» »

Geschwollene Lymphknoten...große Angst 😨

Cz_G hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich vor Sorge kaum noch geradeaus denken kann. Es ist alles so diffus, ich hoffe ich kann es verständlich in Worte fassen.

Ich steigere mich da so sehr hinein, dass ich mich nur noch heulend verkriechen möchte. Kurz vorweg: ich habe eine Angststörung, bin Hypochonder. Seit Kurzem bin ich deswegen auch in psychologischer Behandlung.

Ich habe mehrere geschwollene Lymphknoten im Hals-/Kopfbereich. Vor etwa 6 Wochen bemerkte ich direkt unter dem Kinn einen erbsengroßen, sehr harten Knoten. War wegen einer anderen Sache beim HNO und der wiegelte ab, ich solle mich nicht verrückt machen, der Lymphknoten könnte noch viel größer werden. Bei der nächsten Gelegenheit fragte ich den HA, der fand den Knubbel auch nicht sonderlich spektakulär, überwies mich aber zum HNO. Ich ging zu einem anderen HNO, welcher mich zum US überwies.

Beim US kam heraus, dass unter dem linken Unterkiefer ein 0,8 cm größer Lymphknoten ist, der Knubbel unter dem Kinn ist 0,5 cm groß und laut dem Arzt kein Lymphknoten, sondern "irgendwas anderes" (im Befund wird der Knubbel jedoch als Lymphknoten bezeichnet).

So weit, so unspektakulär. Ich war ein wenig beruhigt. Vor ein paar Wochen bekam ich vom Zahnarzt eine Brücke eingesetzt, die aber noch nicht 100%ig sitzt, es verfangen sich oft Essensreste am Rand. Vor einer Woche wühlte ich mit dem Finger am Zungengrund herum, weil es sich so anfühlte, als ob dort etwas hing. Ich ertastete einen ziemlich dicken Knubbel. Ich war wieder mittendrin in der Angst :�(

Ich ging zum Zahnarzt. Er betastete die Stelle und vermutete einen Speichelstein. Auf meine Nachfrage, wie sicher er sich da sei, kam "ziemlich sicher, das Ding ist kirschkerngroß und steinhart." Ich konnte mich nicht beruhigen und erzählte ihm von meiner Angststörung. Nach langer Grübelei gab er mir eine Überweisung zum MRT. Wenn meine Angst zu groß sei, solle ich selbst entscheiden, ob ich es weiter abklären lasse.

Meine Angst war sehr groß. Ich war am Freitag beim MRT.

Der Befund hat mich überhaupt nicht beruhigt. Ich habe überall am Hals vergrößerte Lymphknoten (ca. 1cm). Der Lymphknoten direkt unter dem Kinn war jetzt bei 0,9 cm, am Zungengrund links und rechts auch 0,9 cm. Die größten sind am Hals (Level 2B) links und rechts mit 1,6 cm. Der Radiologe fand die überhaupt nicht besorgniserregend. Es wurde eine leichte Nebenhöhlenentzündung rechts festgestellt. War kurz vor dem MRT auch sehr leicht erkältet, 2 Tage Halskratzen, 3 Tage leichten Schnupfen, sonst nichts.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Die Lymphknoten, die ich ertasten kann (unter dem Kinn, unter der Zunge, hinter dem Ohr) sind knüppelhart und tun NICHT weh. Ich bin unschlüssig, ob ich dranbleiben soll oder die Tatsache akzeptieren muss, dass Angst ein sehr schlechter Berater ist.

Eine Blutuntersuchung wurde bereits durchgeführt, war komplett unauffällig.

Bin ratlos und habe derzeit keine Freude am Leben, ständig ist irgendwas, was einen wieder runterzieht.

Traurige Grüße

C.

Antworten
L{ucix32


Wenn du eine Erkältung hast, ist es klar warum die Lymphknoten vergrößert sind.

Auch bei Zahnprobleme passiert das.

M^ircomki|rc


Ich habe seit ca, 10 Jahren vergrößerte Lymphknoten. Und bin gesund.

Der Radiologe wirds schon wissen.

BkenitxaB.


