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Noch kein Befund, habe ich Krebs?

S<ahpi(enVt


was hast du jetzt deiner meinung nach, EBV oder krebs?!

%-|

R%eneossaxnce


Ja, Du möchtest Dich beruhigen lassen. Das ist aber irgendwann wie Kaffeesatz lesen. Ferndiagnosen sind per se unmöglich.

Ich sage nicht, dass Du Dir Deine Symptome einbildest – DAS wäre daneben und vermessen; lediglich, dass ich diesen auch bei Dir auffälligen Mechanismus des Symptome Benennens und Beruhigens von der Freundin her kenne und dass mir auffiel, wie es hier sehr ähnlich ablief.

Es kann natürlich durchaus sein, dass bei Dir alles ganz anders ist. Alles Gute.

s,is/i 8x6


Dann schreibe ich einfach mal von mir, vielleicht beruhigt dich das ein wenig.

Ich habe, wie du, seit meiner Kindheit vergrößerte Lymphknoten. Vor allem am Hals und Nacken kann ich sie überall spüren.

Vor 3 Jahren wurde einer am Hals allerdings immer größer. und das so schnell, dass man ihn nach einigen Wochen deutlich sehen konnte. Das hat mir, genau wie dir, riesen angst gemacht.

Ich war beim Arzt, er tippte auf Mandelentzündung oder Zytomegalie. wurde behandelt und untersucht. alles negativ und ohne erfolg.

Dadurch wuchs meine Angst natürlich enorm, da ja meiner Meinung nach alle Infektionen ausser Krebs ausgeschlossen waren.

Also meinte der Arzt irgendwann, er denkt es ist nichts aber man solle den Knoten mal rausnehmen und komplett untersuchen lassen. sieht ja auch doof aus.

also das ding rausgenommen. Untersucht.

Und was war: nichts.

einfach nichts. Knoten vergrößert und etwas locker geworden in seiner struktur. kein Hinweis auf bösartigkeit, kein garnichts. einfach eben größer geworden.

klingt nach einer ziemlich ähnlichen Geschichte wie bei dir, oder?

Mach dir keine Sorgen!

M4orp=hixum


Ich hatte 2002 innerhalb einer Woche einen großen Lymphknoten. Nach der OP stellte sich heraus es war eine sehr große Zyste am Hals links. - Nun im April 2011 begannen Halsschmerzen. Bekam Antibiotika. Keine Besserung, sondern Lymphe schwollen auf der linken Halsseite an. Ich sah im TV, wie Tonsillenkrebs (Mandelkrebs) aussieht und war sehr erschrocken, weil es bei mir genauso aussah. Ich fragte am nächsten Tag meine Ärztin, ob das eventuell Krebs sei. Sie lachte und sagte nein, das kann nicht sein. Nach ca. zwei Monaten habe ich mir eine Überweisung zum HNO-Arzt von dieser Ärztin geben lassen. Am selben Tag hat die HNO-Ärztin meinen Verdacht durch hinein schauen und Sonographie bestätigt. Mit Verdacht auf Oropharynx habe ich eine Einweisung ins Klinikum bekommen. Ab da begann das "Abenteuer": Panendoskopie, CT, MRT, Knochenzcintigraphie, Mac3 usw.! Operiert werden kann es nicht, weil sonst mein Gesicht hin wäre. Komisch, darüber war ich noch froh, weil ich in der Zwischenzeit viel über die Neck-OP gelesen hatte und dachte, danach kommst nicht mehr hoch. Also Radio-Chemotherapie von November'2011 bis Januar'2012 --- Der Tumor "schmolz", ich konnte es sehen wenn ich in den Hals schaute. Zum Glück gibt es Ondensatron und Fortecortin, das wichtigste für mich in der Zeit, weil so war mir höchstens mal 30Min.übel. Anschließend war ich regelmäßig bei meiner HNO-Ärztin, welche jedesmal angenehm überrascht war. Nichts zu sehen. Jetzt war ich im Klinikum zur Panendoskopie und CT: keine Tumoren feststellbar !!!!!! @lande.... hier war in Kurzfassung meine Kreberkrankung. Wie du siehst, ein Facharzt erkennt schon ob etwas Krebs sein könnte.

