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Magen- oder Darmkrebs?

IJtzy\BitzySp}idexr89 hat die Diskussion gestartet


Schönen guten Tag,

bevor ich anfange euch meine Symptome und Ängste zu schildern, möchte ich anmerken, dass ich mich aufgrund einer Borderline-Persönlichkeits-Störung in ärztlicher Behandlung befinde und von daher sehr anfällig für Ängste jeglicher Art bin und auch von mir selbst behaupten würde, ein kleiner Hypochonder zu sein. Außerdem gibt es in meiner Familie Fälle von Morbus Crohn und und Colitis Ulcerosa, sodass es auch in diese Richtung gehen könnte.

Nun habe ich also seit geraumer Zeit schmerzen, die ich mir definitiv nicht einrede oder bilde, denn sie sind definitiv da und mit ihnen nun leider auch die Angst. Ich war zwar vorgestern bei meinem Hausarzt, dem ich die Symptome, die ich gleich aufführen werde geschildert habe und der neben Problemen mit der Schilddrüse und der Magenschleimhaut zwar nur Kleinigkeiten vermutet, trotzdem plagt mich seit Tagen eine gewisse Angst. Am Mittwoch habe ich einen Termin zur Blutabnahme und zu einem Ultraschall, ich denke, wenn er von etwas schlimmeren ausgehen würde, hätte er diesen wahrscheinlich nicht erst eine Woche später veranlasst (Oder was meint ihr?)

Nun zu meinen Symptomen: Ich leide schon seit längerer Zeit unter unregelmäßigem und unbeständigem Stuhlgang. Mal ist er flüssig, mal breiig, mal kommt vielleicht gerade mal 1 cm Stuhl heraus, mal aber auch ganz normaler Konsistenz, mal kann ich max. drei Tage nicht auf die Toilette, mal muss ich bis zu drei mal am Tag. Ich habe sowohl in der rechten und linken Unterseite des Bauchbereiches krampfartige Schmerzen, als auch in der Mitte dessen (sowohl ober als auch unterhalb) einen druckartigen Schmerz. Diese sind zwar sehr unangenehm, schmerzen allerdings nicht so, als dass man es nicht aushalten könnte. Zu all dem gesellt sich eine Zunge, die aussieht, als würden ihr Haare wachsen und dessen Farbe sich je nachdem was ich zu mir nehme verändert. Meine Ärztin meinte zwar, dass so etwas vorkommt, wenn man Probleme mit dem Magen hat, für mich sieht das jedoch nach einer Haarzunge aus und die ist, sowie ich gelesen habe entweder ein rein kosmetisches Problem oder auch ein Anzeichen für eine Immunschwäche. Außerdem habe ich vereinzelt Schmerzen im ganzen Körper, vorallem in den Knochen. Nun habe ich eine Heidenangst, dass es vielleicht Magen- oder Darmkrebs sein könnte, vielleicht sogar schon in einem späteren Stadium. Ich kann an nichts anderes mehr denken! Ich habe außerdem totale Angst vor Mittwoch, dass mein Arzt mir irgendetwas schreckliches mitteilen könnte.

Antworten
S>unflAower_7x3


Wie alt bist Du?

Wenn 89 Dein Geburtsjahr ist, ist das Risiko allein aufgr. Deines Alters SEHR gering!!!

Magenkrebs macht sich nicht durch unregelmäßigen Stuhlgang bemerkbar. Und Darmkrebs macht sich auch nicht so schnell bemerkbar (meine Ma hatte Darmkrebs, recht großer Tumor, im Rahmen der üblichen Krebsvorsorge erkannt).

Was ich viel naheliegender finde:

1. Du schreibst was von Borderline. D.h. Du stehst innerlich oft unter Spannung etc. – der Darm reagiert da empfindlich drauf; viele Leute haben bei Stress Darm-/Verdauungsprobleme.

2. Es gibt eine Häufung entzündlicher Darmerkrankungen in deiner Familie. Lass' daher via Spiegelung abklären, ob sich bei Dir was anbahnt. Fände die Untersuchung völlig angemessen.

