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Krebs und Depression:eigene Erfahrungen austauschen,....

L'auneb"eer hat die Diskussion gestartet


Ich selbst bin seit ca.15 Monaten an Darmkrebs erkrankt, in beinahe regelmäßigen Abständen kommt es bei mir zu starken Depressionen.

Es war im September 2014,da bekam ich die Diagnose Darmkrebs. Anfangs war es ein großer schock, obwohl ich mich stets gut informiert und vorbereitet fühlte.

Die Krankheit Krebs ist in meiner Familie nicht unbekannt,ein Elternteil verstarb ebenfalls an Darmkrebs.

Nach der ersten Operation war erstmal die Welt in Ordnung, bis auf die üblichen Einschränkungen nach einer solch schweren Operation.

Mir wurde im Anschluss, nach der Operation mitgeteilt das alles gut verlaufen sei und die Aussichten auf Heilung bei etwa 90% lägen. Mit anderen Worten. ...allas gut.

Nach 3 Monaten dann die erste Kontrolle, sofort wieder ins Krankenhaus, neue Operation, diesmal die Lunge.

Mit meinen Körperlichen Einschränkungen kamen auch die Depressionen.Diese sind mir nicht vollkommen unbekannt, aber das Ausmaß und Stärke waren neu für mich. Täglich wurde es immer noch schlimmer.!

Eine innere Unruhe und Zerrissenheit herrschte in mir, die jegliche Handlungen unmöglich machten. Ich zog mich immer weiter zurück, bis ich dann nicht einmal mehr meine täglichen Arbeiten erledigen konnte.

Mein Hausarzt war mir keine große Hilfe. Als ich ihm mein Problem schilderte sah er mich mit großen Augen an als wollte ich ihm ein Pferd verkaufen.

Ein paar Tage später, Termin beim Onkologen,selber verlauf wie beim Hausarzt. Ich bekam wieder ungläubige blicke, sonnst nichts.! Keine Hilfe, keine Empfehlungen vom Arzt.

Also, selbst ist der Mann, habe ich gedacht. Ergebnis war das der depressionsschub ca. 6 Monate anhielt und ich kurz vor einem Suizid stand.

Hätte ich nicht einen außerordentlichen lebenswillen, wäre ich den letzten Schritt gegangen!

Letzten Endes habe ich mir selbst dadurch geholfen wieder aktiv zu werden.

Die größte Hilfe waren meine Freunde, mit einfachem zuhören und dem einen oder anderen nützlichen Tipp. Wie z.b. Spaziergänge in der Sonne, Sonnenbank,oder sowas wie esse doch mal...z.b.Schokolade, soll ja bekanntlich glücklich machen.

Auch von früheren Depressionen weiss ich das viel von einemeinem selbst abhängt. Medikamente wirken meist nur unterstützend,oder stellen betroffene nur ruhig.

Für Hilfe und nützliche Tipps bin ich immer offen, auch Erfahrungen von betroffenen und deren Angehörige würde ich gern erfahren.

Was tut ihr,wenn die Depression mal wieder zuschlägt? Wo bekommt man schnell und unbürokratisch Hilfe.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und Unterstützung. L.g. Launebeer :-)

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