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Ungeklärter Nachtschweiß und Krebsangst

annni(200x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Mein Leidensweg geht nun schon seit 2 Jahren.

Ich habe seit langer Zeit, wohl mehr als 3 Jahren einen dicken rundlichen und weichlichen Knoten am Hals, der mir nie Sorgen bereitete. Mehrmals von Ärzten abgetastet worden und als unbedenklich eingestuft! Habe ich dann abgehakt.

Anfang 2011 habe ich mit einer Ernährungsumstellung angefangen und alles komplett erneuert, keine Süßigkeiten, keine süßen Getränke, viel gesunde Kost, selbst gekochtes Essen, kein Fertigzeug oder McDondalds, Sport. Bin dann innerhalb 2 Jahre von 100 kg auf 59 kg gekommen. Allerdings leide ich auch seit ich 16 Jahre alt bin an Depressionen und Angstzuständen, durch die Diät bin ich noch stärker in die Depression gestürzt, ich habe enorme Angst zuzunehmen und mache weiterhin Diät.

Ds Schlimmste an Allem ist aber meine Krebsangst. Seit über einem Jahr leide ich an nächtlichem Schwitzen bzw. Nachtschweiß. Aufgefallen ist mir das im Oktober 2011, ich hatte eine üble und blutige Blasenentzündung mit leichtem Fieber, lingual 38 Grad. Ich lag abends schwitzend im Bett und wachte mehrmals geschwitzt nachts auf. Das Schwitzen hat bis heute nicht wirklich aufgehört. Manchmal ist er paar Tage nicht da, mal auch 1 Woche. Ich bin nicht schweißgebadet oder muss Sachen wechseln, sondern es ist ein feuchter Film, meistens Oberkörper/Rücken. Wenn ich aufwache, merke ich das und wische mit der Hand drüber, stehe auf und gehe auf Toilette, sobald ich zurück bin ist auch der Schweiß meistens verschwunden und ich schlafe weiter.

Ganz am Anfang, so 1 Monat, hatte ich so extreme Angst vor dem Nachtschweiß, dass er auch am Hinterkopf da war und ich mitten in der Nacht nach dem Aufstehen eine Beruhigungstablette nehmen musste, weil ich derart Angst/Panik hatte. Nach erstem Auftreten des Nachtschweißes und der extremen Sorge kamen auch sehr große Müdigkeit dazu, mir fielen einfach die Augen zu und ich konnte nichts dagegen tun und ich hatte zitternde, kalte Hände und einen heißen, roten Kopf. Die schlimme Müdigkeit hielt ca. 2 Monate an.

Neben dem Nachtschweiß habe ich manchmal auch sehr kalte Hände, friere schnell und habe zeitgleich einen heißen Kopf! Der wenn ich dann an die Stirn fasse, ist sie auch sehr warm. Linguale Temperatur ist im diesen Zustand immer so 37,0 – 37,1 Grad und die Kerntemperatur auch 37,0 Grad.

Im normalen, gesunden Zustand und wenn ich keine kalten Hände und einen heißen Kopf habe, ist die linguale Temp. bei 36,5 Grad und die Kerntemp. bei 37 Grad. Warum habe ich solche Anfälle, mit dem heißen Kopf und diese erhöhte Temperatur (NUR) im Mund?? Das macht mir so Angst..

Müde bin ich nicht wirklich oder erschöpft, nur oftmals habe ich einen Zeitpunkt am Tag, wo es schnell bergab geht, dann trinke ich Kaffee oder esse was Süßes, lege mich 30 Minuten hin und es geht dann wieder.

In meiner Brust links drückt es manchmal. Ich weiß nicht, ob es Angstbedingt ist. Als ich 1 Woche mal in einem tiefen Loch drinsteckte wegen meiner depressiven Phase, da merkte ich dieses Drücken permanent, was mich noch stärker reinritt. Seit 1 Monat nehme ich nun ein Antidepressivum, seitdem merke ich das Drücken kaum. An der gleichen Stelle, nur am Rücken links, drückt es auch seit Jahren bzw. schmerzt, kribbelt, wird taub. Besonders beim aufrechten Gehen oder auf der Arbeit nach schwerem Tragen/Belastung (Pflegeheim) kribbelt und schmerzt die Stelle am Rücken.

Habe einen niedrigen Blutdruck, erblich bedingt. Vater hat Schilddrüsenunterfunktion und auch einen niedrigen Blutdruck.

War mit meiner Krebsangst bei zwei Hausärzten. Habe nun seit 2 Jahren auch 2 Mal ein großes Blutbild machen lassen. Laut Hausärzte waren beide gut. Mit 18 Jahren hatte ich eine Magenspiegelung, habe einen Reflux und Gastritis. Darmspiegelung hatte ich mit 16 Jahren, die zeigte auch keine Auffälligkeiten. MRT vom Schädel hatte ich Ende 2011 und war auch i.O. ausser sichtbare Sinusitis, die ich chronisch habe.

Kann mir einer sagen, was ich nun tun soll, diese Angst zerfrisst mich, seit über 1 Jahr dieser Nachtschweiß, ich habe keine Ahnung, warum ich ihn habe und warum er so plötzlich kam.. dazu dieses Drücken in der Brust, der heiße Kopf, ich weiß nicht mehr weiter. Vielleicht hat einer einen guten Rat. Ich bitte darum.

Liebe Grüße

Antworten
a_nni2x007


Hat niemand eine Antwort dazu? Wäre über alles dankbar..

O]chot<onia


ein leichter Film von Schweiß auf der Haut ist kein Nachtschweiß. Ich habe auch oft Nachtschweiß und muss mich dann umziehen und die Bettwäsche wechseln, bzw die Bettdecke umdrehen. Nur so als Vergleich...und ich bin ein Mensch, der am Tag so gut wie gar nicht schwitzt, das letzte Mal als ich einen schweißtropfen auf meiner Stirn oder so gesehen hab ist zig Jahre her. Ich denke du musst dir keine Sorgen machen. Eine Ursache hat man bei mir übrigens auch nicht gefunden, ich habe das schon viele Jahr, mal ist es weg dann wieder da. Außerdem hast du das seit einem Jahr, da wäre längst noch was anderes dazugekommen, wenn da was schlimmes wäre.

Die Temperatur ist doch vollkommen normal. Das ist nicht erhöht :) dass sich das mal heiß anfühlt, passiert einfach, meine Kinder haben auch manchmal heiße wangen aber eine normale Temperatur.

Ich verstehe dich schon, ich habe auch manchmal Bedenken bei Kleinigkeiten, aber man darf sich da nicht reinsteigern (leichter gesagt als getan). Deine Temperatur ist normal, du hast keinen Nachtschweiß, deine Rückenschmerzen kommen vielleicht vom Arbeiten oder von einer Fehlhaltung.

Das mit dem heißen Kopf kenne ich übrigens wenn ich wegen irgendwas plötzlich Angst habe, vielleicht ist das bei dir auch so.

Tut mir leid, dass du Angst hast, ich kann das gut verstehen, das ist nicht schön :)_

a]nnix2007


Hallo Ochotonia,

vielen Dank für deine lieben und verständnisvollen Worte.

Es ist gut zu lesen, dass es auch andere Menschen gibt, die mein ''Problem'' kennen und mehr Erfahrung haben. Das Problem bei mir ist, dass ich einfach alles hinterfrage, warum tut mir nun das weh, warum ist mein Kopf nun so heiß, warum muss ich jetzt müde sein, warum schwitze ich nachts manchmal.. Dieses ''Warum'' und keine Antwort finden, das hat mich fast innerlich zerrissen. Früher habe ich mir nie solche Sorgen gemacht, als Kind. Nun, wo man erwachsen wird ( ich bin 22 J. alt ) hinterfrage ich so ziemlich alles, was meine Gesundheit betrifft, ich glaube, das ist das Schlimmste an allem.