J)uliancixa


Hallo Morphium,

der geschwollene Lymphknoten hatte aber doch mit deinem Tonsillenkarzinom nichts zu tun, oder?

Prima, daß bei dir die RadioChemo so gut angeschlagen hat. :-)

LG

M;orpPhiuxm


@Juliana - der geschwollene Lymphknoten 2002 war eine Zyste und der 11/2011 geschwollene Lymphknoten hat etwas mit Tonsillenkarzinom zu tun: das waren auch schon Metastasen. Meine HNO-Ärztin hatte bei der ersten Untersuchung mit Ultraschall (Sonographie) dieses sofort gesehen. Die Ärztin war sich so sicher, daß das schon Metastasen sind, sagte aber gleichzeitig, das ist erst 100% wenn genaue Untersuchungen, wie CT, Panendoskopie mit Gewebeprobe usw.! Aber mit Sonographie kann sooo viel schon gut erkannt werden. Wollte ich hiermit auch @lance..... deutlich machen. - @Juliana, ja ich habe viel Glück gehabt. Nun wünsche ich mir, daß keine Krebszelle überlebt hat und sich versteckt hat. Aber ich darf jetzt erstmal noch weiter leben. Aber gibt es überhaupt einen richtigen Zeitpunkt zum sterben? Das wird in 30Jahren genauso traurig sein. Weißt ich bin sehr glücklich mit meinem Leben. Bisher verlief es voller aufregender, dramatischer Abenteuer und sooo viel Liebe! Ich bin so voller Demut und nun noch dankbarer als vor meiner Krebserkrankung.

J*ulsianxia


Ich meinte die Zyste von 2002, denn den 11/2011er Lymphknoten hattest du noch nicht erwähnt.

Sono, CT und MRT sind schon gute Sachen, aber letztliche 100%ige Klarheit schafft ja immer nur die Pathologie, sobald sie die Biopsie oder das direkt komplett entnommene Gewebe analysiert haben.

Wie groß waren dein Primärtumor und die Lymphknotenmetastase? Und hast du deine Radiatio-Chemo inzwischen gut überstanden?

Und wie hat deine Hausärztin auf die Diagnose reagiert... oder warst du seitdem nicht mehr bei ihr?

J>uliaJnixa


Ich hatte übrigens meine Diagnose "Zungenrandkarzinom" im Juli 2011, danach 2 OPs inkl. totaler Neck Dissection links aufgrund einer Lymphknotenmetastase, dann September bis Oktober 2011 Radiatio/Chemo.

Daher meine Neugierde. :-)

Mno*rpthiuxm


@ Juliana,

erstmal: ich fühle mit dir! - Der Tumor war ca.3-4cm groß, breitete sich von den Tonsillen, über Zungenrand bis in den Kiefer aus. Alles auf der linken Seite. Bei mir inoperabel, da ich sonst verunstaltet gewesen wäre nach Aussage des HNO-Ärzteteams im Klinikum. Du Juliana hast die Neck Dissecktion hinter dir?! Vor dieser Art von OP habe/ hatte ich Angst und als ich hörte bei mir inoperabel war ich komischerweise erleichtert. Verrückt in dieser Situation, aber die Gefühle waren so. Was für Chemotherapeutika hattest du? Ich hatte 3 mal 5 Tage Carboplatin und 5-Fluoruracil in halber Dosierung aktiver Hepatitis C (von Bluttransfusion angesteckt). Parallel dazu von 11/2011 bis 01/2012 Bestrahlung. Zum Glück fallen bei dieser Chemo die Haare nicht aus. Ich habe nämlich dicke, lange, naturblonde Haare bis zum Po - an was ich alles festhielt in dieser Situation - verrückt, aber das Ärzteteam war und ist sooo toll. Nahmen und nehmen mich sehr ernst. Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben. Ondansetron Tabletten (Zofran) und Fortecortin (Infusion 30 Minuten vor der Chemo morgens) haben mich die Radio-Chemo gut, fast gar keine Nausea (Übelkeit). - Nun warte ich auf deine Antwort. Glaube wir können noch eine Menge voneinander erfahren. Zum Beispiel: Mein Geschmack kommt laaangsam wieder. Ein Stück Schokolade mit heissem Kaffee schmeckt fast wieder so, wie ich es kenne. Das andere schmecke ich zur Zeit als versalzen. Weißt, ich mache aus allem das Beste, freue mich wie jetzt im Moment alles wieder besser wird. Habe 15kg abgenommen (von 65kg auf 50kg). Trotz PEG-Anlage. Oh, antworte bitte Juliana . Danke dir auch, daß du überhaupt geschrieben hast.

M^orph*ixum


P.S.: ist bei dir zufällig auch Humanes Papilloma Virus 16 (HPV 16pos.) bei der Gewebeprobe festgestellt worden? Der Tumor war bei mir Plattenephitelkarzinom !

Jaul(iania


Hallo Morphium,

ach je, so ausgebreitet war der Tumor bei dir schon... klar, das kann oder möchte man nicht mehr operieren wenn es schon bis in den Knochen hinein gewachsen ist. Bei meinem Krankenhaus in der MKG-Chirurgie hatte ich direkt als eine der ersten Zimmernachbarinnen eine Dame, bei der Kieferkrebs absolut radikal operiert worden war... schlimm. Und die Strahlentherapie hat das bei dir richtig wegmachen können? Beeindruckend. :-)

Meine Ursache war auch im HPV-Bereich, aber auch meine eigene Ignoranz. Ich hatte schon jahrelang eine Veränderung auf der Zunge gehabt. Hielt sie für eine Warze oder so etwas, und durch die Lage am Zungenrand konnte ich dort nachts immer genüßlich drauf herumbeißen. Anfang Juli hatte ich sie mir auch nocheinmal im Spiegel angeschaut – Probleme bei scharfem Essen und beim Sprechen hatten da schon begonnen, und genau wie du erkannte ich direkt, was das wohl sein mußte. Ich bin dann zu meiner Zahnärztin damit gegangen, und die hat mich an einen MKG weiterüberwiesen, der mir dann sofort am nächsten Morgen einen Termin in der Uniklinik organisierte. Und so begann mein "Abenteuer"...

Die Neck Dissection war leider notwendig. Sie hielten den Tumor erst für so jung und klein, daß sie nur die obersten paar Lymphebenen wegmachen wollten. Aber nach der OP fanden sie leider eine Lymphknotenmetastase und so mußte ich direkt noch einmal in den OP Saal und die linke Halsseite wurde komplett leergeräumt. Es sieht optisch schlimm aus, vor allem weil es vorne komisch zusammengenäht wurde. Funktionell aber kaum Einschränkungen außer bei bestimmten Kopfbewegungen, die größtenteils zum Glück aber nur im Reha-Sport statt im Alltag wirklich vorkommen. Ach ja, und beim Rückenschwimmen kann ich den Kopf momentan nur maximal 3 Bahnen lang halten, bevor ich eine Pause brauche.

Chemo war bei mir "nur" Cisplatin, die bei mir schulterblatt-langen dunkelblonden Haare fielen mir nur hinten im Nacken durch die Bestrahlung aus aber sind inzwischen wieder da. Gaaaanz viel Zeugs gegen Übelkeit gab es während der Chemo, weil einmal eine unerfahrerene Schwester das Emend vergessen hatte und ich bei diesem Termin die Chemo-Übelkeit erlernt hatte und diese dann 2 Wochen lang extrem heftig hatte.

Geschmack als "alles salzig"... hihi, das kenne ich auch. :-D Ein paar Wochen nach der Radiatio war erstmal "alles sauer", dann war "alles salzig". Nur ganz kurz war mal "alles bitter" und noch kürzer "alles süß". "Alles irgendwie komisch" gab es auch mal zwischendurch, vermutlich der "umami"-Geschmack. Süß ist bei mir immer noch kaum wahrnehmbar und richtiges Bitter hatte ich gestern erstmalig als ich an einem Chicoree herummümmelte. Salz benötige ich in doppelter bis dreifacher Menge, damit mein Abendessen halbwegs normal gesalzen schmeckt. Man wird blöd angeschaut, wenn man z.B. Tee mit Honig trinkt und dann plötzlich anmerkt: "Heute mal wieder salzig." :-)

Meine Gewichtsveränderung war von 68 auf 52kg. Ein dreiviertel Jahr lang hing ich an der PEG. Erst, weil es nicht anders ging. Dann, weil es so viel bequemer und angenehmer war als das vermaledeite Essen – in dieser Phase ging das Gewicht an den Tiefstpunkt.

