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Lungenkrebs im Endstadium

P#antSanyikevrin


Auch wenn ich Dir leider keine aufbauende Geschichten schreiben kann, aber ich kann Dir sagen, ich kann mitfühlen.

Mein Vater starb im August 2003 an einem kleinzelligen Bronchialkarzinom. Die aggressivste Form der Lungenkrebse. Festgestellt hat man das kurz vor Weihnachten 2002. Aber er war definitiv schon krank im Oktober. Da war ich in den Schulferien (ich war 18 zu dem Zeitpunkt) bei meiner Oma und bekam einen Anruf von meiner Mutter (meine Eltern lebten in Trennung), dass mein Vater ins Krankenhaus gekommen ist, weil er so komische Schwindelanfälle hat. Alle dachten von uns, dass er nach wie vor mit der Trennung zu kämpfen hat und das psychisch bedingt irgendwas war. Jedoch, wenn man ihn besser kannte, wusste man, dass er nicht der Typ für sowas ist.

Die Ärzte haben alles neurologische abgecheckt. Nichts gefunden. Aber der Schwindel blieb. Er lief wie ein Besoffener, Autofahren durfte er nicht mehr und er lallte oft leicht beim reden. Eine befreundete Heilpraktikerin hat ihn dann davon überzeugt, dass da ja rein psychologisch sei und er soll ganz schnell aus dem Krankenhaus raus. Meine Mutter hatte ja eh nichts mehr zu sagen (die drehte nämlich völlig durch und meinte, so ein Schmarrn... in 20Jahren hätte er nie in jeglichen Situationen psychische Probleme so "ausgedrückt").

Naja ich wusste nicht was ich denken sollte, hatte mit dem Abi zu tun und stand zwischen den Stühlen. Habe ihn dann immer vor der Schule in die Firma gefahren, auch wenn der Mitinhaber immer den Kopf schüttelte, von da aus abends dann immer zur Heilpraktikerin.

Es wurde nicht besser. Als er dann im Dezember in die Badewann gefallen war, als er normal rein steigen wollte, habe ich beim Hausarzt angerufen und ausgemacht, dass er sofort ins Krankenhaus kommt, da sollte er erst in einer Woche wieder hin. Dort angekommen wurde erst wieder alles neurologische abgeklärt, immer noch nichts gefunden. Dann wurden die Organe gecheckt. Meine Mutter zog dann wieder ein um mich zu unterstützen, alleine hatte ich null durchblick und konnte auch nicht jeden Tag 50km zu ihm fahren. Es war schön zu sehen, dass die Krankheit sie wieder zusammen geführt hat, auch wenn es nur für 8Monate noch war. Auf jeden Fall haben sie in der Lunge dann was gefunden. Der Krebs hatte Toxine gebildet, die das KLeinhirn (soweit ich weiß) angegriffen hat. Die Ä haben gleich im Dez. gemeint, machen sie ihm ein schönes Weihnachtsfest, es kann mit hoher Wahrscheinlichkeit das letzte sein.

Es war das grauenvollste Fest meines Lebens. Wir haben ihn an dem Tag aus dem KH geholt, er hat im ZUge der Chemo nur erbrochen. Er war geschwächt und auf der Rückfahrt hatte er einen Schwächeanfall, weil er sich so bemüht hatt an dem Tag.

Nach einigen Chemos wurde es echt besser. In den Pausen kam er immer heim, wir haben ein Krankenbett aufgestellt und alles Rollstuhltauglich gemacht, da der Schwindel blieb. Er war echt fit und nach 6 Chemos hieß es: Auf dem Röntgenbild keine Herde mehr zu sehen. (naja wenn man im Netz lesen kann, dann weiß man, dass dieser Krebs so schnell wie er geht, auch wieder kommt).

Da die Situation zu Hause nicht einfach war, meine Mum in einer Ausbildung die sie nach der Trennung angefangen hatte und jetzt ncht aufgeben wollte, ich mitten im Abitur und mein Bruder am Studieren, ging er in ein tolles Rehazentrum am Bodensee. Wir haben ihn 3 mal die Woche besucht und er erholte sich richtig gut.

Zu meinem Abiball holten wir ihn ab für 2 Tage und er war so stolz wie Oskar an dem Abend. Später erfuhr ich, dass er kurz davor war sich das Leben zu nehmen an dem Tag, weil er spürte, dass er sterben wird, hat es aber gelassen, weil er das uns nicht antun wollte. Danach in der Reha wieder kam der Anruf, er sei ins KH gekommen, wg Lungenentzündung. Nach 3 Tagen hatten wir die Verlegung in die Klinik in der er davor war organisiert und die haben ihn gecheckt und meinten: Alles wieder voll, erste Metastasen in der Leber und dazu die Lungenentzündung. Das nach knapp 2 Monaten Chemopasue. Wir hatten die Wahl: Leichte Chemo (das wäre eine Leidensverlängerung von 2-3Monaten gewesen, eine OP, wo ihm sein eigenes Knochemmark herausgenommen wird, danach eine richtig harte Chemo und Bestrahlung und dann sein Knochenmark wieder rein. Da wurde sogar schon dran gezweifelt, ob er die OP überleben wird, also kam das gar nicht in Frage, da wir wussten, bisher hat noch keiner diesen Krebs überlebt. ODer wir nehmen in heim und machen ihm eine schöne Zeit. Das haben wir gemacht.

Noch am gleichen Tag wurde der krankentransport bestellt, zu Hause haben wir alles fertig gemacht für ihn und den Hausarzt informiert der schon die Familie seit meiner Geburt betreut und sehr gut kennt. Alle 2 Tage kam der Hausarzt, manchmal auch öfter, wenn wir ihn brauchten. Die Ä im KH gaben uns 1-2Monate mit ihm. Wir hatten 6 Wochen noch. Eine sehr intensive Zeit. Sie war schön aber auch schwer und hart. Es war dieser Jahrundertsommer. Wir hatten bei Stuttgart um die 40Grad im Schatten teilweise. Wir haben jeden Tag riesen Eisbecher gekauft, seine Leibspeisen gekocht, frische Früchte in Massen gekauft. Wir lebten wie Gott in Frankreich. Seine besten Weine aus dem Weinkeller wurden geholt. Ich hatte ja sowieso frei und mein Bruder hatte Semesterferien. Die ersten 3 Wochen ging es ihm richtig gut und er konnte noch das Leben mit uns genießen. Dann wurde es langsam schwerer und anstrengender für ihn. An einem Samstag hat der Hausarzt ihm dann Morphium verschrieben, weil es nicht mehr ging. Schlafmittel bekam er schon länger. Ab dem Tag bekamen wir ihn dann auch nicht mehr aus dem Bett, außer auf den klostuhl. Montags flehte er den Arzt an, noch was für die Nacht zu bekommen, er hat so Erstickungsangst und Schmerzen. Dann kam eine höhere Morphindosis. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist er dann verstorben :)- . Ganz ruhig eingeschlafen. Er musste also nicht mal eine Woche Morphin nehmen, hatte lange Zeit leine Schmerzen und er ist nicht erstickt, wovor wir alle am meisten Angst hatten. Da hatten uns Ärzte schon drauf vorbereitet.

Im Grunde ist er ausgetrocknet (durch die Hitze und er trank sehr schlecht am Ende) und das Morphin hat sein letztes gegeben.

Ich bin froh, dass ich mich von ihm verabschieden konnte und saß die letzten Tage lange an seinem Bett. Wir haben ihn nie alleine gelassen, wir Ihr Deine Schwester. Er hat das gespürt, da bin ich mir sicher. Aber das erstaunliche. er hat die 20min zum sterben genutzt, als keiner da war nachts. Meine Mutter war zum Telefonieren raus gegangen und als sie zurück kam war er gestorben. Das wollte er also keinem von uns zeigen.

Es wurde jetzt ein bisschen länger. Sorry! Aber ich schicke Dir ganz viel Kraft :)* für die Zeit. Ich weiß es ist nicht einfach. Halte durch! :)* :)* :)* :)*

Nbas3e/wuxtz


Hallo !!!

Pantanikerin , es ist immer wieder erstaunlich wie ähnlich die abläufe sind. Gut, das sich Dein Vater nicht so quälen mußte, meine Schwester liegt seid Januar im KH , zwischen durch zweimal nach Hause für eine Woche.