3. Nahrungsmittelunverträglichkeiten können sich auch so äußern.

All das ist VIEL naheliegender als Krebs!!!

mbalFaglena


Ich denke, deine Angst ist unbegründet. Wie oben schon geschrieben wurde, würden die Symptome auch nicht zu Krebs passen. Ich habe auch eine unregelmässige Verdauung, v.a. wenn ich unter Stress stehe, oder bei gewissen Nahrungsmitteln.

Versuch ruhig den Befund abzuwarten. Ob eine Darmspiegelung (unangenehm) angezeigt ist, kann sicher der behandelnde Arzt beim Ultraschall entscheiden. :[]

I#tzyBi{tzySp6iderx89


Vielen dank für eure Antworten.

Ersteinmal: Ja, ich bin gerade mal 21 Jahre Alt ;-)

Irgendwo ist es mir auch selbst bewusst, dass viele Dinge naheliegender sind als ein Tumor, aber wie das nun einmal so ist (vorallem bei mir, wegen der psychischen Erkrankung), kann man sich schon einmal sehr stark in Dinge hineinsteigern. Was ich allerdings vergessen habe zu erwähnen ist, dass ich bereits mit 16 mein erstes Magengeschwür und im Laufe meines Lebens bereits zwei Gürtelrosen hatte, spielt das in irgendeiner Weise eine Rolle?

Vielen dank noch einmal für eure lieben Antworten, ist nicht selbstverständlich sowas :-)

SLunwflowe]r_73


Gürtelrose ist eher ein Hinweiws auf ein angeschlagenes Immunsystem (der im Körper schlummernde Virus wird wieder aktiv und das Immunsystem kann ihn nicht bekämpfen). Ist aber auch eine Frage von Stress und Ernährung.

Magengeschwüre:

Ich hatte auch schon 3. V.a. stress- & medikamentenbedingt. Langfristig (solltest Du immer wieder Geschwüre haben) kann sich dadurch das Kresrisiko (Speiseröhre/Magen) tatsächlich erhöhen. Aber dafür bist Du auch zu jung; das braucht länger.

Hat man herausgefunden, was der Grund für das Geschwür war? Wurde auf Helicobacter untersucht? Hast Du irgendwas gegessen, viel Alkohol getrunken, best. Medikamente genommen, die – zusätzlich zum Stress – den Magen gereizt haben?

Wie gesagt:

Ich würde es mit einem Arzt besprechen; ggf. Überweisung zum Gastroenterologen und dann weiter abklären (Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Crohn/Colitis – die können ja z.T. auch bis in die Speiseröhre auftreten, also Crohn zumindest). Angesichts der familiären Belastung würde ich da ein Auge drauf haben.

Aber Krebs ist extremst unwahrscheinlich.

IQtzy,Bitz8ySYpidHer8x9


Der Grund für das Geschwür war nicht klar, zu diesem Zeitpunkt litt ich allerdings schon (unbehandelt) unter starken Depressionen. Nach einer Magenspiegelung wurde meiner Mutter nur gesagt, dass es sich "nur" um ein Magengeschwür handle und keinen Tumor. Danach bekam ich von meinem Hausarzt für dieses Tabletten verschrieben. Meine zweite Gürtelrose hatte ich übrigens diesen Feburar, schon die Hautärztin im Uni-Klinikum meinte, dass etwas mit meiner Schilddrüse eventuell nicht in Ordnung ist, was auch meine von Haus aus heisere Stimme und eben die Gürtelrose rechtfertigen könnte.

An Tabletten nehme ich momentan nur Psychopharmaka; Amisulprid und Venlafaxin, wenn dir das etwas sagen sollte ;-)

IrtdzyBitz_ySpidUer89


Nun schmerzen mir seit Gestern sowohl die Lymphknoten im Leisten-, Achsel- und Halsbereich. Was kann das sein? Ich mache mich schon wieder so dermaßen fertig :(v

ZPwacxk44


Hast Du denn mal das Naheliegendste abgearbeitet und Deine Schilddrüse untersuchen lassen?

