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Schluckbeschwerden/Atembeschwerden Kloß im Hals

PZingup1003 hat die Diskussion gestartet


Hey ich habe da ein kleines Problem:

Seit ich im Fernsehn eine Dokumentation über verschiedene Arten von Krebserkrankungen gelesen habe, beschäftigt mich nur noch das Thema "Habe ich Krebs?" und erachte jede kleinste Veränderung meines Körpers als grundsätzliches Symptom einer tödlichen Erkrankung.

Hier zu meiner aktuellen Besorgnis: Seit etwa 3-4 Wochen habe ich ständig das Gefühl, mein Hals sei von innen angeschwollen oder ich hätte einen Kloß im Hals bzw Nahrung hätte sich irgendwie im Hals "verhackt". Merkwürdig finde ich, dass ich keine derartigen Symptome bemerke wenn ich abgelenkt bin sondern nur, wenn ich an das Thema Krebs erinnert werde, mir langweilig ist und ich mich darauf konzentriere wobei dieses Gefühl im Hals dann noch durch die Panik zunimmt. Sonst habe ich keinerlei Beschwerden. Ich muss weder Husten, Lymphknoten sind nicht angeschwollen, habe keine Schmerzen, kann noch einwandfrei Essen (denn da habe ich keine Schluckbeschwerden) usw also nichts ungewöhnliches. Eine Blutuntersuchung vor 2-3 Jahren, wo mein Blut quasi in alle Einzelheiten auseinander genommen wurde wegen einer anderen Sache, lieferte keine nennenswerten Befunde z.b. der Schilddrüse.

War deswegen auch beim Arzt. Dieser meinte, er verschreibe mir erstmal ein Antiallergikum was ich auch über den Zeitraum von 1,5 Wochen nahm und welches leicht holf (vllt auch durch Placebo Effekt). Nun weiß ich nicht, ob ich nochmal zum Arzt gehen sollte oder ob es echt nur was harmloses wie eine Pollenallergie ist bzw ob ich mir alles nur einbilde. Auch rauche ich nicht, trinke nicht viel Alkohol und treibe relativ viel Sport.

Habe mich schon in verschiedensten Foren zum Thema Angst-Syndrom und/oder GAS (generalisierte Angststörung) belesen was praktisch voll auf mich zutreffen würde

Würde mir sehr über ein paar hilfreiche Beiträge freuen :) Cheerz

Antworten
mpud,d~bud


Hallo Pingu,

Deine Befürchtungen kann ich nachvollziehen, da es mir ähnlich geht, wenngleich meine "Symptome" (bewusst in "" gesetzt) anderen Ursprungs sind (Seit 6 Wochen immer wieder bissl Hustenstöße, so 2x husthust und dann is wieder gut. KEINE Atemnot, KEINE Schluckbeschwerden, SD wurde vor 8 Wo gecheckt (i.O.), Lungen wurde vor 6 Wo geröntgt (i.O.), Blutbild bis auf leicht erhöte WB ok, RB leicht unterm Schnitt). Dennoch habe ich ab und an ein Druckgefühl im Hals. Mal oberhalb, mal unterhalb des Kehlkopfes. Mal sticht es ein bisschen unterhalb des Unterkiefers, direkt unterhalb der Backenzähne, also in der Nähe der Lympfknoten). Ergo denke ich permanent, ich hätte irgendeine Form von Krebs – LD-, SD, Kehlkopf, Speiseröhrenkrebs und was es noch so alles gibt, auch wenn in meiner Familie KEINER vorbelastet ist, ich nicht müde bin, keinen Nachtschweiß habe, nicht fiebrig bin, kein Gewicht verliere (189cm und 77kg, +/- 1kg), keinen untypischen Auswurf bei tiefem husten habe ... Natürlich sind die Begleitsymptome nicht immer vorhanden und bei Wenigen wurde ohne offensichtiche Symptome Krebs diagnostiziert. Davon liest man ja immer wieder – und zwar ohne mögliche Begleitumstände der Autoren zu kennen. Aber zurück zu mir und dann zu Dir.

Ich war die letzte Zeit des öfteren bei meiner Hausärztin (eine wirklich tolle, die sich viel Zeit für ihre Patienten nimmt), weil mir immer weider schwindlig war, Druck hinterm Solaplexus hatte, Druck an der äußeren Halsregion spürte und dachte, ich wäre Herzkrank. Weil ich nämlich meinen Herzschlag extrem spürte und immer schnell aus der Puste war (also ähnlich der Symptime, die ein anderer User im Herz-Gefäß Forum beschrieb). Und was war ???

Meine Nackenmuskulatur ist so arg verspannt, dass sie die Verspannungen auf den gesamten Hals auswirken. Wenn dann noch Stress dazukommt hat man flux dieses Druckgefühl im/am Hals. Wenn man dann noch googelt und sich plötzlich klar macht, dass man viel zu viel raucht, stellt man sich schnell die Diagnose: Krebs. Und genau dann beginnt der Teufelskreis, weil man immer mehr und immer mehr googelt, auf seinen Körper achtet, ungewöhnliches ergooglet, mehr auf seinen Körper achtet, mehr googelt, usw...

Also: Könnte es bei Dir vielleicht sein, dass Du irgendeinen Trigger (also einen versteckten Reizauslöser) hast, der sich in manchen Situationen (Du bist ja deployed) stressbedingt bemerkbar macht? Dieses Globusgefühl (Fremdkörpergefühl) ist so geläufig wie Schnupfen.

