» »

Lymphknotenentfernung am Hals / Verdacht auf Lymphom

Ni1na hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr,

bevor ich mich total verrückt mach, dachte ich, ich schreib hier mal rein...

ich bin 20 und habe seit ca. 6 Monaten mehrere dicke Lymphknoten am Hals (bis 3 cm), v.a. im Kieferwinkel, beidseitig. Als ich das bemerkt habe, habe ich erst meinen ganzen restlichen Körper abgesucht und in meiner Suchwut gleich einen in der li. Achselhöhle gefunden (war aber klein, so 0,5-1cm; den finde ich jetzt auch nicht mehr.) In der Leiste waren sie auch tastbar, aber auch kleiner als 1cm. Dann war ich gleich beim Hausarzt, welcher mir seither alle 1-2 Monate Blut abnimmt: CRP und Blutsenkung dauerhaft erhöht. Mit der Elektrophorese war auch irgendwas nicht in Ordnung. Auf Epstein-Barr, Zytomegalie und Toxoplasmose wurde schon negativ getestet. Sonstiger Infekt eigentlich auch ausgeschlossen. Außer den Blutwerten habe ich keine Symptome (Nachtschweiß etc. ...), höchstens ab&zu mal Müdigkeit, aber ich schlafe momentan auch nicht viel.

Nun war ich vor 2 Wochen das zweite Mal beim Radiologen zur Sono und nachdem er feststellte, dass die LK nicht kleiner geworden sind (jedoch auch nicht größer), meinte er, dass man an ein Lymphom denken muss, v.a. bei meiner Anamnese (mein Vater hatte mit 26 ein malignes Melanom). Hausarzt sagte dann, dass ich relativ schnell operiert werden müsse. Hab jetzt am Dienstag einen Termin beim Onkologen und werde dann einen Termin beim Chirurgen ausmachen...

Hab dazu ein paar Fragen:

1. Kann man bei Morbus Hodgkin bzw. bei NHL nicht im Blut auf Tumormarker checken? Wenn ja, wieso kam mein Hausarzt noch nicht auf die Idee? Kann ich das beim Onkologen machen lassen?

2. Die OP an sich: stationär oder ambulant? Wenn stationär, wie lange der Aufenthalt? Wie groß wird die Narbe? Risiken?

3. Reicht für die Diagnose eine Stanzbiopsie oder sollte man die LK komplett entfernen lassen? Ich tendiere ja eher zur radikalen OP, allein aus Sicherheitsgründen...

4. Welche anderen Voruntersuchungen vor der OP werden da noch fällig sein?

Ich weiß, letzten Endes können mir das alles auch die Ärzte erklären. Ich hab nur echt Panik und irgendwie schon so ein ganz, ganz schlechtes Gefühl im Bauch... :(

Danke für eure Antworten.

Liebe Grüße

Nina

Antworten
s)ternQ_89


Hallo Nina,

auch ich hab am Kieferwinkel beidseits LK aber schon seit meiner Kindheit.

Als ich letztes Jahr einen LK hinter´m Ohr entdeckte verfiel ich gleich in Panik vorallem weil dieser "hart" ist und da ich mich wahrscheinlich wie du im Internet verrückt gemacht hab bin ich auch zum Arzt – HNO und Onkologe, der HNO überwies mich dann ins KH und mir wurde ein ANDERER besser zugänglicher aber kleinerer LK entnommen.

Ergebnis : entzündlich reaktiv.

Nun ging ich vorsichtheitshalber jede 3 Monate um den "kritischen" LK untersuchen zu lassen.

Und im Mai hatte ich das Gefühl da tut sich irgendwas... Nun hab ich wieder einen Marathon hinter mir und am kommenden Montag wird mir der "kritische" LK nun doch entfernt.

Ich kann dir nur kurz erzählen wie es vor meiner ersten OP war.

Ich hatte und habe auch keine Symptome. Ich war 3-4 Tage stationär je nach dem wieviel Blut noch raus kommt (bekommst so einen Drainageschlauch und wenn der gezogen ist kannst du gehen). Vor meiner OP hatte ich auch wie du Blutuntersuchungen, Ultrashal war aber auch im MRT so das man sehen konnte ob mehrere LK im Hals vergrößert sind.

Eine Woche nach der OP wurden dann auch die Fäden gezogen und ich bekam das Ergebnis.

Da ich das ganze mittlerweile kenne hab ich vor Montag keine Angst – eher wegen dem Ergebnis was da raus kommt !!!

Ich drücke dir – UNS – die Daumen und hoffe für uns beide das für UNS beste Ergebnis :)* :)* :)*

MPayaxna


Mir wurde vor 2 Jahren auch ein Lymphknoten am Hals entfernt, in der Uniklinik.

Mrt – Befund war nicht eindeutig und es bestand der Verdacht auch Krebs. Das Ding bin ich los. Habe auch ielil Glück gehabt, die Narbe (über 10 cm) haben sie freundlicher Weise in eine Hautfalte legen können. Man hat Gottlob auch keinen Nerv getroffen (die Gefahr dabei ist immer gegeben und betrifft sogar manchmal den Arm, dass man ihn nicht mehr anheben kann.

Es war kein Krebs und inzwischen habe ich wieder mehrere Lymphknoten im gleichen Bereich, die man wieder entfernen will. Da das 1. Ergebnis (obwohl es auch im Ultraschall bösartig (infiltrierend) aussah, war es nur entzündlich degenerativ, warum auch immer. Und ich gehe davon aus, diesmal ist es wieder so.

Laß Dich operieren, möglichst in einer größeren Klinik, wo das öfter gemacht wird und ein sogenannter Standard herrscht. Ich war 4 Tage in der Klinik, hatte Vollnarkose (weil sie auch im Rachen Untersuchungen machen, die ohne wohl nicht gerade angenehm sind (Probeentnahmen).

Krebs (ist in Deinem Alter eher unwahrscheinlich) ist Gott sei Dank nicht andauernd zu befürchten....

Ich glaube an die Selbstheilungskräfte. Das Leben ist für mich und nicht gegen mich.

Wenn meine Lymphies mal wieder angeschwollen sind (vielleicht liegt es immer nur an meinen gern mal anspringenden NNH-Höhlen), bekommen sie nachts einen Umschlag mit Retterspitz äußerlich – und tatsächlich, es hilft.

Man sollte auch den Zahnarzt aufsuchen, um dort Herde auszuschließen. Würde ich auf alle Fälle vor der OP tun.

ZUwachk44


Hallo Nina, zu 1: Man kann die Thymidinkinase bestimmen.

Zu 2: Wegen Nachblutungsgefahr bin ich 1 Nacht im KH geblieben. Die Narbe ist ca. 5 cm lang und ist kaum zu sehen. Risiko? Am Hals laufen verschiedene wichtige Nerven und Blutgefäße entlang.

Zu 3: Bei mir wurde eine Stanzbiopsie gemacht.

Zu 4: CT. Aber "richtig" Bescheid weiß man erst nach der histologischen Untersuchung der Gewebeprobe. Alles Gute!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Krebsangst oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Krebs · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH