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Lymphknotenschwellungen und Angst, Angst, Angst

T/halepsmxan hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben!

Meine Geschichte beginnt am 1. Dezember 2011. Ich bekam einen steifen Nacken und einige Tage später bemerkte ich auch Lymphknoten linksseitig am Hals. Der größte im Schlüsselbeinwinkel und noch ein oder zwei kleinere darüber. Wie genau sie damals beschaffen waren, kann ich nicht mehr wirklich sagen, aber ich habe sie jetzt 1,5 Monate ständig beobachtet und meine nicht, dass sie sich je entwickelt hätten. Der Schlüsselbeinknoten ist wohl 1,5- max. 2cm groß, meistens hart und eben schmerzlos aber gut verschiebbar.

Nach zwei Wochen ging ich zum HA, der hat meinen Besuch geradezu ignoriert. Ich ließ mich auf HIV testen (negativ) und begab mich bei einem Infektologen in Behandlung. Der testete so Einiges, konnte aber nichts auffälliges im Blut finden, Blutwerte waren gut. Auch beurteilte er den Lymphknoten als "klein, weich und gut verschiebbar" und somit als unbedenklich. Tatsächlich ist mir dann auch aufgefallen, dass es Momente gibt, wo ich den Knoten kaum finde und er eben weich ist. Üblicher weise ist er aber eben hart. Weitere Symptome, die so nach und nach dazu kamen wären: leicht erhöhte Temperatur (bis max 37,5), ständig Nackenschmerzen (verhärtet), auch Schulter und Arm (nur linksseitig), auch Gefühle in Achsel, Arm- und Kniebeuge... einmal ein Kribbeln in der Leiste.

Kein Nachtschweiß, keine Gewichtsabnahme, und ,wie gesagt, kein Wachstum.

Dann letzte Woche einen HNO-Arzt aufgesucht, der den Knoten dann hart vorfand und mich dann zum MRT überwies. Dass er die Sprechstundenhilfe auf einen zeitigen Termin ansetzte hat zu meiner Beruhigung nicht wirklich beigetragen. (MRT Termin: 26.Jan)

Am selben Tag noch bin ich zum Zahnarzt. Mein Trumph-Silberstreifen war und ist nämlich eine Zahnruine linksseitig. Hatte (schlauer weise) vor mehr als einem Jahr eine Wurzelbahandlung abgebrochen, sodass nun seit nem Jahr ein toter, geöffneter Zahn in meinem Kiefer ein warmes Zuhause für Bakterien bietet. Die Röntgenaufnahme zeigte eine kräftige Entzündung (nicht an den Wurzelspitzen, eher dazwischen), die laut ZFA für Lymphknoten und auch für steifen Nacken verantwortlich sein kann. Der Zahn wurde allerdings nicht behandelt (auch keine Antibiotika verschrieben... wäre das nicht mal angebracht?), der Nachbarzahn aber war kariös und so wurde ich betäubt und behandelt. Seitdem: Super, die Entzündung fängt an zu schmerzen, kleine gelbe Punkte im Zahnfleisch treten auf und auch die Lymphen scheinen zu reagieren. (Kieferchirurgtermin: 31.Jan; Da sollen mir auch gleich meine 3 WZ gezogen werden und halt die Ruine, und ggf. eine Transposition, um Lücke oder Implantat zu umgehen).

Gut, Entzündung im Kiefer nehme ich mit Kusshand als alternative Ursache... Aber: Schlüsselbeineck = Krebsschlüsselstelle, eher nicht für Zähne?, Außerdem kein Druckschmerz als Entzündungsindikator (auch keine Entzündungszeichen im Blutbild).

Sollte ich versuchen den Zahn noch vor dem MRT entfernen bzw. zumindest mit Antibiotika behandeln lassen? Nicht, dass die dann unnötig auf eine Biopsie bestehen oder würde man die Zahnursache per MRT entlarven?

