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Lymphknoten & Nachtschweiß

J2amawdam0i3x0 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

Ich habe seit insgesamt 3,5 Monaten ununterbrochen gesundheitliche Probleme.

Zum Krankheitsverlauf:

Anfang März lag ich eine Woche lang völlig flach (sehr starke Hals- und Ohrenschmerzen). Behandelt habe ich selbstständig mit Penecilin, das ich noch von einer ähnlichen Erkrankung im Dezember übrig hatte. Nach ca. 10 Tagen Schonung habe ich das Penecilin abgesetzt. Es ging mir wieder gut.

Nach einigen Tagen ging das Kratzen und Wundgefühl im Hals wieder los. Weiterhin trat starker Nachtschweiß auf. Da ich nicht wieder Antibiotika einnehmen wollte, habe ich es mit Sinupret, Halsbonbons, Tees probiert. Alles hat immer nur kurzfristig geholfen.

Schließlich bemerkte ich die beidseitig geschwollenen, häufig schmerzenden, Halslymphknoten.

Zusätzlich entwickelten sich zeitweise sehr starke Schmerzen im Unterleib (insbesondere in den Hoden- und Leistengegenden). Ich behandelte selbstständig mit Blasentees und Wärmflaschen.

Mitte Mai entschied ich mich für einen Besuch bei meiner HNO-Ärztin. Sie erkannte eine starke Halsrötung (insb. Gaumenring), nahm Speichel und Blut ab. Ihre Vermutung war ein vergangenes Pfeifferisches Drüsenfieber.

Die Ergebnisse waren i.O.. Allerdings konnten keine Anzeichen für ein vergangenes Drüsenfieber festgestellt werden. Sie verschrieb mir ein leicht kortisonhaltiges Nasenspray. In den folgenden Tagen vielen mir desöfteren Mandelsteine aus dem Mund.

Nach einem Blick auf die auf ca. 2cm vergrößerten Lymphknoten schickte sie mich zur genaueren Untersuchung zur Sonographie in ein Röntgeninstitut. Auch hier war das Ergebnis unauffällig.

Als ich die Ergebnisse meiner Ärztin überbrachte, meinte sie, dass man eine ernste Erkrankung nun endgültig ausschließen könne. Sie schloss immernoch auf ein verschlepptes EBV-Virus.

Was ich dazu sagen muss: In der gesamten Zeit nach der Antibiotika-Einnahme wurde (wenn nur kurzfristig) auf Alkohol, Zigaretten und Gras verzichtet.

Zur aktuellen Situation:

Immernoch regelmäßig Nachtschweiß, allerdings weniger stark. Lymphknoten sind unverändert, allerdings weniger häufig schmerzend. Nach der Durchnahme des Nasensprays keine Halsschmerzen mehr. Keine Unterleibsschmerzen, allerdings manchmal das Gefühl einer leichten Inkontinenz nach dem Wasser lassen und häufiger Blasendruck. Starke Müdigkeit trotz viel Schlaf.

Psychisch mittlerweile sehr ausgelaucht. Hypochondrische Züge. Das Ganze zieht sich nun schon eine gefühlte Ewigkeit hin und ich habe täglich den Gedanken, dass es möglicherweise doch etwas ernster sein könnte als angenommen.

Mittlerweile seit drei Wochen keinen Schluck Alkohol, keine Zigaretten, keine Joints. Viel Wasser.

Meine Sorge gilt vorallem dem nächtlichen Schweißattacken in Kombination mit den (eigentlich von zwei Fachärzten als ungefährlich eingestuften) Lymphknoten. Eigentlich können die Symptome doch nicht mit einem vergangenen Drüsenfieber in Verbindung stehen. Schließlich wurden in meinem Blut keine Anzeichen für ein solches gefunden. Außerdem hat mein Körper ja (zumindest kurzfristig) auf das Penicilin reagiert. Und das wirkt doch eigentlich nicht bei Viren?

Wie Sie mit Sicherheit merken bin ich stark verunsichert und neige dazu mich in gewisse Gedanken reinzusteigern. Vielleicht können Sie mir ein wenig Sorge nehmen.

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Antworten
PTapuLlxa


Du weißt schon, dass man Antibiotikum und Penicillin bis Packungsende nehmen sollte?

JGa madam:030


Nein, ich glaube nicht das das so stimmt. Mein Vater ist Zahnarzt und hat das mitverfolgt. Er meinte ich soll 4-5 Tage weiternehmen ohne Symptome weiternehmen.

P@apuDla


Ich denke schon, dass das so stimmt. ":/ Vermutlich sind deine Probleme daher...

rAextoxn


Weißt du jetzt schon, an was es liegt?

Mir gehts nämlich nicht unähnlich...

mGaikaeBfuer76


Hallo, ich wollte mal fragen, ob ihr bereits Ergebnisse Eurer Beschwerden erhalten habt? Jamadam, ich würde an Deiner Stelle noch auf eine Biopsie der Lymphknoten bestehen. Ich will Dich ja nicht verrückt machen, aber Beschwerden wie Nachtschweiss, Müdigkeit etc ist nicht selten B Symptomatik eines Lymphoms. Ausserdem ist wohl das Pfeiff. Drüsenfieber (EBV) oftmals Auslöser für Lymphome. Wenn man dem Internet glauben schenken darf. Ich selbst bin mittlerweile schon ganz kirre, da ich ähnliche Symptome habe, allerdings keinen Nachtschweiss. Angefangen hat bei mir alles mit Gelenkschmerzen in der linken Hand vor ca. 1 Jahr, ich habe das aber auf eine Überbelastung geschoben bzw ich hatte schwere Kisten geschleppt. Die Gelenkschmerzen wurden zwar besser, danach habe ich aber immer wieder in der linken Achsel eine Art Ziehen gehabt. Da ich nicht wegen jedem Furz zum Arzt renne, dachte ich, ok, dass ist bestimmt der LK durch die Überbelastung bzw Gelenkentzündung. Die Beschwerden waren mal gut, mal wieder etwas schlimmer. Ich wollte zum Orthopäden, da ich auch immer wieder mal Rückenbeschwerden hatte, allerdings habe ich jetzt erst kommende Woche einen Termin bekommen. Im März war ich dann bei meiner Frauenärztin, die mich zur Sono überwies, da ich ihr eben auch meine Probleme schilderte und meine ständige Müdigkeit mich selbst noch verrückt machte. Eine leichte Schilddrüsenunterfunktion wurde ebenfalls festgestellt, die nun mittlerweile auch behandelt wird. Ausserdem wurde in der Sono der vergrößerte Lymphknoten (2,5 x 1 cm) festgestellt, allerdings für den Arzt eher unauffällig. So, und da stand ich nun, immer noch müde, schlapp, ab und zu mit Bauchbeschwerden, Rückenschmerzen und dem Lymphknoten, den ich tageweise überhaupt nicht registriert habe und dann plötzlich wieder wehtat. Ich habe das aber irgendwie auf meinen weiblichen Zyklus und die Hormone geschoben, da ich immer kurz vor meinen Tagen auch extremes Brustspannen habe. Bis letztes Wochenende zu meinem Schlüsselerlebnis wurde! Wir waren auf einem Fest und haben einiges an Wein getrunken. Am nächsten Tag tat mir der Lymphknoten so sehr weh, dass die Schmerzen in den ganzen Arm ausgestrahlt haben. Zyklusbedingt konnte es nicht sein, da ich meine Tage erst hatte. Ich also gegoogelt, da es mir keine Ruhe ließ. Hätte ich es bloss gelassen!!! Der Alkoholschmerz ist wohl typisch für Morbus Hodgkin. Ich will mich jetzt nicht verrückt machen, obwohl ichs glaub schon bin!!! War heute beim Arzt, der mir gleich eine Überweisung zum Chirurgen ausstellte, auch wenn er eigentlich keine Veranlassung dazu sieht, so seiner Meinung, da ja die Sono im März ok war. Um mich zu beruhigen!!! Na toll, oder ??? Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen, vor allem bzgl. des Alkohols? Im Nachhinein betrachtet hatte ich meist die Magenprobleme, nachdem ich 1 Gläschen Wein getrunken hatte – ich habe das aber auf die Säure im Wein geschoben. So long, freue mich auf Eure Erfahrungen. Ich halte Euch auf dem Laufenden, was bei der Entnahme rauskommt, drückt mir die Daumen :-(

Z&wacxk44


maikaefer76, die Untersuchungskaskade sieht nach der Sono (falls diese nicht eindeutig) ein CT vor. Eine Biopsie wäre dann erst der nächste Schritt.

m,aikaefxer76


Hallo Zwack44,

danke für Deine Antwort. Ich bin etwas irritiert... von CT sprach mein Arzt nichts... ich habe eine Überweisung zu einem Chirurgen mit folgendem Text: persistierende LK-Schwellung hintere Axillarfalte links, Pat. besorgt, OP-Wunsch

Ist ein CT aussagekräftig genug bzw würde man ein Morbus Hodgkin darin erkennen? Beim Sono im März meinte der Radiologe nach meiner Frage, um sicher zu sein, dass alles ok ist, müsste man den Lymphknoten entfernen. Das habe ich heute auch meinem Hausarzt gesagt. Aber richtig Ahnung hat er glaub ich auch nicht – er spielte es ziemlich herunter. Ich würde das Ganze am liebsten auch umgehen, aber letztlich wird nur dieses Aufschluss geben, oder? Jetzt mache ich bald schon 1 Jahr rum, ich habe 2 kleine Kinder und seit dem Wochenende mit dem Alk-schmerz auch eine riesen Angst, dass es doch etwas Schlimmeres sein könnte. Oder kann die dauerhafte Schwellung auch mit meiner leichten Schilddrüsenunterfunktion (TS 3,12) zusammenhängen, die seit 14 Tagen mit Thyroxin behandelt wird?

Danke für alle Antworten im voraus!

