» »

Verdacht Nhl mit 26J

bUoomeDrnew hat die Diskussion gestartet


Hi,

möchte zunächst kurz meine Chronik zusammenfassen, bevor ich zu meiner Frage komme.

Chronik:

Vor 1 1/2 Jahren bin ich an Rheuma erkrankt. Etwa zeitgleich tastete ich mehrere Knoten im Halsbereich. Ich habe mehrere Ärzte darauf angesprochen, keiner davon hielt es für nötig, mich diesbezüglich weiter zu untersuchen.

Das ging so bis Herbst 2015, als ein HNO Arzt durch Zufall auf meine Lymphknoten aufmerksam wurde.

Es sind mehrere Lymphknoten im Halsbereich betroffen. Wirklich groß sind aber nur zwei im Kieferwinkel, symmetrisch und oval, der Rest ist bei bis zu 1cm Größe konstant.

Es folgten mehrere bildgebende Verfahren:

August 2015 - Sono Hals, Lymphknoten Kieferwinkel beide 2,7 cm.

November 2015 - MRT Hals, Lymphknoten Kieferwinkel beide 2,7 cm.

Dezember 2015 - (erstmals Vorstellung beim Hämatologe) - Sono Hals, Lymphknoten Kieferwinkel 3,1 u. 3,2 cm

Februar 2016 - Sono Hals, 2,7 und 3,4 cm

März 2016 (heute) - Sono Hals beim Hausarzt, noch immer 2,7 und 3,4 cm.

Blutbild keine Auffälligkeiten. Milz grenzwertig vergrößert (13,5 x 9 cm). Röngten Thorax, Sono der inneren Organe bis auf Milz keine Auffälligkeiten.

Nun hat mir mein Hämatologe empfohlen, zur Sicherheit eine Histologie anzustreben.

Am Freitag werde ich operiert. Jedoch wollen die mir den Knoten rausschneiden, der konstant geblieben ist (2,7cm) und nicht den, der gewachsen ist, da dieser direkt an der Speicheldrüse und an Gefäßen sitzt und eine OP somit riskant wäre.

Nun bin ich verwirrt. Macht es überhaupt Sinn, den Lymphknoten raus zu operieren, der nicht gewachsen ist? Höre diesbezüglich von jedem Arzt etwas anderes und bekomme langsam Panik, weil der Freitag immer näher rückt und ich nicht weiß, was ich machen soll.

Mein Hausarzt und mein Hämatologe meinten beide, dass es eigentlich sinnvoller wäre, den rauszuschneiden, der gewachsen ist. Der Chefarzt der Allgemeinen Chirurgie in der Klinik, bei dem ich zur Voruntersuchung war, möchte aber den rausschneiden, der nicht gewachsen ist.

Wie sicher ist dann überhaupt eine Diagnose, wenn ich mir den besagten Knoten entfernen lasse, der besser zugänglich ist? Kein Arzt wollte mir hierzu eine Aussage geben, nicht mal eine Schätzung. Wie soll man so als Patient eine autonome Entscheidung treffen können?

Über Meinungen und Anregungen jeglicher Art bin ich sehr dankbar.

Liebe Grüße

Nico

Antworten
P~iMa0>580x9


Wer hat denn den Verdacht NHL geäußert?

Ist der zweite Lymphknoten wirklich vergrößert oder sind das nur "Messunterschiede"?

Bei mir hab ich bei jeder Untersuchung eine andere Größe gesagt bekommen. Tatsächlich gestimmt hat nichts davon. Er war 4,5 cm.

Ob es jetzt einen Unterschied macht weiß ich auch nicht genau. Ich denke mal die Risiken sind größer an der anderen Stelle. Kann hier vielleicht noch zusätzlich eine Feinnadelbiospie gemacht werden?

btoomeLrCnew


Die Hämatologin hat davon gesprochen.

Von Messunterschieden war bisher auch immer die Rede. Bis ich heute nochmal beim Hausarzt war und eine 2. Meinung eingeholt habe. Er hat erneut eine Sono gemacht und die Bilder mit denen von August verglichen. Bei dem "gewachsenen" Knoten sprach er von einer "signifikanten Größenzunahme". Das hat mir leider sehr arg Angst gemacht.

Der 2. Knoten sieht aber 1:1 noch gleich aus, wie damals im August. Und den wollen sie jetzt raus machen.

Von einer Feinnadelbiopsie hat mir die Hämatologin abgeraten, weil auch nur ein Teil des Lymphknotens krank sein könnte. Nimmt man die Probe aus dem gesunden Teil, ist die Diagnose falsch.

Ferner hab ich noch recherchiert und gelesen, dass bei einer Feinnadelbiopsie sich Krebszellen im Lymphsystem verteilen / streuen könnten. Das macht mir auch eine riesen Angst.

