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Geschwür an der Schilddrüse

WhildWeMisc+hunxg hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe mich hier angemeldet in der Hoffnung, vielleicht einige Erfahrungsberichte und Informationen zu gewinnen.

Kurz zur Situation:

Vor etwa 2,5 Wochen bemerkte ich eine Verdickung am Hals, im Bereich der Schilddrüse. Ich habe manchmal schon in den Wochen davor gedacht, dass Lymphknoten angeschwollen sind, war aber der Meinung, das bilde ich mir nur ein.

Innerhalb sehr kurzer Zeit ist dieses Geschwür gewachsen, mitlerweile ist es etwa so groß wie ein Ei, jedenfalls das, was von außen sicht- und tastbar ist. Ansonsten habe ich keine weiteren Symptome und auch keine Schmerzen.

War dann beim Arzt, der etwas erschrocken über die Wachstumsgeschwindigkeit war. Bluttest hat ergeben, dass weder eine Schilddrüsenüber- noch eine unterfunktion vorliegt. Es waren alle Werte o.B.

Ich bin vor Kurzem umgezogen und kenn die Ärzte nicht, jedenfalls war dieser Allgemeinarzt kaum gesprächig und klärte mich überhaupt nicht auf, was das denn sonst noch sein könnte. Morgen habe ich einen Termin zum Ultraschall.

Ich frage mich nun, woher so ein Geschwür so plötzlich kommt und habe im Internet immer nur etwas zu Schilddrüsenüber/unterfunktion gefunden. Oder Schilddrüsenkrebs, von dem eine Form wohl häufig im jungen Erwachsenenalter auftritt (ich bin 25).

Irgendwie hab ich da nun ein mulmiges Gefühl und habe auch Angst, dass die Schilddrüse entfernt werden muss... :(

Hat da jemand Erfahrungen oder noch andere mögliche Ursachen? Welche Untersuchungen sollten neben Ultraschall noch gemacht werden?

Danke schonmal im Voraus und liebe Grüße.

Antworten
S)amlMema


Poste mal bitte deine SD-Werte.

TSH, fT4 und fT3 sowie Antikörper.

WKildVeMQisch,uxng


Ich habe die Auswertung der Blutergebnisse leider erst telefonisch erfahren. :(

Werde aber morgen danach fragen und sie mir aushändigen lassen.

Zew ackx44


Nach der Sono wird wahrscheinlich noch eine Szintigraphie gemacht, die zwischen kalten Knoten (produzieren kein Hormon, aber 3-5% entarten) und heißen Knoten (sind autonom, d.h. haben sich vom SD-Regelkreis abgekoppelt und produzieren Hormon am Bedarf vorbei) unterscheiden kann. Eventuell wird auch eine Nadelbiopsie gemacht, um Zellen für eine histologische Untersuchung zu gewinnen. Ich gehe mal davon aus, dass man das "Ei" per OP entfernen wird. Ob die SD vollständig oder nur teilweise dran glauben muß, hängt sicher vom Untersuchungsergebnis ab. Aber zum Trost: Auch ohne SD läßt sich bequem leben. Das SD-Hormon wird einfach oral zugeführt. Insofern unterscheidet sich dies nicht von einer Unterfunktion, bei der der Hormonmangel auch durch Einnahme von SD-Hormon kompensiert wird. Laß mal das Ergebnis der heutigen Untersuchung hören.

E+lbfgeisxt


Hallo,

kann @Zwack44 nur beipflichten, ich habe diese Prozeduren -einschließlich der Feinnadelbiopsie- alle im November letzten Jahres über mich ergehen lassen, nachdem ich ein vergleichsweise langsam wachsendes "Etwas" am linken Hals seit Oktober 2009 festgestellt habe. Ich habe alle Befunde in Kopie vorliegen und entnehme denen, dass die Punktion nicht das non-plus-ultra ist. Sinngemäß steht da drin: Viel zu wenig Zellmaterial, um zu sicheren Aussagen zu gelangen, aber die TSH, fT4 und fT3 sowie Antikörperwerte waren alle innerhalb der jeweiligen Toleranzen.

Nun habe ich den großen kalten Knoten vor Weihnachten entfernen lassen. Der Pathologe war sich ob dem Vorliegen einer Malignität recht unsicher, weil das Gebilde, was früher einmal der linke Schilddrüsenlappen war, nur noch aus gekapselter Zyste bestand. Das Krebs-Präferenzlabor (in Bochum??) stellte aber die eindeutige Diagnose: bösartiger Krebs, aller Voraussicht aber nach wenigstens kein anaplastisches Karzinom. Also heißt es, am Aschermittwoch wieder auf dem OP-Tisch Platz zu nehmen und da muss auch noch der gesunde Schilddrüsenrest raus, damit im anschluss eine Radiojodtherapie durchgeführt werden kann. Wie es dann weitergeht, bleibt abzuwarten.

In längeren, intensiven Gespräche mit dem Chefarzt, der mich operierte und auch wieder unters Skalpell nehmen wird, sagte er mir, dass ich wegen des gekapselten Zustandes der linken SD großes Glück hatte und es nur eine Frage der Zeit sei, dass so eine Kapsel aufbricht. Die Folgen kann sich dann jeder selbst ausmalen. Er sagte aber auch, dass ich hätte eigentlich schon wesentlich eher den Gang zum Radiologen hätte gehen müssen. Dessen Empfehlung war nämlich eindeutig: OP.

Also kann ich nur jedem ans Herz legen, derartige Beschwerden im Hals nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sich beizeiten zum Radiologen zu begeben.

Z6wacxk44


Elbgeist; danke für deinen bericht und alles gute für dich! @:)

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