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Lungenkrebs im Endstadium: Wie lange kann man damit leben?

AhndWrea1x706 hat die Diskussion gestartet


Hallo!!

Mein Schwiegervater ist 70 Jahre alt und hat Anfang des Jahres die Diagnose Lungenkrebs im Endstadium bekomme. Unoperabel laut Arzt. Bekommt jetzt Chemo. Wer hat die selben oder ähnliche Erfahrungen gemacht und ist im Moment in der Situation? Würde mich sehr über Beiträge freuen. Egal ob positiv oder negativ!!!

Gruß Andrea

Antworten
GPaby* uL


Liebe Andrea, mein Vater hat ebenfalls Lungenkrebs, kleinzellig, daher auch nicht operabel. Es wurde auch dieses Jahr enteckt, und man hat mit der Chemo gleich begonnen, danach Betrahlung. Nun ist er mit allen Behandlungen durch und wir können im Moment nur abwarten, da die Bestrahlung noch nachwirkt.

Tja, was möchtest Du gerne hören? Ich hoffe, das ist wohl das was wir alle tun, auch wenn die Diagnose so schlecht ist. Andererseits bin ich auch Realist genug um nicht zu vergessen, das diese Erkrankung so gut wie nie heilbar ist. Jedenfalls bei der Art, die mein Vater hat. Meistens überwiegt die Hoffnung, aber es gibt Tage und Stunden, an denen man nur noch selber sterben möchte. Ich weiß mittlerweile, daß ich depressiv geworden bin, was ich vorher für ausgeschlossen hielt. Depressionen habe ich mir immer ganz anders vorgestellt, ich dachte die Leute sitzen nur noch zu Hause und weinen viel. Ich aber lache bei der Arbeit viel, oder wenn ich bei meinen Eltern bin, oder wenn ich mich mal mit Bekannten treffe. Aber dann kommt mit einem mal das Tief, ganz plötzlich...

Wart Ihr bei mehreren Ärzten mit der Diagnose? Ich meine, Ärzte sind ja auch nur Menschen, und jeder Erkrankte ist auch anders.

Liebe Grüße

Gaby

A|nd(rea1x706


Krebsklinik in Heidelberg?!

Hallo Gaby! *:)

Vielen Dank für Deine schnelle Anwort. Bist viel hier im Forum, was? Meine Schwiegermutter hat jetzt von der Krebsklinik in Heidelberg gehört. Weißt du was über diese Klinik ??? Sie möchte sich da jetzt ne zweite Meinung einholen. Worüber ich sehr froh bin!!!

Wie geht es deinem Vater sonst gesundheitlich ??? Hat er die Chemo einigermaßen verkraftet? Wie waren seine Blutwerte? Haben die Ärzte euch was gesagt zu den Lebenserwartungen deines Vaters? Weißt Du ob man auch über Jahre mit Lungenkrebs im Endstadium leben kann? Ich habe gestern gelesen das ein "Patient" sechs Wochen nach der Diagnose verstorben ist. :-/ Mein Schwiegervater hat die Diagnose im Januar bekommen. Ist dein Vater zu Hause oder in der Klinik?

Gruß Andrea

a^gwnes


welcher

Lungenkrebs ist es denn? Kleinzell?

GKaby xL


Hallo Andrea,

ja, bin ab und an mal hier ;-) . Ich habe nen Thread im Forum "Betroffene", wo ich vieles über die Blutwerte etc. geschrieben habe. Ist aber ellenlang mittlerweile. Da gibt es so viel zu sagen...

Über Heidelberg habe ich bis jetzt nur gutes gehört. Ich habe die Uniklinik in Münster angeschrieben, weil die auch sehr gut sein soll, aber leider habe ich bis jetzt keine Antwort erhalten, mmh.

Agnes hat recht: um überhaupt was genaues sagen zu können müßte man wissen, welche Art von Lungenkrebs Dein Schwiegervater denn hat, wie die Stadieneinteilung ist, welche Metastasen vorliegen. Aber Du darfst bei den Antworten nicht vergessen, das wir hier alle keine Ärzte sind und wir nur aus eigenen Erfahrungen schreiben können. Alles in allem kann man aber zu Lungenkrebs immer eines sagen: er ist mit der gemeinste, den es gibt.

Alles Liebe

Gaby

A#ndreka17x06


Hallo Agnes!!

Es ist ein kleinzelliger Krebs!!! Aber da wohl nicht die akresievste Form. Hast Du da mehr Ahnung? Wie sind seine Lebenserwartungen? Weißt Du was zum Thema Homäopathie ???

Gruß Andrea

c6are4xyou


Hallo

Mein Opa litt auch an einem Kleinzelligem Lungenkarzinom und es wurde letzten Sommer im Endstadion bei ihm diagnostiziert.

Ich würde dir gerne eine positivere Antwort schreiben, aber trotz Chemotherapie hielt er auch nur noch 6 Monate durch. Er war gerade 68 alt als er 4 Tage vor Weihnachten starb.

Den einizgsten Trost den ich habe, ist das er nun von seinem Leiden befreit ist.

Aber ich denke es gibt acuh Menschen die länger damit Leben.

Erkundige dich doch nochmal im Krebs-Kompass FORUM dort sind sehr viele Betroffene.

Wünsche dir und deinem Schwiegerdaddy un deiner Famielie viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Alles gute

care

A$ndr?ea170x6


Tut mir leid mit deinem Opa!

Hallo Care!

Tut mir sehr leid wegen Deinem Opa, trotzdem vielen Dank für Deine Mail.

Gruß Andrea

cyare-4you


Hallo Andrea

Ich hab dir gerne geantwortet auch wenn meine Antwort leider nicht so positiv ausgefallen ist.

Aber ich wünsch dir weiterhin viel Kraft und alles Liebe

gruß care

Akndre/a17x06


Liebe Care,

mußte dein Opa sehr leiden ??? Ich hoffe es nicht für Dich und Deine Familie! Ich frage aber auch, weil es mich interissiert, was auf mich und den Rest der Familie zukommt!?

Gruß Andrea

c>ar*e4yoxu


Hallo liebe Andrea

Leider musste mein Opa serh leiden. Aber man muss dazu sagen, dass er mit Atshma schon seid vielen Jahren zu kämpfen hatte. Als der Lungenkrebs nun noch dazu kam litt er noch viel mehr.

Die ersten paar Chemos hat er gut überstanden und auch sehr tapfer aufgenommen. Allerdings kam dann eine Chemo wo er sehr mit Übelkeit , Gliederschmerzen, Schwindel und starker Müdigkeit zu kämpfen hatte.

Als es dem Ende näher kam konnte er nicht einmal mehr essen da ihm das Schlucken sehr weh tat und so musste er Astronautennarhung zu sich nehmen.

Er hat sehr oft vor Schmerzen geweint und geschrieen er tat mir so unendlich leid ich hätte ihm so gern die Schmerzen abgenommen. Er bekam Morphium gegen die Schmerzen verabreicht damit es erträglicher für ihn ist. Er musste auch an einem Sauerstoffgerät sitzen,damit ihm das Athmen möglich war.

Ich wünsche dir und deiner Familie sehr viel Kraft und alles erdenklich gute. Fühl dich einfach mal gedrückt;)

Wichtig ist, dass die ganze Familie zusammen hält die Zeit mit dem Betroffenem genießt und versucht ihm das Leben noch so schön wie möglich zu gestalten.

Liebe Grüße care

AEndrLea1t7m0x6


Lieben Dank für Deine Antwort

Hallo Care!

Vielen Dank für Deine Mail. Ist Dir bestimmt auch nicht leicht gefallen. All diese Begleiterscheinungen bekommt mein Schwiegerpapa genz gut hin. Schmerzen hat er eigentlich fat nie. Hat sich alles mit dem Morphium recht gut eingespielt. Es geht ihm so eigentlich recht gut, auch wenn er schlechtere Tage hat.

Trotzdem hätte ich noch eine Frage. Ich weiß sie ist heftig, kann auch verstehen, wenn Du nicht drauf antworten willst.

Wie war es, als er gestorben ist? Hat sich diese Phase lang hingezogen und auch mit viel Schmerzen, oder ging es dann recht schnell? Ist er im Krankenhaus oder daheim gestorben? Wie ist er gestorben? Mir wurde mal erzählt, Patienten mit Lungenkrebs würden letzendlich ersticken. Sorry das ich so direkt frage, aber es würde mir helfen. Sonst antworte einfach nicht darauf.

Lieben Gruß Andrea *:)

a1gn%es


die meisten

Patienten ersticken nicht. Es gibt diverse "Todesarten" auch bei Lungenkrebs. Man weiß aber eigentlich gar nicht so genau, woran die meisten Krebspatienten sterben, oft ist es wie das langsame Erlöschen einer Flamme.

Schmerzen sind kontrollierbar, solange Patienten und Ärzte keine Angst vor Opiaten haben und sie sinnvoll, oft in Kombination mit anderen Medikamenten einsetzen. In der letzten Phase kann das heißen, daß eine Bewußtseinstrübung in Kauf genommen werden muß.

Chemotherapie macht bei Kleinzellkarzinomen so lange Sinn, wie sie die Lebensqualität nicht zu sehr einschränkt, da "nur" Überleben verlängert, aber nicht geheilt wird. Sich mit z.B. Übelkeit und Erbrechen drei Monate Überlebenszeit zu erkaufen macht ja nicht unbedingt Sinn, aber das ist eine Entscheidung des Patienten. Solange es Deinem Schiegervater relativ gut dabei geht, würde ich dazu raten, daß er sie weitermacht. Irgendwann ist es aber meist angebracht, die Therapie auf Symptombehandlung umzustellen.

Übrigens sind Chemotherapien relativ genormt, da sie entsprechend den Ergebnissen von großen Studien durchgeführt werden. És macht nicht viel Sinn, von einem Onkologen zum anderen zu ziehen. Man sollte einem Arzt oder einem Team vertrauen und es mit selbigem "durchziehen", sonst macht man sich zusätzlichen Stress, der nichts bringt.

Ich drücke Euch alle Daumen.

c4ar3e4yQoxu


Hallo Andrea

Ich kann verstehen warum du dies wissen möchtest, denn ich selbst hatte auch große Angst davor , mit ansehen zu müssen oder zu erfahren wie mein Opa erstickt.

Aber er ist zum Glück nicht erstickt sondern hatte einen recht "schönen" Tod.

Kein Tod ist schön, jedoch musste er nicht leiden.

Meine Mama und meine Oma waren bei ihm als er starb. Und ich kann dir nur sagen, was sie mir erzählt haben. Also mein Opa ist im Krankenhaus auf einer Station speziell für Krebspatienten gestorben. Sein Tumor war so groß, dass die eine Lungenflügelseite total vom Tumor verklebt war und die andere ca zur Hälfte.

Meinen Opa hat es am Ende wohl zu viel Kraft gekostet um selbstständig Luft zu holen und da hat sein Herz aufgehört zu schlagen. Es ist wie eine Flamme die erloschen ist. Irgendwann hat das Herz keine Kraft mehr und versagt. So war es bei meinem Opi jedenfalls.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass mein Opchen einen wie ich vermute Todeskampf gewonnen hat, denn 2 Tage bevor er starb lief ihm schon einmal der kalte klebrige Schweiß die Stirn hinunter und er bekam sehr schlecht luft un der Glanz in seinen Augen schien erloschen. Allerdings erholte er sich bis zum nächsten tag wieder ein wenig.

