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Angst vor Krebs/Tumor in der Nasennebenhöhle

LIouis$ianxa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

seit vier Wochen habe ich anhaltende Beschwerden, die sich wie eine Sinusitis anließen, aber trotz der üblichen Medikamente kein Stück besser werden. Da ich auch jemand bin, der vor Krebs große Angst hat, fange ich inzwischen an Panik zu schieben, dass es vielleicht gar keine Sinusitis ist sondern etwas Schlimmes, was den Druck in der Nebenhöhle und auf den Gesichtsnerv verursacht.

Zum Nachlesen, hier die ganze Geschichte: [[http://www.med1.de/Forum/HNO/717547/#p22163779]]

Wer hat so was schon mal gehabt oder hat solche Beschwerden?

Antworten
SCchnuyddelxmaus


Hallo Louisiana,

also als aller erstes möchte ich dir eines sagen und das solltest du dir wirklich zu Herzen nehmen.

Ganz egal was man evtl. für eine Krankheit hat, sie wird nicht besser durch stundenlanges Internet durchwühlen. Wenn du vermutest (und ja, tatsächlich ist es zumeist eine Vermutung und mehr nicht), dass dir irgendetwas fehlt, lass die Finger vom Internet, steh am Montag in der früh auf, geh zu deinem Hausarzt und lass dich untersuchen.

1. wenn dir etwas fehlen sollte, weißt du zumindest wer der "Feind" ist. Dann hast du Gewissheit, im besten Fall Glück dass es rechtzeitig diagnostiziert wurde und eine Therapie ist oft gar nicht so schlimm wie man sich das vorstellt. Das von mir als erfahrene ehemalige Krebspatientin. :-)

2. du ersparst dir wochenlange Unsicherheit, schlechten Schlaf, Alpträume, Unachtsamkeit im Alltag weil deine Gedanken ständig wo anders hängen und viel, viel, viel Leid und ANGST!!! Und glaub mir eines: keine Krankheit der Welt kann dich so zerstören wie es die Angst im Deckmantel der Ungewissheit kann.

3. wenn du nichts hast, denn Nasen-Hals-Probleme können tausende von Ursachen haben: Allergien, Stress, trockene Luft, Schimmelbelastung, multiple Unverträglichkeiten und natürlich PSYCHOSOMATISCH und... sorry, ich kenne mich auch da einfach aus: EINBILDUNG!!! Nicht, dass du die Symptome nicht hättest, sie werden nur um ein vielfaches Stärker durch eine Art "nocebo" Effekt.

Erfahrungsgemäß sage ich dir eines: GOOGLE ist die HÖLLE auf Erden für Menschen die befürchten müssen irgendetwas zu haben.

Aus einer Warze wird ein Tumor, aus einer Mandelentzündung wird ein Tumor, aus Kopfschmerzen wird ein Tumor, aus Nasenbluten wird ein Tumor... google has the magic stick: es verwandelt einfach ALLES UND JEDES SYMPTOM in Krebs!

Profitiere bitte von meiner Erfahrung vor sechs Jahren und geh nicht den blöden Weg den ich gegangen bin. Lass dich nicht auf langwierige Forengespräche ein die dir nur Zeit rauben.

Kurz gesagt: geh einfach zum Doktor. Hab keine Angst, denn es macht es auch nicht besser oder schlechter. Alles andere hat überhaupt keinen Sinn. Wirklich: KEINERLEI SINN!!!!!! ÜBERHAUPT GAR KEINEN!!!!!

Willst du Gewissheit und ruhigen Schlaf, geh zum Onkel Doktor, denn ganz egal was der dir sagt, du kannst es eh nicht ändern und höchstwahrscheinlich wird er dir sagen, dass da gar nichts ist.

Also, mach dir ein schönes restliches Wochenende, schau einen schönen Film, trink eine Tasse Tee, genieße deine Zeit und am Montag gehst du frisch, fromm und tapfer zum Arzt. Und dann wirst du weiter sehen :-)

Glg

von einer ehemaligen Krebspatientin die sich rückblickend so einiges ersparen würde aber der es heute SUPER geht :-)

S8chnudd,elmauxs


P.S.

noch ein Rat von einem wirklichen PROFI...

wenn es der HNO nicht bringt, such dir den nächsten, den nächsten, den nächsten usw. BIS DU SOVIELE DURCH HAST, dass du A) entweder glauben kannst dass du nichts hast oder B) dich vielleicht einfach mal an eine psychosomatische Klinik wendest, weil du gerade deinem Körper die Hölle zumutest und stressmäßig am Ende bist.

Lass das mit dem Internet. Wirklich. Mir hat es damals überhaupt nichts gebracht.

Wenn mich heute was plagt und ich nicht zufrieden bin mit einem Doc, suche ich so lange weiter bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Letztes Jahr habe 4 Rheumatologen aufgesucht bis ich zufrieden war und als mir kein Arzt mehr zuhören wollte, habe ich mir selbst eine erfahrene Schmerztherapheutin gesucht dir mir BOMBE geholfen hat. Du musst heutzutage ein mündiger Patient mit viel Selbstverantwortung sein und das bedeutete eben manchmal auch in Krieg mit dem Gesundheitsamt zu verfallen. Aber zum Schluss hat es sich immer gelohnt bei mir :-)

Keiner ist für dich verantwortlich außer du selbst :)^

S@chdnuGddelm1auxs


P.S.S: und wenn gar nichts mehr geht solltest du dich an einen guten Heilpraktiker wenden, denn die beachten was Schulmediziner gerne außer Acht lassen.

Ich habe auch nicht viel Geld aber das sollte es dir dann wert sein.

Ich habe für 7 Sitzungen bei meiner Schmerztherapheutin 113 total gut angelegte Euros bezahlt!!!!

Laouis[ianxa


Danke für Deine Antwort. Es tut mir leid, dass Du Krebs hattest, das wäre mein absoluter Albtraum. Und schön, dass es Dir wieder gut geht :)^

Ich war bereits beim HNO. Und - das habe ich bislang nie gemacht - ich habe sogar zwei HNOs aufgesucht. Einer in meinem früheren Wohnort, der auf dem Ultraschall ein Hinterwandecho sieht (mal wieder), aber sonst nichts, und sich nicht entscheiden kann zwischen Antibiotikum auf blauen Dunst, CT oder einfach abwarten, was passiert. Und der andere an meinem neuen Wohnort, der beim Reinschauen in die Nase auch nichts sehen konnte, was man sonst wohl klassischerweise bei einer Sinusitis sieht, und der mich nun zum CT schickt um herauszufinde, was da drin ist.

Dass Googeln nichts bringt, ist mir klar, und ist für mich eigentlich tabu, wenn, lasse ich meinen Mann schauen. Mich haben die letzten 4 Wochen total zermürbt, und je länger sich der Zustand nicht verbessert trotz allem, was ich versuche, desto mehr Angst bekomme ich. Eine Entzündung hätte ja weggehen müssen oder sich zumindest etwas bessern, aber bei mir wirkt nichts, nicht mal Cortison. Die Nase ist dank Cortison offen - und trotzdem bleiben die Beschwerden und das Echo auf dem Ultraschall. Das macht mir Angst.

SBchcnuPddelmauxs


Ich verstehe deine Angst aber sie bringt dir nichts außer Kummer. Du würdest nicht glauben wie viele Menschen ich mit Beschwerden aller Art kenne (inkl. meiner Mum) die wirklich alles durchgemacht haben von MRT, CT, Darmspieglung, Magenspieglung und was es da nicht sonst alles gibt. Sie haben Symptome aber eine Krankheit wird nicht gefunden.

Du solltest zu dem CT gehen und dich bis dahin einfach vom Internet fernhalten. Krebs ist schlimm, ja okay, es ist kein Todesurteil. Ich empfehle dir persönlich, auch jetzt wo du zumindest "unzertifiziert" gesund bist, das Buch von Dr. Carl Simonton: Wieder Gesund Werden.

Für mich ist es eine Pflichtlektüre für jedermann. Aber es ist nur ein Vorschlag. Die Statistik besagt heute, dass jeder 2. Krebspatient überlebt. Das war vor 20 Jahren noch anders.

Ich hatte Krebs im höchsten Stadium (meine halbe Geschichte von damals steht ja auch hier) und dennoch bin ich da, weil ich persönlich glaube, dass der Krebs gar nicht soviel Macht über uns hat wie die Medizin uns das weiß machen will.

Es kann 1000ende Gründe für deine Probleme geben, versteif dich nicht zusehr auf das aller Schlimmste. Denn, und ich wiederhole mich an dieser Stelle, es bringt dir einfach wirklich nichts. Das einzige was du in Gang setzt sind furchtbar schlechte Mechanismen in deinem Körper, weil der nicht unterscheiden kann zwischen realer und fiktiver Angst. Das heißt du versetzt deinen Körper in eine Art DAUERALARM ala: Hilfe, Hilfe der Säbelzahntiger ist hinter uns her. Alarm!!! Alle Mann auf Gefechtsstation: FLUCHT ODER KAMPF, FLUCHT ODER KAMPF ??? ?

Nur kann kannst du ihm kein Ventil bieten in dem du dich entscheidest ob du fliehst oder gegen den Säbelzahntiger kämpfst. Das sind Urinstinkte die nichts, aber auch gar nichts mit dieser ungreifbaren, abstrakten Angst wie du sie gerade durchlebst anfangen können. Damit tust dir überhaupt nichts Gutes und am Ende wirst du es eh nehmen müssen wie es ist.

