» »

Hirntumor Furcht oder Realität

LDiea hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich bin 21 und habe des öfteren nächtliche leichte Kopfschmerzen und auch schwindel, in der Mitte meines Schädels.

Seit September habe ich auch eine blinde Stelle am linken Auge, in höhe des blinden Flecks. Neurologische Grunduntersung und Funduskopie sowie Gesichtsfeld waren unauffällig. MRT 2015 auch.

Habe nun das Gefühl aufgrund der nächtlichen Beschwerden doch einen Tumor zu haben, jedenfalls steht das überall als Charakteristisch.

Wer kann mir helfen? :/

LG

Antworten
L*uci3x2


Wenn du beunruhigt bist, frage deiner Hausarzt nach einen MRT.

Es gibt kein typische Tumor Beschwerden. Ich hatte das mit den Kopfschmerzen nicht. Es wurde nur unter Belastung schlimmer. Viele Hirntumoren verursachen gar keine Schmerzen. Das Gehirn spürt ja nichts. Erst wenn sie gross werden, fängt der Schmerz an.

Davor hat man meistens andere Symptome.

Meiner erste eindeutige Symptom war z.B. eine einseitige Hörverlust.

RooccFkHItKixd


Hallo,

Kopfschmerzen können unterschiedliche Auslöser haben.

Hast du zb viel Stress oder Verspannungen im Nacken?

Mvonsxti


Wenn Du schon 2015 ein MRT hattest, besteht Deine Angst vor einem evtl. Hirntumor wohl schon länger. Ein MRT wird ja nicht einfach so gemacht, schon gar nicht bei jemandem unter 20.

Was Du beschreibst, klingt absolut nicht nach einem Hirntumor. Wonach googelst Du denn: nach Kopfschmerzen und Schwindel oder nach Hirntumor? Mein Rat: Hör' auf im Internet zu suchen.

In meinem Bekanntenkreis kannte/kenne ich genau drei Menschen mit Tumoren im Gehirn:

Nr. 1 war unser Postbote und Nachbar (ca. 50 Jahre alt), der eines Tages wie aus dem Nichts schwerste Kopfschmerzen bekam. Hinzu kamen bereits wenige Tage später Orientierungsprobleme und ständiges Einschlafen an den unmöglichsten Orten. Bei ihm waren es Metastasen eines winzigen und deshalb nicht erkannten Melanoms im Gesicht. Zwei Monate später war er tot.

Nr. 2 war eine damals ca. 35jährige, zweifache Mutter in meiner Tennismannschaft. Auch sie hatte quasi von heute auf morgen sehr heftige Kopfschmerzen, Sehstörungen, einseitige Taubheit und massive Gleichgewichtsstörungen. Sie hatte einen schnell wachsenden, aber zum Glück gutartigen Tumor, der operativ entfernt wurde. Sie ist heute 60 Jahre alt und gesund.

Nr. 3 ist eine ca. 65jährige Bekannte mit Brustkrebs. Zwei Jahre nach der OP/Chemo erfuhr sie, dass sie trotz Erhaltungstherapie und Antihormongaben Metastasen entwickelt hat, und zwar in den Knochen, in der Leber und im Gehirn. Sie erfuhr die Hiobsbotschaft im Rahmen einer Nachsorgeuntersuchung Anfang September. Bisher hat sie keinerlei Beschwerden (v.a. keine Kopfschmerzen und keine neurologische Ausfälle!), außer dass sie aus bis dahin unerklärlichen Gründen seit Juni etliche Kilos abgenommen hat, immer weiter abnimmt, nur wenig Appetit hat und sich insgesamt schlapp fühlt.

Du siehst, Hirntumore äußern sich gar nicht bis plötzlich und dann auch sehr extrem. Normale Kopfschmerzen und Schwindelgefühle, die sich nicht innerhalb sehr kurzer Zeit massiv verstärken und noch weitere Symptome nach sich ziehen, sind überwiegend harmlos und betreffen nahezu jeden Menschen irgendwann. Dabei gleich an einen Hirntumor zu denken, ist m.E. übertrieben.

Hier im Forum kann Dir sicher nicht geholfen werden. Wir können Dir allenfalls ein paar Ratschläge geben. Mein Ratschlag wäre: s.o.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Krebsangst oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Krebs · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH