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Lungenkrebs Endstadium mit Morphium

c6hris-cdru&mxmer hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin neu hier im Forum und sehr froh, dass ich mal mit Leuten sprechen kann, die betroffen sind.

Mein Mutter hat Lungenkrebs im Endstadium und sie erhält z.Zt. Morphiumpflaster, damit sie die evtl. auftretenden Schmerzen erträgt. Soweit so gut, aber wie wird das enden? Wird sie dadurch so geschwächt sein, dass sie irgendwann ins Koma fällt? Wer hat Erfahrung? Ich mache mir Sorgen und Gedanken.Es ist unerträglich,sie so fürchterlich leiden zu sehen. Wenn ich bedenke, was sie mal für eine superstarke Frau war, die nichts umgehauen hat. Auch für sie ist es fürchterlich, nicht mehr sie selbst zu sein. Ach Mensch, da geht eine Mutter plötzlich und man kann so wenig tun. Man steht da und muß es ertragen.

Also, wenn Ihr mögt, schreibt bitte, wie Eure erfahrung bei Euren Angehörigen mit Morphium im Endstadium war.

Vielen Dank!

Antworten
M;onFika0x3


Hallo chris

Ich kann es sehr gut nachempfinden , wenn du meine Berichte ließt weißt das es bei meiner Schwiegermutter das gleiche ist , ich will dir keine Hoffnung machen das alles wieder gut wird , den ich bin der Meinung nur die Wahrheit hilft , meine Schwiegermutter wurde aus dem Krankenhaus jetzt entlassen um zu hause zu sterben , man kann nichts mehr für Sie tuen , sie war auch eine sehr starke frau die nie schwäche gezeigt hat, und jetzt das es ist grauenvoll so etwas mit anzusehen , sie ist in sich zusammengefallen und schläft 3/4 des Tages nur noch , da sie sehr hoch auf Morphium eingestellt ist kriegt sie auch nicht mehr alles so mit , ich weiß das macht einen sehr traurig , aber sei stark , und versuch der Realität in die Augen zu sehen , wenn du fragen hast melde dich.

k\af9feedxrops


Morphium

Hallo chris-drummer,

meine Ma hatte auch Lungenkrebs, kleinzelliges BC. Von der Diagnosestellung bis sie starb, sind ganze acht Wochen vergangen, mehr hatte sie nicht mehr. Mit Morphiumpflastern kam sie nicht aus, sie bekam drei mal am Tag 8mg in Tablettenform, das hat sie ein wenig müde gemacht. Meine Ma lag von Freitag bis Sonntag im Sterben, auch da bekam sie Morphium per Infusion, und ein Beruhigungsmittel, damit sie sich nicht aufregt, denn sie hat nicht damit gerechnet, das es so schnell geht.

Wichtig ist erst mal, das deine Ma keine Schmerzen hat, ins Koma fällt sie durch die Pflaster garantiert nicht, du weisst wie ich, wieviele Medikamente Krebskranke täglich nehmen müssen, natürlich macht das ein bisschen schlapp.

Wenn du schreibst im Endstadium - dann verbring so viel Zeit als möglich mit deiner Ma, erfülle ihr jeden möglichen Wunsch, du glaubst ja nicht, was für bescheidene Wünsche plötzlich wichtig werden. Vielleicht gibt es noch unausgesprochene, ungeklärte Dinge, dann ist jetzt die Zeit, darüber zu sprechen.

Verschiebe nichts mehr auf den nächsten Tag, was dein eMa betrifft, denn jeder kann der letzte sein, du würdest dir dein Leben lang Vorwürfe machen. Ich war in diesen acht Wochen jeden Tag für meine Ma da, hab alles stehen und liegen lassen, es gab nichts, was so wichtig gewesen wäre.

Du kannst also sehr viel tun für deine tapfere Ma, ich bin sicher, du wirst genau so tapfer sein.

Ich wünsche dir alle Kraft der Welt, damit du diese Zeit durch stehst.

Liebe Grüsse, Kaffeedrops

T_och/teXr-T6anxja


Hallo chris-drummer,

ich möchte nur sagen das ich im Moment weiß was Du fühlst. Mein Vater (Erzeuger) hat auch Lungenkrebs. :°_ Ich habe nicht so den Kontakt zu ihm gehabt in den letzten Jahren aber es tut höllisch weh. Es ist schrecklich zu sehen was für Schmerzen er ertragen muss. Wer hat Euch gesagt das sie im Endstation ist? Ich kann mit den Ärzten nicht viel reden weil mein Dad das nicht für notwendig hält.

Ich würde mich freuen mit Dir in Kontakt zu bleiben und wünsche Dir viel Kraft damit Du alles überstehst.

Gruß

cJhris-5drummxer


hallo Tochter-Tanja

Vielen dank für Deine Antwort.

