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Lungenkrebs

07.01.10  14:21

Hallo,

bin auch ganz frisch hier und möchte mir mal meine Angst von der Seele reden.

Meine Schwester Erkrankte vor ca. zweieinhalb Jahren an Brustkrebs.Nach vielen Bestrahlungen und Chemo's ging es ihr dann auch wieder wirklich gut.

Vor ca. 2 Monaten haben wir ihren Umzug in eine neue Wohnung gemacht und da viel mir auf wie schlecht meine Schwester beinander ist. Sie war Blaß hatte starke Rückenschmerzen,konnte kaum alleine gehen geschweige denn stehen.

Ich habe sie daruf hin angesprochen und sie sagte nur das habe sie schon seit ein paar Tagen.

Das ganze ist jetzt zwei Monate her,und nach dem es nicht besser wurde sondern eher schlechter haben wir entschlossen sie ins KH zu bringen.Sie hat sich zwar gewährt aber mit einer list haben wir sie dann doch dazu bewegt sich in die Klinik zu begeben.

Die Diagnose war für Sie und für uns (wir sind noch 7 Geschwister) wie ein schlag ins Gesicht.

Meine Schwester Erkrankte an Wirbelseulenkrebs!!! In Folge der Bestrahlung und weiterer Untersuchungen stellten die Ärzte dann noch fest das Sie unheilbar Erkrankt ist.

Ihr Geammtes Skelett sowie die Leber und auch noch die Lunge war betroffen.

Nach einem dreiwöchigem Krankenhausaufenthalt entschloß sich meine schwester die Behandlung Abzubrechen.Wir haben alles versucht um sie wieder ins KH zu bringen doch sie lehnte jede art von Behandlung ab. :°(

Es ist die Hölle zu sehen wie sie an diesem Sch..... Krebs zu Grunde geht.Jedes mal wenn ich bei ihr zu besuch bin,brauche ich meine zeit um das zu verarbeiten.Sie kann nicht mehr gehen,hat kaum Apetit auf Essen und trinken kann sie nur noch wasser oder saft.

Es ist ein schöner moment sie zu sehen mit ihr zu reden,aber wenn ich dann wieder bei meiner Familie bzw. bei meiner Frau und unseren Kindern bin verfluche ich das Leben!!! Sie hat 4 Kinder die kurz davor stehen dass sich ihr leben von heute auf morgen schlagartig verändern wird und wir können nichtss dagegen tun. :°_ :°_ :°_

Normalerweise müßten wir die Geschwister ja schon in "Sachen Krebs " abgebrüht sein. Unsrere Mutter verstarb an Krebs, meine älteren schwestern erkrankten an Krebs,und ich hatte vor drei Jahren die Diagnose Schwarzer Hautkrebs.Aber wir hatten noch das Glück auf unsrer seite und konnten behandelt werden so das wir es geschafft haben.

Ich habe ein scheiß Angst davor vor dem was noch kommen wird. :°_ :°_ :°_

A%nGdrpeas u3nd UtAe

07.01.10  14:38

Hallo Andreas - Das ist hart. Sehr hart. Ich nehme an, dass Ihr Euch sehr nahe steht. Weisst Du, ich könnte mir vorstellen, dass Deine Schwester einfach die Zeit, die ihr noch bleibt, "nutzen" möchte - nicht mit Therapien, die das Leben zwar verlängern, die aber auch sehr anstrengend, mühsam oder schmerzhaft sind. Für Angehörige ist das immer enorm schwer, mitzuerleben.

Ich weiss nicht, was ich Dir sagen könnte, was Dir und Deiner Familie wirklich weiter helfen würde. Vermutlich nichts. Und abgebrüht ist man in "Sachen Krebs" wohl niemals.

Begleite sie auf ihrem letzten Weg, so gut Du es kannst. Rede offen mit ihr. Wenn sie sich für diese Variante entschieden hat, wird sie vermutlich auch offen damit umgehen. Auch ihre 4 Kinder - wie jung sind die denn - werden es sehr sehr schwer haben. Ich kenne ein sehr schönes (Kinder-)Buch, dass das Thema und den "Sinn" des Todes auf eine sehr friedvolle Art angeht. Es heisst "Emirs Erziehung im rechten Gebrauch der magischen Kräfte" und ist von Jane Roberts. Mir hat es schon oft geholfen.

Wenn jemand stirbt, ist es immer zu früh. DAS ist wohl wahr. Und geliebte Menschen gehen zu lassen, ist wohl etwas vom Schwersten, was wir erleben "müssen".

Ich wünsche Dir, Deiner und ihrer Familie viel viel Kraft. Und Deiner Schwester, dass sie nicht leiden muss. :)* :)* :)*

Oaptimihsmus

07.01.10  14:45

Das ist die Crux bei der Krebsbehandlung: Sowohl Chemotherapie als auch Bestrahlung bekämpfen zwar den Krebs, stellen aber selbst ein Krebsrisiko dar.

Deine Schwester kann ich verstehen. Es gibt bei vielen Krebsleiden einen Punkt, ab dem der Patient nicht mehr an eine Genesung glaubt und eine weitere Behandlung nur noch als Verlängerung eines qualvollen Lebens sieht. Da es um SEIN Leben geht, muß der Patient auch autark darüber entscheiden dürfen, ob er ein solches Leben noch verlängern will.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft, damit Ihr für Deine Schwester der Halt und die Hilfe sein könnt, die Deine Schwester jetzt braucht. Alles Gute! :)_

ZFwacxk44

07.01.10  15:06

Nach einem dreiwöchigem Krankenhausaufenthalt entschloß sich meine schwester die Behandlung Abzubrechen.Wir haben alles versucht um sie wieder ins KH zu bringen doch sie lehnte jede art von Behandlung ab. :°(

Ich kenne das, ich bin selbst eine Žbetroffene, oder vielmehr ich war es.... meine Mutter damals hat auch so entschieden und man konnte nur noch zu sehen. Es ist ihre Entscheidung und man muss es respektieren, auch wenn es einen selbst schmerzt. Aber versetzt dich mal in der Lage deiner Schwester!!!

Sie kann nicht mehr!!!!

Dass waren auch die Worte meiner Mutter!

Es ist die Hölle zu sehen wie sie an diesem Sch..... Krebs zu Grunde geht.Jedes mal wenn ich bei ihr zu besuch bin,brauche ich meine zeit um das zu verarbeiten.Sie kann nicht mehr gehen,hat kaum Apetit auf Essen und trinken kann sie nur noch wasser oder saft.

Man bekommt Angst, das frisst die Seele auf. Du kannst eines machen sei einfach bei ihr auch wenn du sehen muss wie sie leiden wird, sehe sie als gesund an, dass klingt jetzt komisch, ja aber versuche mit ihr nomal umzugehen, lass es ihr nicht anmerken, wie auch du leidest, es ist hart, ich weiß das so gut, aber mach es deiner Schwester so angenehm wie möglich. Sie braucht auch dich!!!

Es ist ein schöner moment sie zu sehen mit ihr zu reden,aber wenn ich dann wieder bei meiner Familie bzw. bei meiner Frau und unseren Kindern bin verfluche ich das Leben!!!

Ja, reden ist gut mit ihr..... aber sei stark, sei bitte stark und mach dich nicht selbst kaputt.

Ich habe ein scheiß Angst davor vor dem was noch kommen wird. :°_ :°_ :°_

es wird nicht leichter, versuche deine Kraft zu behalten... ich schicke dir viel Kraftsterne :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* und sei einfach stark für deine Schwester :)*

Auch für die ganze Familie viele :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

und rede mit deiner Familie darüber, du musst auch alles verarbeiten.....

nicht das es dir ao ergeht wie mir!

G.al$axxi

07.01.10  15:18

Habt ihr schon mal beim Pflegedienst nachgefragt?

Das ist super wichtig, holt euch Hilfe so schnell wie möglich!!!!

:°_ :)*

GFalaxxi

08.01.10  08:44

Hallo Galaxi,

wie schon geschrieben,hat meine Schwester jede art von Behandlung verweigert!!! Auch einen Pflegedienst möchte sie nicht in ihrer Umgebung haben.

Es geht ihr von tag zu tag schlechter :°( und wir könen nichts tun.

