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Lymphknotenentnahme - Angst vor OP und Ergebnis

vaer mip&op hat die Diskussion gestartet


Erstmal Hallo an alle !

Ich war mir sehr unsicher, ob ich hier einen Beitrag zu dem Thema schreiben soll, denn ich musste doch ein bisschen schmunzeln als ich gesehen habe, wie viele Beitäge es hier zum Thema Lymphknoten gibt.

Ich möchte mir allerdings meine Angst jetzt doch mal von der Seele schreiben.

Ich habe schon vor längerer Zeit einen vergrößerten Lymphknoten in der Leiste entdeckt, ich schätze ihn momentan auf ca. auf 2,5 cm. Das ist nun über ein Jahr her. Ob er in der Zeit gewachsen ist kann ich nicht wirklich beurteilen. Im Nacken befinden sich auch einige tasbare Lymphknoten, die sind allerdings so klein, dass sie mich weniger beunruhigen.

Jedenfalls war ich wegen dem Lymphknoten in der Leiste bei meiner Hausärztin, kurz nachdem er mir aufgefallen war. Sie tastet ein wenig ab und sagte dann sinngemäß sowas wie " das ist nichts, vergessen sie den".... das habe ich dann auch so gut es ging getan.

Vor einiger Zeit kam mir dieser Knoten wieder in den Sinn, natürlich musste ich wieder an ihm rumdrücken und natürlich musste ich wieder Dr.Google fragen. - Keine gute Idee. Die Verunsicherung stieg und letztendlich endete ich wieder bei meiner Hausärztin , die mir wieder die gleiche Antwort gab - das war dann jetzt im November, das erste Gespräch war mindestens ein Jahr her.

Aber es lässt mir einfach keine Ruhe, da meine Hausärztin nichts weiter untersucht hat, nichtmal einen Ultraschall. Also bin ich heute damit mal zu einer anderen Ärztin gegangen.

Sie hat sich viel Zeit genommen, abgetastet, viele Möglichkeiten aufgezählt, woran das liegen könnte.... aber sie meinte, wenn ich Sicherheit haben möchte , sollte ich mir den Knoten entfernen lassen.

Tja... den Besprechungstermin beim Chirurgen habe ich nächste Woche Freitag und ich bin einfach total verunsichert und kann an nichts anderes denken....es kommen immer diese "was ist wenn...." Gedanken hoch und ich male mir die schlimmsten Szenarien von der OP bis zum Ergebnis aus.

Wie wahrscheinlich es nun ist (oder unwahrscheinlich) dass es was bösartiges ist zählt schon kaum noch.

Ich habe einfach Angst und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

Würde mich über Antworten freuen !

Antworten
B\enitzaxB.


Ich habe schon 3 x Lymphknoten entfernt bekommen. Was mit denen war, konnte nie festgestellt werden. Unspezifische Entzündung. Wie sah denn der Lymphknoten im Ultraschall aus? Meine waren immer glatt umrandet.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es nichts Bösartiges ist, ist groß.

Und: Gedanken immer dann machen, wenn wirklich was anliegt. Nicht eine Sekunde vorher.

vSerm\ipoxp


Erstmal danke für die Antwort !

Wie gesagt, ein Ultraschall wurde garnicht gemach. Der Knoten wurde nur abgetastet und nun soll er entfernt werden - die Ärztin sagte mir, es wäre die einzige Methode , die ein eindeutiges Ergebnis bringt.

Zywacxk44


Und wie gehst Du mit all den LK um, die für Dich nicht erreichbar sind?

ZQwa.ck4x4


die Ärztin sagte mir, es wäre die einzige Methode , die ein eindeutiges Ergebnis bringt.

Würde das stimmen, würden alle Lymphom-Patienten ihre Nachsorge-CTs ja umsonst machen; das glaubst Du ja wohl selbst nicht.

