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geschwollene Halslymphknoten

V+erenra1x988 hat die Diskussion gestartet


Ich stellte vor ca 3 Monaten eine Schwellung am Zungengrund fest (lymphatisches Gewebe). Daraufhin wurde ich zum MRT geschickt, noch ohne großen Hintergedanken. Allerdings stellte man als Nebenbefund vergrößerte lymphknoten am Hals fest. Die waren zwischen 1 und 2,7 cm groß. Länglich bzw oval in der Form und laut Arzt eher weich und verschieblich. Nichts desto trotz wurden mir sofort (2 Tage später) 2 Lymphknoten am Hals, und zwei Gewebeproben der Zunge entfernt, mit dem Verdacht auf ein Lymphom. Ich war fix und alle... nervlich total am Ende..

Naja jedenfalls kam nach der OP dann der Arzt aufs Zimmer und sagte mir der Schnelltest war sozusagen negativ. Nichts bösartiges gefunden. Dies hat sich dann ebenfalls nach 2 Wöchiger Austestung bestätigt. Es wurde sozusagen reaktiv vergrößerte Lymphknoten ohne Anhalt auf Malignität festgestellt... Erstmals war ich total erleichtert... Jetzt vor einer Woche war ich zur MRT Kontrolle, die Lymphknoten sind jetzt (7 Wochen später) immer noch genauso groß, manche sind mini minimal kleiner geworden...

Irgendwie mach ich mir trotz Histologie immer noch Sorgen und Gedanken... Meine Blutuntersuchungen waren stets unauffällig. Sowohl großes Blutbild und co, als auch spezielle Austestungen auf EBV und andere Infektions und Viruserkrankungen. Bei Google findet man ja immer nur, dass sich die Lymphknoten bei einem Infekt vergrößern, dann aber wieder abschwellen... was aber bei mir nicht der Fall ist...

Gibt es jemanden mit ähnlichen Erfahrungen?

Antworten
Zowacxk44


Manchmal "vergessen" die LK auch abzuschwellen. Wir haben eine Menge user, die damit fröhlich ihr Leben genießen. Vergiß die LK!

V=erenZa198x8


Hallo Zwack44,

vielen Dank für deine Antwort. Leider hab ich mich noch nicht so sehr durchs Forum hier belesen, werde es aber noch tun sobald ich die Zeit dazu finde.

Heute war ich noch beim Ultraschall vom Bauch. Leber, Milz unauffällig und keine Lymphknoten zu sehen. Der Arzt hat es auf meinen Wunsch gemacht, er selbst hätte wohl nicht die Dringlichkeit dafür gesehen.

Es macht einen nur etwas Sorge, wenn die Ärzte teils so ratlos sind, jeder sagt mir "naja ist schon komisch dass sie nicht abschwellen, aber Histologie war ja negativ". Eine gewisse Beunruhigung bleibt erstmals... Der Radiologe sagte, ich könnte so in 3 Monaten nochmal zum MRT kommen, dann schauen wir nochmal nach.. Ich denke mir halt, wenn alles so eindeutig wäre dass nichts ist, wieso dann das ganze....

Hinzu kommt der psychische Aspekt. Ich möchte seit einem Jahr schwanger werden, immer war nun was anderes. Und jetzt das... Wenn ich in 3 Monaten wieder zum MRT soll, ist das ja nun auch wieder erstmal vom Tisch...

Und wenn man sich so reinstresst, wie ich das momentan blöderweise tue, kann man sich Müdigkeit und Juckreiz der Haut wohl auch sehr gut einbilden...

So eine Histologie ist ja normalerweise schon sehr sicher, oder? Dass man sich gleich bei 2 entnommenen Lymphknoten "täuscht", ist eher unwahrscheinlich, oder?

Liebe Grüße

Z:wac7k44


Hallo Verena1988, wir haben immer wieder user, die nach ihren LK tasten und höchst alarmiert sind, wenn sie ein paar finden (von 500-600). Nach ihrer Meinung muß damit dann eine Entzündung o.ä. verbunden sein; ist diese dann abgeklungen und die LK sind nicht abgeschwollen: große Alarmstimmung. LK können natürlich auch angeschwollen sein, wenn sie eine Infektion erfolgreich abgewehrt haben, aber manche LK "vergessen" es wirklich. Mein Chirurg hat sich wegen des damit verbundenen "Flurschadens" schlicht geweigert, meinen geschwollenen Hals-LK zu entnehmen (weil am Hals so viele Nerven und Gefäße verlaufen). Man hat dann zuerst ein CT, danach eine Stanzbiopsie gemacht, und 3 Wochen später war mein LK von 5 auf 10 cm angewachsen (nur, um mal die Größenordnung anzudeuten). Okay, das war dann ein NHL lt. Histologie. > Chemo.

Von den LK, um die sich unsere user sorgen, sind nach histologischer Untersuchung (gefühlt) 100 o.B. auf vielleicht einen, bei dem sich Befund und Vorahnung decken. Im Augenblick kannst Du nichts anderes tun als abwarten. Wenn Du Dir noch 10 LK entnehmen läßt, wirst Du auch nicht schlauer. Ich bin übrigens in ähnlicher Lage wie Du: Ich bin bei der Lymphom-Kontrolle Ende April aufgefallen und von 1-jähriger auf 1/4-jährige Kontrolle zurückgestuft worden. Was glaubst Du, was ich tue? Abwarten ...

Z\waFck4/4


Warum ist eine SS wegen MRT vom Tisch? Magnetfelder sollten einen Embryo meines Wissens doch nicht stören.

V#er ena19x88


Hallo Zwack44,

nochmals vielen Dank für deine ausführliche Info...

Das bei dir war schon eine andere "Hausnummer", hab mich heute ein wenig durchs Forum gewühlt..

Inwiefern bist du denn bei der Kontrolle "aufgefallen"? Gab es wieder Vergrößerungen?

Bei mir ging alles so furchtbar schnell.. ich war vor 10 Wochen bei meinem ersten MRT - danach sofort Alarmstufe. Obwohl mir gesagt worden ist die Knoten seien verschieblich, länglich in der Form (was ja eher als positiv zu werten ist? ).

Naja aber sie waren und sind nicht schmerzhaft. Dann wurde ich sofort in die Uniklinik nach Regensburg eingewiesen und wurde zwar schon über die Risiken aufgeklärt, aber die Ärzte hielten es wohl für sinnvoll. Also hab ich nicht groß darüber nachgedacht und wurde opiert. Habe jetzt einen ca 4cm Schnitt am Hals wo man mir zwei Lymphknoten entfernte. Ging aber gott sei Dank alles gut. Wie sicher schätzt du denn so eine Histologie ein? Eigentlich schon sehr sicher - oder? Zumindest behaupten das die Ärzte... Naja und vor gut einer Woche war ich dann eben bei dem Kontroll MRT, wo die Lymphknoten teils unverändert und teils minimal kleiner geworden sind. Aber da spreche ich jetzt von ca 1mm.

Und wegen deiner Frage. Ein MRT hat zwar keine Strahlung, aber durch die Lautstärke kann das Gehör des Kindes beschädigt werden. Es gibt wohl keine anhaltenden Beweise aber die Ärzte raten grundsätzlich davon ab....

Naja und zum anderen würd ich mich einfach wohler fühlen, wenn ich wirklich weiß dass ich gesund bin, so dass ich meine SS auch - so gut es geht - genießen kann....

Zjwaock4x4


Ja, Du hattest Recht; ich muß mich korrigieren. Ich komme gerade aus dem MRT und habe dort gefragt: In den ersten 3 SS-Monaten ist das MRT tabu.

Auf die Histologie muß man sich einfach verlassen - was soll man denn sonst tun? Der nächste Schritt wäre ja eine Chemo, und die ohne triftigen Grund??

Ja, bei mir hat sich innerhalb eines Jahres etwas vergrößert, und die Thymidinkinase ist auf 21 gestiegen (vor der Chemo 7.1).

Und wenn Du an die SS denkst: Du weißt, dass die Schilddrüse wichtig ist, weil ab einem TSH von 2.5 aufwärts das Risiko für unerwünschten Kiwu und FG ansteigt.

Vyereyna1x988


Hallo Zwack44,

sagtest du nicht du bist Ende April bei der Kontrolle aufgefallen und musst nun alle 3 Monate zum MRT? Ich frag nur weil du jetzt bereits wieder beim MRT warst. Oder bist du anderweitig Ende April aufgefallen? Interessiert mich nur...

Was kam denn gestern dabei raus?

Ah die Thymidinkinase ist also ein Tumormaker dafür.... Die Ärzte bei mir in der Uniklinik meinten, dass sei bei Lymphomen wohl sehr schwierig mit den Makern? Oder dienen diese weniger dazu es festzustellen sondern mehr für die Verlaufskontrolle?

Und ja - du hast Recht... Eigentlich sollte man sich wirklich auf eine Histologie verlassen.... Leider bin ich aufgrund anderer Vorgeschichten sehr misstrauisch und ängstlich geworden.. das macht mich noch verrückt.. Und dann habe ich nun seit Tagen diesen Juckreiz... (was natürlich 1000 andere Ursachen haben kann) - und trotzdem befürchtet man wieder das schlimmste...

Was mir noch eingefallen ist... Ich habe seit meiner Schwangerschaft (vor 2,5 Jahren) eine Zahnfleischentzündung. Sämtliche Zahnreinigungen hinter mir, sogar eine Paradontose Behandlung... Nichts hilft..

Kann es damit vll doch einen Zusammenhangt der vergrößerten Lymphknoten geben? Mein Zahnarzt und Kieferchirurg bezweifeln das nämlich und hätten davon noch nicht gehört....

Aber jetzt noch mal kurz Zusammengefasst:

- Es bestehen nach wie vor vergrößerte Lymphknoten am Hals. Größe teils bis 2.5cm, länglich bzw oval in der Form. Verschieblich & weich, und seit einer Woche dieser blöde Juckreiz

- keine vergrößerten Lymphknoten zwischen den Axeln und Brust (wurde Ultraschall gemacht)

- keine vergrößerten Lymphknoten im Bauchraum (ebenfalls Ultraschall)

- keine vergrößerte Leber und Milz

- stets unauffällige Blutwerte

- Histologie: reaktive Lymphknoten ohne Hinweis auf Malignität

Eigentlich spricht ja wirklich so gut wie alles dageben, oder? Wie war denn dein Lymphknoten in der Form? Mir wurde gesagt bösartige Lymphknoten seien eher rund?

Entschuldige die vielen Fragen.... Aber oftmals vertraut man Menschen wie dir mehr, als so manchen Ärzten...

Z;wacmk44


Ja, ich war in den letzten Wochen mehrmals im MRT wegen einem immer wieder einschlafendem Arm: HWS, Plexus brachialis, Schädel; heute wegen Schulterschmerzen auf der anderen Seite seit 6 Monaten - Ergebnis erst in den nächsten Tagen. Das sind so die Unzulänglichkeiten des Alters, von denen mein Psycho-Doc sagte, ich müsse mich daran gewöhnen.

NHL-Marker gibt es eigentlich nicht. Aber in der Nachsorge guckt man auf Thymidinkinase und ein paar andere Laborwerte. Und wenn dann nochj etwas wächst: Onkologen-Erklärung: "Wenn etwas größer wird, muß man genau hingucken, um sicher zu sein, dass es wirklich kein Rezidiv ist." Daher meine Zurückstufung von Ende April.

Der Befund "reaktive LK" ist genau das, was ich im gefühlten Verhältnis 100:1 in diesem Forum gehört habe. Deswegen wundert mich das Resultat Deiner histologischen Untersuchung überhaupt nicht. Ich selbst habe übrigens nie nach LK getastet und hatte deswegen auch nie das Problem, für vergrößerte LK eine Erklärung finden zu müssen.

Für die Charakterisierung Deiner Situation brauche ich nur eine Zeile: Es liegt kein einziges Indiz vor, das für LK-Krebs spricht - deshalb auch keine Chemo!

Die Form, die Verschieblichkeit, die B-Symptome sind alles "weiche" Merkmale, auf die man m.E. nicht fest bauen kann. Als mein LK ca. 3 cm groß war und man mit bloßem Auge etwas sah, was am Hals nichts zu suchen hatte, habe ich weder die Form überprüft noch die Verschieblichkeit getestet (weil ich nicht gegooglet hatte). Ich habe zunächst ein Lipom vermutet, von denen ich vorher schon einige hatte. Als die Chemo begann, hatte mein Tumor die Form einer längs geteilten Banane, die man mir schräg an den Hals geklatscht hatte, und war im Begriff, unter dem Schlüsselbein durchzuwachsen, was dann auch Schmerzen verursachte. Von "rund" also keine Rede. Keine B-Symptome. Keine Auffälligkeiten im Blut.

Komm auf den Teppich und beschäftige Dich mit Erfreulicherem.

Vueren/a1988


Vielen Dank für deinen positiven Zuspruch.

Ich wäre eigentlich auch nicht auf den Gedanken gekommen, meine Lymphknoten zu ertasten. Ich war vor ca 3 Monaten beim HNO wegen einer Himbeergroßen Schwellung am Zungengrund, die mir Schluckbeschwerden bereitete. Daraufhin wurde ich dann vorsichtshalber zum MRT Hals geschickt. Die Lymphknoten waren dann sozusagen ein Zufallsbefund.

Und dann ging der große Trubel los.... Naja - ist ja nun gott sei Dank so gut wie vorbei...

Ich hatte heute noch einen Termin beim Internisten, diesen hab ich halt von meiner Restsorge erzählt und er meinte dass er dies verstehen könnte, so ne Sache ist ja doch nicht ohne.... Und er meinte er würde mich noch zum Onkologen überweisen. Er glaube nicht, dass doch noch was dahinter steckt, aber der Onkologe kann wohl noch ein paar Untersuchungen machen. Naja jetzt bereuh ich schon fast wieder das Gespräch, wo ich doch erstmals etwas beruhigter war. Hast du ne Ahnung welche Untersuchungen er da meint? Er selbst konnte mir dies nämlich auch nicht genauer sagen... Es gibt doch eigentlich nichts aussagekräftigeres als die Histo, oder?

Achja, wieso bekommst du deine MRT Ergebnisse erst die kommenden Tage? Wird das normalerweise nicht immer gleich nach der Untersuchung besprochen?

Liebe Grüße

Z.waTck4r4


Evtl. Haptoglobin, Beta-2-Mikroglobulin und Thymidinkinase.

Bei mir: Die Station war nur mit einer Assistentin besetzt. Ein MRT erzeugt rund 300 Bilder; und im Wartezimmer saßen schon die nächsten Patienten. Die CD habe ich, aber der Befund geht an meinen Orthopäden.

VCerenta19x88


Hallo Zwack44,

wollte mich noch mal melden. Ich hatte gestern meinen Termin beim Onkologen. Dieser hat Ultraschall von kompletten Bauchraum (incl Leber & Milz), der Achseln und der Leisten gemacht. Alles soweit unauffällig.

Rein am Hals 3 vergrößerte Lymphknoten festgestellt. (Weiß ehrlich gesagt nicht wie viele es vorher waren). Den größten hat er gestern mit 1,1cm ausgemessen. Eine Woche zuvor war ich bei einem Internisten, er sagte mir der Größte sei 1,8cm. Können sie die Lymphknoten wirklich so schnell zurück bilden? Oder vermutlich doch eher ein "Messfehler"?

Die Schwellung am Zungengrund ist noch in etwa gleich. Hab mir nun auch endlich den Befundbericht des zweiten MRT Befundes besorgt. (Da war ich vor 3 Wochen).

In dem steht dass sich sowohl Zunge als auch Lymphknoten etwas verkleinert haben.

Naja jedenfalls hat er mir Entwarnung gegeben. Auf die Frage bezüglich einer Schwangerschaft spricht seiner Meinung nichts dagegen. Trotz allem hat er mir aber einen Termin zur Ultraschallkontrolle in 8 Wochen gegeben. Denke aber, dass ich nun wirklich beruhigt sein kann, oder?

Achja, Blutwerte hat er auch noch auf meinen Wunsch hin genommen. Zum einen verschiedene Eiweißwerte, die sind in Ordnung (er meinte diese wären oftmals verschoben im Fall etwas bösartigem), und der Rest ging in ein Speziallabor nach München. Da muss ich noch warten, das dauer ne Woche ca....

Wie gehts dir? Gibts was neues?

Grüße,

Verena

Z'wac6kM44


Ob 1.1 oder 1.8 cm; die LK oszillieren nicht dauernd hin und her. Ich sehe auch bei mir, dass die Meßtoleranz wohl nicht ganz gering ist. Aus meiner Sicht kannst Du Dich beruhigt zurücklehnen.

Bei meinem einschlafenden Arm habe ich mich entschlossen, den Chirurgen, der mir in HH eine Wirbelsequenz operiert hat, über den MRT-Befund gucken zu lassen. In der anderen Schulter hat das MRT ein beginnendes Impingement-Syndrom und eine angerissene Supraspinatus-Sehne ergeben. Mein Orthopäde ist noch nicht überzeugt, dass ich das operieren lassen sollte.

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