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Wie oft muss man denn zum Brustultraschall?

ZuappeDline hat die Diskussion gestartet


Hallo.

Ich habe langsam Zweifel an meiner Frauenärztin. Denn ich werde jetzt zum dritten Mal hintereinander zu einer Sonographie der Brust -im Abstand von drei Monaten!- einbestellt. Befundet wurden bisher Birads 0 in der Mammographie, ACR 4. Sicher habe ich eine Mastopathie, mehrere Zysten rechts und links, einige Fibroadenome. Ach, und was mir seit mehr als einem Jahr Probleme macht: Schmerzen einseitig links, die in die Achsel ausstrahlen. Einen reaktiven Lymphknoten fand sie in der linken Achsel auch, der war vor drei Monaten nur vergrößert. Bei meinem letzten Besuch bei ihr meinte sie, bei mir würde sich schon ein MRT lohnen. Aber das würde die Kasse nicht zahlen. Nun habe ich meine Krankenkasse kontaktiert und die sagte mir, dass sofern meine Frauenärztin das begründen würde, sie durchaus ein MRT zahlen würde. Als ich ihr das telefonisch mitteilte, war sie fast sauer. So in der Art, wenn sie was schlimmes gesehen hätte, würde sie sich wohl daran erinnern. Nun frage ich mich: wenn meine Brust so herrlich in Ordnung ist, wieso soll ich dann alle drei Monate zur Kontrolle ??? Wie oft müssen denn andere hin?

Ich bin total verunsichert. ???

Viele Grüße

Zappeline

Antworten
c~arxja


Hallo Zappeline!

Also ich habe auch Mastopathie und auch 2 Fibroadenome.

Mit 21 oder 22 Jahren hatte ich meine erste Mammographie, dann ab dem 35. Lebensjahr alle 2 Jahre, teilweise auch noch zwischendrin, wenn man eine neue Veränderung entdeckt hat und die dann nochmal kontrolliert werden sollte.

Meine FÄ bietet mir auch zusätzlich alle 6 Monate noch dazu ein Brustultraschall an, was ich natürlich nutze. Bezahlen muss ich den US nicht.

Als vor 4 Jahren noch ein Lymphknoten in der Achsel vergrößert war, war das für meine FÄ Grund genug mich zu einem MRT zu schicken, damit auch ja nichts übersehen wird. Zum Glück war alles in Ordnung.

Im letzten Jahr hatte ich dann mein 2. MRT, was aber auf meinen Wunsch gemacht wurde und ich natürlich diesmal auch bezahlen musste. Ich will einfach die häufigen Mammographien und die damit verbundenen Strahlenbelastung umgehen. Dazu liefert das MRT auch noch genauere Bilder und Auffälligkeiten werden früher erkannt.

Seit ich bei den MRTs war, bin ich zwar nicht mehr zu den Mammographien gegangen, allerdings lasse ich weiterhin zusätzlich den Brustultraschall bei meiner FÄ machen.

Ehrlich gesagt bin ich über das engmaschiges Angebot sehr dankbar und nutze das auch selbstverständlich. So kann man wenigsten Veränderungen rechtzeitig aufspüren und erkennen. Zumal ich auf Grund der Mastopathie eine sehr knotige Brust habe und da niemals einen guten von einem bösartigen Knoten beim eigenen Abtasten erkennen würde. Das würde mich eher noch mehr verunsichern.

Brustkrebs liegt zum Glück nicht in unserer Familie, aber die Mastophathie und die Fibroadenome sind wohl Grund genug, die Brust etwas öfters kontrollieren zu lassen.

Dein Drüsengewebe in der Brust scheint wohl sehr dicht zu sein (ACR4), so dass man deine Brust bei der Mammographie nicht richtig beurteilen konnte (Birads 0). Darf ich fragen wie alt du bist? Ein dichtes Drüsengewebe haben vor allem jüngere Frauen. Daher macht es oft auch wenig Sinn, dass junge Frauen zur Mammographie gehen, weil man einfach auf den Bildern dann nichts erkennen kann. Wenn man älter wird, nimmt das Drüsengewebe ab und das Fettgewebe in der Brust wird mehr. Dann werden die Fotos bei einer Mammographie aussagekräftiger.

Wenn das Drüsengewebe der Brust sehr dicht ist, dann ist ein Ultraschall oft sinnvoller.

Wurde die Mastopathie, die Fibroadenome, etc. bei dir per Biopsie sichergestellt oder nur an Hand der Mammographi und dem US?

Vielleicht will deine Ärztin schauen, ob sich die Fibroadenome, die Zysten und der Lymphknoten in Größe und Aussehen verändern und macht deshalb eine so engmaschige Kontrolle, da man bei der Mammographie deine Brust nicht richtig beurteilen konnte.

Vielleicht will sie sich auch erstmal ein ganz genaues Bild von deiner Brust machen. Die Mammographie war ja nicht aussagekräftig genug. Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Ärztin die Kontrollen dann auch etwas ausdehnen wird, wenn sie keine Veränderungen erkennen kann und alles gleich bleibt.

Klar ist es nervig alle 3 Monate wegen einem US zum Arzt zu rennen. Aber es tut ja nicht weh und du kannst ja eigentlich auch froh sein, dass man bei dir da etwas öfters und genauer hinschaut. So hast du die Chance, dass Veränderungen wirklich rechtzeitig erkannt werden können, falls es dazu kommen sollte. Andere Frauen müssen sogar den Brustultraschall bezahlen ;-)

Vielleicht kannst du beim nächsten mal, wenn du bei deiner Ärztin bist, das mit dem MRT nochmal ansprechen. Fragst sie auch mal, warum du alle 3 Monate zur Kontrolle sollst und ob nicht einmal im halben Jahr reichen würde.

Aber bei so was bin ich persönlich halt eher der Meinung, dass man lieber einmal öfters gucken sollte, als einmal zu wenig.

Liebe Grüße

Carja

Z}ap0pelxine


Hallo Carja.

Vielen Dank für Deine sehr ausführliche Antwort.

Zunächst fand ich das gar nicht schlimm, so oft zum Ultraschall zu müssen. Nur, was ich halt gar nicht verstehe, ist, dass ich einerseits offenbar sehr engmaschig überwacht werden muss in den Augen der Ärztin ( bei mir werden sehr viel häufigere Kontrollen als eigentlich bei unkritisch wirkenden Befunden empfohlen gemacht ), sie aber andererseits nicht bereit ist, ein MRT bei der Krankenkasse zu begründen. Ich finde, da passt was nicht zusammen.

Biopsiert wurde bei mir noch gar nichts. Nur beobachtet.

Was man liest, scheint ein Ultraschall gut dazu geeignet, Zysten von festeren Tumoren zu unterscheiden. Aber der Sicherheit von Erkennung von kleinen Tumoren (< 1cm) sind schon durch die ACR4-Dichte klare Grenzen gesetzt. Und dabei ist noch nicht die Kompetenz des Untersuchers in der Waagschale.

Die Mammographie ist schlichtweg nicht aussagekräftig bei mir, also als Untersuchungsform eigentlich untauglich, so formulierte es damals die Radiologin.

Das persönliche Gespräch mit ihr hat mich auch nicht wirklich weitergebracht. Sie reagiert merkwürdig gereizt. Wobei ganz klar: ich bin nicht der Typ Patient, der dem Fachmann sein Fach erklären will und tue das auch nicht. Ich weiß, dass alles , was man lesen kann , kein Medizinstudium, keine Facharztausbildung ersetzen... Deshalb würde ich niemals den fachlichen Dialog mit ihr suchen, das steht mir nicht zu. Aber ich hänge auch an meinem Leben und mag nicht durch einen vielleicht doofen Fehler zu lange warten und ganz "blond" bin ich leider auch nicht.

Darum belese ich mich so gut es eben möglich ist und versuche mich eigentlich damit zu beruhigen. Aber das gelingt mir dieses Mal nicht.

Hypochondrie ist mir übrigens fremd. Ich habe es bislang geschafft, mich erst aufzuregen, wenn es Grund dazu gab. Und bin sehr gut damit gefahren.

Aber diese schwammige Art meiner Ärztin macht mich fertig.

Deshalb schreibe ich mir ihr meine Angst von den Fingern. :-/ ":/

Viele Grüße

Zappeline

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