E_hema8ligekr NutyzeZr (T#x457006)


Ich würde niemals so eine Op machen lassen ohne vorher die Größe und Beschaffenheit dieser Knoten mit Sonographie oder MRT bestimmen zu lassen.Leider wird da oft viel zu schnell operiert und meist unnötig.Ein Eingriff bleibt ein Eingriff!Wenn da was im "Busch" wäre,dann wären diese Knoten sehr viel schneller gewachsen.Man hat kein Jahr lang bösartige Lymphknoten ohne das sie sich sehr schnell vergrößern.Zudem kämen noch andere Symptome dazu wie Nachtschweiß,Fieber,Gewichtsverlust,Müdigkeit usw.Was das Thema Internet anbelangt muß man nur lange genug googeln und es findet sich immer ein "Krebsleiden".Ich arbeite in einer onkologisch/internistischen Praxis und wir haben täglich solche Fälle die von "Dr.Google" verunsichert werden.Meist handelt es sich um reaktive Lymphknoten die manchmal dauerhaft vernarben und vergrößert bleiben.Wie gesagt-ohne nährere Untersuchungen(sonographischer Lymphknotenstatus,Blutbild,Röntgen Thorax)würde ich da nicht rumschnipseln lassen!Und was die sog.Nachsorge-Ct's anbelangt ist das eine ganz andere Sache.Dort wird nur kontrolliert ob sich erneute Vergrößerungen gebildet haben die bei entsprechender Vorgeschichte(wenn schon mal ein bösartiger Befund vorlag) auffällig werden.Und ja,es ist richtig das man letzte Sicherheit nur durch eine Biopsie bekommt.Aber man muß schon auch andere Faktoren berücksichtigen.Wäre das nicht der Fall würde fast jeder mal im Leben so eine Entnahme bekommen.Aber auch solche(unnötigen) OP's sind eben ein Geschäftszweig.Gruß lola

ZUwac^kB44


Hallo Lola, als auch Mitarbeiter einer onkologisch/internistischen Praxis können sich irren. Die B-Symptome sind für Lymphome nicht obligatorisch (wie ich am eigenen Körper feststellen konnte).

CT (oder MRT) gehören sowohl zur Erstdiagnose von Lymphomverdächtigen als auch zur Nachsorge von Lymphom-Patienten. Eine Beschränkung auf die Untersuchung von Knoten, die vor der Krebsbehandlung in kleinerer Form schon existierten, findet nicht statt.

Wichtig ist mir, dass die Ärztin der TE vorschnell handelt, wenn sie etliche Untersuchungsschritte unterläßt und sofort operativ tätig wird. Soweit scheinen wir uns einig zu sein.

E+hemaWliger- Nutze+r (#45j70x06)


@ Zwack:

Das hatte ich doch auch so gemeint? Hier meinText:!Und was die sog.Nachsorge-Ct's anbelangt ist das eine ganz andere Sache.Dort wird nur kontrolliert ob sich erneute Vergrößerungen gebildet haben die bei entsprechender Vorgeschichte(wenn schon mal ein bösartiger Befund vorlag) auffällig werden.Und ja,es ist richtig das man letzte Sicherheit nur durch eine Biopsie bekommt.Aber man muß schon auch andere Faktoren berücksichtigen.

Kam das so falsch rüber? ":/ Deshalb hier nochmal die bei uns gängige Praxis: Erst werden verdächtige Knoten mit Ultraschall untersucht.Sollten Auffälligkeiten bestehen kommen i.d.R. MRT und CT zum Einsatz.Aber erst dann!!Und auch erst dann wenn diese Untersuchungen auffällig sind, wird operiert.Die Biopsie gibt letztendlich letzte Sicherheit ob gut oder bösartig.Im bezogenen Text ging es doch nur um reine Nachsorgeuntersuchung.Jedenfalls hab ich das so verstanden.Und ja,wenn bereits so ein bösartiger Befund bekannt ist muß diese Nachsorge gemacht werden.Natürlich hat nicht jedes Lymphom B-Symptome.Aber in den meisten Fällen handelt es sich bei jüngeren Menschen um Morbus H.und der beschränkt sich selten auf geschwollene Lymphknoten.Im übrigen geht es hier nicht darum ob ich mich irre oder nicht.Ich bin kein Arzt sondern kann nur auf die Erfahrungswerte in der täglichen Praxis hinweisen.Mir ging es lediglich um die Frage LK-Entnahme auf schwammigen Verdacht hin oder eher nicht.Nicht mehr und nicht weniger.Gruß lola

ZJwacfk44


Wenn ich, Lola 50, in einem Lymphom-Faden als erster user antworte, erkläre ich sehr oft die Untersuchungskaskade Abtasten, Ultraschall, Röntgen, CT bzw. MRT, Biopsie mit histologischer Untersuchung, wobei die nächste Stufe immer erst beschritten wird, wenn die vorhergehende Stufe keinen eindeutig gutartigen Befund ergeben hat. So arbeitet Ihr anscheinend auch in Eurer Praxis. Diesem praktischen Prinzip steht die Aussage der Ärztin "OP, falls eindeutiges Ergebnis erwünscht" entgegen- sie weicht damit von der geübten Praxis ab.

Meine Bemerkung betreffend Nachsorge-LKK-Patienten sollte nichts anderes ausdrücken als "Wenn für Lymphom-Patienten ein CT ausreicht, sollte es doch für 2.5 cm-LK -Patienten nicht notwendig sein, unter Überspringen einiger Untersuchungsstufen sogleich das Skalpell anzusetzen." Solange wir das ähnlich sehen, habe ich kein Problem damit.

Rein argumentativ hat mich "die andere Sache" etwas irritiert (LK-Erstuntersuchung gegenüber Lymphom-Nachuntersuchung), weil sie im malignen Fall teilidentisch werden. Ab CT und ggf. Biopsie unterschieden sie sich in nichts. (Deshalb ist es da so schwierig, einen Unterschied herauszudestillieren.) ;-)

E2hemali'ge7r Nutzner (#45x7006)


@ Zwack:

Hier handelt es sich doch um einen Faden über Krebsänste,nicht wahr?Und genau so verhält es sich leider auch in der Praxis!Auch mein Vorgesetzter hat schon bei "uneinsichtigen" Patienten eine solche Aussage gemacht.(100% Sicherheit gibt nur die Biopsie)Und es gibt sogar Patieten die sogar diesen Ergebnissen noch misstrauen!!Zur Aussage:"Solange wir das ähnlich sehen habe ich kein Problem damit" möchte ich nur sagen:Ich habe oder hätte auch anders kein Problem gehabt.Ich möchte hier ja nicht meine Doktorarbeit schreiben,sondern wollte die Themenerstellerin nur darauf hinweisen das man sich so einen Schritt ohne triftigen Verdacht gründlich überlegen sollte.Ich hab auch zuvor geschrieben das bösartige Lymphknoten nicht ein Jahr lang unverändert bleiben(und das sagt doch schon einiges aus was die Notwendigkeit einer Biopsie betrifft)?Außerdem fällt mir auf das die Themenstellerin dieses Thema gar nicht mehr zu verfolgen scheint.Deshalb werde ich jetzt auch unsere (unnütze?)Diskussion beenden.Lg lola

v_ermJipop


Hallo Zwack44, Hallo lola 50,

Erstmal vielen lieben Dank für die Antworten, ich hatte das ganze hier tatsächlich einige Tage nicht mehr im Blick..

Ihr habt mir sehr interessante Dinge geschrieben, ich zweifle nun wirklich dran, ob ich die OP durchführen lassen soll.

Ich habe absolut keine Ahnung von dem Thema und bin nur durch das Internet darüber informiert....also bin ich somit wahrscheinlich ziemlich schlecht informiert.

Mich verwirrt die Herangehensweise auch und sie verunsichert mich sehr. Mal sehen, was der Chirurg am Freitag dazu sagt, anhören werde ich mir es auf jeden Fall...

Die Ärztin sagte mir ebenfalls, dass auf Grund der Dauer der "Schwellung" etwas bösartiges eigentlich eher unwahrscheinlich ist , aber eben trotzdem nicht komplett ausschließbar. Aber das spricht ja noch mehr gegen eine OP...

Ich bin mir wirklich sehr unsicher, was ich machen soll. Wie schon gesagt, ich werde wahrscheinlich mit dem Chirurgen reden und mir das ganze dann durch den Kopf gehen lassen.

Nochmal vielen Dank für die hilfreichen Beiträge!

ZOwagck4x4


Hallo vermipop,

zur Leiste habe ich keine persönliche Erfahrung. Als ich aber mit meinem 5 cm Hals-LK naiv beim Chirurgen auftauchte, weigerte er sich, wegen des damit verbundenen Flurschadens tätig zu werden. Am Hals ist das Geflecht der Gefäße und Nerven einfach so dicht, dass das aus seiner Sicht unverantwortlich gewesen wäre. Also gab es einen Ultraschall, ein CT und schließlich (drei Wochen später bei 13 cm Durchmesser) eine Stanzbiopsie mit histologischer Untersuchung (NHL) - und danach eine Chemo.

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