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Nachtschweiß: Krebsangst macht mich wahnsinng!!!

T6aalkxe


Früher, als noch die Tuberculose die Geissel der Menschheit war (nach Aussatz, Pest, Typhus, Pocken ...), hätte man bei Nachtschweiß zu allererst an die TB gedacht, heute ist es der Krebs.

Kann es sein, dass Dich die Symptome immer wieder einholen, weil Dich das Spüren dieser Ängste von anderen Dingen, die vielleicht in Deiner Psyche schlummern, ablenkt?

Wir kennen Deine Lebenssituation nicht, aber eventuell gibt es starke Belastungen, die für Dich zu viel sind und die Du verdrängst, weil sie nicht zu lösen sind, und konkret ist das, was Du spürst, die Angst-Symptomatik?

Gerade für solche Fragen wäre die Therapie hilfreich ...

S5unYflorwevr_x73


Hypochondrie ist eine anerkannte und gut (verhaltenstherapeutisch) behandelbare Erkrankung.

Du zeigst schon sehr ausgeprägte Symptome – und dieses "Arztbesuche beruhigen mich vorübergehend" ist auch typisch. Eine ultimative Sicherheit bzgl. einer schwerwiegenden Erkrankung gibt es nicht, mit dem Restrisiko muss man halt leben.

Du kommst da nur nur durch eine vernünftige Behandlung raus – und angesichts häufig monatelanger Wartezeiten auf einen Therapieplatz solltest Du Dich SCHNELL kümmern.

Was Du selber machen kannst: Guck' Dir mal dieses Buch an: [[http://www.hogrefe.de/programm/ratgeber-somatoforme-beschwerden-und-krankheitsangste.html]]

SLound<be.ar7x7


Das Buch kannte ich noch nicht, habe bereits 2 hier und auch einen Leitfaden zur Selbstherapie. Die hatte ich voriges Jahr begonnen und dann ist mit meinem Umzug alles irgendwie "eingeschlafen". Da gings mir aber auch gut, weil ich eben mit anderen Dingen beschäftigt war. Ich werde es mal wieder rausholen – war da zu nachlässig.

Eigenartigerweise habe ich heute Halzschmerzen (ähnlich der Angina) bekommen und meine Mandeln sind auch recht groß. Vielleicht habe ich mir wirklich eine Infektion eingefangen und daher der Nachtschweiß. Sport werde ich mal lieber sein lassen, das ist mir dann doch nix. Termin beim HA (wollte sowieso hin wegen Vorstellung nach Umzug) habe ich nächsten Dienstag.

lEe_c;hien


Hallo Soundbaer77,

ich hatte vor genau einem Jahr ähnliche Symptome: "Nachtschweiß" zwei Monate lang und immer Kribbeln in den Extremitäten. Habe dann Blutwerte nehmen lassen und es war immer alles gut, auch die Bauch-Sono war ok und Lungenröntgen auch. Dann habe ich gegooglet, jeden leicht grenzwertigen Laborparameter versucht selbst zu interpretieren... ...ich habe an verschiedene Krebsarten geglaubt. Dann hatte ich noch Halsschmerzen, später eine dicke Grippe wegen der zu kühlen Bettdecke (wollte das Schwitzen so besiegen) und so ging der Stress erst richtig los... :-( Ich war auch beim Onkologen, der erklärte mir Nachtschweiß bedeutet richtig naß – nicht nur ein feuchtes T-Shirt – aber das half nicht, ich konnte nichts von dem richtig glauben und hatte weiter Todesangst. Ein Ende ist nicht absehbar, ich habe jetzt Angst vor einer anderen Krankheit, habe auch ein paar passende Symptome und es macht mich wieder fertig.

Was ich eigentlich sagen will, ohne fremde Hilfe hat man meiner Meinung keine Chance da raus zu kommen. Entweder man macht eine ambulante Therapie, oder man geht in eine psychosomatische Klinik (nein, die haben da keine weißen Kittel – ist mehr so wie ein Hotel mit festen Programm)

S_oNundbeaxr77


Danke für deinen Beitrag. Ja, bin heute mal wieder zur Einsicht gelangt, dass das dies Jahr sein muss. Habe mir heute schon diverse Psychologen rausgesucht, wo ich mal anfrage.

Ich habe heute auch nen dicken Hals mit geröteten Mandeln bekommen. Ganz spontan, so spontan wie das Schwitzen anfang. Wie erwähnt wars bei mir auch nicht wirklich nass, eher bisschen klamm. Ich nehmen fast an, dass es wegen der Infektion gekommen ist. Vorhin im Schlafzimmer habe ich zudem gemerkt, dass selbst die Sachen auf dem Kleiderständer sich irgendwie klamm anfühlen. Ich heize da eben mal durch auf 18 Grad, so habe ich viele Jahre geschlafen. Vielleicht wars auch zu kalt ...

