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24.04.10 14:10
Hallo, wer kann mir helfen, wer hat das schon durchgemacht.
Mein Opi (73) war immer topfit, wusste auf alles eine Antwort und hat stundenlang im Garten rumgearbeitet.
Jetzt seit 3 Wochen saß er nur noch im Sessel und kriegt keinen anständigen satz mehr raus.. er sagt ein Wort und hört wieder auf, er will Kaffee machen und schüttet das Pulver dort rein wo das Wasser reinkommt, pinkelt neben das Klo oder in die Hose, hat ca. 10 KG abgenommen.
Er wollte nich zum Arzt, wir dachten erst es wäre ein leichter Schlaganfall, nun ist er seit Dienstag (20.04) im Krankenhaus, schlechte Leberwerte, schlechte Nierenwerte, dass nicht mal eine Thomographie gemacht werden konnte, da er das Kontrastmittel nicht wieder ausgeschieden hätte. Es ist Lungenkrebs und sein Gehirn ist total mit Metastasen befallen. Er liegt am Tropf, eine Chemo würde er so geschwächt wie er ist wohl nicht verkraften.
Wie lange wird er wohl noch leben? Wird er das Krankenhaus wohl garnicht mehr verlassen können, gibt es überhaupßt noch eine Chance für ihn oder kann es auch jeden Tag vorbei sein? Ich gehe stark davon aus, aber will es nicht wahrhaben.
Bitte helft mir, bin froh über jede Antwort, auch wenns nur negatives ist, dann weiß ich zumindest auf was ich mich einstellen muss.
25.04.10 16:28
HALLO,
meine Schwester ist am Lungenkrebs verstorben, fallst du ALLES es gelesen hast. Wenn es deinem Opa schon so schlecht geht, wird es wohl nicht mehr lange dauern und es wäre besser für ihn, dann muß er sich nicht lange quälen !!! Es ist hart, aber wenn er schon Metastasen im Kopf hat, ist nur eine Erlösung für ihn das Beste !!!
für dich....
....für deinem Opa 
Gruß
25.04.10 16:48
Könnt ihr ihm nicht einen Hospizplatz suchen? Im Hospiz ist er bestimmt besser aufgehoben als im Krankenhaus. Auch die Schmerztherapie ist dort ein bessere...
26.04.10 11:30
Danke Nasewutz
Ich hatte angefangen deine ersten Beiträge zu lesen und das letzte auf der ersten Seite war irgendwie "Keiner mehr da" und da ich zum ersten Mal auf der Seite war, um mich halt über Lungenkrebs zu informieren, wusste ich nicht, dass es noch weitergeht, aber habe danach noch einiges gelesen, aber da stand meine Frage schon dort.
Es ist schwer, er selbst weiß noch garnich was er hat und warum er im Krankenhaus ist, seit Samstag ist es etwas besser, er redet und ich war Sonntag sogar 1 1/2 Stunden mit ihm draußen, er ist selbst gegangen, das machen wohl die Medikamente. Die müssen erst noch weitere Untersuchungen machen, ehe sie wissen wie es weitergehen soll, und ob es überhaupt weitergeht.
26.04.10 11:31
Hallo Jundalia,
er ist erst seit knapp einer Woche im Krankenhaus und seit Freitag steht erst fest, dass es Lungenkrebs ist. ÜBers Wochenende wurde nicht mehr viel gemacht an Untersuchungen.. Wir werden wohl im Laufe der Woche noch mehr erfahren.
27.04.10 12:31
okay du hast gesagt auch wenn es nur negativ ist...ich denke deinen opi kann niemand mehr helfen, über 70 ist doch ein tolles alter
27.04.10 12:34
Mein Onkel hatte auch Lungenkrebs mit Metastasen u.a. im Gehirn. Begonnen hat das ganze im Juli 2009, er verstarb im Januar 2010 mit 50 Jahren.
Sämtliche Chemos und Medis haben seinen Zustand nur noch verschlechtert 
Alles gute für euch 
27.04.10 12:40
Meine Oma ist letztes Jahr auch an Lungenkrebs gestorben. Zum Arzt ist sie Januar gegangen, im Mai war dann schluss mit 57 Jahren. Die Chemo hat ihr alles andere als gut getan. 
Vom Arzt wurde uns damals gesagt 1-2 Jahre hat sie noch, doch dann ging es doch relativ schnell.
Mach dich lieber auf das schlimmste gefasst. Ich hatte mich an den Strohhalm geklammert, dass ich sie noch für mindestens ein Jahr habe. Hat mir dann nach ihren Tod ziemlich den Boden unter den Füßen weggenommen, dass es doch so schnell ging 
27.04.10 12:56
Hallo Pueppy,
Erstmal möchte ich dir sagen das es mir sehr Leid für deinen Opa, für dich und für deine Familie tut das euch dieses schlimme "Schicksal" auch ereilt hat.
Mein Papa hatte auch Lungenkrebs hat aber leider den Kampf im August 2007 verloren.

