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Ist man verpflichtet, die Chemo zu machen?

A~rXmixnC hat die Diskussion gestartet


Ich frag für nen Bekannten, mit dem ich heute gesprochen habe.

Der hat einen kleinen Hubel am Hals (oberflächlich seit ein paar wochen) und möchte zum Arzt gehen. Nur hat er jetzt Angst, dass er bei einem negativ Befund gezwungen wird die Chemo zu machen. Sein Bruder ist an der Chemo gestorben (nicht direkt am Krebs, sondern an der Behandlung) und das will er garantiert nicht machen.

Jetzt haben wir uns gefragt, ob ein Arzt einen zwingen kann das Gift zu schlucken? Ich mein bei der Chemo hat man eine 50/50 überlebenschence und das ist keine Option für ihn. Lieber hat er worst case Krebs, als dass er durch die Behandlung seinen Körper zerstörrt.

Ps.: bitte jetzt keine Kommentare wie "das ist unverantwortlich usw.", sondern nur in wie weit man da selber entscheiden kann. Weil wie gesagt Chemo no way, da sein Bruder nur Schmerzen im Rücken hatte und ihm Krebs dort diagnostiziert wurde, was aber behandelbar war. Und 2 Tage nach dem Chemo beginn war er tot.

Antworten
OfrangeC anxyon


Jedem Patienten steht es zu eine Bahndlung auf eigene Verantwortung abzulehnen.

d\evi_ati_on


Zur Frage: Nein, zur Chemotherapie kann man nicht gezwungen werden.

Ich mein bei der Chemo hat man eine 50/50 überlebenschence

Und ich meine, dass davon abzusehen ist, solche willkürlichen Zahlen in den Raum zu werfen, die jeglicher wissenschaftlichen Fundierung entbehren.

AxrmkinC


ok danke, ja das mit dem 50/50 war jetzt willkürlich, sprich aus meiner Erfahrung, weil alle die ich kenne die die Chemo gemacht haben tot sind :(

Wie die wirkliche Zahl ist weiss ich natürlich nicht.

lqieb{esle2ben


Wie die wirkliche Zahl ist weiss ich natürlich nicht.

Die "wirkliche" Zahl weiß wohl niemand!

Ich habe großes Verständnis für die Entscheidung deines Bekannten.

Natürlich kann ihn kein Arzt zu irgendwas zwingen. Schlimmstenfalls lehnt der Arzt die Weiterbehandlung ab. Ist jetzt eigentlich egal ob er das darf oder nicht. Dein Bekannter kann sich ja einen neuen Arzt suchen.

Alternativmedizinisch geprägte Ärzte sind tendenziell offener für solche Behandlungsansätze.

G{ibN-ichxtAuf


Ich mein bei der Chemo hat man eine 50/50 überlebenschence und das ist keine Option für ihn. Lieber hat er worst case Krebs, als dass er durch die Behandlung seinen Körper zerstörrt.

Häh, aber bleibt der Krebs ohne Behandlung wird der Körper doch auch zerstört. Nicht minder schmerzhaft und nicht minder zerstörend.

An Krebs zu sterben ist furchtbar. Meine Schwiegertante hat aufgrund ihres starken Glaubens auch eine Chemo abgelehnt. Lieber wollte sie in Würde sterben, als mit der Chemo am Boden zu kriechen.

Es war Feigheit, sie wollte sich dem Kampf nicht stellen und am Ende musste sie dafür bezahlen.

An Krebs zu sterben hat nicht mit würdevoll zu tun. Sie bekam Metastasen in den Knochen, in der Lunge und im Hirn. Sie hatte unendlich starke Schmerzen, bekam Anfälle, hustete Blut.

Sie ist 2 Monate für sich hin verreckt, bis sie medizinischer Hilfe geschrien hat und endlich einer palliativen Behandlung (Morphium) zugestimmt hatte.

Man hat bei Krebs in der Regel keine große Wahl. Verrecken oder wenigstens versuchen dem Krebs in den Arsch zu treten.

AirmixnC


Obs schlimm oder harmlos ist wissen wir jetzt ja noch nicht. Ist im Moment nur ein kleiner Hubel. Und behandelt werden soll es ganz sicher, nur halt nicht über die Chemo Therapie. Er will nur operativ oder über alternativ Medizin.

Das liegt aber auch besonders daran, weil er gesehen hat, was sie seinem Bruder angetan hat und da spielt dann auch die Psyche eine grosse Rolle.

G8our)m{eta


Man hat bei Krebs in der Regel keine große Wahl. Verrecken oder wenigstens versuchen dem Krebs in den Arsch zu treten.