Wenn du Dich etwas ausquatschen willst, dann schreibe auch gern ein PM.

Vielleicht kann man sich so noch etwas austauschen. Habe auch schon zig Krankheiten durch und ebenso viele Strategien entwickelt, die mal so mal so greifen.

N`elxa


Habe mir heute schon diverse Psychologen rausgesucht, wo ich mal anfrage.

Hey, das finde ich sehr gut! :)* Lass dich am besten auch gleich auf die Wartelisten setzen bei in Frage kommenden Psychologen/ Therapeuten :)^

SDoundbexar77


Ja, irgendwann muss es ja mal gemacht werden.

Habe bereits von diversen Seiten gehört, dass es gut geholfen hat.

Hier in der Stadt habe ich nun auch bessere Möglichkeiten als vorher.

Wie lange wartet man denn so in der Regel – und wie bringt man es der Krankenkasse bei?

S]oundDbearx77


Die letzte Nacht verlief recht schwitzfrei, nichts aus der Norm!

Habe heute immer noch die dicken, roten Mandeln und bin wahrscheinlich etwas krank.

Ich nehme fast an, dass das alles unmittelbar miteinander zu tun hatte.

Das beruhigt mich doch sehr ... ist auch selten, dass jemand froh ist krank zu sein. ":/

Momentan konzentiert sich alles eher auf die Halsschmerzen beim Schlucken.

Mal zur Abwechslung etwas, das sich mit Tees & Co. behandeln lässt.

Bin am DI beim Doc, falls es sich nicht bessern sollte.

Kann mir jemand noch was zu den Wartezeiten beim Psychologen sagen?

BYro%mbeegrküchl2ein


le_chien

später eine dicke Grippe wegen der zu kühlen Bettdecke

Das hab ich ja noch nie gehört, das man wegen einer kühlen Bettdecke ne Grippe bekommt. Dann müsste ich bei meinen Temperaturen im Schlafzimmer ja ne Dauerlungenentzündung haben. :-o

@ Soundbear77

Kann mir jemand noch was zu den Wartezeiten beim Psychologen sagen?

6 bis 12 Monate, es sei denn, du hast glück und es sagt ein Patient ab und du rutschst in der Warteliste nach oben.

SSunf(lowerg_73


@ Soundbear,

bzgl. der Wartezeiten:

DAS ist SEHR unterschiedlich.

1. Du solltest nach einem "Psychologischen Psychotherapeuten" der Fachrichtung Verhaltenstherapie suchen.

2. Hilfreich is es hierbei, Deine Krankenkasse zu kontaktieren und um eine Liste zu bitten.

3. Suce die Website der für Dich zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung heraus – und gehe dort dann auf "Arztsuche". Da bekommst Du auch einen Überblick. Manche KV'en haben auch eine Servicehotline, wo man anrufen oder mailen kann, und die einem mitteilen, welche Therapeuten gerade Kapazitäten haben.

Ausschlaggebend ist hierbei oft auch Deine zeitliche Flexibilität: Wenn Du tagsüber kannst und nicht Woche für Woche denselben Termin brauchst, kann man oft als "Springer" schneller drankommen.

Und:

Psychologen machen eine sehr umfassende Weiterbildung zum Psychotherapeuten, d.h. es gibt entsprechende Weiterbildungseinrichtungen, die auch eigene Ambulanzen betreiben. Da arbeiten oft 40, 50 oder mehr Therapeuten, d.h. da kommt man oft schneller unter. Diese Einrichtungen findet man entweder an Unis mit einem Psychologie-Studiengang, aber auch unabhängig davon. Es gibt kleine Einzeleinrichtungen, aber auch größere Verbände, die in vielen Städten Ambulanzen betreiben. Wenn Dich das interessiert, bitte mal per PN Deine Wohngegend mitteilen.

Und:

Eine Option, die viele nicht kennen. Es gibt viel viele Therapeuten mit einer sog. "Privatpraxis". Es gibt halt für Therapeuten nur wenige Kassensitze, die 2012 evtl. noch weiter zusammengestrichen werden sollen. Und die wenigen Sitze kosten um die 70.000€, in beliebten Regionen auch mehr.

Also versuchen viele Therapeuten, sich mit einer sog. Privatpraxis (für Privatversicherte und Selbstzahler) über Wasser zu halten. Da kann man auch als gesetztlich Versichterer eine Therapie bezahlt bekommen. Man muss nachweisen, dass man unnötig lange auf einen Therapieplatz warten müsste. Es gibt nämlich irgendwie in unseren Gesetzen die Klausel, dass eine medizinische notwendige Behandlung nicht unnötig verzögert werden darf. Bekommt man überall nur die Auskunft, dass man mehrere monate warten muss, kann es sinnvoll sein, sich eine Privatpraxis suchen, die bspw. auf der Website Hilfe beim sog. "Kostenerstattungsverfahren" anbieten. Das ist mit Aufwand verbunden, aber die Therapeuten sind i.d.R. sehr bemüht (weil nur von Selbstzahlern und Privatversicherten können Psychotherapeuten nicht gut leben!). Diese Praxen sind oft weniger ausgelastet und die Therapeuten auch sehr flexibel und engagiert (Abendtermine, Wochenendtermine,... viele Dinge, die Therapeuten mit Kassensitz nicht mehr nötig haben).