Sie qüält sich sooooooo sehr und schon sooooooo lange, es ist einfach nur schrecklich.... :°(

Und nun will ich allgemien erzählen wie es im Krankenhaus gestern war....sehr sehr traurig einfach nur schrecklich.... !!!

Ich hoffe ihr habt es gut verarbeitet !!! Dein Vater ist da , wenn nicht hier aber ganz tief in Euren Herzen...

:)-

liebe grüße

N,assewGutxz


Hallo ALLE zusammen ...

...ich war gestern im Krakenhaus, als ich rein kam , irgendwie war es schon wieder anders als sonst.

Sie hatte so rote Wangen, sie atmete diesmal sehr schnell und kurzatmig. Sie hat geschlafen , als ich rein kam, so habe ich mich mit meine Mutter unterhalten, einfachmal sie ncht nur anstarren und Angst haben. Nach einer stunde wurde sie wach...sie war klitschnass, vielleicht vom Fieber... ??? Ich half ihr hoch um den Rücken trocken zukriegen, sie ist sooooo leicht. Nach zwei minuten mußte sie sich wieder hinlegen, da waren ihre Kräfte weg. Dann kam die Schwester mit Medikamente, die ich ihr geben durfte !!! FESTHALTEN....sie hat doch tatsache mich angelächelt und meint : Du bist so lieb zu mir :°( :°( :°( Und das hat sie klar gesagt, WOW sonst nuschelt sie nur und man versteht gleich null und wenn nur die hälfte , sehr wenig !!!!

Zwischen durch mußte ich erstmal raus, mich fangen, wollte nicht vor Mama und meiner Schwester weinen !

Meine Mama hat ihr die Beine eingecremt, nun löst sich die hat, die erste schicht kann man so runterholen, hmmmmmm...voll komisch !!!! Ihre Fingernägel der ansatz so gelblich verfärbt...was ist das ???

Naja wieder drin, kam auh das Abendbrot und ich und Mama haben so sehr gehofft, das sie ißt....hmmmm Erste Happen im mund, nach fünf minuten riss sie die Augen auf und krampfte, Mama hoch hielt meine Schwester sagte zu mir : Geh raus, hol eine Schwester, ich drück den knopf....PUHHHHHHHHH ich habe noch nie so gezittert. Die Schwestern kamen sofort und ich mußte draußen bleiben.

Nach fünf minuten durfte ich wieder rein, sie hatte ein Unterleibskrampf ??? Sie ist Untenrum durch den Kateter Wund und hat eine Infektion. Ihr ging es sehr sehr schlecht, hat natürlich nichts mehr gegessen.

Bin nicht mehr lange geblieben, die fahrt nach hause habe ich ersmal bitterlich weinen müssen ! Ich bin so froh das ich so liebe Freunde habe, die einen in den Arm nehmen und wo man nichts sagen brauch.

Wie lange muß sie noch so leiden ??? Es tut weh .... :°(

PiantaZnikexrin


Hallo Nasewutz,

gibt es etwas Neues bei Dir bzw. von Deiner Schwester?

Es tut mir so leid, dass sie so leidet, aber anscheinend kann oder will sie noch nicht "los lassen".

Ich wünsche Dir und Deiner Familie weiterhin viel Kraft und dass sie endlich einschlafen darf. Aus meiner Situation heraus kann ich sagen, dass das ein erlösendes Gefühl ist. (war zumindest bei mir so, klar ist Trauer da, aber kein Mensch sieht gerne, wie ein geliebter Mensch leiden muss).

Habt ihr denn psychologischen Beistand? In der Klinik gibt es ja oft Menschen, die einem bei so einer Situation helfen können. Und sei es nur zuhören. Wir hatten damals eine tolle Pastorin, auch wenn wir alle nicht so sehr gläubig sind. Aber die Empathie dieser Frau war enorm. Sie war uns eine tolle Stütze, auch wenn ich das erst viel später realisiert habe.

:)* Alles Gute weiterhin und ganz viel Kraft!

