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Krebs und Blutwerte

WEatJexr hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr,

mich interessiert, wie Krebs ein Blutbild verändert. Natürlich hängt, das von der Art des Krebses ab, aber vielleicht kann mir jemand etwas darüber berichten. Wie sieht es beispielsweise bei Hodgkin aus? Kann man auch Krebs haben, wenn die Blutwerte relativ normal sind?

Ich habe zwei schmerzlose, geschwollene Lymphknoten (einen in der Leiste und einen etwas größeren (2-3 cm Duchmesser) im linken Nackenbereich). Nun war ich auch beim Arzt, weil ich verschiedene Probleme hatte. Schmerzen im Körper (unter den Achseln beispielsweise, wobei dort kein geschwollener Lymphknoten gefunden werden konnte), Schlafstörungen, Juckreiz und allgemeines Unwohlsein, plötzlich nach jahrlangem Gesundsein habe ich laufend irgendwelche Infekte.

Es wurde in Blutbild gemacht. Die Leukos, Erys und sonstige Bltuwerte waren erniedrigt oder an der unteren Norm. Leberwerte top in Ordnung. Infektionskrankheiten wie EBV und Legionellen ausgeschlossen. Bilirubin war ziemlich erhöht (ging aber nach einer Woche zurück-Kontrolluntersuchung), das Eisen ist erniedrigt

Bei einer Kontrolluntersuchung haben sich die Werte alle etwas verbessert und fast alle schafften wieder die Norm. Aber ich mach mir halt doch Gedanken, da ohne erkennbaren Grund diese Lymphknoten geschwollen sind.

Es wäre Spitze, wenn jemand etwas wüsste, denn Ärzte können auch nicht alles wissen . Aber mir geht es nicht wirklich gut und daher wüsste ich den Kern der Ursache schon gerne. Ich mach mir gar nicht große Sorgen. Aber ich wüsste halt gerne Bescheid was ich habe, damit ich damit auch umgehen kann.

Vielen Dank im Voraus.

Water

Antworten
N}ewbiep8ost1er


Krebs kann im Blutbild durch erhöhte Entzündungsparameter auf sich bemerkt machen.

Es muß aber nicht sein.

Oft findet man trotzdem beschleunigte BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit).

Vor allem bei schnell wachsenden und schnell streuendedn Tumoren sieht man Entzündungswerte die ansteigen.

Parallel dazu gibt es oft eine Armut an roten Blutkörperchen, eine sogennante Anämie.

Wie schon gesagt, diese Sachen müssen nicht passieren, aber es kommt halt oft vor.

Es gibt eine Reihe von Proteine, die man bei Krebserkrankungen bestimmen kann, die sogenannten Tumormarker.

Die sind nicht besonders sensitiv, und schon gar nicht spezifisch, dennoch gibt es einige daruntr die eigentlich zuvrlässig sind, wie z.B. der PSA-Wert für das Prostatakarzinom.

Tumormarker eigen sich nicht zur Diagnosestellung, die können lediglich einen Verdacht erhärten, die endgültige Diagnose liefert bei Krebs immer eine Biopsie, unter dem Mikroskop.

Es gibt einige Werte die auf Prozesse in diversen Organen hindeuten können. So zum Beispiel Pankreaswerte für pankreasprozesse, oder Leberwerte für Leberprozesse.

Prozess heißt aber alles von Entzündung bis Tumor.

Man kann auch Krebs haben, wenn die Blutwerte normal sind, es ist möglich.

Die Diagnostik ist zu gering um eine Aussage machen zu können.

Eine Urinuntersuchung wäre auch mal fällig.

Deine Lymphknoten sind schon sehr weit auseinander, ich weiß nicht ob beide links sind, aber so weit auseinander ud trotzdem befallene Lymphknoten, würde auf einen schon sehr fortgeschrittenen Tumor hindeuten. Das wiederum wäre von den Laborwerten und von deinen Beschwerden vor allem relativ sicher auszuschliessen.

Insofern denke ich nicht das diese LK (oder zumindest beide) tumorbefallen sein könnten.

Eine Ultraschalluntersuchung dieser Lymphknoten wäre gar keine schlechte Idee. Ich weiß nicht wie alt du bist, aber ein EKG und ein Röntgen-Thorax wären auch nicht schlecht.

Ein Hodgkin ist eher was, das im jungen Erwachsenalter auftritt, und bei nicht bei älteren Leuten.

Tja, ein paar mehr Infos zum Alter, Nikotin, Alkohol und Vorerkrankungen wären auch wünschenswert.

