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Lymphadenopathie seit Jahren

i-nv8incwiblex08 hat die Diskussion gestartet


Hallo, liebes Forum!

Habe mich heute nun aus Verzweiflung hier angemeldet. Davor war ich hier schon öfter als stiller Leser unterwegs um diverse lymphknotenthreads zu durchforsten. Allerdings passt eigentlich keiner zu meinem Krankheitsbild.

Wie schon dem Titel zu entnehmen, leide ich seit Jahren an Lymphknotenvergrößerungen im Hals. Genauer gesagt sind sie mir im Sommer 2007 aufgefallen. Die besagten Knoten sind relativ hart, verschieblich und schmerzlos.

Nachdem ich sie 2007 bemerkte ging ich zu meinem Hausarzt. Er tastete kurz ab, verschrieb mir daraufhin Antibiotikum, wegen meiner Akne, und meinte dadurch werden auch die Lymphknoten verschwinden. Dem war leider nicht so.

Die Akne wurde zwar temporär gelindert, doch die LKs blieben konstant auf ihrer Größe.

Erst ein paar Monate später ging ich zu einer anderen Ärztin. Sie machte ein kleines Blutbild(in Ordnung) und tastete die Region ab. Ihre Diagnose: kleine Lymphknoten, welche nach vorangegangenen Infekten vernarbt sind und auch so bleiben werden. Das beruhigte mich erstmals.

Mitte 2009 kontrollierte ich spontan die Halsgegend im Spiegel und war erschrocken. Die LK kamen mir nun doch etwas dicker als vor 2 Jahren vor. Es folgten Monate der Depression. Meine damalige Befürchtung eines Lymphoms schienen sich zu bewahrheiten. Erst im November schaffte ich es eine Sonografie beim Internisten zu vereinbaren.

Diagnose: links: der größte ca. 1cm rechts: 1,2cm

Wieder war ich kurze Zeit etwas entspannter, doch ich konnte dem einfach keinen Glauben schenken. Wenn ich den großen LK links abtastete kam er mir immer über 2-3cm groß vor.

So ging ich im April 2010 nochmals zum Ultraschall und siehe da! Der große Lymphknoten ist nun doch 2,5 x 0,8cm groß

Der Internist überwies mich zur CT, welche ich jedoch nicht durchführen ließ, da ich mit dem Leben nun schon abgeschlossen habe und die Zeit die mir noch bleibt nicht in Krankenhäusern verbringen wollte.

Es folgte weitere Sonografien im

September 2010: LK links 1,4cm +blutbild wieder tip top

Jänner 2011: LK links 1,3cm

Juni 2011: LK links 0,6cm ??? ??? ??? ?? Leiste: der größte LK 0,8cm Milz: unauffällig, Abdomen: keine darstellbaren LKs

Ich fand den Lymphknoten aber immer konstant 25mm groß. 14 oder 13mm hab ich mir noch einreden lassen.

Spätestens bei der letzten sonografie vor 3 Wochen wurde mir aber klar, dass ich Recht hatte.

Ich konnte mich vor 2 Wochen nun endlich zu einer CT überwinden. Der Befund:

Gering vergrößerter längsovaler LK etwas cranial der Carotisbifurkation links gelegen. Dieser LK zeigt eine Ausdehnung von 2,5cm und eine max. Querausdehnung von 0,9cm. Auch mehrere kleine in ihrer Einzelgröße nicht als patholog. einzustufende LK im Kieferwinkelbereich bds. bzw. dorsomedial des Musc. sternocleidomastoideus bds gelegen.

Auch einzelne grenzwertig große LK ventral der Glandula submandibularis bds. gelegen mit einer max. Einzelgröße von 13x8mm. Auch knapp cranial der Carotisbifurkation re. gelegen zeigt sich ein gering vergrößerter 2,5x1,2cm haltender LK. Auch grenzwertig groß ausgebildete Zungengrundtonsille.

Also hatte ich doch die ganze Zeit über recht. Ich habe 2 über 2cm große lymphknoten und bei 5!!! Sonografien sah der Internist nur 1mal einen großen LK. Doch das eigenartigste kommt noch: Bei der Befundbesprechung beim Internisten sagte mir dieser, dass alles normal ist und ich mir keine Sorgen machen muss. Wahrscheinlich hätte ich einen chron. Infekt im Hals bereich da auch die Zungengrundtonsille etwas vergrößert ist. Weiters meinte er, er sehe solche LK jeden Tag und wenn es was bösartiges wäre hätte ich nach so langer Zeit schon richtig riesige Knödel im Hals.