Wenn die Speicheldrüse vergrößert ist, kann das schon der Grund sein, Gott sei Dank funktioniert Dein Lymphsystem offensichtlich hervorragend. Dazu sind Lymphknoten nämlich da, zu reagieren, wenn was los ist....

Weil: wenn die Speicheldrüse vergrößert ist und die Brücke nicht sitzt, weshalb sich Bakterien dort einnisten können, ist die Lymphpolizei eben aktiv. Und es ist eine sehr gesunde Reaktion.... Des Körpers.

Der Röntgenarzt sagt, das ist nichts Gravierendes. Du bist also Kenner und der Arzt ist ein Idiot, weil er das anders einschätzt als Du?

Komm mal runter.

Cl_xG


"Komm mal runter" ist bei einem Angstpatienten sicher total zielführend... Wenn ich das einfach so könnte, müsste ich wohl nicht zum Psychologen!

An meiner Speicheldrüse ist nichts. Das, was der Zahnarzt für einen Speichelstein hielt, war ein Lymphknoten!

Meine Brücke sitzt, die ist nur noch zu breit, sodass sich daneben manchmal Essen verfängt, nicht darunter. Ich habe keinerlei Schmerzen im Mund. Nur der besagte Lymphknoten (der in den letzten 2 Tagen gefühlt auch nochmal größer geworden ist) drückt von seitlich unten gegen die Zunge. Das ist unangenehm, tut aber nicht weh. Wenn ich nach oben gucke, zieht es am Hals und unter dem Unterkiefer, hinter den Ohren zieht und kribbelt es auch ständig.

Und ja, ich weiß, dass ich übertreibe! Ist mir bewusst, aber ich kann nichts dagegen tun. Ich versuche es jeden Tag! Ich habe 2 kleine Kinder, die mich sehr fordern. Aber sobald es am Hals wieder zwickt oder drückt, könnte ich in Tränen ausbrechen.

BtenyitaBx.


Wenn der Arzt sagt, das ist nichts, dann ist das so. Und die Lymphknoten sind ja nicht einmal wirklich groß.

Da wird kein Arzt aktiv. Glaub mir, nichts würden der eiliger machen, als wenn da was wäre....

Kann man nämlich gut dran verdienen, wäre es etwas Schlimmes. Da man aber nichts macht, zudem noch eine NNH-Entzündung da ist, kommt es daher. Glaub mir, bei was Bösartigem hättest Du da Pflaumengröße.

Aber Du entscheidest Dich doch dafür, da dauernd rumzutasten, zu drücken. Geh doch einfach freundlich mit den Lymphknoten um, sie arbeiten gut, laß sie in Ruhe, dort sitzt die "Polizei", die bei Entzündungen hilft. Und da dort genau solche Zellen produziert werden, wird die "Maschin" auch mal "angeschmissen". Ein normaler Vorgang.

C>_G


Danke für deine klaren Worte, Benita. Ich gebe dir völlig recht. Es kommt gerade vieles zusammen, was meine Angst wieder aufflammen lässt. Und in solchen akuten Stressphasen bin ich immer besonders empfänglich für übersteigerte Selbstbeobachtung.

Die Tatsache, dass sich meine Lymphknoten sehr hart anfühlen und nicht weh tun reicht aus, dass ich vor Angst nicht weiß, wohin mit mir. Steht ja schließlich überall, dass harte und schmerzlose Lymphknoten nicht gerade üblich sind. Googlen ist S*e, das weiß ich. Es ist eine Sucht...die mich sehr krank macht.

ZSwac`k44


Ich erzähle Dir mal von mir. 2009 Hals-LK ca. 5 cm Durchmesser. Der Chirurg wollte nicht ran, weil er keine "Flurschäden" hinterlassen wollte. Also CT, dann Stanzbiopsie, Warten auf das Ergebnis: Non-Hodgkin-Lymphom, zu 80-90 % heilbar. Zu Beginn der Chemo hatte der LK seine Länge verdoppelt und die Form einer längs geteilten Banane angenommen. Nach der Chemo Lymphom weg, bei keiner der nachfolgenden CT-Kontrollen wurde ein Rezidiv gefunden.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Krebsangst oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Krebs · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH