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Angst vor Darmkrebs

sPcMhneckxe2004 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

meine Verdauung wechselt seit geraumer Zeit immer zwischen Durchfall und Verstopfung und manchmal dem Gefühl nicht ganz entleert zu sein. Mir ist immer schlecht und ich habe im unteren Bereich Rückenschmerzen. Was mir aber am meisten Sorge bereitet ist, das ich jetzt 3 Kilo abgenommen habe. Meine Blutwerte und ein Ultraschall letze Woche waren ohne Befund. Eine darmspiegelung habe ich letztes Jahr bekommen und es wurde mir ein Reizdarm diagnostiziert. Ich hatte keine Polypen oder ähnliches. Kann es trotzdem sein, das ich in dem Zeitraum Darmkrebs bekommen habe? Vielleicht noch zu meiner Person, ich bin 36 Jahre, 164cm und wiege jetzt 55,4 Kilo.

Antworten
y:ukYumu


Gewissheit kann nur eine erneute Darmspiegelung bringen.

Meistens wächst der Darmkrebs eher nicht so schnell, aber es gibt auch Ausnahmen.

Willst du dich auf die Statistik und auf Wahrscheinlichkeiten verlassen, dann gäbe es wenig Anlass zur Beunruhigung, willst du aber wirklich wissen, was los ist, dann wäre das Minimum, einen Spezialisten aufzusuchen und ihm eben genau diese Fragen zu stellen (u.a. die Wahrscheinlichkeit/Möglichkeit eines Wachstums in so einer kurzen Zeit).

Man sollte auch im Auge behalten (in Bezug auf deine letzte Spiegelung), dass es nicht immer ausgeschlossen werden kann, dass bei einer Spiegelung auch mal etwas übersehen werden kann.

s/ch8neckfe200x4


Vielen Dank für deine Antwort. Da hast du wahrscheinlich auch recht. Meine Hausärztin meinte zu mir das ich nochmal zur magenspiegelung soll, aber in einer erneuten darmspiegelung sähe sie keinen Sinn, da man ja durch die von letzem Jahr auf der sicheren Seite wäre. Aber ich brauche ja eine Überweisung.

y$uykumxu


Ich glaube zu wissen, dass man dafür nicht unbedingt eine Überweisung braucht.

Um sicherheitshalber keine falschen bzw. übertriebenen Ängste entsehen zu lassen: Rein von der Wahrscheinlichkeit her würde man jetzt keinen Fall sehen, der zur größter Sorge berechtigen würde, aber eben man kann es so auch nicht nur deswegen aussschließen, weil vor einem Jahr nichts gefunden wurde.

Wenn sich 1.000 Menschen in ähnlicher Situation auf die Statistiken und Wahrscheinlichkeiten verlassen würden, dann machten die meisten dadurch keinen Fehler, aber einige wenige schon.

Das Problem: In welcher "Gruppe" steckt man nun?

Das ist übrigens ein sehr häufiges Problem in der Medizin: Das Wahrscheinliche und das nicht so sehr Wahrscheinliche.

Die, die "es" wider Erwarten trifft, haben es schwer.

Schwer vor allem auch, weil es nicht gerade leicht ist, gegen allgemeine Empfehlungen seitens der Ärzteschaft doch noch das Nötige machen zu lassen, zumal man oft selber zweifelt, ob man nicht übertreibt, hypochondrisch wird etc.

Man muss bei allem sich auch vor Augen halten, dass das System der Krankenkassen wirtschaftlich keine unbegrenzten Möglichkeiten hat (das Gebot der Wirtschaftlichkeit), d.h. man hält sich bei vielen Empfehlungen auch eben an dieses Gebot.

Das, was statistisch eher als unwahrscheinlich gilt, fällt - ohne eindeutige Symptome - unter den Tisch.

So funktioniert es. Das sage ich ohne jede Ironie.

Ein exzellentes Beispiel hierfür sind die zeitlichen Abstände, die für diverse Krebsfrüherkennungsuntersuchungen "empfohlen" werden.

Die meisten Leute glauben nämlich, wenn sie diese Untersuchungen in den empfohlenen zeitlichen Abständen machen lassen, dass sie dann "sicher" sind. Das trifft auch für sehr viele Menschen zu, aber eben nicht auf alle.

ZBwacxk44


Die sehr verbreitete Empfehlung nach einer Darmspiegelung, bei der nichts gefunden worden ist, lautet "Wiedervorstellung in 10 Jahren".

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