Das klingt plausibel, wenn es was Ernsthaftes wäre, dann würde es ja wohl innerhalb des Jahres auch schlimmer werden, aber das Gegenteil war der Fall, es wurde besser, jedenfalls mit der Müdigkeit.

Also ist Nachtschweiß per Definition, wenn man schweißgebadet nachts aufwacht und alles nass vorfindet? Das hatte ich noch nicht, aber habe davon gehört, dass das z.B. bei Depressionen und Stress vorkommt. Bei mir ist es eben ein feuchter Film der weggeht, sobald ich aufstehe und zum Bad gehe und zurück.

Liebe Ochotonia, deine Worte nehme ich mir zu Herzen und wünsche dir und deiner Familie einen schönen Tag!

Z3wacRkx44


Da Schilddrüsenkrankheiten familiär gehäuft auftreten und auch Dein Vater betroffen ist, würde ich an Deiner Stelle mal die SD untersuchen lassen. Ansprechpartner: Endokrinologe oder Nuklearmediziner.

B]iajncat


Hallo Anni,

wie meine Vorposterin schon geschrieben hat, ist das, was du hast, kein Nachtschweiß.

Nachtschweiß bei Krebs heißt, dass du so stark schwitzt, dass du die Klamotten ein- oder mehrmals in der Nacht wechseln musst, weil sie so nass sind.

Dass man nachts schwitzt, kommt bei mir auch öfter mal vor, auch so, dass der Rücken leicht feucht ist und mir mein Shirt am Rücken klebt. Vielleicht hat man vorher schlecht geträumt, irgendwas, wo der Körper dann das Schwitzen angefangen hat?

Also: Deine Sorgen sind total unbegründet! :-)

Auch deine Temperatur ist total normal! Erst ab ca 37,5 bis 38° spricht man von erhöhter Temperatur. Es ist z.B. auch so, dass die Körpertemperatur bei Sport ansteigt. Hab mal gelesen, dass bei Sportlern, die gerade auch Sport machen, sogar eine Körpertemperatur von 39° gemessen wurde!

Und es ist doch schon mal sehr gut, dass du dich nicht müde oder erschöpft fühlst! Ich glaube, dieses Zeichen würde eher für eine Erkrankung sprechen, wenn der Körper erschöpft wäre. Aber auch das ist bei dir ja nicht der Fall. :)^

Ich muss dazu sagen, ich bin auch manchmal ein kleiner Hypochonder. Ich habe letztens zum zweiten mal dieselbe Spritze bekommen. Beim ersten mal hab ich mir die Packungsbeilage nicht durchgelesen und es lief alles gut. Beim zweiten mal hab ich sie mir durchgelesen. Da stand dass man bei Schmerzen im rechten Oberbauch sofort zum Arzt fahren soll, es kann sein, dass es ein Leberriss ist, bei dem man sterben kann...konnte danach an nichts anderes mehr denken, und hab immer geschaut, ob ich Schmerzen bekomme. Und tatsächlich, am Abend hatte ich dort Schmerzen. Ich gleich mal halb in Panik, gegoogelt, dass hat mich noch panischer gemacht. Und dann hab ich mir gedacht: Das kann eigentlich gar nicht sein, ich hab die erste Spritze gut vertragen, wieso sollte jetzt etwas kommen? Ich hab dann geschlafen und am nächsten Tag war es weg.

Eigentlich brauchst du dir keine Sorgen machen, du bist topfit. Und Respekt, dass du so viel abgenommen hast! Auch das ist nur gut für deinen Körper!

Ich wünsch dir viel Kraft, dass du aus deiner Depression raus kommst! :)*

a!n6ni2x007


Guten Tag und ein herzliches Dankeschön für die Antworten!

@ Zwack:

Das stimmt, ich sollte das mal durchchecken lassen. Ich denke, das muss man als nächstes ansteuern, da mein Vater doch ähnliche Symptome hat wie ich, er seine UF aber mit Medikamenten in den Griff bekommen hat.

@ Biancat:

Du hast vollkommen Recht. Ich wusste das mit dem Nachtschweiß nicht, denn ich war mir nicht sicher, ab wann es krankhaft ist. Mir fällt ein, dass ich als Kind diesen Schweiß auch oft hatte, sogar noch schlimmer, einfach nur aus Angst, weil ich im Schlaf schon immer schlimme und lebendige Träume hatte. Dann reagiert der Körper wohl auch darauf! So wirklich müde bin ich nicht, also es gibt einen Punkt am Tag, wo es dazu kommt. Dann bekomme ich das gut in den Griff. Ich denke, dass krankhafte Müdigkeit wirklich anders aussieht.. Ich litt da ja 2 Monate drunter, allerdings muss man dazu sagen, dass die Psyche den Körper enorm unter Stress setzt und das habe ich wohl damals derart verarbeitet. Wahsinn, wie unser Körper mit alledem zurecht kommt, nicht? Ich habe in meinem Bekanntenkreis schon 3 Menschen an Krebs verloren. Das hat auch seine Spuren hinterlassen. Ich denke da kommt auch meine Angst her. Einer davon hatte auch diese Müdigkeit, dass er nichtmal seine Hand heben konnte und seinen Sport nicht mehr nachging. Bei beiden davon wurde es im Blut nachgewiesen, bei einem im CT oder MRT im Kopf. Liebe Biancat, das stimmt wirklich, Packungsbeilagen lieber nicht lesen! Mein Arzt sagte mir damals auch, dass ich das bei meinen neuen Antidepressiva (Opipramol) nicht machen soll, sonst bildet man sich das tatsächlich ein und ich erwische mich da heute noch dabei, dass ich mir sowas gern einbilde. Placeboeffekte sind das oder ein gutes Vorstellungsvermögen. Ich finde das gut, dass du die Angst ausgehalten hast und am nächsten Tag gesehen hast, das wirklich nichts geschah. Das stärkt einen auch und mindert die Angst, sodass man es beim nächsten Mal anders macht.

Ich wünsche euch einen schönen Start ins Wochenende und bedanke mich nochmal für die Hilfe, Ratschläge und verständnisvolle Worte; sie können heilsamer sein als jedes Medikament. :-)

Bhiancaut


Hallo anni,

das freut mich, dass ich dir helfen konnte!

Ich muss dazu sagen, ich habe auch Krebs (bin 19), aber einen, der 95% Heilungschance hat. Zur Zeit bin ich in Chemotherapie. Ich kann also verstehen, dass du vor allem, wenn du schon 3 Menschen deshalb verloren hast, Angst hast, auch Krebs zu bekommen bzw zu haben.

Was mir auch aufgefallen ist, wie krass der Körper wirklich auf seelisches/psychisches manchmal reagiert. Nachdem ich im Oktober letzten Jahres mitgeteilt bekommen hab, dass ich Krebs hab, bin ich jede Nacht vor Schmerzen in der Schulter aufgewacht und musste immer Schmerzmittel nehmen, sonst hätte ich mich nicht mehr bewegen können. Die Ärzte meinten, das sei psychisch bedingt, aber ich konnte das denen nicht glauben, weil die Schmerzen so extrem waren. Hatte abends immer schon Angst, ins Bett zu gehen, weil ich wusste, ich werde nachts wieder mit diesen Schmerzen aufwachen. Ich dachte mir, dass das der Tumor sein muss, der da vllt auf nen Nerv oder Muskel drückt.

Im Dezember hat dann die Chemotherapie angefangen und – siehe da – ab genau dem ersten Tag der Chemo waren die Schmerzen weg!!! War also wirklich psychisch, das Ganze...

Kannst ja mal schreiben, wenn du deine Schilddrüse untersucht hast, was dabei raus kam!

Viele liebe Grüße

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