Ich muß aber auch dazu sagen wenn es so weiter geht wie in der letzten zeit,das ihre Kinder oder wir ihre geschwister sie auf die Toilette oder ins Bad bringen müssen dann sind wir gezwungen Hilfe zu holen. Ihre Kinder sind schon in einem Alter wo man sagen kann das sie etwas tun können aber auf der anderen seite haben auch sie ein recht auf ihr leben. Die große ist Studieren in ersten... der größte der drei Brüder macht ne Lehre und der mittlere hat keinen Bock auf das leben und der kleine ist Schulpflichtig und muß dort auch bleiben.

Wir haben jetzt schon unter den Geschwistern ausgemacht das jeder mal zu ihr fährt aber das sind auch jedes mal je nach dem wer kommt bis zu 150 km!!! Und das ist nicht so einfach wenn man selbst der Arbeit nach gehen muß.

Aber was sollen wir tun we3nn sie keinen Pflegediensz bei sich haben möchte ???

Es ist so unfair das Leben :°_

A_ndreas# und} Ute

08.01.10  09:04

Es tut mir so leid , wenn ich das so lese !!! Und ich schicke euch als erstes erstmal ganz viele :)* :)* :)*

Meine Schwester hatte auch Lungenkrebs und hat auch die Behandlung abgebrochen, oder mehr oder weniger , die Ärzte dann auch gesagt haben, sie ist zu schwach.

Ihr habt Erfahrung damit, dann wisst ihr auch , was für strapazen und Kraft es kostet, so eine Behandlung.

Wenn sie unheilbar krank ist, was soll sie sich damit noch quälen ???

Aber sie braucht jetzt UNBEDINGT ein Pflegedienst, sie brauch doch Medizin ? Sowie das rund um die Uhr bei ihr ist !!!

Es ist schwer, dann noch die entfernung ... wohnen nicht die anderen Geschwister in der nähe, die mit ihr reden können, die sie vielleicht zur vernunft bringen ?

:°_

Neasewcutz

08.01.10  10:21

Andreas - Ja, das kommt einem alles sehr unfair vor. Da hast Du wohl recht. Es ist einfach nicht zu verstehen und zu begreifen.

Wäre es möglich, dass Deine Schwester "Angst" vor dem Pflegedienst hat, weil sie fürchtet, dass dann doch noch an ihr rummedizinert würde, was sie ja überhaupt nicht will? Oder hat sie Bedenken, dass wenn jemand sowieso da ist, dass Ihr Euch dann zurück ziehen würdet, was sie ja sicher auch nicht will? Vielleicht könntet Ihr Geschwister ALLE miteinander mal darüber sprechen? Möglicherweise könnte das zu einer besseren Lösung führen? Ich weiss es nicht.

:)* :)* :)* :)* :)*

Ohp7timisxmus

08.01.10  20:24

Hallo,

komme gerade von meiner Schwester, :°( :°( :°(

es geht ihr heute wesentlich schlechter als noch vor zwei Tagen.

Zu der Frage von Optimismus kann ich dir nur sagen,das ein Pflegedienst jeden zweiten Tga kommt.Die machen ihren Job und dann sind die wieder weg. Heute hatte ich meine Frau (Ute) dabei und sie ist vor meiner schwester schon etwas erschrocken. :°_ Sie kann keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen,hat ihr Blase nicht mehr unter Kontrolle und ist zu schwach um zu Reden.

Ich muß mich jetzt übers WE erst mal wieder sammeln und alles verarbeiten,und am Montag werde ich meiner Schwester nahe legen in ein Hospiz zu gehen. Ihre Kinder können die last nicht mehr tragen.Und ich verstehe sie sehr gut. :°_ :°_ :°_

Allen anderen ein schönes WE und alles alles gute :°(

Adn_drea?s Eund Utxe

08.01.10  20:57

wie schon geschrieben,hat meine Schwester jede art von Behandlung verweigert!!! Auch einen Pflegedienst möchte sie nicht in ihrer Umgebung haben.

Der Pflegedienst, doktert nicht an den Patienten herum, er unterstütz auch die Angehörigen, was auch sehr wichtig ist.... glaube mir es kommt noch eine Menge auf euch zu, was nicht ganz leicht ist.

So musste mein Vater meiner Mutter Spritzen geben, weil meine Mutter auch nicht mehr ins Krankenhaus wollte. Im grunde muss man Dinge können die man noch nie gemacht hat. Daher ist eine Rücksprache mit einem Pflegepersonal sehr erforderlich.

,und am Montag werde ich meiner Schwester nahe legen in ein Hospiz zu gehen.

Das wird aber viel härter für deine Schwester--- ich würde erst mal mit einem Pflegedienst reden!!!!

Gkalaxxi

08.01.10  22:59

Andreas - Ich weiss nicht, was ich Dir noch sagen kann, was Dir auch nur einen Millimeter weiter helfen würde. Aber eines scheint mir sehr klar. Deine Schwester will zu Hause sterben. Ich will auch nichts schön reden. Aber so wie Du ihren Zustand beschreibst, wird das wohl in nicht allzuferner Zukunft sein. Wäre es nicht möglich, diese kurze Zeit, die Euch zusammen noch bleibt, so gut es eben möglich ist, zu Hause und zusammen zu verbringen.

Haben die Kinder Deiner Schwester psychologische Unterstützung? Ich könnte mir vorstellen, dass sie das brauchen.

Das ist für Euch eine enorm schwere Zeit.

Ich kann Euch nur immer wieder Kraft wünschen. :)*

OaptiOmixsmus

08.01.10  23:17

Deine Schwester will zu Hause sterben. Ich will auch nichts schön reden. Aber so wie Du ihren Zustand beschreibst, wird das wohl in nicht allzuferner Zukunft sein. Wäre es nicht möglich, diese kurze Zeit, die Euch zusammen noch bleibt, so gut es eben möglich ist, zu Hause und zusammen zu verbringen.

hier stimme ich Optimismus voll zu, diene Schwester hat noch einen letzten Wunsch, sie möchte wirklich zu Hause bleiben.

Ihr schafft das!!!!

Meine Kinder waren zu der Zeit 11 und 13 Jahre sie haben meine Unterstützung gehabt und noch immer erzähle ich davon. Wichtig sind die Gespräche auch mit den Kindern.

Aber bitte lass deine Schwester diesen einen Wunsch!:)* :°_

Gfalaxxi

08.01.10  23:36

ich habe meinen mann bis zum tod zu hause gepflegt......ich weiss nicht ich fände in diesem fall auch ein hospiz besser, wegen den kindern...ein pflegedienst ist nicht rund um die uhr für den patienten da, und die kinder sind damit wahrscheinlich überfordert bzw, müssen ja zu schule....in einem hospiz wäre sie rund um die uhr betreut und muss keine schmerzen und kein angst aushalten und die kinder können sie dann ja jederzeit besuchen.

seuntshinxey

09.01.10  21:49

Hallo :°(

war heute wieder bei meiner schwester.Der Horror!!!!

Die Kinder haben bei mir Angerufen und gesagt das sie nicht mehr könnte,darauf hin bin ich sofort mit meiner Frau Ute zu ihnen gefahren. Wir hatten keine andere Möglichkeit mehr gesehen als den Notarzt zu rufen. Sie war nicht mal mehr in der lage alleine zu trinken geschweige denn den Trinkbecher zu halten :°_ :°_ :°_

Der Notarzt versuchte noch ihren Puls zu fühlen aber selbst der war so schwach das er sofort meine Schwester ins KH eingeliefert hat.Nach einem fast zweistündigem aufenthalt in der Notaufnahme verlegte man sie auf eine Station und versorgte sie mit Pflastern,sauerstoff usw.

Gut 2 Stunden nach dem wir mit ihr auf der Station waren kam auch der leitende Arzt,Untersuchte sie und entschloß dass meine schwester schon morgen früh auf die Palliativstation kommt.

Jetzt weiß ich das es nicht mehr lange dauert und sie ist Erlöst :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°(

Fahre gleich morgen wieder zu ihr ins KH und schaue auch nach den Kids.

MFg Andreas und Ute :°_ :°_ :°_

ASndrea1s und xUte

09.01.10  21:57

Andreas - ich kann Euch allen zusammen nur viel, viel Kraft wünschen und Deiner Schwester, dass sie nicht mehr allzusehr leiden muss. :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Ogptiymisxmus

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