An dem Tag als mein Opa starb hatte er schon Morgens nicht mehr dieses Funkeln in den Augen(sie sahen stumpf aus) und der kalte klebrige Schweiß war wieder auf seiner Stirn zu spüren. Auch seine Hände wurden langsam kalt und er bewegte sich nicht mehr. Sein athem hörte sich an, wie wenn jemand schnorchelt es röchelte jedes mal wieder wenn er Luft holte.

Ich kann dir dies beschreiben , weil ich noch eine halbe Stunde bevor dies alles geschah bei ihm war.

Ich denke ich habe nicht immer die richtigen Worte für meine Erklärungen gefunden, aber ich hoffe du kannst etwas damit anfangen. Mir fällt es immer noch sehr schwer darüber zu sprechen und so hoffe ich, du entschuldigst meine manchmal daneben gegriffene Wortwahl.

Wünsche dir weiterhin sehr viel Kraft und alles Liebe

2G609672thommas


immer positiv denken...auch wenn es schwer fällt!

Hallo Andrea!

Auch mein Vater hat letztes Jahr im Oktober kurz nach seinem 70. Geburtstag die Nachricht bekommen: Lungekrebs im Endstadium.

Wir waren alle wie gelähmt. Der Vater...ein Kerl wie ein Baum. Hat zum Schluß nur über Schmerzen im Arm und in der Seite geklagt.

Metastasen hatte er auch in der Leber und in den Knochen. Die waren stellenweise schon sehr angegriffen, so daß man hier auch in einem kleinen Eingriff so eine Art Zement eingebracht hat. Es folgten mehrere Monate Chemo, die ihm auch die Tumorschmerzen genommen haben....aber auch Haarausfall....Appetitlosigkeit und ein derbes Krankheitsgefühl beschert haben. Gebrochen hat mein Vater jedoch nie. Dann kamen die Bestrahlungen der Lunge...22 Mal und zu letzt die Diagnose das die Scheißteile sich nun auch im Kopf niedergelassen haben. Die Bestrahlungen hat er auch noch über sich ergehen lassen. Das hätte er jedoch sein lassen sollen. Denn seit dem Zeitpunkt geht es Ihm sehr schlecht. Ist ein bischen verwirrt geworden und hat gar keinen Geschmack mehr.

Mein Vater sagt immer man könnte ihm Essig zum Trinken geben.

Er hat am Kopf auch ziemlich verbrannt ausgeschaut.

Jetzt nach gut einem Jahr färbt sich seine Haut durch das schlechte Blut langsam bläulich (schaut an den Armen und Beinen aus als hätte man Ihn verprügelt). Er blutes ständig aus der Haut und das Atmen fällt ihm sehr schwer. Jetzt hängt er am Sauerstoffgerät und kann so gut wie nicht mehr aufstehen. Das Ende naht. Er möchte jedoch nichts ins Krankenhaus und daheim mit vollem Bewußtsein sterben. Das ist jedoch insbesondere für meine Mutter fast nicht machbar. In der Nacht schläft maein Vater garnicht mehr...ich denke das ist die Angst vor dem Sterben.

Hoffentlich muss er nicht mehr zu lange leiden.

Liebe Andrea,

ich habe Dir geschrieben wie es beí uns bis jetzt gelaufen ist....lieber die Wahrheit schreiben und Ihr wißt worauf Ihr Euch einstellen könnt. Ob sich die Erkrankten die aufreibenden Behandlung unterziehen sollten, können nur die Betroffenen selbst entscheiden. Die Schmerzen werden in der Regel schon stark reduziert. Mein Vater sagt immer das er keine Schmerzen hat, aber die ständige Atemnot ist ja auch unerträglich.

In diesem Sinne wünsche ich Euch alles Gute...denkt immer positiv und genießt die glücklichen Momente die noch kommen. Bei uns konnte man sie an 2 Händen abzählen.

Thomas

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