1"Fenjax1


ich habe eine Überweisung zu einem Chirurgen mit folgendem Text: persistierende LK-Schwellung hintere Axillarfalte links, Pat. besorgt, OP-Wunsch

Das sagt doch schon alles. Der überweisende Arzt hält die Biopsie an ich nicht für notwendig, veranlasst sie aber dennoch auf deinen Wunsch. Auch ich (selbst an Morbus Hodgkin erkrankt) kenne es nur so, dass eine Lymphknotenentnahme nur dann erfolgt, wenn das CT einen dringenden Verdacht erweckt.

1tFenjxa1


Ach, und zu diesem ominösen Alkoholschmerz: Erstens ist er extrem selten. Ich persönlich hatte nie Probleme damit und kenne auch keinen Mitpatienten aus der Klinik, der dieses "Phänomen" erlebt hat. Auch in speziellen Internetforen liest man nur von seeehr wenigen Fällen. Und zweitens tritt dieser Schmerz – wenn überhaupt – unmittelbar nach bzw. während des Alkoholgenusses auf und nicht erst am nächsten Tag.

mNaika]efer76


Hallo 1Fenja1,

danke für Deine Infos. Vielleicht steigere ich mich gerade einfach zu sehr in den Alk-schmerz rein, ich weiss es nicht. Allerdings drückt und zieht zB heute überhaupt nichts, im Gegensatz zu Sonntag. Wie wurde es bei Dir festgestellt? Hattest Du Schmerzen und irgendwelche Symptome? Ich will mich ja nicht im vorhinein verrückt machen, das bin ich ja mittlerweile schon ;-D ... aber vielleicht kannst Du mir ja noch einen Tipp geben, was ich im Umgang mit den teilweise ignoranten Ärzten beachten sollte. Wenn ich so manche Geschichten von Hodgkin Betroffenen lese, kommt es mir vor, dass manche Ärzte die Krankheit verschleppen bzw überhaupt nicht diagnostizieren!

Freue mich über Eure Erfahrungen! Liebe Grüße

1`Fenjax1


Das Problem am Hodgkin ist, dass er sich teilweise durch Allgemeinsymptome bemerkbar macht, die jeder kerngesunde Mensch hin und wieder an sich selbst bemerkt. Wer hat nicht mal Durchhängerphasen, in denen er müde ist? Wem sind nächtliche Schwitzattacken (besonders im Sommer) nicht bekannt? Wer kennt bitteschön keine geschwollen Lymphknoten (die übrigens nach Infekten etc. auch gern einfach mal "vergessen", wieder abzuschwellen)? Ich könnte das jetzt noch ewig fortführen. Fakt ist einfach: Dadurch, dass sämtliche Einzelheiten im Netz verfügbar sind, bekommen immer mehr Menschen Angst vor schweren Krankheiten. – In den allermeisten Fällen absolut unbegründet. ;-)

Mein Krankheitsgeschichte ist sehr kompliziert und würde hier den Rahmen sprengen. Fakt ist aber, dass ich zum Diagnosezeitpunkt wesentlich stärkere Beschwerden hatte als die hier geschilderten. Ich würde mich an deiner Stelle einfach nicht mehr mit dieser Krankheit befassen und erst einmal abwarten, bis die Schilddrüse richtig eingestellt ist. Übrigens habe ich selbst auch einen schon länger vergrößerten Achsellymphknoten, der lustigerweise aber nicht vom Hodgkin befallen ist. :=o 8-)

Gwr9ottixg


was ich im Umgang mit den teilweise ignoranten Ärzten beachten sollte. Wenn ich so manche Geschichten von Hodgkin Betroffenen lese, kommt es mir vor, dass manche Ärzte die Krankheit verschleppen bzw überhaupt nicht diagnostizieren!

Wie viele Berichte hast du denn gelesen, dass die Meinung repräsentativ ist?

moajikaefjeri7x6


Hallo Grottig, hallo 1Fenja1,

Internet ist Segen und Fluch zugleich. Gib doch einfach in google MH ein, da findet man zig Geschichten mit teilweise monatelangen Herumdoktern, bis es festgestellt wurde. Der eine wurde gegen Arthritis behandelt, die andere gegen Brochitis etc... ich will jetzt auch nicht weiter ausführen... schlussendlich warte ich einfach meine Diagnose ab. Ich bin jetzt mittlerweile an einem Punkt, wo ich eben endlich Gewissheit haben möchte. Der Lymphknoten ist über 1 Jahr geschwollen, ich bin während des Winters so oft wie nie zuvor krank gewesen (Bronchitis, 2 x hartnäckige Sinusitis, zig Schnupfen und Erkältungen), müde, schlapp, nicht mehr Leistungsfähig, kann mich kaum konzentrieren. In letzter Zeit öfters Magenschmerzen und Durchfälle, obwohl ich zu Verstopfung neige. Ich weiss, viele und auch keine Krankheiten können dafür sprechen – bitte erspart mir psychosomatische Begründungen! Ich warte jetzt einfach ab bis zur Untersuchung, schlussendlich liegt es eh am Chirurgen welche Schritte vorgenommen werden, ob CT oder Biopsie oder was auch immer!!!

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