So kann man z.T. innerhalb wenigerWochen einen Therapeuten finden, muss dann aber z.T. nach dem ersten Kontakt noch eine Weile warten, bis die Krankenkasse entschieden hat.

lte_chiWen


@ Brommbeerküchlein:

Wenn man im Winter bei 16-17 Grad Raumtemperatur nur mit dem Oberbettbezug schläft und leicht schwitzt, dann kann man sich dabei richtig schön erkälten.

@ Soundbear77:

Wegen den Mandeln würde ich evtl. mal einen HNO fragen. Habe meine 2006 entfernen lassen, nachdem mir der dritte oder vierte HNO gesagt hat das sie raus _müssen_ Man, da hatte ich auch richtig Angst vor (vor der Narkose)

SDound=bear7x7


Ich war erst im Oktober beim HNO und der hat nichts davon erwähnt.

Angina (oder geschwollene Mandeln) hatte ich super lange nicht mehr. Ich mache mich jetzt da nicht auch noch verrückt. Bin eher froh, dass alles eher eine harmlose Erklärung gibt. Bin am Dienstag beim Doc und der wird ja nicht das erstmal dicke Mandeln sehen ;-D – dann bekomme ich maximal noch AB, wenn es nicht bis dahin schon abgeklungen ist.

Theapie: Wow, das sind ja echt krasse Zeiten. Bin privat versichert, wie schauts denn da aus?

Ich frage einfach mal hier in der Stadt rum, haben doch ne ganze Menge Therapeuten und dann schauen wir mal.

B6rombLeerkücxhlein


Wenn man im Winter bei 16-17 Grad Raumtemperatur nur mit dem Oberbettbezug schläft und leicht schwitzt, dann kann man sich dabei richtig schön erkälten.

Hmm kann sein ... is mir noch nie passiert. Aber vielleicht hab ich einfach nur glück und ein gutes Immunsystem. @:)

SEchl@itzaIuge6x7


Wer Angst hat, schwitzt eben oft. Das ist ein Symptom einer Angsterkrankung.

EBen nachts eine noch dünnere Decke benutzen. Wieso soll Krebs dahinter stecken? Krebsangst gehört auch zur Angsterkrankung. Auf jeden Fall ist nächtliches Schwitzen in dem Zusammenhang Kopfkino.

SGunflowXepr_Y7x3


@ Soundbear:

Als Privatversicherter sieht es besser aus. Zumindest, was einen Therapieplatz an sich angeht.

Denn das Problem ist:

Therapeuten DÜRFEN pro Quartal nur eine best. Anzahl ein Therapiesitzungen erbringen (bei gesetzlich Versicherten). Das schreibt der Gesetzgeber so vor. Wenn man die Stundenzahl überschreitet, bekommt man nicht nur kein Geld, sondern zahlt ggf. noch Strafe. D.h. bei gesetzlich Versicherten sind dem Therapeuten die Hände gebunden.

Wenn Du aber privat versichert bist, kannst Du halt alle Praxen ohne Kassenzulassung kontaktieren – dann hast Du definitiv gute Chancen (gibt aber auch wohnortabhängige Schwankungen. In manchen Regionen lohnen sich Privatpraxen halt nicht...).

ABER:

Guck' bitte in Deine Versicherungspolice. Viele Privatversicherte haben eine (lächerliche!) Obergrenze von 20 Sitzungen pro Jahr. Das ist viel viel weniger, als einem gesetztlich Versicherten zusteht. Oder Psychotherapie ist gar nicht drin. Hab' da schon alles erlebt.

Wenn Beihilfe & private Kasse zuständig sind, zahlt zumindest die Beihilfe mehr als die lächerlichen 20 Sitzungen; die Differenz musst Du dnan aber selber tragen.

Kurzum: Du hast gute Chance, schneller einen Platz zu bekommen. Aber wie viel Therapie Du dann bekommen kannst, hängt von Deiner ganz individuellen Police ab. Unbedingt mal lesen oder die Versicherung kontaktieren.

Achte bei der Therapeutensuche aber bitte wirklich auf die Fachrichtung Verhaltenstherapie. Das ist das Therapieverfdahren, welches für Angststörungen nachweislich die besten ERfolge zeigt, wissenschaftlich x-fach überprüft ist etc.

Alles Gute!

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