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Kehlkopfkrebs?

NdeliePehle hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle @:)

Ich hatte heute ein für mich ziemlich besorgniserregendes Telefonat mit meiner Mutter und würde mich über eure ehrliche Einschätzung freuen.

Angefangen haben die Symptome bei meiner Mutter im August 2010 als wir in Holland im Urlaub waren. Sie klagte über Schleim im Hals und das ständige Gefühl sich räuspern zu müssen. Da das Wetter eher durchwachsen war, dachten wir zunächst an eine Erkältung, aber die blieb aus, die Beschwerden gingen aber auch nicht weg. Nach 4 Wochen ist sie dann doch mal zum Arzt gegangen. Sie berichtete von einem Fremkörper-/Kloßgefühl im Hals und leichten Schluckbeschwerden. Deswegen muss sie sich ständig räuspern oder aber sie versucht den Schleim runter zu schlucken, beides hilft aber nicht wirklich.

Ihr Hausarzt hat den Hals äußerlich abgetastet und nochmal in den Hals geguckt, meinte aber außer einer leichten Rötung könne er nichts erkennen, die Rötung sei wahrscheinlich durch das ständige Räuspern entstanden. Er verschrieb ein schleimlösendes Mittel, welches allerdings keine Linderung verschaffte. Nach mehrere Besuchen beim Hausarzt und etlichen verschiedenen Mitteln mal schleimlösend, mal hustenstillend usw. ging meine Mutter zum HNO Arzt.

Auch hier kein Befund: Er hat den Hals abgetastet und hineingeschaut, meinte aber er könnte nichts Auffälliges feststellen. Seiner Meinung nach könnte das vllt an den blutdrucksenkenden Medikamenten liegen, die meine Mutter seit Jahren nimmt, denn bei Einnahmen über einen längeren Zeitraum könne es schon mal zu einem Verschleimen kommen. Sie solle einfach mal ihren Hausarzt fragen, ob sie nicht ein anderes Medikament nehmen könnte. Aber auch ein Medikamentenwechsel half nicht.

Kurz vor Weihnachten hatte meine ganze Familie eine ziemlich starke Erkältung. Während wir nach 10 Tagen alle wieder gesund waren, blieb bei meiner Mutter ein ständiges Hustengefühl, ebenso wie das Frendkörpergefühl im Hals. Der Arzt verschrieb ihr ein Antibiotikum und so ein Asthma-Spray, ob es letztlich daran lag keine Ahnung, aber ca. 4 Wochen später waren die Beschwerden plötzlich verschwunden.

Von Januar bis September 2011 war meine Mutter völlig beschwerdefrei, dann fing alles wieder von vorne an. Wieder nur ein ratloses herumdoktern, bis meine Mutter bei ihrer Hausärztin mal das Thema Krebs ansprach. Ihr Vater ist vor sieben Jahren an Kehlkopf-und Speiseröhrenkrebs gestorben, angefangen hat es auch bei ihm mit Schluckbeschwerden und Schleim im Hals. Die Ärztin meinte meine Mutter solle sich keine Sorgen machen, dass sei äußerst unwahrscheinlich. Falls es nicht besser werden würde, könne man zur Sicherheit mal eine Spiegelung machen. Dazu kam es allerdings nicht, weil die Beschwerden im Februar 2012 wieder verschwanden.

Seit 2 Wochen sind sie aber wieder da und heute hat meine Mutter mir erzählt, dass sie Blut gespuckt hat. Sie dachte erst sie hätte Zahnfleischprobleme, bis sie merkte, dass das Blut vom Räuspern kommt. Meint ihr, der Hals ist momentan lediglich gereizt und daher das Bluten oder steckt da vllt. nicht doch mehr dahinter?

Langsam mache ich mir echt Sorgen. Ich bin wirklich niemand der direkt an das Schlimmste denkt, aber irgendwie erinnert mich die ganze Situation ziemlich genau an meinen Opa. Aber kann das überhaupt sein? Ich mein, das zieht sich ja jetzt schon 2 1/2 Jahre so hin, müssten sich da die Symptome nicht weiter veschlechtern? Und vorallem ist sie im Frühjahr/Sommer immer beschwerdefrei, es fing immer zwischen August und November an und hörte spätestens im Februar wieder auf.