Sorry für den langen Text, aber ich musste mir das einmal von der Seele schreiben, da mich niemand wirklich ernst nimmt.

Was soll ich nun tun? Zu einem anderen Arzt? Ist der LK wirklich nur gering vergrößert? Gibt es Leute hier im Forum die ein ähnliches Krankheitsbild haben, aber nichts bösartiges dahintersteck?

Vielen Dank

Antworten
Z`wac*k4x4


Als mein Hals-LK biopsiert wurde, hatte er eine Länge von ca. 5 cm. Okay, das war dann ein Lymphom. Aber 2 cm? Dass man im CT bei LK mehr sehen kann als per Sono, ist nichts Neues. Du hast wegen Deiner CT-Furcht die späte Diagnose selbst zu vertreten. Aber hat Dich das CT jetzt glücklich gemacht? Wie Du beim Recherchieren sicher festgestellt hast, gibt es langsam und schnell wachsende Lymphome, wobei man die langsam wachsenden meistens zunächst nur beobachtet ("watch and see"), bis sie durch ihre Größe andere Organe stören. Wenn Du ein schnell wachsendes Lymphom hättest, wärst Du unbehandelt wahrscheinlich nach jetzt 4 Jahren nicht mehr unter den Lebenden.

iSnviRncibxle08


Hallo Zwack!

Also eins vorneweg. Ich hatte keine Angst vom CT ansich. Wenn, dann vom Ergebnis.

Allerdings wollte ich nach der April 2010-Sono noch eine zeitlang abwarten, ob der besagte LK vielleicht wieder zurückgeht.

Danch meinte der Internist, dass der LK wieder kleiner wurde. Er sagte, ich bräuchte mir keine Sorgen machen.

Das Wort CT kam nie mehr aus seinem Mund!

Außerdem habe ich noch immer KEINE Diagnose!

Deine Posts sind auch nicht wirklich hilfreich. In jedem Thread, mit Bezug auf LK, postest du den gleichen Satz.

Und was meinst du mit "Aber 2cm?". Soll das heißen, du findest knapp über 2cm große LK noch nicht so schlimm?

Warum hätte mich so ein CT-Ergebnis glücklich machen sollen? Obwohl sich die Diagnose nicht so schlimm liest.

Es ist wortwörtlich nur von 2 gering vergrößerten LK die Rede

Und ja, ich habe mich wirklich ausführlich mit dem Thema Lymphome befasst. Ich kenne die unterschiedlichen Formen.

Die einzige, die davon zutreffen kann, sind eben niedrigmaligne. Das jagt mir natürlich eine Riesenangst ein, da sie ja als unheilbar gelten.

Ist es deiner Meinung nach denkbar, dass die 2 großen LK einfach vernarbt sind.

Ich hatte in meiner Jugend einige Mittelohrentzündungen, Anginen und ebenso viele Zahngeschichten(Wurzelbehandlungen, Extraktionen)

Außerdem liegen meine Weisheitszähne im Unterkiefer schief, jedoch ohne Probleme in Form von Schmerzen zu verursachen. Zusätzlich leide ich schon seit Jahren an Akne. Ne relativ leichte Form davon, aber immerhin.

Zvwackx44


Und was meinst du mit "Aber 2cm?". Soll das heißen, du findest knapp über 2cm große LK noch nicht so schlimm?

Ja.

Warum hätte mich so ein CT-Ergebnis glücklich machen sollen?

Weil Du hast, was Du wolltest - aber zufrieden bist Du ja immer noch nicht. Der CT-Arzt hat Dir geschrieben, was er gesehen hat. KEINE DIAGNOSE? Was willst Du denn noch? Die nächste Stufe der Untersuchungskaskade wäre jetzt die Biopsie, aber hat Dir das Dein CT-Arzt empfohlen? Wenn nicht, sagt das doch schon alles. Wenn Du hier im Forum nach Lymphomen recherchiert hast, wirst Du feststellen, dass die Lymphom-Angst verbreitet ist, obwohl Lymphome sehr selten sind. Je nach Grad der Angst haben sich auch manche solche Angstpatienten zu einer Biopsie entschlossen. Soweit ich mich erinnere, immer mit dem gleichen Ergebnis: Entwarnung. Es gibt auch user, die mehrere Biopsien haben machen lassen. Die Angst sind sie wahrscheinlich nie ganz losgeworden. Du hast recht: Ich habe oft mit dem Hinweis auf die für mich gering erscheinende Größe versucht zu beruhigen - ich sehe darin nichts Verwerfliches. Teilweise hat es den Menschen vielleicht geholfen - deswegen schreibe ich hier.