WjatDer


Hallo Newbieposter :-),

vielen, lieben Dank für deine umfassende Antwort. Zu den offenen Fragen:

Ich bin Mitte zwanzig, weiblich, rauche wenig (eine Schachtel/2Wochen) trinke gerne mal ein paar Bier und die Lymphknoten sind beide links. Du hast Recht, dass es eher unwahrscheinlich ist, weil beide weit auseinander sind. Nur weiß ich nicht, ob ich alle ertastet habe. Ich bin sehr schlecht ins so etwas. Zudem bekomme ich oft schlecht Luft, was bis zum Husten führt, währendessen lasse ich mich meist (wenn ich alleine bin und keiner zuschaut) einfach "zusammenbrechen", um dann auf dem Boden zu knien um wenigstens nicht mehr stehen zu müssen.

Das geschieht aber auch nicht sehr oft, vielleicht im Durchschnitt zweimal pro Woche. Ich weiß nicht ob dass auf geschwollene Lymphknoten in der Lunge deuten kann.

Welche Ergebnisse wären für eine Urinuntersuchung typisch?

Vorerkrankungen hab ich keine nennenswerten.

Liebe Grüße und wie gesagt vielen Dank

Water

Z_auber3wBaqld_Z81


Also ich würde Dir ebenfalls ein Röntgen-Thorax und ein Ultraschall der Lymphknoten empfehlen. Über die Blutwerte lässt sich nur sehr schwer etwas aussagen. Geh zu deinem Hausarzt und bitte um eine Überweisung zum Radiologen, bzw. Internisten. Und dann kann man mal weiter sehen.

Ich weiß, geschwollene Lymphknoten machen einem gerne Angst. Ich selbst habe auch öfters schmerzhafte Lymphknoten, aber bei mir konnte bisher überhaupt nichts fest gestellt werden. Und Lymphknoten schwellen sehr schnell mal an.

Aber durch den Röntgen-Thorax lässt sich vielelicht auch gleich etwas über deinen Husten aussagen

W<ateyr


Danke für eure Tipps :-),

ich habe mich zudem auch noch gefragt, ob auf einem Ultraschall oder Röntgenbild überhaupt gesehen werden kann, aus welchem Grund ein Lymphknoten geschwollen ist. Gibt es da Konsistenzunterschiede oder dergleichen?

Vielen Dank Euch :-)

W`ateJr


PS: Wie lange sollte man abwarten, bis man geschwollene, schmerzlose aber doch wohl harte Lymphknoten genauer untersuchen lässt? Niemand verfällt ja gerne in Panik, denke ich und ich bin zudem auch ein sehr geduldiger Mensch.

Ciao 4 now

Z`auberwa`ld_8x1


also warum ein lymphknoten geschwollen ist, sieht man auf einem röntgenbild nicht. aber man sieht, ob es ev. noch weitere gibt, die von außen nicht zu tasten sind.

was hat den dein arzt gesagt, wie es nun weiter gehen soll??

also ich denke man kann schonmal so 3-4 wochen warten, ob sie sich wieder zurück bilden. aber ein ultraschall ist ja nun auch nichts besonders aufregendes und kann schnell gemacht werden. ich würde einfach mal deinem hausarzt sagen, dass du das gerne weiter abklären lassen würdest. wenn du einen geschwollenen lymphknoten in der leiste hast, kannst du ruhig auch mal deinen frauenarzt fragen, ob er ihn dir mal schallt. ABER erwarte dir nicht zu viel information. auch im ultraschall sieht man nicht, warum ein lymphknoten geschwollen ist. aber man kann sehen, ob er weich oder hart ist, ob er beweglich ist und ob der verdacht besteht, dass es sich um krebs handeln könnte.

WSat9exr


Zaubwald, du hast eine Nachricht in deiner Mailbox :-)!

N@ewbiempkosxter


Als erstes würde ich mit dem Rauchen aufhören.

Ici weiß, es ist schwierig, aber immerhim wichtig.

Das Zusammenbrechen das du beschreibst deutet auf eine einfache Sache:

Zusammengebrochen atmet man besser, weil man die Interkostalmuskulatur einsetzen kann. Leisungssportler machen das auch immer nach einem Sprint zum Beispiel.

Ich würde außerdem noch daran denken ob das nicht irgendwie mit einer Allergie zusammenhängt, oder Asthma.

Dazu kann man eine Menge Tests machen, aber eine klinische Untersuchung würde auch hilfreich. Leider kann ich per Internet dich schlecht auskultieren, also denke ich mal das dein Hausarzt schon gemacht hat, und nichts Aufregendes entdeckt hat.

Trotzdem, wollte ich wissen ob du viel in Kontakt mit Staub, Erde, Pflanzen, Tieren stehst, und ob du Allergien hast.

Ein Rö-Thorax und ein Ultraschall sind gute Ideen. Ebenso könnte es aber auch vom Herzen kommen, also eine genaue Auskultation vom Herzen und evtl. ein EKG wären auch nicht schlecht.

Tja, das wär's...

Lymphknoten um die Lunge kann man im Rö-Thorax sehen, wenn die groß genug dazu sind.

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