Ich bin gestern abend erst wieder von meinr Mutter zurück gekommen.Ich finde es auch schön, mit betroffenene zu reden(schreiben). Wenn ich all die Berichte von Betroffenen lese, denke ich immer, bei uns ist es ja gar nicht so schlimm. Aber es ist deshalb schlimm, weil man machtlos daneben sitzt und genau weiß, das es zu Ende geht. Nur das WIE? Uns wurde gesagt, dass sie vorsichtshalber schon Morphium erhält, da sie auch einen Abzeß an der Lunge hat, der jeden Moment platzen kann. Keiner weiß, wann.Wenn er dann platzt, wird das ein höllenmäßiger Tod.Sie erhält Sauerstoff und kann sogar etwas laufen.So gesehen geht es etwas. Sie ist 82Jahre alt und im letzten Jahr wurde Lungenkrebs diagnostiziert. Alle Behandlungen hat sie dann abgelehnt. Sie hatte mit 70 Jahren Darmkrebs und der wurde mit Mistel behandelt -erfolgreich. Das hat sie jetzt wieder gemacht, nach einem halben Jahr ist der Tumor aber doch gewachsen. Sie und auch wir Kinder sind glücklich darüber, dass sie die Chemo-uns-Strahlentherapie abgelehnt hat. Meine Mutter wollte nicht an den Nebenwirkungen sterben.Naja, sie meinte, dass sie schließlich 82Jahre geworden ist, obwohl sie so schlimme Krankheiten hatte.

Ich denke, Tanja, wenn Dein Vater Eure Hilfe ablehnt, müßt Ihr das akzeptieren. er legt die Hoffnung in die Hände der Ärzte. Wahrscheinlich geht es ihm damit besser. Vielleicht möchte er die Hilfe von Euch nicht annehmen, weil er Euch sonst was schuldig ist. IOst meine These, kann auch falsch sein. Das wichtigste ist, ihm zu signalisieren, das keine Rechnung zwischen Euch offen ist und Ihr seine Entscheidungen respektiert. Ich weiß, das ist sauschwer, aber er wird sich schon was dabei denken.

Zu den Behandlungen: die Ärzte fühlen sich natürlich verpflichtet, ihm zu helfen. Jedoch sollte man die Ärzte mal darauf hinweisen, dass einige Behandlungen eher unnötig sind. Muß ein Mensch sich so quälen? Das hatten wir den Ärzte n übrigens immer gesagt und jedes Mal wurden Alternativen aufgezeigt. Das war schon super!Ein Arzt sagte uns, dass heutzutage KEIN Mensch Schmerzen haben muß!!! Und damit hatte er bis jetzt recht!

Tanja, respektiere die Entscheidungen deines Vaters und frag aber trotzdem kritisch bei den Ärzten nach, es gibt Alternativen, nur wenn keiner was sagt, brauch ja auch nichts geändert werden!!!!!

Alles, alles Gute für Dich, Deien Familie und natürlich Deinem Vater.

X DyonisxosX


Bin ganz Deiner Meinung, Chris.

Momentan beschleicht mich sogar das Gefühl, daß Ärzte sogar wissen, daß ihre Therapie nichts bringt bzw. es verschlimmert, sie jedoch das vorgeschriebene nur verordnen dürfen. Und das Vorgeschriebene ist nunmal Stahl, Strahl und Chemo. Ich las neulich sogar, daß ein Arzt im normalen Klinikbetrieb gar nichts anderes empfehlen darf, sonst würde er sich strafbar machen.

Alternativ-Therapien sind wohl demnach schon machbar (je nach Kasse), muss aber immer vom Patient ausgehen.

Es heisst doch immer, mündige Patienten wären den Ärzten unbequem, aber kann es nicht auch sein, daß die Ärzte den ahnungslosen vertrauensvollen Patient für dumm halten?

Weil es ist doch bewiesen, daß fast kein Arzt bei sich solche Chemo-und Strahl-Therapien bei sich durchführen würde. Die lassen sich selber anders behandeln. Man muss nur mal googeln, auf einer Homepage eines Zahnarztes fand ich neulich Veranstaltungstermine " für die Kollegen" über u.a. die biologische Ausgleichstherapie (bei Krebs) nach Dr. Kremer/Tallberg.

Das war bestimmt keine übliche Fortbildung eines Zahnarztes!

Too/chter?-Tanjxa


Danke chris-drummer,

mein Vater ist letzte Woche in eine andere Klinik gekommen. Dort lag er schon zweimal auf der Intensivstation. Er wollte uns noch nicht sehen aber heute fahren wir hin. Gestern haben sie ihm Wasser aus der Lunge genommen hat sich wohl angesammelt. Er hat ständig schmerzen. Wir wollen mal versuchen mit den Ärzten zu reden heute. Das ist doch kein leben mehr, wenn man ständig nur hört ich kann ihnen nichts mehr geben gegen die schmerzen sie hatten schon genug.

Ich melde mich wieder wenn ich was neues weiß.

Ist das schon das Endstadium?

Gruß

TOochtRer-LTanPja


Völlig vergessen

chris-drummer wie geht es deiner Mutter?

Ich wünsche Euch viel Kraft für die nächste Zeit.

c.hr4is-dgruxmmer


Tochter-Tanja

Liebe Tanja,

meiner Mutter geht es-dank Morphium-Pflaster- relativ gut. Sie hat keine Schmerzen und ist durch die Droge immer high, was ich besser finde, als Schmerzen zu haben. Ich fühle mich nun etwas besser, da sie z.Zt. weniger leiden muß.

Aber bei Deinem Vater würde ich mal langsam Rabbatz machen! KEINER muß Schmerzen haben, frag nach Morphium-ist den netten Ärzten wahrschewinlich zu teuer, aber er hat ein RECHT darauf!!!

Viel Glück

Chris

T'ocht(er-Taxnja


Hallo chris-drummer,

mein Vater bekommt doch schon Morphium Plaster. Er hat sogar gleich zwei auf dem einen steht 50 und auf dem anderen 25. Dann bekommt er alle paar Stunden einen Saft gegen die Schmerzen. Was auch immer das ist und dann muß er noch Tabletten nehmen. Da mein Vater zusätzlich auch noch Probleme mit dem Herzen hat denke ich einfach mal das die Ärzte die Dosis nicht zu hoch machen weil sonst das Herz nicht mehr mitspielt.

Gruß

chhris-)drumxmer


Hallo Tochter -Tanja

Na das ist ja prima. Soweit ich weiß, ist 75 die höchste Dosis. Falls es ihm schlecht geht, sollte er ein Beruhigungsmittel gespritzt bekommen, dann erträgt er alles gelassener. Bei meiner Mutter

( wohl bei allen) wirkt das Pflaster so, dass sie "high" ist, aber besser Luft bekommt und psychisch besser drauf.Ich wundere mich gerade, was man alles so lernt, habe mir nie über sowas Gedanken gemacht, jetzt weiß ich schon über Morphium bescheid.

Wie geht es Dir denn jetzt mit der ganzen "Sache"?

Komischerweise fühle ich mich , trotz der ganzen Sch... sehr stabil.

Ich hoffe Du hast ebenso die Möglichkeit, gut damit umzugehen.

In dieser Zeit müssen alle Familienmitglieder zusammenhalten. Schont Euren Vater und respektiert seine Wünsche, auch wenn er sich von Euch nicht helfen lassen will.

Ich wünsche Dir alles Gute!

Chris

p-eace\faujll


hi chris

aso mein onkel hatte auch lungenkrebs.. und mein mutti hatte sonst krebs.. und die meisten der familie hatten auch krebs..

meine mutti wollte dann aber nicht so eine extrem hohe dosis morphium haben dass sie nix mehr wusste :-/ .. und hatte dann viele schmerzen.. bei ihrem bruder war es so dass er sehr gut zuhause dann gepflegt werden konnte.. aber genau zur zeit wo er starb war niemand dort um ihm zu helfen und er hätte da wohl irgend eine überdosis von irgendwas gebraucht :-(

..

wünsche dir mal ganz viel kraft und auch deiner mutti @:) @:) @:)

T#ochtSer-jTanxja


Hallo chris-drummer,

es tut so gut mit jemanden darüber zu reden(schreiben). Ich fühle mich eigentlich auch sehr stabil bei der ganzen Sache, ich möchte nur nicht das mein Dad Schmerzen hat. Das ist eigentlich alles was ich will.

Jetzt sagt mein Vater sogar das er vielleicht wieder zurück kommt also in die Klinik die wieder in der Nähe liegt. Er soll wohl wieder Chemo bekommen. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Dann wird es ihm doch wieder viel schlechter gehen. In dem jetzigen Krankenhaus hat er am Steißbein ein geschwür bekommen da haben sie dann gleich Bestrahlung gemacht.

Ich selber konnte bisher noch nicht mit einem Arzt sprechen. Ich denke das meine Schwester morgen wieder hin fährt und die dann mal die Ärzte ausfragt.

Ersteinmal liebe Grüße

c>hriqs-drcummxer


hallo tanja

frag doch mal den Dr. Schneider, der dieses Forum betreut!

Bei uns gibt es z.Zt. nichts neues zu berichten, Gott sei Dank!

Solange keine weiteren Beschwerden dazu kommen, atme ich auf. Ich weiß, dass es eines Tages ein böses Erwachen gibt, aber ich genieße die Ruhe vor dem Sturm und nutze die Zeit, um stabil zu bleiben.

Ich wünsche Dir alle Kraft der Welt!

Txoch)tenrN-Tanxja


Hallo chris-drummer,

habe gerade erfahren das mein Vater bereits Chemo bekommen hat gestern oder heute. Bin ja mal gespannt wie er damit zurecht kommt. Wenn ich an die ersten 3 male zurück denke die er vor 2 Monaten bekommen hat dann probst mahlzeit. Der arme. Ich habe Angst morgen fährt meine Schwester hin und sieht zu das er Telefon bekommt damit ich jedenfalls mit ihm sprechen kann wenn ich ihn schon nicht sehen kann.

Ich wünsche Dir auch alle Kraft der Welt.

Danke

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