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Barrett Mukosa

_/maCjxa hat die Diskussion gestartet


Hallo.

Ich war am 18.10. wieder mal seit langem in der Notaufnahme, weil ich extrem starke Schmerzen hinter dem Brustkorb verspürt habe.

Dort wurde dann ein Herzinfarkt ausgeschlossen und ich wurde auf die Möglichkeit einer Refluxkrankheit aufmerksam gemacht.

Mir wurden die beiden Medikamente Pantoprazol 40mg und Novaminsulfon verschrieben mit der Anweisung, dass ich diese so lange nehmen soll, bis die Beschwerden weggehen.

2 Tage später habe ich sehr starke Schluckbeschwerden gehabt und es war mir kaum möglich einen Schluck Wasser zu nehmen, ohne das Gefühl zu haben, dass sogar das in der Speiseröhre stecken bleibt.

Also ging ich wieder ins Krankenhaus und forderte eine Magenspiegelung.

Dies ist dann auch erfolgt und nun habe ich die Ergebnisse vor mir zu liegen und weiß nicht genau, wie ich das einschätzen soll und hoffe stark auf professionelle Hilfe.

Mein Hausarzt sagte mir, dass alles in Ordnung sei, allerdings steht im Befund, dass das Befundmuster in zwei Proben für eine Refluxerkrankung spricht und auf der zweiten Seite wurde bestätigt, dass ein Barrett Mukosa vorzufinden ist.

Für mich hört sich das nicht unbedingt danach an, als sei alles in Ordnung, denn man liest häufig, dass eine Veränderung der Schleimhaut auf Dauer ein erhöhtes Krebsrisiko in sich birgt.

Pathologisch-anatomische Begutachtung mit kritischer Stellungnahme

1. Regelrecht aufgebaute Duodenalschleimhaut mit ortstypischem, gleichmäßigen Zottenrelief und lymphoplasmazellulärem Infiltrant der Lumina propria in physiologischer Dichte (Bioptat, klinisch: Duodenum)

2. Duodenalschleimhaut mit gastraler Heterotopie vom Korpustyp (Bioptat, klinisch: Postpylorisch)

3. Geringe chronische, nicht aktive Gastritis in Schleimhaut vom Korpus-Antrum-Übergangstyp, Drüsenkörper normbreit (Bioptat, klinisch: Antrum)

4. Minimale chronische, nicht aktive Korpusgastritis, Drüsenkörper normbreit (bioptat, klinisch: Korpus)

und nun zu Punkt 5 und 6, die mir am meisten Sorge bereiten.

5. Geringe chronische, fokal gering aktive Ösophagitis mit kleinherziger glandulärer Metaphase unter Einschluss Alzianblau-positiver Becherzellen entsprechend einer Barrettmukosa sowie kräftiger foveolärer Hyperplasie angrenzender gastraler Schleimhaut (Bioptat, klinisch: Kardia)

6. Geringe chronische, minimal aktive Ösophagitis mit Ankanthose und leicht gesteigerter Regeneration des Plattenepithels (Bioptat, klinisch: Ösophagus)

Kommentar:

Keine Neoplasie, auch keine intraepitheliale Neoplasie in Probe 5. In Proben 1 und 2 kein Anhalt für eine Sprue, einen Morbus Whipple oder eine Parasitose. In Proben 3 und 4 keine intestinale Metaphase und färberisch kein Nachweis von Helicobacter. Das Befundmuster in Problem 5 und 6 spricht für eine Refluxerkrankung.

In Probe 6 keine granuläre Metaplasie. Keine Pilzbesiedlung. Kein eosinophile Ösophagitis.

Dokumentation:

Barrett-Mukosa: ja

Entnahme: Biopsie

Topographie: Ösophagus unteres Drittel

Gastritis: unklassifiziert

Entnahme: Biopsie

Topographie: Magen

Heterotopie: Gastral

Entnahme: Biopsie

Topographie: Duodenum

Soweit ich das verstehe, geht hiermit eine Veränderung der Magenschleimhaut einher (Barrett Mukosa).

Aber ich bin keine Ärztin und hoffe deshalb auf Hilfe von Ihnen.

Liebe Grüße

_maja

Antworten
ELhemali]ger Nutzer (x#467193)


Barrett-Mukosa: ja

Entnahme: Biopsie

Topographie: Ösophagus unteres Drittel

Das was hier beschrieben wird, ist wohl ein Barrett-Ösophagus (Speiseröhre), der vor allem eben bei Refluxerkrankungen (bzw. Entzündungen) auftreten kann. Vom Prinzip her findet sich an diesen Stelle in der Speiseröhre dann eine Gewebe/Zellart, die sonst eigentlich im Verdauungstrakt zuhause sein sollte. Aber auch bezüglich der Zellart gibt es Unterschiede und Vermischungen.

denn man liest häufig, dass eine Veränderung der Schleimhaut auf Dauer ein erhöhtes Krebsrisiko in sich birgt.

Das stimmt auch. Deswegen sollte man sich mal auch um die Refluxerkrankung kümmern, dass diese gut eingestellt ist und danach wirst du wahrscheinlich öfter zur Kontrolle müssen, als der typische Otto Normalvebraucher.

Die regelmäßigen Kontrollen dienen dann vor allem dazu, die Dinge im Auge zu behalten und auch den weiteren Verlauf zu verfolgen.

Hoff' das hilft dir in irgendeiner Art und Weise.

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