Bei einer Leukämie, oder einem Hogdkin ist wohl die Chemo die einzige Möglichkeit der Behandlung. Bei Brustkrebs wird operiert und dann pauschal eine Chemo angeraten, obwohl selbst Ärzte nicht wissen, ob sie bei jeder Patientin nötig ist.

Da muss man schon unterscheiden! Und, auch wer eine Chemo ablehnt kann mit einer guten Schmerztherapie in Würde sterben. Wie der TE schon anbrachte, sterben die Patienten nicht an ihrer Krebserkrankung, sondern an den Folgen der Chemotherapie.

d8eviDatixon


ok danke, ja das mit dem 50/50 war jetzt willkürlich, sprich aus meiner Erfahrung, weil alle die ich kenne die die Chemo gemacht haben tot sind :(

Ja, das ist das verflixte an Krebs. Ich glaube du verwechselst, dass die Leute am Krebs sterben, nicht an der Chemo, bzw. überschätzt den Anteil der Krebskranken, die an den Folgen der Behandlung sterben, und nicht an den Krankheitsfolgen.

d#ev6icatixon


Bei Brustkrebs wird operiert und dann pauschal eine Chemo angeraten, obwohl selbst Ärzte nicht wissen, ob sie bei jeder Patientin nötig ist.

Was wäre denn die bessere Alternative? Warten bis man die Gewissheit hat, dass es notwendig gewesen wäre? :|N

Wie der TE schon anbrachte, sterben die Patienten nicht an ihrer Krebserkrankung, sondern an den Folgen der Chemotherapie.

Wieso hört man derartige Aussagen stets von medizinischen Laien? Denkt ihr wirklich, die Ärzte und Pharmazeuten haben sich gegen die Menschheit verschworen?

AXrminxC


Jop mir ist schon bewusst, dass die Krankheit da mit einen grossen Faktor spielt, nur sind alle 5 Personen, die ich kenne die die Chemo gemacht haben immer ein paar Tage bzw Wochen nach Therapie-Beginn gestorben und die paar die ich kenne die Krebs haben und keine Chemo gemacht haben (sonden so Sachen wie Therapie nach Dr. Keu und was es noch so gibt) leben alle noch.

Aber ja mir ist schon klar, dass man das nicht verallgemeinern kann, weil jede Krebsart unterschiedlich ist. Nur wie gesagt ich bin nich mein Bekannter und er hat 100% bekräftigt, dass es keine Option ist.

dvevia2tixon


Jop mir ist schon bewusst, dass die Krankheit da mit einen grossen Faktor spielt, nur sind alle 5 Personen, die ich kenne die die Chemo gemacht haben immer ein paar Tage bzw Wochen nach Therapie-Beginn gestorben und die paar die ich kenne die Krebs haben und keine Chemo gemacht haben (sonden so Sachen wie Therapie nach Dr. Keu und was es noch so gibt) leben alle noch.

Bei mir ist es genau anders herum: Ich kenne einige Leute, die nicht an der Chemo gestorben sind, sondern teilweise Jahre später an der leider nicht zu heilenden Krankheit. Ich kenne auch eine Person, die stattdessen auf einen alternativen Ansatz vertraute, und die Schulmedizin ablehnte: Ihre vier Kinder hatten innerhalb kürzester Zeit keine Mutter mehr. :-(

Aber ja mir ist schon klar, dass man das nicht verallgemeinern kann, weil jede Krebsart unterschiedlich ist. Nur wie gesagt ich bin nich mein Bekannter und er hat 100% bekräftigt, dass es keine Option ist.

Jeder ist für sich selbst verantwortlich, was eigene Entscheidungen voraussetzt! Ich würde mich niemals erdreisten, jemandem vorzuschreiben, was er zu tun hat. Allerdings darf man die Not der Menschen einfach nicht dazu nutzen, sie von eigenen Verschwörungstheorien zu überzeugen!

aIgMnexs


So ein kleiner "Hubel" am Hals kann ja auch nichts anderes sein als Krebs ... ;-)

d7e vi8atioxn


P.S.: Natürlich wünsche ich deinem Freund, dass er niemals in die Situation kommt, ernsthaft darüber nachzudenken, eine solche Behandlung anzunehmen oder abzulehnen. Ehrlich gesagt kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sich hinter einem "oberflächlichen Knubbel am Hals" eine ernsthafte Krankheit versteckt, aber ich bin kein Arzt. Er soll das schnellstmöglich abklären lassen, damit er sich wieder entspannen kann.

dIeviatxion


@ agnes:

Ja, ich wollte es bereits in meiner ersten Antwort unterbringen, habe aber darauf vergessen, und dann befindet man sich auf einmal inmitten einer Grundsatzdiskussion. ;-)

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