I^tzyBiHtzySpi]deAr89


Nein. Wie gesagt, Mittwoch habe ich den Termin zur Blutabnahme und dem Ultraschall. Mein Hausarzt meinte ja auch, dass es eventuell an der Schilddrüse liegen KÖNNTE (neben einigen anderen Dingen, wie bereits im Eröffnungspost erwähnt). Die heisere Stimme, die Depressionen, meine Haut (sehr trocken), die Gürtelrose etc., das starke Schwitzen (Selbst im Winter). Nur kann ich das irgendwie nicht in Verbindung mit meinem Magen/Darm bringen und weil ich wie gesagt immer vom schlimmsten ausgehe mache ich mir eben sorgen wegen dem Krebs. Selbst ein Morbus Crohn liegt näher als Krebs, weil dieser ja wie auch erwähnt in meiner Familie bereits vorhanden ist, das weiß ich.

Ich gehe auch seit Tagen meiner Familie und meinem Freundeskreis sowas von auf die Nerven, weil ich so eine panische Angst habe und sie es mittlerweile nicht mehr hören können, vielleicht bin ich da zu extrem.

ZJwac7k4Y4


Dann laß Dir eine Kopie des SD-Befunds geben und stell die Werte (bitte, mit Referenzbereichen) hier ein; Du bekommst dann Kommentare dazu.

I(tzyBit$zySpicder8x9


Werde ich machen, dankeschön.

Ich weiß echt nicht ob mir gerade zum lachen oder zum heulen zumute ist. Während ich mich hier mit Gedanken an Magen- oder Darmkrebs verrückt mache, tippen sowohl die Ärzte auf ein Problem der Schilddrüse, als auch ihr hier im Forum. Ich mache mich wahrscheinlich viel zu verrückt.

Iotzy^BPitzySpiVder89


Ich habe ein verdammt ereignissreiches Wochenende hinter mir!

Angefangen hat alles am Freitag, als ich bei der Blutabnahme plötzlich einen Kreislaufzusammenbruch bekam. Samstag Nacht ging es dann jedoch richtig los: Ich saß in meinem Bett, schaute fern und auf einmal: Es schoss wie ein Stromschlag durch meinen gesamtem Körper, vorallem durch die Brust. Ich sprang auf und mein Herz fing an zu schlagen wie verrückt, es sprang fast aus der Brust, ich hatte panische Angst, dass es ein Herzinfarkt sein könnte, sodass meine Mutter einen Krankenwagen rief. In der Zwischenzeit hielt ich meine Hände unter kaltes Wasser, was ein bisschen half. Als die Sanitäter kamen schlossen sie mich am EKG an, Ergebnis: Herz schlägt arhytmisch, also ab ins Krankenhaus. Dort wurde ich dann ans EKG angeschlossen: Alles okay. Ich bekam Blut abgenommen: Alles okay. Daraufhin gab der Arzt mir Beruhigungstabletten und ich durfte wieder nachhause. Am Tag darauf das selbe Spiel von vorne, sodass meine Cousine mich zum Uniklinikum fuhr. Erneut EKG und Blutabnahme: Alles vollkommen in Ordnung. 4 Ärzte haben mich dort durchgecheckt, absolut keine Auffälligkeiten. 6 Stunden später erneute Kontrolle: EKG und Blutabnahme, wieder vollkommen in Ordnung. In der zwischenzeit kam ich an einen Tropf, für die Beruhigung und den Magen, danach ging es mir gleich viel besser. Insgesamt war ich 10 Stunden im Uniklinikum, keinerlei Auffälligkeiten. Am Tag darauf hatte ich dann einen Termin beim Hausarzt wegen der Blutabnahme: Alles im grünen Bereich.

Trotzdem habe ich immernoch das Gefühl als würde ein Blitz durch meinen Brust fahren, mir ist übel und ich habe Schmerzen in Brust und Magen. Nun mache ich mich nur noch mehr verrückt und habe angst, dass es Magenkrebs sein könnte, vielleicht sogar im fortgeschrittenen Stadium.

Hätte man in den etlichen Blutbildern die gemacht wurden dann nicht irgendwelche Auffälligkeiten gesehen, also veränderte Werte?