Bin so langsam wirklich am verzweifeln.. Hatte die letzten 1 1/2 schwer mit meinem Rheuma zu kämpfen, es hat bis Dezember gedauert, bis eine Therapie ausreichend angeschlagen hat. Und nun das..

PDiMa05x09


Vielleicht schaut Zwack nochmal rein. Er kann dir zu dem Thema eventuell noch mehr sagen.

Das mit der Biopsie stimmt. Es könnte sein, daß sie nur gesundes Gewebe erwischen. Aber wenn sie einen Knoten raus machen, der auf der ganz anderen Seite sitzt und nicht gewachsen ist, ist das dann wahrscheinlicher da eine Diagnose zu bekommen? Was haben die im KH bei der Voruntersuchung dazu gesagt?

So aus dem Bauch heraus würde ich wohl eher den gewachsenen Knoten loswerden wollen.

bnoome6rbnxew


Der Chefarzt bei der Voruntersuchung meinte nur, dass sie mir den kleineren Knoten entfernen wollen. Ich wurde erst heute morgen beim Hausarzt (wollte ne 2. Meinung) darauf aufmerksam gemacht, dass das eventuell dann gar keine sichere Diagnose liefern wird, wenn ich mir nicht den Knoten entfernen lasse, der größer geworden ist. Daraufhin hab ich mit meinem Hämatologe telefoniert und der meinte ebenso, dass es, wenn es irgendwie geht, mir schon den größeren rausschneiden lassen soll.

Nun hab ich morgen im Krankenhaus nochmal ne Voruntersuchung in der geschaut wird, ob man nicht irgendwie an den anderen Knoten ran kommt. Bin aber am überlegen, ob ich für so eine riskante OP nicht lieber in eine größere Klinik gehen soll, die evtl. ein Gefäßzentrum oder irgendwas ähnliches hat.

Bei der Feinnadelbiopsie.. Stimmt das, dass so evtl Krebszellen im Körper oder im Lymphsystem verteilt werden können? Hab versucht zu recherchieren, bin aber nicht wirklich weiter gekommen, was die Frage angeht.

Ich hoffe, dass Zwack oder vielleicht wer anderst auch noch was dazu sagen kann. Bin leider noch immer nicht weiter, was ich machen soll

Z:wackZ44


Ja, boomernew, stimmt schon: Mein Chirurg hat sich wegen des "damit verbundenen Flurschadens" (nahe Gefäße und Nerven) geweigert, meinen geschwollenen Hals-LK (damals 5 cm) zu entfernen, "weil diese Dinger doch so gut auf Chemo reagieren". Allerdings wurde dann 1 Woche später eine Stanzbiopsie durchgeführt (LK dann 7 cm), bei der nur ein Teil des LK entfernt wurde. Biopsie-NW: keine.

Was eine Feinnadelbiopsie angeht, hat man die erwähnte Unsicherheit, ob man das kranke Gebiet erwischt, und bei manchem Krebs, ich glaube es war SD-Krebs, gilt der Stichkanal danach als Teil, der bei positivem Befund entfernt werden soll. Bei NHL sehe ich das (als Laie) nicht so kritisch, denn NHL ist ja nicht die Krankheit eines LK, sondern eine Krankheit des blutbildenden Systems. Wo immer eine NHL-Zelle hingeschwemmt wird, sollte sie von der Chemo "erwischt" werden, die bei positivem Befund sowieso folgen würde. Was aber bleibt, ist die Unsicherheit der Feinnadelbiopsie. Stanzbiopsie dürfte besser sein.

Alles Gute für morgen!

PZiMaB050x9


Wie lief denn die op und was kam dabei raus?

bgoomerKnexw


Hi,

mein OP Termin wurde abgesagt, hab eine Zweitmeinung eingeholt und mir wurde abgeraten, das in dem Krankenhaus machen zu lassen.

Habe nun morgen einen Termin (OP-Vorbesprechung) in einem HNO Zentrum (Marienhospital Stuttgart). Die wollen den gewachsenen Knoten rausschneiden.

Ich hoffe, dass der Alptraum bald vorbei ist und die Dinger vielleicht doch endzündlich reaktiv sind. Zur Zeit versuche ich mich nicht verrückt zu machen und geh vom besten aus. Alles andere bringt sowieso nichts. Größe ist nach wie vor bei 2,7 und 3,4cm.

Sobald ich ein Ergebnis habe, werde ich das hier posten.

P@iMaY0K509


Ich denk im marienhospital bist du gut aufgehoben.

Weisst du wann op sein wird?

Und so lange der Knoten nicht untersucht ist, ist noch alles offen. Es wird viel zu schnell von krebs gesprochen.

Alles Gute!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Krebsangst oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Krebs · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH