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Mehrere geschwollene Lymphknoten

AtnfaCoxs77 hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

ich bin neu hier und da ich sowohl mit meinen Nerven als auch mit meinem Wissen am Ende bin hoffe ich, dass mir einer von euch weiterhelfen kann.

Zu meiner Person: Ich bin 23 Jahre alt und weiblich. Mitte März ging ich zu meiner Ärztin wegen Fieber und weil mir seltsamerweise die Zunge wehtat und sich komische kleine rote Bläschen auf der Zungenspitze gebildet hatten, außerdem hat mein Hals leicht gekratzt. Sie meinte es wäre ein Virus und verschrieb mir Bettruhe und gab mir Paracetamol gegen das Fieber. Außerdem lud sie mich zur Vorsorgeuntersuchung in der nächsten Woche ein.

Dort schien alles in Ordnung sein (Blutwerte waren spitze) außer dass ein Lymphknoten in der linken Achsel höllisch wehtat. Ich habe diesen Knoten bereits seit mindestens einem Jahr, war deswegen auch beim Frauenarzt, der meinte das könnte ein Pickel vom rasieren sein der sich unter der Haut befindet also habe ich da dann nicht weitergeforscht. Mir wurde ein neuer Termin beim Frauenarzt empfohlen und weiterhin Paracetamol gegen das Fieber was ich auch weiterhin nahm.

Nun kam es dass ich bereits 4 Wochen Fieber hatte (überwiegend Nachts, tagsüber ging es mir teils so gut dass ich arbeiten ging) und mich ein schrecklicher Juckreiz gequält hat, und plötzlich lauter kleine rot-violette Pünktchen an verschiedenen Körperstellen (selten zeitgleich an zwei Stellen) auftauchten. Meinem Freund platzte der Kragen und er fuhr mich ins Krankenhaus. Dort wurde mir Pantoloc, Fenistil und Voltaren verschrieben da der Arzt meinte er denkt es wäre eine Allergie und Voltaren gegen den schmerzenden Lymphknoten. Außerdem überwies er mich zum Lymphknotenultraschall der 3 Wochen auf diese Untersuchung folgte.

Das Fieber hielt sich für weitere 2 Wochen, also ging ich wieder zu meiner Ärztin die mir nun doch ein Antibiotikum verschrieb (Avenox). Das Fieber war weg, der Juckreiz und die Müdigkeit blieben.

Bei dem Ultraschall kam nun folgendes Raus:

* Leiste: beidseitig 19 mm im Längsdurchmesser haltende Lymphknoten mit auf 2,5 mm verbreitertem Parenchymsaum bei breitem Fetthilus – > am ehesten reaktiv vergrößert

* rechte Achsel: bis 11 mm im Längsdurchmesser haltende, längliche Lymphknoten mit Parenchymbreiten bis 9 mm und Fetthili – > unauffällig

* linke Achsel: zwei Lympknoten, 9 und 16 mm im Längsdurchmesser haltende, druckdolente Lymphknoten deren Fetthilus nicht eindeutig zu erkennen ist, somit pathologisch verändert. Eine umschriebene Einschmelzung ist nicht erkennbar. Daneben einzelne fettaufgehellte bis 12 mm große Lymphknoten mit Parenchymbreiten bis 9 mm welche vom sonografischen Aspekt her unauffällig sind.

* Hals: Im Anschluss an den linken Schilddrüsenlappen nach kaudal finden sich 2 atypisch gelegene Lymphknoten mit Parenchymbreiten von 5mm (grenzwertig breit) und 4 mm. Links ein flacher, ebenfalls atypisch gelegener Lymphknoten mit 2 mm Querdurchmesser der nicht vergrößert ist.

Nach dem Ultraschall bin ich wieder zur arbeit und verstand nichts über diesen Befund. Meine Hausärztin bat ich dann mir diesen Befund zu erläutern, diese sah ihn sich an und meinte ich soll bitte wieder ins Krankenhaus und sie sollten dass dann abklären.

Nun war ich dort und bisher wurde mir wieder Blut abgenommen (Blutbild war wieder o.B.) und nun muss ich warten da sie nun ein Differenzialblutbild machen. Außerdem haben sie mir dazu geraten eine Mammographie zu machen.

Kennt das denn irgendwer von euch? Geht es jemandem ähnlich? Kann mich jemand über den Ultraschallbefund aufklären? Ist er gut oder schlecht?

Es tut mir leid dass es so lang geworden ist, ich hoffe jedoch trotzdem dass der/die eine oder andere sich meine Krankengeschichte durchliest und mir weiterhilft.

LG,

Ana

Antworten
Z=wacxk44


Die Ultraschalluntersuchung ist nur ein Teilschritt auf dem längeren Weg zu einer Diagnose. Partiell dient sie dem Ausschluß bestimmter Krankheiten, wobei die Ärzte sicher auch Deine fiebrige Vorerkrankung mit in Betracht ziehen.