IntzyBitzy3Spiderx89


So, die Magenspiegelung habe ich hinter mir! Und auch Befunde zu meiner Schilddrüse liegen vor.

Bei der Magenspiegelung kam heraus, dass zum einen mein Mageneingang? nicht richtig schließt und dass ich zum anderen unter einer Gastritis leide, allerdings ohne Helicobacter. Der Befund aus der Endokrinologie besagt, dass eine subklinische Schilddrüsenunterfunktion vorliegt. (TSH: 3.16, ft4 um die 14, bei einem Referenzbereich bis zu 22.)

So weit, so gut. Der Schilddrüse werde ich durch einen Besuch beim Endokrinologen weiter nachgehen.

Nun habe ich jedoch immernoch Probleme mit dem Stuhlgang, vorallem in den letzten zwei Tagen war es enorm. Ich musste vier mal das WC aufsuchen. 2 mal konnte ich einen Bleistiftstuhl beobachten (Musste mich enorm anstrengen, dass überhaupt was herauskommt.) Bei den anderen zwei malen war der Stuhl eigtl. ganz in Ordnung, hatte die Dicke einer Zigarre, also eigentlich nichts außergewöhnliches, allerdings verspühre ich Schmerzen am After beim Gang auf die Toilette. Vorgestern konnte ich Schleim auf meinem Kot beobachten und heute schwarze Stückchen, außerdem habe ich enorme Blähungen und Schmerzen im unteren Bauchbereich, die nach dem Stuhlgang jedoch verschwinden. Ich hatte zuletzt vor ca. 5 Jahren eine Darmspiegelung und zu der Zeit wurde auch mein Stuhl untersucht, gefunden wurde allerdings NICHTS.

Ich werde morgen noch einmal meinen HA aufsuchen. Nun aber meine Frage:

Würde es sich um Darmkrebs handeln (der sich soweit ich weiß nur sehr langsam entwickelt), hätte man da nicht bei der letzten Darmspiegelung vor 5 Jahren schon etwas bemerkt?

Ich komme mir vor wie ein Hypochonder. Allerdings habe ich nun einmal enorme Probleme, sodass ich denke, dass meine Angst schon irgendwo berechtigt ist.

S{erraxtus


Das kann man so pauschal nicht beantworten. Einerseits: Polypen sind meistens Vorstufen eines Colonkarzinoms, welche unbehandelt über Jahre hinweg zu Darmkrebs führen können. Die sind in der Regel bei einer Magenspiegelung gut zu erkennen und werden dann auch direkt mitentfernt.

Wenn also bei dir vor 5 Jahren nichts festgestellt wurde, kann man das schonmal ausschließen.

Natürlich gibt es auch Darmkrebsformen die sehr schnell und innerhalb von kurzer Zeit entstehen, aber das ist eher seltener.

ABER: Du bist 21 Jahre alt, da musst du dir keine Sorgen über Darmkrebs machen! Darmkrebs ist eine typische Krebsform, welche in der Regel erst im fortgeschrittenen Alter auftritt. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. Aber die sind minimal!

Also mach dir keine Gedanken darüber. Es gibt so viele unzählige harmlose Darmerkrankungen, die wahrscheinlicher sind als Darmkrebs. Bei dir scheint sowieso die Psysche eine sehr große Rolle zu spielen! Auch die Psysche kann zu solchen Beschwerden führen!

Steiger dich nicht in diese Gedanken rein! Trotzdem solltest du vielleicht eine weitere Darmspiegelung in Betracht ziehen um mal zuschauen was dein Darm so treibt. Falls dort alles i.O. ist und auch deine Blutwerte keine Auffälligkeiten ergeben, liegt ein Reizdarm nahe! Deine Symptomatik würde passen, außerdem kann das Reizdarmsyndrom auch durch psychischen Stress ausgelöst werden!

Dagegen kannst du dann nicht viel tun. Das wichtigste ist dich auf andere Gedanken zu bringen und das Ganze etwas lockerer zu sehen. Dann wird das alles ! :)^

S)erraxtus


edit: ich meinte im obigen Beitrag natürlich "Polypen sind in der Regel bei einer DARMspiegelung gut zu erkennen" :-)

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