass ich 17 (in 3 wochen 18) bin.

C|hris:tiani200x9


ich würde nicht gleich an einem prozess im hirn denken. lass lieber mal die augen checken.

sjchgna,ttergusxche


Zuerst einmal: ENTWARNUNG!

Auch wenn Du im Internet Hinweise auf Symptome gefunden hast, die auch bei Dir auftreten, müssen sie nicht die gleiche Ursache haben. Wenn die Symptome so lange bestehen wie Du als erwachsener Mensch denken kannst (das reicht oft bis zum dritten Lebensjahr zurück), sind sie nicht so akut, daß Du Dir Sorgen machen müßtest. Du hast die Symptome nicht einzeln nach der Dauer ihres Auftretens benannt. Viele sind auch typisch für die Pubertät.

Sprich bitte mit Deinem Hausarzt darüber. Er wird Dir viele Details erklären können, und Dich bei fraglichen Symptomen zu einem entsprechenden Facharzt überweisen.

Die überwiegende Zahl seelischer Störungen geht nicht auf einen raumfordernden Hirnprozeß zurück. Deshalb scheint es nicht besonders wichtig, an eine solche Ursache zu denken.

Eher ist es der umgekehrte Fall. Raumfordernde Prozesse (auch im Hirn) können seelische Ursachen haben, die sich organisch manifestieren. Die Pubertät, das Erwachsen-werden, ist ein seelisch bewegender Prozeß. Ich habe diese Zeit überlebt, und trotzdem stelle ich so manche der von Dir fett hervorgehobenen Symptome an mir fest. Kein Grund zur Panik. Ich bin gesund.

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