NLase<wutpz


Hallo,

ich war gestern im Krankenhaus, sie hat nur geschlafen, war nur einmal kurz wach, hat mich aber erkannt und mir ein lächeln geschenkt. Zum Abendbrot war sie dann noch mal wach .... naja viel gegessen hat sie nicht zwei happen und ein bischen Obst...sie hatte sehr starke schmerzen diesmal links etwas weiter unten, was soll da weh tun, ihre linke Lungenhälfte funktioniert nicht mehr, vielleicht Leber , Galle ??? Um 16:30 Uhr fiel ihr das Atmen sehr schwer.....eigentlich alles wie gehabt unverändert schlecht !!!! :-/

Wir reden auch sehr viel mit der Pastorin, sie kommt täglich und immer dann wenn wir sie brauchen !!!!

Es ist echt kräfte zerrend, aber wir halten alle ganz fest zusammen und stehen das alle gemeinsam durch, es ist keiner allein .... :°(

----------OHNE WORTE--------------

leady-Clike


:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

N.a3sewuHtz


:°_ DANKE !!!! @:) @:) @:)

N>ase^wButz


Hallo,

seid gestern geht es meiner Schwester noch schlechter ...sie hat wieder angstatacken....Ob sie es jetzt selber merkt, das es bald zuende geht ??? ??? ??

SCHRECKLICH......... :°( :°( :°(

g6ismxo9


Hallo Nasewutz,

das geht mir total nahe. Ich fühle wirklich mit Dir. :°_

Ganz viel Kraft!!!!!:)* :)* :)*

H+iSmb@eerex83


Hallo Nasewutz,

haltet durch. Ihr müsst scheinbar noch etwas stark sein. Ich kann mir vorstellen wie schlimme es vor allem für euch ist. Ich wünsche euch alle Kraft der Welt um das durchzustehen.

Hier einige Kraftsterne :)* :)* :)* :)* :)*

kLind1D01


:)* :)* :)* Liebe Nasewutz,

auch ich schließe mich meinen "Vorschreiberinnen" an - es bleibt uns Nichts mehr als Euch

Kraft :)* :)* :)* zu schicken, und vor allem das Deine Schwester so gut es geht keine Schmerzen ertragen muß - ich hoffe das alle die Deine Schwester lieb hat, bei ihr sein können -es ist so wichtig für Euch alle !!!

Viele liebe Grüße :)* :)* :)*

c@atl8607


hallo nasewutz,

es tut mir wirklich leid dass ihr sowas durchmachen müsst!

ich hab sowas 2 mal miterlebt, zwar nicht in der engeren familie aber dennoch sehr schrecklich sowas.

hab gesehen wie die familie bzw. meine omawegen ihrem bruder gelitten haben darunter!

vor nem halben jahr hat man mit diesen menschen noch im sommer im garten gesessen und halbes jahr später sieht man wie verfallen, schwach und schmerzvoll diese menschen aussehen.

das wünscht man keinem!

ich wünsch dir und deiner schwester und deiner ganzen familie ganz ganz viel kraft für alles was euch noch bevor steht!:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

lg cat

NLasewfutz


:)^ DANKE für die lieben einträge, das baut mich etwas auf !!!!

H\imbererex83


Hallo Nasewutz,

ich hoffe gestern und heute verlaufen etwas besser. WIe geht es deiner Schwester nun bzw wie ist ihr Zustand?

Bzw. wie geht es euch? Habt ihr eigentlich einen Seelsorger?

Mir geht diese Geschichte richtig Nahe.

Ihr schafft das irgendwie. Ihr müsst ganz stark sein, aber ich debke auch nichts verdrängen. ihr solltet viel reden, das hilft sicher.

:°_

Ich schicke euch hier jetzt mal Kraft, ganz ganz viel :)* :)* :)*

o?ros-lxan


:°( eine gross tragik mit 39; ich habe das ganze vor knapp einem jahr mitgemacht bei einer um ein paar jahrzehnte aelteren verandte' - auch einlieferung mit verdacht auf l-netzuendigung - ich frage mich bis heute ob das eine art tarnung des erst-medziners ist, um nicht gleich den wahrheitsverdacht auszusprechen. eine quasi unnoetige mittlere chemotablette, da schon zu aussichtslos mit t4 und dem erloesenden tod der raucherin nach einem monat :°_

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