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Knochenharter, unbeweglicher Knoten im Hals

tEhemajcopinxe hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

ich bin weiblich, 21 Jahre, Nichtraucher. Anfang März bekam ich ein Fremdkörpergefühl im Hals und ertastete darauf einen tiefliegenden, harten, unbeweglichen Knoten, der nicht schmerzt und der von außen nicht sichtbar ist. Ich bin dann zum HA, der meinte das wäre ein Lymphknoten und ich soll abwarten. Das Ding war dann nach einem Monat immernoch da und ich bin zum HNO. Die hat mich dann untersucht und konnte keine Entzündung oder ähnliches im HNO-Bereich feststellen. Den Knoten hat sie aber auch gespürt. Sie hat mich dann zu einem Radiologen überwiesen und mir Lymphomyosot verschrieben, welches aber nichts gebracht hat. Der Radiologe hat Ultraschall gemacht und auch tatsächlich auf der Halsseite, auf der der Knoten sitzt einige Lymphknoten entdeckt, alle 4-6 mm groß. Schilddrüse u.ä. war alles in Ordnung. So weit so gut, damit könnte ich eigentlich leben. Nun ist es aber so, dass mir der Knoten deutlich größer als 4-6 mm vorkommt, eher 1-1,5 cm und sich auch nun gar nicht so anfühlt, wie sich meine Lymphnknoten normalerweise anfühlen, wenn sie geschwollen sind (weich, schmerzempfindlich, man kann sie ein bisschen verschieben). Eher wie ein Knochen oder Knorpel, also richtig festgewachsen

Jetzt mache ich mir so langsam doch etwas Sorgen, vor allem, weil ich familiär stark vorbelastet bin, was Krebserkrankungen angeht (Darmkrebs, Leukämie, Nierenkrebs und das alles in der näheren Verwandschaft).

Hatte jemand von Euch mal so etwas ähnliches? Und was ist dann dabei herausgekommen? Kann es sein, dass man den Knoten im Ultraschall einfach nicht darstellen kann?

Am Montag gehen ich jetzt nochmal zu einem anderen HNO, um mir eine Zweitmeinung einzuholen.

Ich bedanke mich schonmal für all Eure Antworten und wüsche Euch allen ein schönes Wochenende! :)

Antworten
ZkwacKkx44


Hallo themacopine, 1-1.5 cm wären ja nun auch nicht exorbitant exotisch. Dass Du durch Betasten eines LK zu einer höherwertigen Kenntnis als ein Radiologe mit Ultraschallgerät kommen kannst, schließe ich grundsätzlich aus. Bei LK heißt es aber immer: Finger weg; häufiges Betasten quittieren sie nämlich oft mit Anschwellen. Für die Untersuchung verdächtiger LK gibt es eine festgelegte Untersuchungskaskade, die mit Betasten beginnt und über Ultraschall, evtl. Röntgen, dann MRT oder CT schließlich zur Biopsie mit anschließender histologischer Untersuchung des gewonnen Materials führt, wobei die nächste Stufe dieser Kaskade nur dann beschritten wird, wenn die vorhergehende Untersuchung ein Lymphom nicht ausschließen konnte. Aus meiner Sicht bist Du über die Stufe des Ultraschalls aus besagtem Grund nicht hinausgekommen. Freu Dich darüber!

Zum Kontrast erzähle ich Dir meine Geschichte: 2009 stellte ich einen Hals-LK von 5 cm Länge beim Chirurgen vor. Wegen des damit verbundenen "Flurschadens" wollte er ihn nicht herausnehmen. Also CT, Stanzbiopsie und 2-3 Wochen Warten auf das Ergebnis. Es war ein Non-Hodgkin-Lymphom - zwar sehr selten, aber zu 80-90 % heilbar. Als die Chemo begann, hatte sich die Länge des "Dings" verdoppelt und die Form einer längs halbierten Banane angenommen. Erste Schmerzen tauchten auf, als das Lymphom unter meinem Schlüsselbein durchwachsen wollte, wo aber nur sehr wenig Raum zur Verfügung stand. Nach überstandener Chemo war das "Ding" verschwunden, und in keiner der nachfolgenden CT-Kontrollen bis heute wurde ein Rezidiv entdeckt. Ich nehme an, dass Dir der Unterschied der Dimensionen auffällt.

t"hemaacNop$ixne


Guten Morgen Zwack,

vielen dank für Deine Antwort! Die beruhigt mich auf jeden Fall schonmal etwas. Ich bin jetzt auch nicht total panisch und drücke permanent drauf rum, aber bei meiner Familiengeschichte wird man eben doch ein bisschen nachdenklich...

BnenritaxB.


Ich hatte schon öfter dicke Lymphknoten am Hals. Ultraschall, MRT, 2 x Operation, Biopsie wurde nie gemacht, weil die dicken Dinger immer an der Arterie "klebten".

Es kam nie was anderes raus als entzündlich degeneriert, warum auch immer. Man hat wirklich versucht,alles Mögliche auszuschließen, mit Ärzten sogar vom Tropeninstitut telefoniert, ob die noch eine Idee haben.

Es kam nichts, rein gar nichts dabei rum. Und der nächste Lymphknoten ist dick... Von mir aus, ich gehe jährlich zum Ultraschall, ob sich was verändert von der Struktur. Schnippeln lasse ich nicht mehr.

Man hat also nicht gleich immer Krebs. Ich selbst habe immer das Gefühl, es könnte mit den Zähnen im Zusammenhang stehen, aber auch dort wird man nicht fündig.

Also: wenn nichts bei rumkommt: leben

SZchamxi


Mhm ich habe im Nacken einen Lymphknoten den ich schon seitdem ich denken kann ertasten kann.

Ungefähr auch so 1,5cm denk ich.

In der 6. Klasse kam damals mal Panik bei mir auf weil ich Angst vor Krebs hatte.

Aber seitdem wurde das nie untersucht.

Ein Hausarzt meinte mal zu mir das sei ein verhärteter Lymphknoten, man kann ja mal einen Ultraschall machen.

Nur hab ich das auch total vergessen und jetzt einige Jahre später frag ich mich ob man das nicht besser auch mal untersucht. ":/

tDhemacovpSinxe


Vielen Dank für die Antworten!

Ich war ja mittlerweile beim HNO. Der hat mich nochmal untersucht und US gemacht, konnte aber außer den schon erwähnten 4mm Lymphies nichts feststellen. Ich habe dann von ihm eine Überweisung für ein MRT der Halsweichteile bekommen, weil er sich das mit dem Globusgefühl näher anschauen will.

Er meinte, er bezweifelt, dass da was bei rauskommen wird und tippt eher auf Verspannungsprobleme, weil er auch auf der Seite, auf der der Knoten sitzt "derbe Muskulatur" (O-Ton) gespürt hat. Das ist gar nicht so weit hergeholt, da man als Student eben auch sehr viel sitzt und nicht gerade immer auf perfekte Haltung achtet. ;-D

Den MRT-Termin habe ich jetzt am Dienstag (nur 2 Wochen Wartezeit, hat mich wirklich gewundert, normalerweise liest man im I-Net nur was von 4-6 Wochen).

Ich bin auf jeden Fall etwas entspannter, da die Wahrscheinlichkeit, dass 2 Ärzte im US was übersehen doch eher gering ist. Ich meine selbst wenn man mal vom Worst-Case ausgehen würde und das ein bis zur Unkenntlichkeit verkrebster Lymphknoten wäre, hätte man den ja zumindest als Raumforderung(?) im US sehen müssen.

@ Schami

Wenn du das Ding schon so lange hast und es sich nicht verändert hat, dann kannst du den getrost wieder vergessen. Wenn der bösartig wäre, hättest dus auf jeden Fall schon gemerkt.

B.en5itxaB.


Vielleicht sind es nur Myogelosen. Die sind in der Regel bretthart.

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