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Lungenkrebs Endstadium mit Morphium

Tsoch.ter-{Tanjxa


:°( Ich bin so traurig. Meinem Dad geht es garnicht gut. Habe heute erfahren das sie doch keine chemo mehr gemacht haben. Meine Schwester hat heute mit den Ärzten geredet. Sie haben heute noch mal Wasser aus der Lunge genommen.

Die Ärzte haben gesagt sie können nichts mehr machen, das macht sein Herz nicht mehr mit, er soll wohl ne Infusion bekommen, was weiß ich.. Ich bin so durcheinander. Ich versuche schon den ganzen Abend rumzu telefonieren wie ich morgen in die Klinik komme. Die Ärzte haben wohl gesagt er sollte jetzt jeden Tag Besuch bekommen. Ich bin den ganzen Abend am zittern. Hoffentlich muss er nicht zu lange leiden.

Gruß

Tvochte[r-TaRnjxa


Hallo chris-drummer,

wie geht es Deiner Mutter? Keine Nachricht heißt nicht immer gute Nachricht. :°_ In Gedanken bin ich bei Dir.

Meinem Dad geht es garnicht gut. Gestern haben sie wieder bei ihm 1 Liter Wasser aus der Lunge geholt. Er hat auch kein Morphium-Plaster mehr. Er bekommt mur noch Tabletten und alle paar Stunden einen Schmerzsaft. Ich war heute morgen bei ihm habe 1,5 Stunden nur seine Hand gehalten. Naja und ab und an mal geredet. Seine Augen drehten immer weg. Manchmal ist er klar da und manchmal nicht. Er ist so tapfer. Morgen wollen Sie den Tumor in der Lunge noch mal Bestrahlen damit er kleiner wird und er besser Luft bekommt. Der Arzt sagte nur zu uns das sein Herz schwer damit zu kämpfen hat und wir so oft und lange wie möglich bei ihm sein sollen. Was soll uns das sagen?

Gruß

T&ochetyer-mTanjxa


Meine Schwester war heute Nachmittag noch mal da. Nun hat er auch noch Wasser in den Beinen.

c'hrisB-drLummexr


Hallo tochter-Tanja

Ich bin auch immer in Gedanken bei Dir und Deinem Vater, es scheint ihm sehr schlecht zu gehen. Ich denke, es ist jetzt wirklich wichtig, dass Ihr ihn nicht alleine laßt.Ich habe mich sehr umfassend mit Abschied und Tod auseinandergesetzt, was mir im Moment sehr hilft. Es ist jetzt wichtig, dass Ihr Eurem Vater zeigt, dass Ihr ihn in Liebe gehen lassen könnt. Wenn der Arzt geraten hat, dass Ihr oft bei ihm sein sollt, würde ich das schon sehr ernst nehmen. Tanja, bei meiner Mutter ist es auch nicht gut, ich habe auch Angst vor den nächsten Tagen. Bei ihr weiß man einfach nicht, wann sich dieser Abzeß öffnet . Keiner kann uns irgendwas sagen. Trotz allem ist es hilfreich, dass meine Mutter sich dem stellt. Enorm hilfreich. Ich würde Dir so gerne was aufmunterndes schreiben, aber in unserer Situation ist es schwierig. Alles was ich Dir immer wieder sagen kann: Bleib stark, unterstützt Euch gegenseitig, zeigt ihm Eure Stärke, damit er nicht auch noch traurig wird, weil Ihr so leidet. Wenn ich könnte, würde ich Dir alle Kraft der welt schicken. Machs erstmal gut und "Kopf hoch"

Tlocht]er-Tbanja


Danke chris-drummer,

endlich ist hier jemand der mich versteht. Heute sind meine Tanten bei meinem Vater gewesen. Morgen fährt unsere jüngste Schwester mit ihrer Mutter und am Sonntag fahre ich und dann nehme ich mir alle Zeit der Welt.

Ich komme gerade von der Arbeit muß morgen früh um 7 Uhr wieder anfangen bis 15 Uhr und dann wieder von 19 Uhr - 2 Uhr und dann wieder 8 Stunden später um 10 Uhr anfangen.

Ich bin in der Gastronomie tätig. Normalerweise müßte ich dann bis Abends um 18 Uhr arbeiten aber ich werde versuchen eine andere Kellerin zu kriegen die mich um 14 Uhr ablößt damit ich zu meinem Vater komme.

Und falls mein Vater mich früher braucht dann springt mein Chef für mich ein. Ich versuche Stark zu bleiben es gelingt mir nicht immer natürlich nur zuhause nicht vor meinem Vater.

Ich weiß nicht was ich ihm sagen soll. Ich habe immer zu ihm gesagt das ich auf unsere kleine Schwester schon achten werde mit ihr in Kontakt bleibe und aufpasse das "aus ihr was wird". Das war im April in der Anfangszeit als er noch zuhause war. Da wo man noch über alles sprechen konnte. Denn ich glaube die "kleine" das ist seine größte Sorge. Jedesmal wenn das Telefon klingelt dann zucke ich zusammen und jetzt gerade muß ich weinen. Hier kann ich meine Gedanken aufschreiben. Und ich weiß es gibt jemanden der mich verstehen kann.

Ich würde Dir auch gerne alle Kraft der Welt schicken nur im Moment denke ich es wäre besser wenn wir uns die Kraft teilen da haben wir beide was von.

Ich habe auch bemerkt das mein Vater selber verzweifelt ist ich weiß nicht was ich sagen soll zu ihm es ist KREBS und keine Erkältung wo man sagen kann warte ab es wird alles gut. Vielleicht kann mir da jemand helfen was sagt man in solcher Situation?

chris-drummer ich danke Dir das Du in Gedanken auch bie mir bist denn ich bin auch bei Dir (Euch). Wir werden es schaffen bin glaube fest daran was bleibt uns auch anderes übrig. Hoffentlich wird es nicht zu schlimm.

Ich würde mich freuen wieder von Dir zu lesen. Sei lieb umarmt.

Gruß

cehr,is-Fdrrumxmer


hey tochter-tanja

Natürlich schaffen wir das, es geht gar nicht anders. Ich finde es ja gut, dass Deine Kollegen Dich unterstützen. Mann, das ist je wohl ne richtige sch...zeit. Ich hab das letztes Jahr auch schon mal mitgemacht, als meine Mutter ins Krankenhaus gekommen ist und keiner wußte, was sie hat. Da bin ich 5x die Woche ins 1 1/2 Std. entfernte Krankenhaus gefahren. Ich mag gar nicht dran denken. Man hat das Gefühl, die Welt bleibt stehen. Ich wußte nicht, was um mich herum geschah, es drehte sich alles nur noch um meine Mutter. Ich kann Dich supergut verstehen. Ich merke gerade, wie sauer mich diese Machtlosigkeit macht. Wenn man nur IRGENDWAS tun könnte. Aber nun zu Deinem Vater:ich weiß, das die Patienten alles um sich herum wahrnehmen-und Stimmungen sowieso. Ich rate Dir dringend ganz klar mit ihm zu besprechen, wie "das um die Schwester kümmern", aussehen soll. Besprich mit Deiner kleinen Schwester, wie sie sich das vorstellt und findet einen gemeinsamen Weg. Ich bin mir sicher, dass es positiv für ihn ist, wenn er sich auf klare Aussagen stützen kann. Sagt ihm (möglichst beide gemeinsam),ganz klar und in wenigen Sätzen, wie genau ihr das hinbekommt. Entschuldige bitte, aber ich merke gerade, dass ich wie eine Lehrerin wirken muß. Ich will Dir eigentlich nur aus meiner Erfahrung berichten und weiß nicht, wie ich es anders formulieren soll. Also, vielleicht nützen Dir ja meine Tips etwas. Sag mal, wann ist die Diagnose bei Deinem Vater eigentlich gestellt worden?Wie lange war er dann noch zu Hause?

Ich hoffe, er muß nicht so sehr leiden.

Erstmal alles Gute und weiterhin die Ohren steifhalten!

