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02.08.09 20:50
Halloo, erst einmal recht schönen guten Tag,
ich bin grad hier gelandet, weil man im world wide web nach allen Strohalmen sucht.
Mein Vater hat Lungenkrebs, diagnostiziert vor ca 2 Monaten, sehr weit vortgeschritten, vor einem Jahr hatte er Nieren und Harnleiterkrebs. Niere wurde entfernt. Davor 3 Schlaganfälle.
Also wirklich schon sehr geschwächt. Seid gestern hält er die Schmerzen nicht mehr aus, und meine Ma hat ihm ein Morphium Pflaster aufgeklebt, weil unser HA die bereits vor geraumer Zeit verordnet hat.
Er will nur noch schlafen, nicht mehr essen, und heute habe ich mich wirklich erschrocken, er konnte seinen Körper (48kg) nicht mehr auf den Beinen halten. Wollte nur wieder zurück ins Bett uns ist auch gleich wieder eingeschlafen. Er hat sich von uns verabschiedet, und sagt auch schon seid langer Zeit, das er sterben möchte.
Kann es sein das er durch das Pflaster heute sooo geschwächt ist, oder geht es nun wirklich mit großen Schritten dem Ende zu??
Er hat überall Schmerzen, egal wo man ihn berührt, ist das typisch für Lungenkrebspatienten?
Ich bedanke mich im vorab für alle Antworten.
Gruß NIcole
03.08.09 12:24
Hi Nicole,
Du hast ja schon im Betreff eine richtige Einschätzung der Lage vorgenommen. Dein Vater ist im terminalen Stadium seiner Erkrankung. Sein niedriges Körpergewicht und sein extrem schlechter Allgemeinzustand lassen darauf schließen, dass er in Kürze versterben wird. Außerdem hat er, wie Du schreibst, eine umfangreiche Vorgeschichte von Karzinomen und Schlaganfällen.
Was mich dabei aber wurdert ist, dass das Lungen-Ca. bei den Voruntersuchungen für die vor einem Jahr durchgeführten OP(s) nicht diagnostiziert wurde. Normalerweise wird dieses beim Lungenröntgen auffällig. Vor einem Jahr hätte man dort eigentlich schon etwas erkennen müssen, zumindest wenn es sich nicht um ein extrem schnell wachsendes Ca. (das sog. "kleinzellige" Karzinom) handelt.
Tut mir leid, aber ich kann Dir nichts Hoffnungsvolleres dazu sagen.
Gruß
DK
04.08.09 09:43
Viele dank, ja ich weiß , das hört sich sicherlich komisch an, aber mein Vater war bereits seit 4 Jahren in Behandlung beim Lungenarzt,da mein Dad 40 Jahre im Bergbau unter Tage war uns somit eh schon Lingenprobleme da waren, aber angeblich hat der vorher nie etwas gesehen.
Seid gestern geht es ihm noch schlechter, wir waren alle bei ihm, er ist zuhause, weil er nicht im Krankenhaus sterben will und meine Mama ihm diesenWunsch erfüllen will. Leider bekommt er nicht mehr mit, das wir (Geschwister und Enkelkinder) da sind. Der Urologe war da und hat ihm einen DK gelegt, damit er ruhiger wird. Außerdem kommt der Hausarzt zwei mal am Tag um die Schmerztherapie per Spritze beizubehalten. Gestern bestätigte er uns noch mal das es das Finalstadium ist. Ich wünsche meinem über alllllles gelieten Vater das er nicht mehr so lange leiden muß, wenn es eine Gerechtigkeit gibt, dann darf er keine Schmerzen haben. Ich finde das so furchtbar Ungerecht. Wir wollen ihn doch noch bei uns haben und dürfen nicht. Ich weiß, wir müssen ihn loslassen.
06.08.09 16:30
Hallo ich bin wiedér hier, um mal alles ab zu laden was mich so sehr aus der Bahn wirft. Heute ist Donnerstag, und seid Sonntag liegt mein Pa im Finalstadium. Er wollte nicht ins Krankenhaus, weil ihm dort soo in den letzten Jahren soo viele Schmerzen zugefügt wurden. Nun liegt er dort im ehelichen Schlafzimmer meiner Eltern in seinem Pflegebett. Er erkennt niemanden mehr, es kommen keinerlei Zeichen das er uns hören kann. Seine Augen sind milchig und verklebt, sein Gesicht weiß und eingefallen . Das was dort liegt ist nicht mein Papa, es ist nurnoch seine Hülle, Seid gestern muß er alle 4 Stunden Morphium gespritzt bekommen, sonst fängt er an vor Schmerzen zu stöhnen und das kann man nicht ertragen. Ich weiß, das ich diese Situation niemals meiner Familie an tuen würde. Es ist so Herz zerreißend, so unwürdig das ein Mensch so lange leiden muß. Letzte Nacht bin ich jede Stunde erwacht und habe erhofft das das Telefon geht und meine Mutter sag:" Papa hat es geschafft", aber nein, sein Herz schlägt in der nur noch mit Haut bedeckten Brust wie ein Uhrwerk. Kein wunder bei 40 Jahren Bergbau. Ich habe ihm heute gesagt, das er gehen kann und wir uns um Mama kümmern, und das er keine Angst haben muß. Als ich ihm sagte das ich ihn liebe, bewegte sich seine Augenbraue nach oben, ich glaube, das er trotz den vielen Morphinen schon noch merkt das wir da sind. Ich hoffe, das er es heute Nacht endlich schaffen wird den Weg aus diesem Schmerzlichen Ende zu finden und endlich erlöst ist.
06.08.09 16:46
hallo nicole,
ich weiss wie du dich fühlst, ich wünsche euch das dein vater schnell erlöst wird, es ist einfach nur schrecklich was diese krankheit die letzten tage mit einem menschen macht , man muss zusehen wie er leidet und steht fassungslos und entsetzt daneben! ich wünsche euch viel kraft für die kommende zeit 
09.08.09 07:49
Liebe Nicole:
ich hoffe es geht dir den Umständen entsprechend gut?!
Meine Mama ist genau ein Jahr Tot, und ich danke den lieben Gott jeden Tag dafür das Sie nicht leiden musste.
Von der Diagnose bis zu Ihrwm Tode lagen fünf Monate.
Sie hat nur eine Nacht ein Morphiumpflaster gebraucht,
und ist dann relativ ruhi, und für uns doch überraschen eingeschlafen. 
Für Dich und deine Familie alles Kraft der Welt!

*GrußScali*
09.08.09 08:11
hallo nicole auch ich hoffe für euch und deinen vater das es schnell geht weil ich weis auch was es heißt einen geliebten menschen so leiden zu sehen ich wünsche dir und deiner familie viel kraft für die nächste zeit
:
)
*
gruß silvia
09.08.09 08:25
Ich habe ihm heute gesagt, das er gehen kann und wir uns um Mama kümmern, und das er keine Angst haben muß. Als ich ihm sagte das ich ihn liebe, bewegte sich seine Augenbraue nach oben, ich glaube, das er trotz den vielen Morphinen schon noch merkt das wir da sind.
Liebe Nicole...
....das hast Du wunderbar gemacht...
Ich wünsche Dir, Deiner Mama, der ganzen Familie und allen, die Deinen Vater vermissen werden, viel Kraft

Für Deinen Vater
....ich hoffe, dass er friedlich einschlafen konnte oder den erlösenden Weg bald findet....
11.08.09 19:45
Hallo ihr Lieben, ja mein Papa ist entlich erlöst worden, er ist Samstag morgen um 5.25 für immer eingeschlafen. Meine Mama war bei ihm . Als wir kamen, sah er so erlöst und friedlich aus. Trotzdem ist es so unendlich schwer es zu begreifen. Gestern konnten wir uns am offenen Sarg verabschieden. Selbst meine Kinder wollten diesen Weg gehen. Es war sehr schön, mein Großer (14 Jahre) hat den Opa sogar auf die Stirn geküsst. Sie hatten alle gar keine Berührungsängste. Meine Kleinster 6 Jahre hat Opa noch mal am Arm berührt, auch er brauchte diesen Abschied um das zu begreifen. Er hat gesagt:" Der liebe Gott hat für Opa das große Tor aufgemacht." Nächste Woche Mittwoch ist die Beerdigung, leider ist am Tag zuvor die Einschulung unseres Jüngsten. Aber das werden wir schon hinbekommen.
Vielen dank für die Kraft die Ihr mir hier gebt, es ist schön zu wissen, das es Menschen gibt, die diese Gefühle kennen und selber erlebt haben.
DANKE DANKE DANKE

15.08.09 11:10
Hallo ihr Lieben,
heute ist es eine Woche her, das Papa verstorben ist, ich bin letzte Nacht weinend eingeschlafen und heute weinend aufgewacht. Ich kann es einfach immer noch nicht glauben, das alles plötzlich vorbei ist. Wir hätten noch so viel schöne Zeit miteinander haben können. Mein Papa war ein so lieber und friedvoller Mensch. Kein böses Wort kam über seine Lippen. Immer ein Lächeln für jeder Mann, und nun ist das alles zuende.
Ich hätte ihm so gern ein paar Jahre von mir gespendet. Mittwoch ist seine Beerdigung und ich habe jetzt schon so Angst davor, das meine Mama das seelisch dann nicht mehr verpackt.
Ich grüße euch alle und wünsche jedem Menschen der gerade in einer ähnlichen Situation ist ganz viel Kraft

15.08.09 15:32
hallo nicole,
ich wünsche dir und deiner familie jetzt viel kraft 
Wenn man einen Menschen verliert,
den man geliebt hat,
dann stirbt ein Stück seines eigenen Lebens mit ihm.
Aber wenn man sich etwas von dem bewahrt,
das sich einem durch ihn an innerem Reichtum erschlossen hat,
wird er in einem gegenwärtig und durch einen selber hindurch
auch in Zukunft lebendig sein.
15.08.09 15:57
Hallo Nicole
manchmal ist das alles ungerecht,habe meine Mama(in Febr.) und mein Papa (vor2Wochen) auch verloren.Aber ich denke auch immer warum,wieso und und.Nun denke ich anders,es ist besser so ,damit sie nicht leiden.Das möchte ja keiner.Es ist schwer aber man damit besser umgehen.Ich wünsche viel Kraft
..........Liebe grüße
20.08.09 20:49
hallo nicole, ich weiß wie du dich fühlst, habe meinen papa gestern selbst durch den krebs verloren. daher kann ich gut nachvollziehen wie es dir geht. aber solange man die familie hat die einem halt gibt ist es zu ertragen. zwar wird man dir oder besser gesagt uns den verlust nicht nehmen können, aber man weiß das man mit der trauer nicht alleine steht. es hat mal jemand zu mir gesagt mit der zeit wird alles leichter, aber im mom. denke ich das noch nicht. man muß aber versuchen das beste aus der situation zu machen. wünsche dir sehr viel kraft. lg pummelchen
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