Seither sage ich mir täglich: Du bist gesund und das wirst Du auch bleiben. Und es hilft tatsächlich! Und immer dann, wenn ich glaube googeln zu müssen, weil ich plötzlich etwas ungewöhnliches an meinem Körper festgestellt habe, hole ich mir ins Bewusstsein, dass ich gesund bin und die HWS meine Symtome auslöst...

Das klappt nicht immer, aber immer öfter :)^ Probies mal aus!

Alles Gute Dir!

PTingu/100E3


Du glaubst gar nicht, wie sehr du mich beruhigt hast...dickes danke!

Wie bereits beschrieben, treten bei mir sonst gar keine Symptome auf (bis auf die Müdigkeit, die ich aber habe weil ich unter der Woche relativ wenig schlafe – hatte ich schon immer ;-D ). Daher hatte mir der Arzt auch erst einmal ein Antiallergikum gegeben. Die Krebsangst trat erst auf, als ich bei mir einen kleinen Knoten am Hals verspührte, der sich aber als harmlos rausstellte. Seit dem Zeitpunkt und dem Tag, wo die Doku lief hab ich so ne wahnsinnige Angst vor Krebs.

Aber du wirst wohl recht haben. Habe mich letztens auch nochmal mit meinem Hausarzt besprochen und er meinte so ziemlich das Selbe wie du – ich solle nicht ständig alle Beschwerden googlen und mir Selbstdiagnosen stellen weil es mich auf Dauer psychisch fertig machen würde und genau das habe ich in der Woche mal getan und es geht mir seither besser :)

Ich vermute bei mir mittlerweile ganz stark eine Allergie da ein anderes Antiallergikum, welches ich seit 3 Tage nehme, deutliche Besserung verschafft. Auch ist absolut keine Vorbelastung in der Familie (Krebs trat bei meinen Vofahren nachweislich seit Generationen nur im hohen Alter auf – und zwar ausschließlich Brustkrebs was mich als Kerl wohl eher nucht trifft :)^ ).

Alles in Allem werde ich es erstmal weiter beobachten und mich ggf mal zum HNO bewegen. Und wichtig: ich google keine Beschwerden mehr ;-)

Nochmal danke für deinen Post o:)

_TNPixe_


Du schreibst, dass die schilddrüsenwerte ok waren?

Welche Werte wurden abgenommen??

Oft werden leider nur die Standardwerte geprüft, die jedoch nix über eine Autoimmunerkrankung der SD aussagen können.

Bei Deinen Beschwerden bestehe bitte darauf, dass Hashimoto ausgeschlossen wird. Lass bitte die Antikürper untersuchen.

LG *:)

_xNi%xex_


Antikörper natürlich........ :-X |-o

Pyingu[1003


Tut mir leid, die Werte habe ich nicht mehr. Da wurde die Schilddrüse aber auf jeden Fall ziemlich genau untersucht...

Die Symptome wurde durch ein anderes Antiallergikum merklich gelindert...vllt doch nur ne Allergie? Werde die Woche mal zum HNO gehen und das nochmal dort checken lassen danke :)

P7ingTu100x3


Achso ich habe mir eben mal das mit Hashimoto durchgelesen und einige wenige Symptome würden theoretisch auch zutreffen. Allerdings war ich genau deshalb auch damals bei Arzt (meine Hände sind manchmal etwas zittrig) zumal ne SD-Unterfunktion bei uns in der Familie relativ häufig vorkommt...allerdings hatte man damals nichts dergleichen diagnostiziert

T.azzxi


Hallo Pingu,

ich kann Muddbud da wirklich nur zustimmen. Ich habe vor 3 Monaten "verdachtsdiagnosen" bekommen die in Richtung Krebs gingen. Seitdem ist alles nicht mehr so wie es mal war. Du kannst die ganzen Sachen gerne in meinen anderen Beiträgen nachlesen.

Ich habe seitdem immer wieder dieses Globusgefühl im Hals. Ich habe schon zweimal eine Kehlkopfspiegelung hinter mir, ohne Befund. Gleichzeitig habe ich mal über dem Kehlkopf, mal unter dem Kehlkopf usw ein kratzen oder ein Fremdkörpergefühl. Dann bin ich irgendwann mal zu meiner Physiotherapeutin gegangen und die hat mir dann mal erklärt was alles von der Hals- und Brustwirbelsäule ausgehen kann. Wahnsinn! Meine Muskeln sind so sehr verspannt, das ich sogar schluckprobleme habe.

Jetzt habe ich die Halswirbelsäule wieder einigermassen in Ordnung und schon habe ich einen richtigen Druck auf dem Brustbein. Natürlich habe ich jetzt noch mehr Angst vor Speiseröhrenkrebs. Du siehst, ich bin noch lange nicht über die Angst hinweg!

Meine Physiotherapeutin sagte das auch das von der Burstwirbelsäule kommen kann.

Ich könnte noch so viel schreiben, aber ich komme immer wieder zu der selben Erkenntnis: Die Psyche kann sehr sehr viel in unserem Körper steuern. Aber das muss erstmal in den Kopf! Ein Beispiel:

Meine Physiotherapeutin war meine Halsmuskeln am massieren. Dabei sprachen wir über die Symptome. Dann sagte Sie auf einmal: "Lass die Muskeln locker!" Ich sag: "Ich lasse alles locker!" Sie: "Nein!"

Ich habe wirklich gedacht das ich Sie locker lasse! Im Gegenteil: Ich musste mich richtig darauf konzentrieren Sie locker zu lassen! Wahnsinn!

So, genug geschrieben! :-) Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen helfen!

Liebe Grüße

Tazzi @:)

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