i)nvincqiblFe0x8


Ist sicher nett von dir gemeint, aber mich beunruhigen solche Sätze eher. Zuerst sagst du, "schau her, ich hatte einen 5cm großen LK". Da denkt man sich, er hatte einen noch viel größeren als man selber, und dieser war doch auch gutartig. Aber nein, dann muss man erschrocken feststellen, dass es bei dir maligne war. Warum dann auch nicht bei mir??

Aber egal

Zum CT

Leider konnte ich mit keinem Radiologen sprechen. Eine Gehilfin drückte mir einfach den Umschlag in die Hand und erklärte, dass ich die Befunde mit meinem Überweisungsarzt, also dem Internisten, besprechen soll und dieser, falls notwendig, weitere Maßnahmen setzen wird.

Werde da morgen nochmal anrufen und nachhaken. Wird doch nicht so schwer sein, sich 2 Minuten für mich Zeit zu nehmen.

Ich möchte mir einfach mehrere Meinungen einholen, um mir dann gegebenfalls einen LK entfernen zu lassen.

Denn überall lese ich: Über 2cm große LK die über mehrere Wochen bestehen bleiben, gelten als malignitätsverdächtig und sollten histologisch untersucht werden.

s6ter@n_89


..auch ich habe mehrere Lymphknoten, nach zwei Entnahmen war der Befund negativ. Also alles okay.

Dennoch hab ich viel größere LK die beobachtet werden aber nicht wachsen. Mittlweile geht das seit 2 Jahren so und ich werde gelassener als vorher.

HE2ONIxX


Hallo Stern-89, ich glaube wir sin Leidensgenossen!!!

Bei mir fing die ganze Story vor 3 jahren an!!!Damals bemerkte ich unter meinem rechten Ohr am Kieferwinkel 2 tiefsitzende Knoten die ziemlich hart,nicht schmerzen und unbeweglich sind!!! Darauf hin bin ich sofort zum HNO der mittels Sono und tasten festsellte das es zwei Lymphknoten sind, die aber angeblich nicht bösartig sind und ich soll wiederkommen wenn die größer werden, tolle Aussage, denn seitdem Tag an war ich da nur am rumfummeln!!!

Woher das kommen könnte sagte er mir, weil ich als Kind oft Mandelentzündungen(die ich mit Jahren raus bekam) und Mumps hatte!!!!

Ok damit fand ich mich erstmal ab, letztes Jahr dann im Dezember kamen immer mehr Lymphknoten dazu mit den Zwei die ich eh schon hatte seit drei Jahren 5 weitere, den kompletten rechten Hals entlang, alle hart, unbeweglich und schmerzfrei!!!!Darauf hin fing ich an im Internet zu Recherchieren , wie ein verrückter,es gab nix anderes mehr für mich außer etwas über Halslymphknoten raus zu finden und immer wieder kam ich zu dem Ergebnis das ich Krebs habe!!!! Im März ging ich dann zum HNO und der Überwies mich sofort an die Essener Uni-Klinik!!! Mein größter zu der Zeit 1,6cm alle anderen so 0,8mm! Die machten erstmal eine Blutuntersuchung: HIV, EBV, Borreliose, usw. Alles Negativ!!! Die Ärzte sagten auch immer die Knoten sehen nicht böse aus!!!! Weil die wohl nicht wachsen und oval seien!!!

Trotzdem wurde mir eine entfernt, nach knapp ner Woche Krankenhausaufenthalt das Ergebnis : Dermathopatische Lymphadenopathie ( Viren die über die Haut in den Organismus gekommen sind) eigentlich sollte ja jetzt Ruhe sein, aber ich komm einfach nicht mit dem Gedanken klar das nix böses sei, vorallem weil die ja auch nicht mehr weg gehen!! Ich habe die ganze Zeit Angst das die nen Knoten entnommen haben der vielleicht nicht bösartig befallen ist!!!

Es gibt auch andere Tumore wie Kehlkopf oder zungengrund wo die Lymphknoten auch hart, unbeweglich und schmerzfrei werden. Da gehen die nur nicht von aus weil ich 28 Jahre alt bin!!!! Ich werde bald echt verrückt!!! Bin schon am überlegen ne Therapie zu machen weil ih gedanklich nur festsitzen!!! Worunter auch meine Beziehung und Beruflsleben leidet!!!

HM2OWNIxX


Sorry für den langen Text, wollte nur mal meine Erfahrung recht genau mitteilen!!!

i nvincoiblxe08


Hallo H2ONIX!

Auch wenn ich kein Arzt bin, sehe ich bei deiner Krankheitsgeschichte keinerlei Argumente, die für einen malignen Vorgang sprechen!

Es gibt einige Gründe dafür.

Der erste, wie auch deutlichste, ist wohl die bereits durchgeführte Entnahme eines LK.

Es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass dieser nicht repräsentativ war und sich die malignen Zellen gerade nicht in dem entnommenen LK befanden.

Zweitens: Deine LK sind, wenn überhaupt, minimal vergrößert. Die Größe normaler LK beträgt bis zu 15mm!!!

Zusätzlich haben sie eine ovale Form.

Und drittens hast du auch eine passende Ursache für dein Dilemma.

Wie du sicher schon selbst weißt, können LK nach wiederkehrenden, chronischen oder sehr starken Infekten fibrosieren.

Das heißt, es lagert sich in Folge von Infektionen Bindegewebe im Knoten ab und dieser bleibt dann meist sehr lange oder gar für immer bestehen. Das haben sehr viele Menschen.

Bei mir sind im Hals 2 LK auf 25mm angewachsen. Da sie aber konstant auf ihrer Größe beharren, ovalär sind und bis jetzt keine anderen Regionen befallen wurden, gehen alle Ärzte von der oben genannten Ursache aus.

Ich komme aber auch nicht wirklich zur Ruhe. Alle paar Tage kontrolliere ich meinen Hals. Ständig dieses auf und ab.

Manchmal optimistisch, ja sogar motiviert mein Leben endlich in die Hand zu nehmen, etwas aus mir zu machen.

Jene Motivation kann binnen Sekunden verflogen sein. Als würde ich in ein tiefes schwarzes Loch fallen, welches mir jegliche Energien entreisst. Ich kann es leider nicht kontrollieren. Und so vergeht die Zeit meines Lebens mit Vorwürfen, Selbstmitleid, soziale Isolation,...

Die ganze Geschichte hat mich sehr verändert. Ich wäre keinesfalls in der Lage eine Beziehung einzugehen, besser gesagt, ist es für mich ziemlich unmöglich überhaupt die notwendigen Kontakte dafür zu knüpfen.

Aber ehrlich, es ist mir eigentlich schon egal, ich habe mich damit abgefunden.

Man merkt wohl eindeutig, welche Stimmung bei mir zur Zeit wieder überwiegt.

Aber H2ONIX, mach dir wirklich nicht zu viele Gedanken darüber! Du wurdest gründlich untersucht und es wurde nichts bösartiges festgestellt.

HJ2#ONIxX


Hallo invincible08,

vielen Dank für die schnelle und auch ehrliche Antwort!

Auch wenn du kein Arzt bist finde ich dein Feedback recht professionell!!!!

Ich werde mir deinen Rat zu Herzen nehmen, denn seelig geht es mir absolut wie dir und das geht so langsam in eine Depression über!!! Ich hatte die Ärzte vor der Op drum gebeten das Sie einen Knoten entnehmen der seit Jahren da sei und nicht einen der Knoten die recht jung dazu gekommen sind!!! Das war waber nicht möglich weil Sie in der Ohrspeicheldrüse sitzen und dann mehr kaputt gemacht wird, wie alles andere!!!! Aber es wird wohl so sein wie du sagst, das wenn maligne dann auch alle in der Region!!!! Das muss ich einfach versuchen in den Kopf zu bekommen und vor allem aufhören rum zu drücken!!!! Wenn nicht halt mit Professioneller Hilfe!!!! Ich danke dir und hoffe du bekommst das auch alles seelig wieder hin!!!!!

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