Vielleicht komme ich dir ein wenig neunmalklug rüber aber ich versuche dir nur aus meinem Erfahrungsschatz das Beste mitzugeben. Du brauchst keine Angst vor Krebs zu haben. Es genügt eine gute Portion Respekt und Zuversicht und Vertrauen zu dir selbst, dass du alle Probleme meistern wirst.

Ich bin in deinen Schuhen gelaufen, ich weiß genau wovon ich rede.

Kopf hoch... ich bin mir sicher, dass du gesund bist :-) solange dir keiner das Gegenteil beweist solltest du dich auch daran festklammern und dankbar sein für alles Gute und all die Gesundheit die du hast.

Darf ich mal fragen wie alt du bist ??? ?

Leouisfia-na


solange dir keiner das Gegenteil beweist solltest du dich auch daran festklammern und dankbar sein für alles Gute und all die Gesundheit die du hast.

Solange mir keiner das Gegenteil beweist, ja. Das versuche ich immer zu denken. Auch, dass für Panik immer noch Zeit ist, falls mal wirklich was ist. Aber mir gelingt es nicht, dieses Denken dauerhaft umzusetzen.

Ich bin übrigens 45 und habe schon einige Erkrankungen auf dem "Tacho". U.a. habe ich ein Syndrom, Häufigkeit: 1:10.000. Aber ich habe es, ich gehöre nicht zu den 9.999 sondern bin die Eine. Und davon gibt es einige Beispiele. Wo was hätte ganz normal laufen müssen, und mich erwischt es. So habe ich mit der Zeit immer mehr die Angst, dass ich immer wieder die A****-Karte ziehe und auch irgendwann mit Krebs. Mir fehlt die Gelassenheit. Die Zuversicht, dass es eher andere trifft als mich, das kann ich nicht glauben, warum auch sollte es die anderen erwischen, wenn es doch mich erwischen soll? Und blöderweise kommt dann noch die "Drohung" der selbsterfüllenden Prophezeiung. Toll. Denke - trotz all der gemachten Erfahrungen - positiv. Das klingt für mich so wie: Du kriegst Schläge bis du lachst.....

SIchnhuddelxmaus


Ich verstehe dich total. Ich kann dir an dieser Stelle wahrscheinlich auch nicht die Angst nehmen.

Meine Erfahrung damals war leider ähnlich. Ich hatte sowieso schon mit dem Non Hodgkin Lymphom eine eher seltene Erkrankung mit 27 und dann auch noch an einer so seltenen Stelle, dass mir der Leiter der Frauenklinik meiner Uni nicht glauben wollte.

Mir sind aber im Laufe der Zeit solche Wunder widerfahren, dass ich heute sagen kann, dass eine Diagnose alleine dich nicht in die Knie zwingen kann. Wenn uns jemand in die Knie zwingt, dann wir uns selbst.

Medizinisch gesehen bin ich, laut meiner Ärzte, einzigartig weltweit und generell diese Erkrankung zu bekommen lag bei einer Wahrscheinlichkeit die noch schlechter anzusiedeln ist als ein 6er im Lotto. Aber gut, dafür bin ich heute etwas besonderes und das schmeichelt mir doch immer wider :-)

Ich kann dir wirklich nur ans Herz legen, dir das Buch von Dr. Simonton durchzulesen. Auch wenn du keinen Krebs hast. Früher war ich ein komplett anderer Mensch und mir hat der Krebs zwar auch Leid gebracht aber er in Kombi mit diesem Buch (und noch weiterem diesbezüglich) hat mein Leben grundlegend in etwas wundervolles verwandelt :-)

In allem was Übel steckt immer etwas Gutes, wenn man bereit ist daraus zu lernen.

Vielleicht solltest du dir generell psychologische Unterstützung holen um dein Denkmuster (Selbsterfüllende Prophezeiung usw.) zu ändern oder dich einfach auf ein anderes Level zu bringen. Glaub mir eines, wir denken immer wir schaffen das alleine aber so ist es nicht. Wir sind keine Inseln :-)

Du solltest anfangen dir selbst viel Gutes zu tun und dich intensiv doll lieb zu haben, weil du keine Ewigkeit mit dir verbringen wirst. Das Leben ist zu schade um schlussendlich mehr Reue über versäumtes zu empfinden. Dieses Gefühl, Krebs zu überwinden... das... das kann ich keinem Menschen beschreiben. Als ob dir plötzlich jemand Tür und Tor geöffnet hätte wo du vorher nur graue Mauer gesehen hast.

Hab nicht soviel Angst. Eines sterben wir sowieso und bis dahin sollten wir mit Hoffnung leben.

Ich wünsche dir auf dem Weg wirklich alles, alles Gute und ehrlich gesagt, würde ich sehr gerne wissen wie es mit dir weitergeht. Wenn du magst, kannst du mich auch per PN auf dem Laufenden halten. Nur wenn du magst :-)

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