Am fürchterlichsten war für mich das Tracheostoma. Absaugen. :°( Husten. :-/ Panikanfälle wenn ich da durch atmete statt durch Mund/Nase. :-| Das Grauenvollste daran war, daß das Loch in den Wochen zwischen OPs und Bestrahlung nicht zusammengewachsen war, und während Radiatio-Chemo wuchs es natürlich nicht weiter zusammen. 3 Monate mit Loch im Hals, bis es endlich Ende November zusammengenäht wurde. :°( Ich huste immer noch panisch los, wenn mich irgendjemand, insbesondere ein Arzt dort berührt, und das machen sie natürlich immer in der inzwischen 2monatlichen MKG-chirurgischen Tumornachsorge.

B-art`apgameG1x7


Hey!

Hast du schon mal an etwas chronisches Gedacht? Ich hab seit meiner ersten Mandelentzündung vor 2 Jahren dauerhaft nen roten Hals, meine Lymphknoten sind auch zwischendurch geschwollen, Halsschmerzen usw.

Ich habe eine chronische Angina tonsillaris.

Vl. ists bei dir auch sowas!

Krebs ist jetzt nur das allerschlimmste.

Es gibt noch tausend andere Krankheiten die sowas verursachen können.

Viren z.b.!

JWu+liaxnia


@ Morphium:

Meiner war auch ein Plattenepithelkarzinom. Die Ärzte nannten ihn "pT1 pN1 (1/40, ece+), L0, V0, jetzt R0". Also kleinerer Primärtumor als bei dir, 1 Lymphknoten von 40 war befallen, aber dafür auch gleich mit Kapseldurchbruch :-( , Lymphbahnen und entnommene Blutgefäße waren krebsfrei, nach Operation alles weg.

Die Strahlentherapie hatten sie mir verkauft als "wir senken das Rezidivrisiko von ca 50% auf weniger als 90% ab", die Chemo kam für nochmal 5% weniger Rezidivrisiko hinzu. Für diese Senkung des Rezidivrisikos finde ich die Nebenwirkungen recht happig, und von daher ist mein Verhältnis zu den Strahlentherapeuten (leider) recht kompliziert. Aber ich finde es trotzdem beeindruckend, daß sie deinen Tumor wegschmelzen konnten. :-)

LG,

MIorph3ium


@ Juliana - schön,

daß du "mir" weiter berichtest und sorry, daß ich jetzt erst im Netz bin. Ich befürchte wir sind in diesem Faden nicht richtig, weil eigentlich geht es ja hier um @lancedope....! Wollen wir lieber aus diesen Faden raus, dem lancedope..... alles Gute wünschen und uns per E-Mail weiter austauschen. Ich sende dir gleich, schau in deinen Posteingang. Vielleicht war unser Thema für manch einen hier auch gut, um zu sehen, Krebs wird vom Facharzt sehr schnell erkannt.

Z[wacPk44


Da Lymphome (wenigstens in der Anfangsphase) in der Regel nicht schmerzen, würden mich die schmerzenden LK wenig erschrecken. Den nicht schmerzenden LK würde ich bei einer Größe von bis zu 3 cm schon nachgehen. Zur Biopsie: Vorsichtige Ärzte entnehmen in der Halsregion LK nicht komplett, wenn es sich nur um die Gewinnung von histologisch zu untersuchendem Material handelt, weil der damit verbundene Flurschaden vermieden werden sollte; schließlich verlaufen im Hals viele wichtige Gefäße. Bei mir wurde die Biopsie in Vollnarkose durchgeführt. Und selbst wenn die Biopsie ein Lymphom zu Tage brächte: Die Heilungsrate liegt zwischen 80 und 90 %. Reg Dich nicht auf, lancedopestrong, die Zeit bis zum Erhalt des Untersuchungsergebnisses wird sicher nicht die schönste Zeit Deines Lebens sein, aber da muß jeder durch, der einen entsprechenden Verdacht ausräumen möchte.

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