Über eure Meinung würde ich mich freuen

Liebe Grüße

NelePele

Antworten
B,rucex21


Hallo NelePele.

Ich mein, das zieht sich ja jetzt schon 2 1/2 Jahre so hin, müssten sich da die Symptome nicht weiter veschlechtern? Und vorallem ist sie im Frühjahr/Sommer immer beschwerdefrei, es fing immer zwischen August und November an und hörte spätestens im Februar wieder auf.

Das spricht klar gegen Krebs.

Vielleicht wäre eine Spiegelung der Speiseröhre sinvoll...

PViM_a0,509


Soweit ich mich erinnere kann man den Test auf Kehlkopfkrebs als Eigenleistung beim HNO machen lassen. Das habe ich zumindest bei meinem HNO mal gelesen. Macht wohl hauptsächlich Sinn, wenn man Raucher ist oder viel Alkohol trinkt. Aber ich denke bei familiärer Veranlagung auch.

Was das Blut spucken angeht: kommt natürlich auf die Menge an. Aber ich hatte das auch schon öfter nach dem Husten. Und mein Arzt meinte, daß das nicht schlimm ist, solange es nicht richtig viel ist. Da kann beim Husten leicht mal ein Äderchen platzen.

~{y~6ErSemity~y;~


Was eindeutig gegen den Krebs spricht, ist, dass die Beschwerden zwischendurch immer mal länger weg waren. Krebs haut ja zwischendurch nicht einfach ab. Also ich glaube nie und nimmer, dass es Krebs ist. *:)

msn,ef


Ich würde erstmal zur Spiegelung raten. Auch wenn die Symptome zwischendrin verschwinden. Einfach, um erstmal das Schlimmste ausschließen zu können. Allein psychisch nach der Erkrankung deines Opas ist das sonst denke ich zu belastend. Kehlkopfkrebs ansich ist sehr selten und vor allem sind Frauen weitaus weniger betroffen. Das ist zwar kein Ausschlusskriterium, aber ich denke nicht, dass es da aktuell Grund zur Panik gibt. Weiter untersuchen ja, Angst nein. Hat deine Mutter Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol)?

Hat sie tatsächlich Schleim im Hals, also auch Auswurf? Ich frage, weil sollte es nur so ein "Fließgefühl" sein, dann könnte es zusammen mit dem Kloßgefühl auch von der Wirbelsäule kommen, also Missempfindungen. Rötung und leichter Blutauswurf kann ansonsten durchaus vom ständigen Räuspern kommen.

Wurde ein Abstrich gemacht? – ansonsten halte ich es für wenig sinnvoll, deiner Mutter auf gut Glück Antibiotika und Asthma-Sprays zu verschreiben.

N$elQePxele


Vielen lieben Dank für eure Antworten @:)

Jetzt geht es mir schon wieder etwas besser. Mir ist durchaus bewusst, dass es eigentlich keinen konkreten Hinweis auf Krebs gibt, aber wie gesagt, bei meinem Opa fing es genauso an und es hat am Anfang auch keiner wirklich ernst genommen :-(

Es macht mich einfach wahnsinnig, dass sich das jetzt seit so langer Zeit schon hinzieht und irgendwie kein Arzt bislang den Bedarf gesehen hat, das mal genauer abklären zu lassen. Immer nur hier ein hustenstillendes Mittelchen, da ein schleimlösendes Medikament.

Aber es tut gut von Außen zu hören, dass meine Sorgen eher unberechtigt zu sein scheinen. Wie gesagt, ich bin sonst niemand der sofort in Panik verfällt und gleich das Schlimmste befürchtet, aber ich befürchte ich bin da grad zu sehr persönlich involviert um noch klar die Fakten zu sehen. Vorallem, dass die Beschwerden immer für ein halbes Jahr verschwinden spricht klar dagegen, trotzdem bleibt ein unruhiges Gefühl. Und wenn es auch nur das Gefühl ist nicht zu wissen wo es denn sonst herkommt.

Mal schauen, ob ich meine Mutter überreden kann nochmal zum Arzt zu gehen. Ich glaube, das hat sie mittlerweile als sinnlos abgestempelt :-(

J%uliaxnia


Mein Logopäde würde ihr eindringlich einschärfen, daß sie sich statt zu räuspern möglichst einfach husten sollte. Löst den Schleim genausogut, wenn nicht sogar besser als Räuspern. Und beansprucht die Stimmbänder nicht so heftig.

N\ewleMPele


Entschuldigung, hatte heute Nachmittag nicht ganz so viel Zeit, da sind einige Antworten leider zu kurz gekommen.

@ PiMa0509

Danke für den Tipp mit dem Test. Danach werde ich mich mal erkundigen.

Zur Blutmenge kann ich leider nicht viel sagen, da ich ja nicht dabei war. Es hörte sich aber schon danach an, als ginge es über den bei einer Erkältung nicht untypischen Blautauswurf hinaus. Sie meinte, sie hätte ein Blutgeschmack im Mund gehabt, wär ins Bad gegangen, weil sie ans Zahnfleisch dachte, hätte sich räuspern müssen und dabei wär Blut gekommen. Das mehrmals hintereinander. Sie hatte für einen Moment überlegt wie sie jetzt zum Arzt kommt, weil sie heute kein Auto hat und alleine zu Hause ist. Also schien es ja schon schlimmer gewesen zu sein.

@ mnef

Ob sie tatsächlich Schleim im Hals hat würde ich tendenziell eher mit Ja beantworten. Wenn sie sich räuspert hört es sich schon danach (es hört sich nicht "trocken" an, sondern so, wie wenn jemand erkältet ist). Wenn sie hustet kommt aber nicht immer Schleim, nur manchmal. Sie hat also keinen ständigen Auswurf. Als sie letztes Jahr die Probleme hatte, hatte sie häufiger das Gefühl, dass der Schleim von "oben" den Rachen runterläuft. Also aus Richtung Nase. Zu der Zeit hatte sie auch immer mal wieder blutige Krusten in der Nase. Das war als sie das zum ersten Mal hatte nicht so und diesmal auch nicht.

Risikofaktoren kann ich verneinen. Sie raucht nicht und konsumiert auch nicht übermäßig viel Alkohol (mal ein Glas Wein am Wochenende).

Achso, ein Abstrich wurde nicht gemacht.

@ Juliania

Danke für den Tipp. Habs vllt nicht ganz treffend beschrieben, also es ist nicht so, dass meine Mutter sich nur räuspert, ab und an hustet sie auch mal. Ich werd ihr aber auf jeden Falll sagen, dass husten besser ist.

NIele{Pehle


Ich bins mal wieder. Weis zwar nicht so genau, was ich mir von meinem Posting hier erhoffe, aber habe grad das Bedürfnis hier noch mal zu schreiben...

Meine Mutter war heute mal wieder beim Arzt und vor zwei Wochen beim Röntgen. Der Röntgenarzt im Krankenhaus hat gesagt, dass die Lunge frei ist, aber die Bronchien sitzen wohl zu.

Mit dem Befund war meine Mutter heute wieder bei Ihrer Hausärztin, wobei da jetzt noch eine zweite Ärztin in der Praxis ist, bei der meine Mutter heute war.

Die meinte, das ganze sei wohl eine chronische Sache und hat ihr nochmal verschiedene Medikamente verschrieben (was, weis ich leider nicht genau, hab nur soeben kurz mit ihr telefoniert). Ende nächster Woche soll sie noch mal wieder kommen, um zu schauen ob die neuen Medikamente gewirkt haben. Wenn dann immernoch keine Besserung eingetreten ist, würde sie meiner Mutter dann ne Überweisung für ne Spiegelung ausstellen, um abzuklären, ob da "nicht doch was ist" :-/

Irgendwie hat mich das soeben wieder ziemlich runtergezogen. Ich mein, die Beschwerden sind ja sonst auch immer da und klar macht man sich zwischendurch auch immer mal wieder Gedanken, aber in letzter Zeit lief das eher so "nebenher" und jetzt ist es plötzlich wieder so aktuell :-(

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