Viel Text und viel Angst! Ich hoffe Ihr seit so lieb, hilfsbereit und kompetent, wie ich es von hier gar nicht anders kenne :) :)^

Liebe Grüße und Danke

Antworten
M>ond=kind


Halo Thalesmann,

zuerst muss ich sagen, ich stecke in einer ähnlichen Situation wie du. Ich habe auch aus unergründlichen Gründen einen geschwollenen Lymphknoten am Hals (rechts) und kein Mensch weiß warum das so ist und besser noch, was es ist. Ich war auch schon bei zig Ärzten und alle haben was anderes gesagt. Nun stehe ich vor der Entscheidung ob ich mir den einen Knoten rausnehmen lassen soll ode rnicht. Bin mir da noch nicht ganz schlüssig drüber geworden. was ich allerdngs mittlerweile weiß und auch dir nur raten kann: KEEP COOL. Nicht alles was geschwollen oder ist oder vom normal Zustand abweicht ist gleich Krebs. Dein Beitrag liest sich beinahe hysterisch und ich erkenne da sehr viel Panik in mir wieder. Ich kann dich wirklich gut verstehen nur sollte man sich nicht zu sehr reinsteigern. Mit sehr großer Warscheinlichkeit liegt es wirklich an deinen Zähnen weil die Lymphknoten ja tatsächlich auf Entzündungen reagieren. Ich würde da jetzt erstmal das MRT abwarten und nicht soviele schlimmer Sachen googeln....:) :)*

Zzwackx44


Wie Mondkind glaube ich, dass Dein Zahnproblem für die LK verantwortlich ist. Deren Aufgabe ist ja schließlich die Schmerzbekämpfung. Es ist auch bekannt, dass LK nach Ende des Infekts "vergessen", wieder abzuschwellen. Dann muß man halt damit leben. LK auf Verdacht zu entfernen, ist wegen des damit verbundenen Flurschadens nicht empfehlenswert; schließlich laufen am Hals jede Menge wichtige Gefäße und Nerven entlang. 2 cm ist auch noch kein exorbitanter Durchmesser. Ich bin zum Arzt, als einer meiner Hals-LK etwa 5 cm lang geworden war – okay, das war dann ein Lymphom. Die Untersuchungskaskade ist übrigens Ultraschall, CT, LK-Biopsie, Beckenkamm-Biopsie.

TfhaleIsman


Hallo liebe Leute!

Vielen Dank für die Antworten. Heute bin ich mal wieder sehr aufgelöst und habe große Angst.

Das MRT war sicher eine Erfahrung. Als man mir vorher einen Zugang gelegt hat bin ich fast ohnmächtig geworden. Eigentlich hatte ich vorher keine Probleme damit, aber meine Angst scheint wohl Herr über meinen Körper geworden zu sein. Achso, sie haben mir dann noch irgendwas gespritzt, war das dann wohl Kontrastmittel?

Leider hat man mich mit den Bildern gleich nach Hause geschickt, ohne mich über irgendwelche Befunde aufzuklären... sodass ich nun das Wochenende in völliger Unruhe verbringen darf.

Auf den Bildern kann ich (natürlich) nichts erkennen...

Was wird man als Arzt denn erkennen können?

Vielen Dank für euren Beistand und liebe Grüße!

Zowackx44


Der Arzt kann im MRT Größe und Struktur der LK erkennen.

T8hales}man


Hallo!

Ich war heute bei meinem HNO, der mir den Bericht des Radiologen vorgelegt und sich selbst nochmal die Bilder vom MRT angeguckt hat.

Es liegt kein Verdacht auf malignes Gewebe vor. Der Lymphknoten am Schlüsselbein, der mir am meisten Sorgen macht ist von meinem HNO auf dem MRT gar nicht zu finden, sodass er ihn als Muskelknoten abtat. Er meinte dann abschließend, es bedarf keiner weiteren Schritte und auch keiner weiteren Sorgen. Haltet ihr das für gerechtfertigt? Ich bin am überlegen, ob ein Onkologe sich dem nochmal widmen sollte. Was meint ihr?

Morgen wird übrigens mein böser Zahn gezogen.

Liebe Grüße!

H0asxe


Vertraue dem Arzt und lass Deine Zähne machen (alle, die noch nicht in Ordnung sind).

Tdhalessman


Hallo liebe Leute!

Ich bin heute mal wieder ziemlich gestresst. Nicht nur, dass ich heute den Zahn gezogen bekommen habe (das war eigentlich wirklich nicht schlimm)... nein, die wunde will sich nicht schließen. Ich habe jetzt einfach dauerhaft die Kompresse drin behalten.

Das macht mir natürlich wieder Angst, Angst, Angst! :(

Ich habe jetzt große Angst vor Leukämie... (Ich weiß, dass ich ein Angstproblem habe! Aber ich bitte euch trotzdem, oder gerade deswegen um Hilfe)

Ich war heute bei meinem Hausarzt und habe ihm nochmal meine ganzen Sachverhalte unter die Nase gehalten. Das große Blutbild ist unauffällig... Die Leukozyten seien wohl, wenn überhaupt, nur leicht erhöht.... Trotzdem: Ich habe jetzt grauenvolle Angst vor Leukämie...

Es tut mir leid, wenn ich euch überstrapazieren sollte... Sagt mir doch bitte eure Meinung

Vielen Dank!

H%ase


nein, die wunde will sich nicht schließen. Ich habe jetzt einfach dauerhaft die Kompresse drin behalten.

Wie? Es blutet nach? Das kommt vor. Sicher keine Indikation für Leukämie. Wahrscheinlich powert Dein Blutdruck so hoch, dass das da nicht zu Ruhe kommt. Entspann Dich, kühl gut und wenn es nachblutet einfach ein Stofftaschentuch oder eine Mullbinde aus dem Verbandskasten dazwischen stecken. Nicht Spülen und kein Aspirin!

Z=wa8cKk4x4


Hast Du schon einmal daran gedacht, Deine Angststörung behandeln zu lassen? So ist das doch keine Lebensqualität.

T2hale`sman


Da hast du recht! Und ich muss das auch behandeln lassen, seit etwa 2 Monaten (tja, seit den Lymphknoten) bin ich ein Wrack! Keine Lebensfreude mehr, nur Angst... :°(

Zuerst hatte ich große HIV-Angst aber als ich negativ getestet wurde ließ mir das nur 2Tage Ruhe, diese Panik hat wohl etwas in mir ausgelöst...

Jetzt ist es Krebs...Lymphknotenkrebs, Magen, Bauchspeicheldrüße, und im Moment (mal wieder) Leukämie... Ich war bei 3 Ärzten, keiner konnte mich beruhigen (allerdings auch die Lymphen nicht erklären!). Ich will auch noch unbedingt zum Hämatologen. Mein Umfeld versteht mich natürlich überhaupt nicht. Als ich dann aber gestern heulend zusammengebrochen bin haben meine Eltern wohl verstanden... Die wollen mich natürlich in Therapie schicken und die will ich zwar auch... aber eigentlich denke ich, dass ich dringend zum Arzt muss... Natürlich ist es auch oft das Internet, das mich auf neue Ideen bringt. Das ist gerade zu eine Sucht. Deswegen kann ich auch diese Frage nicht unterdrücken:

Mein großes Blutbild von vor etwa 2 Wochen ist laut Internist in Ordnung. Sollte ich nochmal zum Onkologen?

Vielen Dank!

Z.waEck44


Nein, weil offensichtlich überflüssig.

H%ase


Wie geht es denn der Wunde?

TBhal+esmgaxn


Danke der Nachfrage :)

Es blutet nicht mehr, sieht aber natürlich unschön aus. Leider habe ich entdeckt, dass noch Zahnreste vorhanden sind, sodass ich mir morgen wieder nen Termin geben lassen kann...

Ob ich für den Fetzen wohl ne Betäubung brauche?...mh

HDase


Geh mal nicht von Zahnresten aus, sas wird Fibrin sein, wenn es weißlich ist, der Gewebekleber ;-)

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