TZocheterx-Taxnja


Hallo chris-drummer,

Danke für Deine Nachricht. Auf mich hast Du nicht wie eine Lehrerin gewirkt. Nun zu Deinen Fragen die Diagnose erhielt mein Vater am 19. April 2006 dann folgten 3 Chemotherapien also in den nächsten 3 Wochen. Seit dem 27. Mai 2006 liegt er im Krankenhaus (am 15. Juni 2006 wurde er ins Malteser Krankenhaus gebracht weil er dort Bestrahlung bekommen sollte). Mit meinem Vater habe ich das eigentlich schon geklärt mit meiner 16 jährigen Schwester es ging eigentlich nur darum das sie auch ihren schulabschluß macht und eine Lehre die normalen Sorgen eines Vaters. Uns hat er ja nie in diesem Alter gehabt im Grunde genommen ist das seine einzige wahre Tochter. Nun habe ich auch noch mit meinem Mann Streß es ist alles zuviel für uns meine Kräfte haben mich total verlassen. Ich schaffe das alles nicht mehr. Beruf, Haushalt, Kinder, meine beiden großen Hunde, ich habe noch 2 Ferienwohnungen und einen großen Garten, bin in 3 Vereinen angagiert. Obwohl ich schon vieles runtergeschraubt habe weil es anders einfach nicht mehr geht. Weil das nun auch mit meinem Vater dazu kam. Von der arbeit war ich heute erst um 15 Uhr zuhause. Da habe ich das erste mal meinen 11 jährigen Sohn seit Feitag Nachmittag wieder gesehen. Sonst haben wir in der anderen Zeit nur brieflich miteinander verkehrt. Und meine 9 jährige Tochter habe ich Samstag Nachmittag das letzte mal gesehen. Der Haushalt war nicht gemacht. Meinem Mann ist das alles zuviel. Ich weiß auch das meine Kinder im Moment einfach zu kurz kommen. Nur sie verstehen das einfach nicht so ganz heute. Ich habe vorhin ersteinmal mit Ihnen ein Spiel gespielt habe mir ihre kleinen und großen Sorgen angehört und das war heute sehr wichtig. Denn es gab da einiges zu besprechen. Ich mag es garnicht schreiben (ich weiß nicht wie Du darauf reagierst) ich bin nicht zu meinem Dad gefahren so wie ich es vorhatte. Ich mußte hier zuhause erst einmal wieder alles kitten. Der Haussegen steht total schief im Moment und jetzt wo ich mich mit meinen Kindern ausgesprochen habe geht es mir wieder etwas besser. Dafür ist meine Schwester heute Nachmittag hin gefahren lieb von ihr. Aber was nicht so erfreulich ist, das mein Vater wohl aufgegeben hat. Er ißt nichts mehr. Heute ging es ihm wieder schlechter. Kann auch am Wetter legen meinte die Schwester. Du fragst Dich sicher ob ich nun kein schlechtes Gewissen habe weil ich nicht selbst gefahren bin. Nein das habe ich nicht das liegt sicher an dem ganzen Familien Verhältnis überhaupt das ich zu meinem Vater habe. Irgendwann erkläre ich Dir das mal.

So nun rufen meine Kinder die brauchen mich auch noch.

Gruß

TdochUter-OTanxja


Hallo chris-drummer,

meine kleine Geschichte findest Du im Forum unter Krebs, Betroffene: Mein Vater hat Lungenkrebs... es eilt.

Gruß

XHDyo.niVsosxX


Wie gings deinem Vater eigentlich vor der Chemotherapie? Also vor dem 19.April?

Trocht?er[-Tanxja


Hallo XDyonisosX,

ich glaube ich weiß woraus Du hinaus willst. Es ging ihm gut so wie in den Jahren davor auch. Also weniger Luft hat er ja schon seit Jahren trägt er sein Spray mit sich.

Gruß

X"DyoniUsosxX


Das interessiert mich wirklich, weil es kann doch jeden von uns eines Tages treffen, und ich will halt soviel Infos wie möglich haben. Ich hab halt immer mehr den Verdacht, daß es den Leuten nach der Chemo schlechter geht als vorher! Ich meine, dauerhaft schlechter, oder bis zum Ende...Der schlechtere Zustand ist ja einerseits logisch, das wird auch nicht bestritten, und ist zu erwarten, immer in der Hoffnung auf baldige Genesung vermutlich und bis dahin muss man halt leiden.

Die Nebenwirkungen sind halt übelst, deshalb frage ich mich, wieso diese nicht abgemildert oder aufgefangen werden. Es gibt doch Mittel und Wege! Das ärgert mich immer, das drauflostherapiert wird ohne Rücksicht auf die Nebenwirkungen, wie bei Deinem Vater offensichtlich.

