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Krebsvorsorge

p^iamuauxs hat die Diskussion gestartet


Ich und mein Freund, wir wollen jetzt regelmässig Vorsorge machen, ... Ich habe davon keine ahnung...

ab welchem alter? Welche Ärzte? (Was wird gemacht?)

Danke für alle Tipps :-)

Antworten
NhPz-9Wilhelsm


Wirklich VOR-SORGEN kannst Du ...

.. a) nur selber

b) nur, indem Du Deine Lebensweise so gestaltest, wie es Dein Körper verlangt. Da dieser das Endprodukt einer Jahrmillionen langen Entwicklungs-/ Evolutionsgeschichte in freier Natur ist, kann man nicht erwarten, dass ihm unnatürliche Lebens-, Verhaltens- und Ernährungsweisen gut bekommen.

Bei wildlebenden Primaten z.B. sind weder Krebs, noch Karies, noch Allergien, noch sonst eine unserer 'Zivilisations'erkrankungen in unserem Ausmaße beobachtet worden und zahlreiche Beispiele (z.B. von Rohköstlern) zeigen, dass selbst bereits bestehende Probleme durch eine Rückkehr zu solch einer natürlichen Lebensweise wieder verschwinden.

Die Krebsvorsorge die Du offensichtlich meinst und die von der Geschäftsmedizin eifrig beworben wird, ist bloß eine (möglichst) frühe Erkennung. Und nichtmal die 'funktioniert' wirklich, wie das Beispiel eines kriminellen Arztes in Österreich kürzlich zeigte, der seinen Patienen jahrelang nur positive Krebsbefunde ausstellte. Er kam auf eine 7- Jahres- Überlebensrate von 90%, die sich die 'Vorsorgemedizin' (5-Jahres-Überlebensrate 60%) mit Ihren Befung-geschockten Patienten nur wünschen könnte.

Wilhelm

SWilJv i68


@Piamaus

Die Krebsvorsorge, die angeboten wird, wird für Dich beim Gynäkologen einmal jährlich mittels Abstrich (Gebärmutterhals) und Brustuntersuchung durchgeführt. Wenn Du die Pille nimmst, wird damit sehr früh begonnen (auch schon mit 20).

Dein Freund kann zu einem Urologen gehen. Bei ihm beginnen die Vorsorgeuntersuchungen (Prostata) aber deutlich später. Ich glaube, jenseits der 40. Es sei denn, es besteht ein begründeter Verdacht (erblich bedingt z. B.).

Jenseits der 40 wird/kann bei Euch beiden auch eine Stuhluntersuchung durchgeführt werden und ggf. eine Darmspiegelung.

Das sind die gängigen Vorsorgeuntersuchungen, die ich kenne.

a_gVnexs


die einzige Vorsorge

für die erwiesen ist, daß sie als Bevölkerungs-screening was bringt ist die für Cervix-Krebs, alles andere (einschließlich Brust) bringt keinen dfinitiven Überlebensvorteil. Darm macht Sinn, wenn man Familienbelastung hat. Prostatakrebs haben in hohem Alter über 50% aller Männer, sie sterben aber an anderen Sachen.

Für die Meziner ist Vorsorge natürlich eine Goldquelle.

Beste Vorsorge ist gesunder Lebensstil, wo sich ja sehr viel machen läßt.

Sqilvif68


Finde ich etwas leichtfertig, Vorsorgeuntersuchungen

als überflüssig darzustellen, aber die eigene Meinung sei natürlich unbenommen.

Nicht alles kann man als "Goldgrube" für die Ärzte deklarieren und ein "gesunder" Lebenstil, was man auch immer darunter versteht, beugt nicht allen Krankheiten vor (manche Faktoren kann der Einzelne nicht signifikant beeinflussen).

Ein Hinweis auf die möglichen Vorsorgeuntersuchungen zu geben ist daher eine Sache. Welche man davon in Anspruch nehmen will, sollte eine individuelle Entscheidung sein.

a!g"nexs


meine Meinung

habe ich durch das Lesen relevanter Studien erworben.

Es gibt z.B. für Brustkrebsvorsorge welche, die beweisen, daß die Lebensqualität von Frauen, die sich selbiger unterziehen durch die dadurch generierten Ängste verringert ist, ohne daß es zu einem Überlebensvorteil kommt, das trifft sogar auf Selbstuntersuchung zu. Im Englischen gibt es den Begriff "worried well", der trifft hier zu. Leute, die gesund sind, sorgen sich übermäßig um bestimmte Aspekte ihrere Gesundheit und verlieren dadurch an Lebensqualität.

Sailvi6x8


@Agnes

Glaube keiner Studie oder Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast!

Schönen Tag noch!

Silvi

N6ewbiuep"oxster


@agnes

Moment mal...

Die Mammographie als Vorsorgeverfahren in den USA hat doch die letalitätsraten von Mamma-Cas doch verringert.

Das war zumindest das, was ich gelesen hatte.

Frauen die sich einem Mammographiescreening unterzogen hatten, hatten minimal erhöhte Raten von Mamma-Cas (wahrscheinlich auch durch die Strahlenbelastung), jedoch sind weniger von Ihnen an einem MammaCa verstorben, als Frauen die sich keinem Mammographiescreening unterzogen haben.

Grund dafür war, daß die Tumore in einem frühzeitigen Stadium oft entdecjt wurden und noch nicht eine systemische Erkrankung vorlag.

Was Darmspiegelungen angeht, kann man doch auch sagen daß eine Koloskopie/ 5Jahre doch ab 50-55, eine Vorteil ausmachen kann, nicht im Sinne einer Früherkennung eines Tumors, sondern eher im Sinne von Ausschaltung fakultativer Präkanzerosen (villöse Adenome). Da die meisten malignen Dickdarmtumore aus einem Adenom hervorgehen (mit der Ausnahme von Collitis ulcerosa induziertem Ca und noch ein paar anderer Sachen), kann man doch eine Koloskopie im 5Jahresintervall gut empfehlen.

Wenn ein solches Programm konsequent verlaufen würde, wie zB auch bei der Cervix, würde man die Mortalitätsraten von Dickdarmtumoren wahrscheinlich drastisch senken können.

Was PSA angeht, ist das durchaus ein guter Parameter, einfach als Test, recht spezifisch und zuverlässig. Und zwar hat jeder 80 Jähriger ein ProstataCa (in 80% der Fälle, wenn ich mich nicht irre, laut Studien an Anatomiepräparaten) aber mit 60 sind die Chancen gut das ein frühzeitigeig entdecktes ProstataCa gute Chancen auf Heilung hat.

Wo man vielleicht noch Vorsorge betreiben sollte, wäre bei chronischer Refluxkrankheit, zur Vorbeugeung eines Barrett-Ösophagus-Cas. Gerade die Adenokarzinome des Ösophagus nehmen drastisch zu, im Vergelich zu den Plattenepithelkarzinomen.

Bei Tumoren der Lunge macht Vorsorge wenig Sinn, die wachsen ehe zu schnell, und es gibt sowieso kein präkanzerotisches Stadium das man heute früh genug diagnostizieren könnte.

Meiner Meinung nach sollte im ganzen Vorsorge intensiviert werden, da wo man fakultative oder obligate Präkanzerosen finden kann und frühzeitig genug entfernen kann ; bzw. da wo man gute diagnostische Tests hat (die wenig invasiv, relativ billig und gut zugänglich sind).

Bei keiner familiären Belastung und keine prädisponiernde Faktoren, wären also eigentlich bei allen Frauen Cervix-Abstriche und Mammographien zu empfehlen, so wie es in vielen Ländern praktiziert wird. Bei Männern sollte der PSA ab 55 überprüft werden. Eine digitale Untersuchung ist auch einfach.

Eine Koloskopie ab 50 wäre jedes 5. Jahr fällig. Altenativ könnte man eine Rektosigmoidoskopie machen, die erfasst auch gut 70% aller Dickdarmmalignome, ist einfacher und schneller.

Bei chronischer Refluxkrankheit mit Refluxösophagitis, axiale Hernien und Risikofaktoren (Alkohol+Nikotin) wäre eine ÖGD auch empfehlenswert. Wobei die nicht jedes 5.jahr wiederholt werden mußte, wenn zB die Risikofaktoren wegfallen würden.

Eine gute Hautinspektion ist niemals schlecht, zur Vorbeugung von Melanomen, die nehmen in den letzten Jahren immer mehr zu.

Australien hat ein sehr guten Projekt zur Früherfassung von Melanomen gestartet, mit sehr guten Ergebnissen.

Bei älteren Leuten könnte man so auch Basaliome frühzeitig erkennen. Oft werden die zu spät entdeckt. Als Folge muß man dann großräumig resezieren, decken. Die OPs sind auch nicht billig fürs Gesundeheitssystem und für die Patienten auch nicht ungefährlich (die sind ja auch nicht die jüngsten, meistens!)

