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Stark vergrösserte Lymphknoten im Mrt

LaouiXsia7na hat die Diskussion gestartet


In einem anderen Thread hatte ich schon mal über Beschwerden geschrieben, es fing Ostern an, allgemeines Kloßgefühl im Hals, kurz darauf deutliches Klicken beim Schlucken, später dann leichte, undefinierbarer Schmerzen beim Drehen des Halses innen im Hals, rechts neben dem Kehlkopf. Nicht immer, aber immer wieder. Inzwischen sogar mal ab und an ein leichtes Stechen.

Ich war heute das dritte Mal beim HNO, der die ganze Zeit mit mir nicht so wirklich was anfangen konnte, bis er mich zum MRT geschickt hat (Weichteile des Halses checken).

Hab mir die Bilder nicht angeschaut, schon wegen Angst, dass ich – die ich ja nun keine Ahnung von solchen Bildern habe – irgendwas sehe, was gar nicht wirklich relevant ist.

Heute war ich beim HNO, der inzwischen den Befund hat. Ich habe ihn in Kopie hier und traue mir nicht, ihn anzuschauen. Denn der HNO hat mir total Angst gemacht, er meinte, es wäre sehr "komisch", machte ein besorgtes Gesicht, verhielt sich eigenartig, sagte, ich hätte da einige Knoten, und dann sagte er was von 3cm Durchmesser, was so "absolut nicht geht". Und dass ich die punktieren lassen müsse. Um herauszufinden, ob es was Harmloses ist oder etwas nicht so Gutes. Und dass eine Punktion aber eigentlich keine wirkliche Gewissheit geben würde. Und ich gleich mal einen rausschneiden lassen solle. Und er mir gleich eine Einweisung in die Klinik gibt.

Blut hat er auch noch abgenommen für irgendwelche Spezialwerte, u.a. wohl Antikörper-Tests.

Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Lymphknoten die Ursache für die leichten Schmerzen beim Drehen des Kopfes sind, denn dann drückt sich wohl die Muskulatur drüber und es tut weh.

Jetzt versuch ich gerade, meine Panik wieder in den Griff zu bekommen, ich habe totales Herzrasen, und Tränen fließen auch schon. Weil ich das nicht verstehe. Wenn es was Schlimmes ist, dann hat es mir nichts genützt, bereits im April beim Arzt gewesen zu sein, seitdem ist ein Vierteljahr vergangen…..

Auf der Einweisung steht L04.0 Akute Lymphadentitis Kopf/Hals (G) und F45.8 Globusgefühl (G).

Wie gesagt den Befund vom Arzt beim MRT habe ich mir noch nicht angeschaut, weil ich total Panik schiebe, dass es etwas Bösartiges sein kann, was jetzt schon 3 Monate Zeit hatte sich zu verbreiten….

Ich weiß gerade nicht, was ich machen soll.

Antworten
LKouisuianxa


Habe jetzt noch mehr Panik. Habe den Bericht gelesen, es sind ein Haufen Fachbegriffe darin, es wird etwas von Lymphknoten verschiedener Größen geschrieben, einer davon ist 2,6 cm gross.

Und unten im Bericht steht etwas davon, dass ein magligner Prozess nicht ausgeschlossen werden kann.

Ich glaube, ich werde verrückt.

b^udFdleia


Die Lymphknoten gehören zum Abwehrsystem des Körpers und vergrößern sich nach z.B. Atemwegsinfekten durchaus mal für etwas längere Zeit. Nicht jede Vergrößerung hat eine bösartige Erkrankung zur Ursache.

Ein bösartiges Geschehen ist bei dir nicht bewiesen, aber natürlich, und deswegen sorgst du dich ja – auch nicht ausgeschlossen, nichts anderes sagt das Ergebnis des MRTs aus.

Eine Entnahme eines Lymphknotens ist daher jetzt der Weg, wie du am einfachsten/schnellsten zu einer Diagnose kommst.

Auch, wenn es schwerfällt, versuch etwas zur Ruhe zu kommen.

Kraft für die kommende Zeit, :)*

B)roymbeer2küchxlein


Liebe Louisiana,

erstmal immer die ruhe. So schnell schiessen die Preussen nicht und so schnell stirbt sichs auch nicht.

Auf dem MRT Bericht steht zwar das ein maligner Prozess nicht ausgeschlossen werden kann – ebenso gut kann es aber auch ein benigner Prozess sein. Sowas und da hat dein HNO recht – kann man aber nur mit sicherheit sagen wenn ein Lymphknoten entfernt und untersucht wurde. Auf dem MRT sieht man nur was da ist – ein MRT sagt aber nichts über gut oder böse aus.

Du wirst also nicht drum rum kommen wenn du gewissheit willst.

Ich habe ähnliches mit nem Weichteiltumor im Unterschenkel durch. Mein Weichteiltumor stellte sich dann als Hypertrophierter Muskel raus wodurch dann ein Tibialis – Anterior – Syndrom entstand. Die Schwellung sah natürlich für jeden Arzt wie ein Tumor aus.

Du siehst – es muss nicht immer alles böse enden.

Hört sich leichter an als es ist aber du musst versuchen ruhig zu werden. Es nützt dir garnix dich jetzt verrückt zu machen. Geh in die Klinik und lass es machen, dann hast du gewissheit. Du wirst mit sicherheit nicht sterben nur weil jetzt drei Monate vergangen sind. Bei mir dauerte es ein Jahr bis die Diagnose stand. ;-)

Ganz viel Mut und Kraft wünscht dir

Küchlein :)*

L+ouisiiaxna


Ich bemühe mich ja ruhig zu sein, aber ich kann nicht. Ich hab so unglaublich Angst. Mir schnürt es gerade den Hals zu. Der gesamte Bericht macht mir unglaublich Angst, da steht so viel drin. Es sind eindeutig Lymphknoten, nicht eine Muskelschwellung oder so. Und sie sind wohl viel zu gross, und sie sind schon längere Zeit zu gross. Ich bin deswegen schon einige Male beim Arzt vorstellig geworden, weil ich diesen Druck und beim Kopfdrehen leichte Schmerzen hatte. Seit Wochen. Ich kam mir selber vor wie ein Idiot, dem keiner zuhören will, und jetzt plötzlich ist es dringend?!

Ich weiss nicht, was ich machen soll. Ich werde morgen in zwei Kliniken anrufen. Ich habe keine Ahnung, wann ich dran komme. Wie lange dauert es, bis man drankommt? Und ich habe keine Ahnung, ob das mit Vollnarkose gemacht werden muss. Ich bin schwer zu intubieren, die letzte Intubation war ne Viecherei für mich, weil Wachintubation ist einfach nur ne Quälerei gewesen, nur das ich das damals noch nicht wusste.

Mir platzt gleich der Kopf.

S)chlUitzaugxe67


Ich hatte auch solche Lymphknoten, wurden in einer Uniklinik rausoperiert. Sah äußerst verdächtig <infiltriert ins Gewebe> aus. War nachher harmlos.

Der Grund war chronische Sinusitis, weshalb die Dinger wohl angeschwollen waren.

b4uvddlexia


Auch ambulant tätige Chirurgen können oberflächliche Lymphknoten entnehmen, dies kann in lokaler Betäubung gemacht werden.

Verständlich, dass du Angst hast. :)*

L2ouis@iana


Habe seit 4 Jahren eine chronische Sinusitis.

Aber die Beschwerden im Hals habe ich erst seit ein paar Wochen. So was hatte ich noch nie. Bei einem Infekt waren sie mal für zwei drei Tage angeschwollen und dann war es wieder gut.

Jetzt habe ich das seit April spürbar. Und dazu das Gefühl, dass was nicht stimmt, konnte nur nicht sagen, wie genau das im Hals sich anfühlt. Wurde halt immer ein bisschen mehr.

Ich krieg die Angst nicht in den Griff. Ich muss noch arbeiten, Quartalsende ist nahe. Ich weiss gar nicht wie. Mein Kopf ist zu und ich bin nur am flennen, weil ich so übleste Angst habe, dass ich vielleicht schlechte Aussichten habe.

b(udMdleia


..wenn du soviel Angst hast, dass es dich so beeinflusst: eventuell mal mit dem Arzt über Maßnahmen reden?

L2ouis{ixana


Der HNO? Zwischen uns stimmt die Chemie nicht wirklich, er ist aber der einzige HNO in der Umgebung.

Ich komm einfach nicht zur Ruhe. Seit ich denken kann habe ich Angst vor Krebs. Schon immer. Diese schrecklichen Krankheiten, wo man nie weiss, ob man es schafft oder nicht und wenn man es schafft, ob es dabei bleibt oder nicht. Und jetzt bin ich in einer Situation, die ungewiss ist und sicherlich auch noch Tage lang ungewiss bleiben wird. Ich komme damit nicht zurecht, ich kämpfe die ganze Zeit gegen die aufsteigende Panik an. Ich bin erst 42 Jahre alt und will eigentlich 80 werden.

Wer weiss, wie lange es dauert, bis ich einen Termin bekomme? Und wie lange dauert es, bis das Ergebnis der Biopsie da ist? Kann man sich selbst aussuchen, ob punktiert wird oder gleich ganz geschnitten? Auf der Einweisung steht, dass Feinnadelpunktion erbeten ist. Ich habe aber gehört, das Punktion mit Risiken verbunden ist, dass das nicht zuverlässig ist und dass dabei sogar noch was verstreut werden kann.

Ich krieg diese Scheiss-Angst-Angst nicht weg....

byuddxleia


Hast du vielleicht einen Hausarzt?

Dann mach doch da einen kurzfristigen Termin, um alles, auch den Befund, noch einmal zu besprechen. Eventuell mag er/sie ja auch versuchen, eine Termin zur Entnahme eines Lymphknotens für dich zu bahnen.

Möglicherweise ist bei deiner so ausgeprägten Angst auch eine vorübergehende Gabe von Medikamenten sinnvoll.

Und wie lange dauert es, bis das Ergebnis der Biopsie da ist?

Leider mindestens eine Woche, das Gewebe muss ja bearbeitet werden, um genaue Ergebnisse zu bekommen.

i=n_t{ooZ_,deexp


liebe louisiana,

das schlimmste ist die angst und die ungewissheit, ich verstehe dich total gut!! aber gerade weil du die chronische sinusitis angesprochen hast- es kann doch gut möglich sein, dass sich das jetzt nach jahren so entwickelt hat.

für die überbrückungszeit, bis du (hoffentlich!) ein positives ergebnis bekommst, würd ich mir einen arzt meines vertrauens suchen und eventuell beruhigende medis nehmen.

ich hab auch mal so eine blöde HNO gehabt. ich war da wg schwindel und die druckste auch so herum und überwies mich zum mrt mit der diagnose: verdacht auf kleinhirnbrückenwinkeltumor.

was sich gottseidank als blödsinn herausstellte. hab dann erst im nachhinein erfahren, dass die gute immer übervorsichtig ist und gern den teufel an die wand malt. das ist nun natürlich nicht unbedingt mit deiner situation vergleichbar, bei dir zeigt das mrt ja an, dass da was ist, aber es kann auch bei dir immer noch alles gut ausgehen!

drück dir fest die daumen!! @:) :)*

Ljoui~sixana


Danke erst mal für eure Antworten. Bin immer noch total aufgewühlt aber auch total erschöpft. Ich habe mit einer Freundin in Wien telefoniert, die als Krankenschwester im Spital arbeitet, sie hatte übrigens einen Krebs besiegt, bei dem man ihr nur noch eine 5%ige Überlebenschance gegeben hatte.

Sie hat mir gesagt, sie könne verstehen, dass ich beunruhigt sei, es könnte halt alles sein vom Infekt, den man z.B. mit einem AB wieder hinbekommt bishin zu etwas Bösem. Ich sollte morgen in die Ambulanz des Unikrankenhauses fahren, gleich früh, und darauf bestehen, dass ich aufgenommen werde, damit das schnell abgeklärt werde. Vorm Wochenende werden ja immer Leute entlassen, so dass doch sicherlich ein Bett frei wird. Ich soll darauf bestehen. Einerseits weil ich psychisch völlig am Rande bin, andererseits, falls es, was ja keiner hofft, was Gefährliches ist, ja jeder Tag zählt.

Ich bin wirklich völlig erschöpft. Da ist zum einen die Angst, zum anderen bin ich seit Ostern den Ärzten hinterhergelaufen und kam mir langsam selbst doof vor, und immer wieder musste ich diese Unruhe und latente Angst unterdrücken, was auch an die Kräfte geht. Und jetzt, Monate später, kann "nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um einen maglinen Prozess handelt".....

LGouKisiaxna


ich hab auch mal so eine blöde HNO gehabt. ich war da wg schwindel und die druckste auch so herum und überwies mich zum mrt mit der diagnose: verdacht auf kleinhirnbrückenwinkeltumor.

Da fehlen einem glatt die Worte.... :(v

L@ouiDsxiana


Bin heute etwas ruhiger, die Nacht war kurz, ich hab total geschwitzt, das kenn ich gar nicht. Heute morgen bin ich etwas gefasster, irgendwie wie betäubt, und habe aber immer noch total die Angst. Vor allem auch, weil sich das halt so über Monate angebahnt hat, immer ein bisschen mehr.... :°( und es wurde die ganze Zeit nicht ernstgenommen.

Habe heute morgen in zwei Krankenhäusern angerufen, bei einem könnte ich Montag morgen in die Tumorsprechstunde, dort würde man dann schauen und entscheiden, wie was und wann gemacht wird, im anderen Krankenhaus könnte ich am Mittwoch hinkommen und nach vorstationärer Patientenaufnahme mich in der dortigen HNO vorstellen....

Weiss jemand von euch, wie lange man auf eine Gewebeentnahme (Termin) warten muss?

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