THochte,r-Tan?ja


Hallo XDyonisosX,

ich bin der selben Meinung wie Du. So blöde sich das auch anhört, wir gehen in den Endspurt, ich hoffe nur das der Weg dorthin nicht zu lange und qualvoll wird. Ich nehme alle Kraft der Welt mit und flehe den lieben Gott an das er meinem Dad den Leidensweg nicht zu lange macht. Er verweigert nun die Nahrung und weitere Schmerzmittel. Die Schwestern haben den anderen Patienten aus dem Zimmer genommen er liegt nun alleine. Immer öfter frage ich mich ob mein Dad es vielleicht schon früher wußte mit dem Krebs? Wenn ich so drüber nachdenke er hatte sich sehr zurück gezogen ich dachte immer es liegt daran weil seine noch sehr junge Frau (43 Jahre) sich von ihm getrennt hat. Die Antwort werde ich nie bekommen. Macht auch nichts. Er hätte es uns sicher erzählt. Bis bald

c-hrTis-d!ruMmmexr


Hallo Tanja

Tut mir leid, hatte kein zeit zum schreiben. es geht mir da genauso wie Dir. Arbeiten, Kinder, Mutter, Ehemann und wo bleib ich? Wir müssen da durch, wer weiß, wie lange wir noch für unsere Mutter/Vater etwas tun können. Klar, da bleibt alles auf der Strecke und es ist eine harte Probe für die Familie. Ich hab permanent ein schlechtes Gewissen, weil ich für keinen mehr Zeit hab, noch Ohren richtig zuzuhören. Auf jeden Fall mußt Du auch an Dich denken,wie willst Du das sonst schaffen! So blöd sich das anhört, aber wir können unseren Eltern nur wünschen, dass sie nicht mehr so lange leiden müssen. Das ist eigentlich das schlimmste, nichts tun zu können. Immer nur abwarten, hoffen, abwarten, hoffen. Ich bin zwar auch noch stabil, aber manchmal kann ich nicht mehr, könnte wegen jedem Scheiß heulen.

Gut, dass Kinder sich bemerkbar machen, wenn sie sich vernachlässigt fühlen. Meine sind schon 14 und 16J. und sind viel mit ihren Freunden zusammen. Das geht schon, aber ich weiß nicht, wie es in den Ferien wird. Hab ich dann wieder keine Zeit mit ihnen wegzufahren? Keiner weiß irgendwas, es nervt. So, jetzt hab ich Dich zugesülzt, tut mir leid. Das kann nur jemand verstehen, der das selbst erlebt. Tanja, ich kann verstehen, wenn DeinVater aufgeben will. Was ist das auch für ein Leben? Für die Angehörigen ist es furchtbar, aber wenn er erlöst wird von seinem Leiden. Hart Zeit, ich weiß und keiner kann Dir was abnehmen. Wir können uns nur gegenseitig beistehen. Halt die Ohren steif!!!

TVochterr-Tan/ja


:°( Nun hat das leiden meines Vaters ein Ende. Er ist gestern von uns gegangen. :°(

cwhri=s-drum+mxer


hallo tochter-tanja

erst einmal mein aufrichtiges und herzliches Beileid!

Auch wenn es sehr fürchterlich ist, Du (und deine Schwester)ward ja immer bei ihm und das hat ihm bestimmt sehr gutgetan.Ich denke, auch für Euch ist es gut, immer wieder da gewesen zu sein.Ich wünsch Dir weiterhin viel Kraft und Stärke für die nächste Zeit.Wenn Du magst, kannst Du mir auch gerne in die Mailbox schreiben. (Ich fahre heute bis Montag zu meiner Mutter-melde mich dann zurück)

Aber jetzt denke nur daran, dass es ihm bestimmt gutgeht(ich weiß ja nicht, ob Du an ein Leben nach dem Tod glaubst-ich auf jeden Fall). Zumindest ist er erlöst, das ist das wichtigste und Du kannst auf Deine Weise trauern.Ich fänd es schön, wenn Du weiterhin schreibst, wie es Dir geht.

Lass Dich ganz doll drücken, ich schick Dir was von meiner Kraft!

Alles Gute

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