Das wär's...

Leider wird in Deutschland viel zu wenig Vorsorge betrieben im vergleich zu anderen Ländern, wenn es um Tumorvorsorge geht.

Die Deutschen sind vielleicht Spitze, was Mutterschutzuntersuchungen angeht, die ganzen U1-U10, Stoffwechselsscreening bei Neugeborenen, Arbeitsmedizinuntersuchungen, usw, usw...

Wenn man aber bedenkt wie vielen Leuten man das Leben retten könnte mit ein paar guten Krebsvorsorgeprogrammen und wieviel Geld gespart werden könnte, dann ist das doch traurig.

Ich kenne es auch von vielen anderen europäischen Ländern, wo das viel konsequenter aläuft.

Überleg dir mal wieviel Geld man braucht für einen 60jährigen KoloCa Patienten, für die Rektumamputation, die Stomapflege und was die Chemotherapien kosten würden wenn er Lebermetastasen kriegen würde.

Es geht hier um Beträge in 5stelliger Ordnung.

Hätte man das Adenom früh genug entdeckt, hätte man wahrscheinlich mit dem Geld ein paar hundert Koloskopien finanzieren können.

pwiamaxus


FRAGE:

meine beiden grossväter sind beide an Darmkrebs verstorben ich MÖCHTE unbedingt eine vorsorge machen und mir 100%ig sicher sein - wie gehe ich vor?

vielen dank für die ratschläge :-)

N:ewbi0epo/stexr


Wenn du über 50 oder so bist, solltest du mal zu deinem Hausarzt gehen und ihm das erzählen.

Dann überweist er dich zu einem Gastroenterologen.

Er macht dann eine Koloskopie.

p5ifamaxus


aber wieso erst ab 50 ??

das ist doch scheisse.

N"P-Wi<lhxelm


Willst Du Dir '100%ig sicher sein' ...

... dass Dein Krebs (rechtzeitig) gefunden wird oder dass Du erst gar keinen bekommst?

Für Ersteres gibt es ausreichend Vorsorge- Angebote der Geschäftsmedizin, für Zweiteres stehen die Methoden und Angebote der Natur jedem kostenlos zur Verfügung (siehe z.B.:

[[http://members.yline.com/~naturpur/]]

Wilhelm

Sgilvix68


Vorsorge geht schon früher!

Liebe Pia!

Mein Vater ist vor knapp zwei Jahren an Darmkrebs erkrankt und ich habe mir damals ziemliche Sorgen um ihn gemacht und um mich, weil ich auch leicht mal unter Durchfall leide. Zu der Zeit war ich 33 und der Arzt hätte auch ohne weiteres eine Darmspiegelung bei mir gemacht, wenn ich es gewollt hätte. Also kommt es eher wohl auch auf den Arzt an und auf einen "begründeten" Verdacht.

Grundsätzlich habe ich für die Darmspiegelung damals als Altergrenze 40 zu hören bekommen.

P.S.: Mein Vater ist mittlerweile wieder gesund!

p}iaFm-auxs


Silvi68

sowas höre ich gerne, das es deinem Vater wieder gut geht! Wie wurde es denn herausgefunden das er Darmk. hat? (DU musst nicht drüber sprechen, ich weiss wie ätzend das ist!)

Mal eine Frage, aber wie ist es mit Magenkrebs oder Speisenröhrenkrebs? wie kann man sich da sicher sein oder wie auch immer?!

Und wo finde ich diese Geschäftsmedizin? Habe noch nie von sowas gehört...

k:at=hax81


hi. den abstrich beim frauenarzt empfehle ich dir unbedingt!!!!

hatte letztes jahr im okt. einen vorsorgetermin. im november lag ich schon im krankenhaus. hatte vorstufe von gebärmutterhalskrebs, und das mit 21!!! würde operiert, wobei das ganze veränderte zellgewebe entfernt worden ist. jetzt hatte ich letzte woche bei meinem arzt einen termin wg befund des abstriches nach der op. ist alles zum glück jetzt ok. nach dem befund letzten oktober hat es sich angefühlt, als ob mir jmd die beine weggezogen hätte.... ich war eigentlich immer regelmäßig zu den vorsorgeterminen, und dann trotzdem sowas. mann sollte wirklich nicht zu locker mit diesen vorsorgeterminen umgehen!!!

gruß katha

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