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Dritter CT vom Hirn in diesem Jahr

M'ac?aqu(e_F84 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

vor kurzem habe ich durch einen Umzug meinen Hausarzt gewechselt. Ohne der Ärztin etwas zu unterstellen, habe ich bisher kein Vertrauensverhältnis zu ihr aufgebaut und möchte durch euch eine Fehlberatung ausschließen.

Kommen wir zu meinem Fall:

Vor 2 Wochenenden habe ich Freitagabend eine Saunaparty gehabt (mehrere Saunagänge, am Ende auch stark alkoholisiert) und am Samstag darauf war ich 5 Stunden in der prallen Sonne, dort leicht alkoholisiert. (Nur um es gesagt zu haben: Nein, ich habe kein Problem, das ist an diesem Wochenende nur so gekommen ;-) )

Kurz nach dem Wochenende hatte ich nach dem Geschlechtsverkehr extrem starke Kopfschmerzen. Sie fingen im Nacken an und sind über den Kopf nach vorne gewandert. Es war ein pochender Schmerz, der mich für ein paar Minuten quasi ausgeschaltet hat. Übelkeit war ebenfalls dabei.

Dieser Schmerz hat die nächsten Tage (ebenfalls nach dem Sex) angehalten. Bis zum heutigen Tag hat er sich jedoch gebessert!

Sobald der Blutdruck sinkt, nehmen die Schmerzen ab.

Ich habe mich am letzten Wochenende nicht wirklich geschont, habe auf einem Umzug geholfen und war dort auch sehr angestrengt.

Die erste Diagnose (hoher Blutdruck) wurde durch 2 Langzeitmessungen widerlegt.

Die zweite Diagnose (Blutung im Hirn?) soll jetzt durch einen CT Scan ausgeschlossen werden.

Hier kommen wir zu meinem Problem!

Zu Beginn diesen Jahres hatte ich einen Motorradunfall mit Augenhölenbruch. Hier wurden bereits 2 CT Scans meines Schädels angefertigt. Einen dritten in diesem Jahr sehe ich von der Strahlenbelastung einfach zu hoch an.

Sollte ich zu einem weiteren Arzt gehen um mir eine zweite Meinung zu holen?

Sollte ich weiterhin abwarten, um zu prüfen, ob sich die Schmerzen von selbst heilen?

Soll ich das Risiko des Scans eingehen, um den "worst case" ausschließen zu können?

Vielen Dank für euren Rat!!!

Viele Grüße

Antworten
olnMoqdi|sexp


Nach meiner unbedeutenden Meinung sind 3 Schädel-Hirn-CTs in 1 Jahr definitiv viel zu viel. Gegen ein MRT (wegen V.a. Aneurysma [[http://www.netdoktor.de/krankheiten/aneurysma/]] wäre nichts zu sagen.

DXieKruhexmi


Aneurymen tun nicht weh-bis sie platzen. aber dann ist es kein Kopfschmerz, der nur gelegentlich auftritt, man nennt ihn auch Vernichtungskopfschmerz.

D5ieKrue"mi


Kurz nach dem Wochenende hatte ich nach dem Geschlechtsverkehr extrem starke Kopfschmerzen. Sie fingen im Nacken an und sind über den Kopf nach vorne gewandert. Es war ein pochender Schmerz, der mich für ein paar Minuten quasi ausgeschaltet hat. Übelkeit war ebenfalls dabei.

das hört sich nach klassischer Migräne an.

Sauna, viel Alkohol, Sonnenbad, wieder Alkohol, und das bei der Hitze.....schone dich einfach mal, trink ausreichend -nix alkoholisches, sondern Wasser.

MJac@aque5_8x4


Hey,

schon einmal vielen Dank für deine Antwort!

Mich hat es ein wenig verwundert, da ich kein Migränepatient bin und es jetzt (auch wenn abnehmend) 2,5 Wochen andauert. Ich hatte zunächst auf einen Hitzeschlag getippt, aber die Dauer verwundert mich einfach.

Du würdest mir also ebenfalls von einem Scan abraten und zu abwarten raten?

Danke!

G_reg?Housxe


Hallo,

zur CT-Frage. Jede Untersuchung mit ionisierender Strahlung birgt ein gewisses Risiko. Deshalb muss der Arzt immer abwägen, ob die potentiellen Folgen eines nicht durchgeführten CTs so drastisch sein können, welche eine CT-Untersuchung rechtfertigen. Die Belastung durch ein CT ist natürlich immer deutlich höher als beim Röntgen, wobei ein CT vom Schädel in der Literatur zwischen 2 bis 4 mSv angegeben wird (Vergleich CT-Abdomen: 10 bis 20 mSv). Wenn tatsächlich nur ein Blutung im Gehirn ausgeschlossen werden soll, hat vermutlich mein Vorredner recht => MRT sollte dies ermöglichen.

Gemäß Deiner Schilderungen könnte auch ein harmloseres Szenario vorliegen => Alkohol + Sauna + Sonne => u.U. massiver Wasser-/Elektrolytverlust.

Dadurch alleine kann man schon ziemlich starke Kopfschmerzen bekommen. Durch den Wasserverlust wird zudem das Blut dicker, was durchaus den Blutdruck erhöhen kann (es wird mehr Kraft gebraucht um das Blut zu bewegen).

Deine beschriebenen Aktivitäten ;-) erhöhen den Blutdruck sowieso.

Dies alles zusammen kann dann auch eine Migräne-Attacke auslösen, die dann auch bis zu drei Tage andauern kann (inkl. Übelkeit).

Des Weiteren kann Deine Verletzung am Schädel diese Art Kopfschmerzen als Folge bei Überanstrengung auslösen bzw. begünstigen (Beispiel: ein Bekannter hatte durch einen Sturz eine schwere Gehirnerschütterung als Kind erlitten; 20 Jahre später hat er bei stärkerer körperlicher Belastung (Auslöser) noch mit massiven Kopfschmerzen (inkl. Übelkeit) zu kämpfen, die bis zu zwei Tage anhalten können.

Fazit: Dein Arzt muss entscheiden, ob eine potentielle Blutung vorhanden sein kann (Frag dann aber nach einem MRT; CT ist eher für Knochenaussagen); wahrscheinlicher ist aber die Dehydration mit den beschriebenen Auslösemöglichkeiten.

Alles Gute

MNacaqnue_x84


Wow, vielen Dank schon einmal für deine ausführliche Antwort!!

Die Begründung meiner Ärztin war: "Es ist immer ein gewisses Risiko bei CTs verbunden, jedoch muss ich hier die Überweisung erstellen, da ich mich rechtlich absichern muss".

-> Falls die geringe Chance einer größeren Erkrankung vorliegt wird das Risiko also auf mich übertragen (Danke)

Ich glaube meine Entscheidung ist gefällt...ich bin nächste Woche auf Schulung und werde die Zeit zum ausruhen nutzen. Sollten die Symptome nach der Woche noch bestehen, werde ich mich weiter untersuchen lassen

Vielen Dank für eure Hilfe!

o-nodoisexp


Hallo!

Zu Beginn diesen Jahres hatte ich einen Motorradunfall mit Augenhölenbruch.

Ich hatte Dir nur deshalb geschrieben, weil nach so einem schweren Unfall muss man immer mit Spätfolgen rechnen, vielleicht Aneurysmaähnlich. Ein CT ist einfach billiger als eine MRT. In manchen Gegenden gibt es gar kein MRT. Hier in der Großstadt wird man von kleinen Kliniken dazu in eine Radiologie gefahren, die ein (genau 4) MRTs hat. Große Kliniken haben ihr eigenes MRT. Es sind also nur Kostengründe, welche den Arzt bei einer Bildgebung vom Kopf ein CT wählen lassen - und das dann in der Tat auf Dein eigenes, persönliches Risiko.

Obwohl die radioaktive Belastung bei einer CT vom Kopf niedriger sein soll, als vom Bauchraum:

...CT vom Schädel in der Literatur zwischen 2 bis 4 mSv, Vergleich CT-Abdomen: 10 bis 20 mSv (s.o.)

ist das Gehirn gegen solche Strahlung sehr viel empfindlicher als Dein Magen.

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