Leiste: "am ehesten reaktiv vergrößert" bedeutet, man vermutet eine Infektion durch Bakterien oder Viren. Oft verkleinern sich solche LK unter Antibiotika-Gabe, was bei Dir aber nicht geschehen ist.

Achseln: Die LK in der rechten Achsel kannst Du vergessen, aber in der linken Achsel tut sich etwas. Ich denke, man überlegt, ob man die zwei pathologisch erscheinenden LK entfernen soll. Dass keine Einschmelzung erkennbar ist, bedeutet vielleicht, dass man ein Lymphom ausschließen kann, bei dem oft mehrere LK miteinander verbacken. Da man Dir eine Mammographie empfohlen hat, möchte man wahrscheinlich Metastasen im Bereich der Achsel-LK ausschließen.

Hals: Da gibt es ein paar LK an Stellen, wo normalerweise keine zu finden sind; die sollte man wahrscheinlich im Auge behalten.

Bei dem Differentialblutbild denke ich, dass man damit Krankheiten des blutbildenden Systems ausschließen möchte.

Wahrscheinlich mußt Du Dich auf weitere Untersuchungen einstellen, wie z.B. Röntgen oder CT. Dies alles geschieht zu Deiner Sicherheit. Ärzte entfernen Hals-LK ungern, weil sie in einem engen Nervengeflecht liegen, und bevor man LK aus der Achsel entfernt, möchte man sicher gerne wissen, worum es sich handelt, damit man bei der OP keine Überraschung erlebt.

Ich bin kein Arzt, aber ich denke, dass sich Ärzte erst dann auf eine Diagnose festlegen, wenn die Gesamtuntersuchung abgeschlossen ist. Alles Gute!

JLenga5x00


ich habe auch zwei LK am Kiefer, ca .2,5 cm und 1,5 ... seit jetzt genau einem Jahr .. MRT, Ultraschall und hundert andere Untersuchungen haben nichts ergeben ...

A{naC*ox77


ujj das ist ja total lieb das hier sofort geantwortet wurde.

Zwack44 super vielen Dank für die Aufklärung. Fühle mich auch schon etwas erleichtert. Danke noch einmal dass du dir soviel Zeit genommen hast alles durchzulesen und eine wirklich ausführliche Antwort zu verfassen.

Jenga500 wie fühlst du dich sonst so? Es ist so schrecklich wenn man von Untersuchung zu Untersuchung gejagt wird und nichts dabei rauskommt. Wie geht es dir sonst so?

_`Parwvatxi_


Klingt irgendwie nach Scharlach oder einer anderen Kinderkrankheit. Ist das mal in Erwägung gezogen worden?

N7uffxi


Hallo,

an deiner Stelle würde ich aber trotzdem mal zu einem guten Hämatologen gehen und da alles schildern. Die haben ganz andere Möglichkeiten als die Hausärzte!

Alles Liebe

JMengMa50x0


AnaCox

mir geht es ganz gut. Die LK sind auch nicht mehr grösser geworden, je nach Wetterlage spürt ich die LK manchmal mehr oder weniger.. das zieht so leicht.

Hier eine kleine Zusammenfassung von meinem Ärztemarathon:

5 verschiedenen HNO, 3 innere Medizin Ärzten, 3 Ultraschall, 2 MRT Untersuchungen, 2 Magenspieglungen, MRT vom Kopf , 4 mal grosse Blutuntersuchungen, Alles OK .. NICHTS.

Ich muss auch sagen, dass ich Monate vorher 2-3 Hals/Rachenentzündung hatte. Die Ärzte meinten, dass es normal sei, dass ich LK nicht zurückbilden. Falls es was schlimmes wäre, dann würde es innerhalb von 2-3 Monaten riesengross werden. Ist zum Glück nicht passiert.

Und wenn 20 Ärzte sagen, das es nichts schlimmes ist. Dann ist es OK. Es gibt sehr viele Menschen, auch hier im Forum, die vergrösserte LK haben. Ist halt so.

Ich hatte sogar 4 Monate lang dieses sch... Globusgefühl ...

Also locker bleiben ... :)^ :-D

ASnaC~ox77


Jenga 500 na wenigstens kannst du nun alles Schlimme ausschließen :) Was mich allerdings furchtbar aufregt ist, dass Ärzte immer seltener eine klare Diagnose stellen können und man hundert mal hin- und her überwiesen wird und dabei eine irre Angst bekommt >:(

JQengax500


Ana

ich weiss, sehr gut , was du damit meinst. Aber versuche locker zu bleiben... ;-) Die Qualität des Gesundheitssystems geht leider den Bach runter..

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