Das es deinen Opa schon wieder etwas besser geht ist schön zu hören
aber leider muss das nicht zwingend eine Besserung seines Zustandes bedeuten.
Diese Ups and Downs hatte mein Papa auch so wie viele viele andere Krebskranke Menschen auch.
Die starke Gewichtsabnahme deines Opa is völlig "normal" für seinen Zustand das ist bei 98% der Krebskranken Mensch so sein Gewicht kann aber dennoch noch enorm abfallen.
Du hast in deinen Beitrag ganz oben gefragt:
Wie lange wird er wohl noch leben?
Ich möchte dich weder verschrecken noch sonstiges aber bei Patienten bei dennen der Krebs bis ins Hirn gestreut hat kann sich das "Lebensende" sorry wenn ich das so schreibe entweder hinziehen um die ca. 2 Jahre die meist sehr leidvoll werden oder es geht schneller als gedacht innerhalb weniger Wochen oder Monate.
Wird er das Krankenhaus wohl garnicht mehr verlassen können, gibt es überhaupßt noch eine Chance für ihn oder kann es auch jeden Tag vorbei sein?
Ich denke nicht das dein Opa das Krankenhaus verlassen werd kann/darf wie auch immer.
Entweder er bleibt im Krankenhaus, ihr bringt ihn in ein Hospitz aber da kommen meist nur die "Fälle" hin bei dennen der Tod in den nächsten Tagen - 1 Woche absehbar ist/erwartet wird.
Oder ihr nehmt ihn mit nachhause wenn ihr das dürft, wollt und auch könnt.
Wir hatten meinen Paps zuhause bis 1,5 Tage vor seinen Tod dann haben wir ihn in ein Hospitz gebracht weil wir wussten es handelt sich nur noch um Stunden und meine Mutter war außerdem ein Psychisches - Vrak.
Am besten setzt ihr euch alle zusammen und entscheidet gemeinsam was ihr denkt was ihr aber besten machen könnt versucht es den Opa so angenehm wie möglich zu gestalten. 
27.04.10 12:59
Bitte helft mir, bin froh über jede Antwort, auch wenns nur negatives ist, dann weiß ich zumindest auf was ich mich einstellen muss.
Exakt das, was du bei deinem Opa beschreibst, lag bei meinem Onkel vor. Wie lange dein Opa noch leben wird, kann dir hier keiner sagen, aber du solltest dich darauf gefasst machen, daß er dich womöglich bald nicht mehr erkennen wird und nicht mehr lange leben wird.
Viel Kraft 
27.04.10 13:05
Liebe Pueppy,
in dem Alter noch an jemanden rumdoctorn , finde ich geht schon an die Menschen quälerei, da es eh keine überlebens chance gibt...als alles andere, wo er sich nur noch mehr quälen muß !!! Chemo, bestrahlung, das setzt den Körper so dermaßen zu...damit wird es ihm sicher nicht besser gehen...!!!
Du mußt stark sein....

02.05.10 02:51
Als ich eure ganzen Beiträge fertig gelesen habe, musste ich erstmal schrecklich weinen 
Er bekommt seit Donnerstag Bestrahlung am Kopf wegen den Metastasen, wegen der Lunge kann man wohl nichts mehr machen.. 5 cm Durchmesser und total verwachsen.
Am samstag wollte er nach Hause, aber er durfte nicht, abends gegen 19 Uhr bekam meine Oma einen Anruf aus dem Krankenhaus, ob mein Opa zuhause wäre, er war weg.. Die Polizei is losgerückt ihn zu suchen, er und seine Tasche waren weg...
Nachts um 22 Uhr klingelte er zuhause bei meiner Oma, total nassgeschwitzt, mit seiner schweren Tasche in der einen Hand und mein Blümchen, welches ich ihm bei meinem ersten Besuch geschenkt habe in der anderen Hand.. Er wollte nach Hause.. ich musste den Tag leider bis 22 uhr arbeiten, sonst hätte mir meine oma bestimmt auch bescheid gesagt und ich hätte ihn mitgesucht. Jetzt is er zuhause und is an keinem Tropf mehr. Meine Oma musste zum Krankenhaus und Tabletten abholen, bzw Rezepte um diese aus der Apotheke zu holen, die hatten aber die dollen (Cortison und Antibiotikum nicht da) also musste sie schwächere holen, wo er 16 Stück hintereinander nehmen muss, die wollte er aber nicht einnehmen. Am Montag muss er wieder hin, will er aber nicht..
Danke für eure Beiträge, schreibt ruhig weiter..
LG Pueppy
02.05.10 03:16
Mein Großonkel hatte auch Lungenkrebs, wurde besser, dann traten Metastasen im Hirn auf. Er hat lange gekämpft (glaube waren 1-2 Jahre), war aber zum Glück bis zum Schluss geistig voll da. Die größte Angst aller war, nicht mehr mit ihm kommunizieren zu können. Irgendwann nach dieser langen Zeit lag er schon sehr mitgenommen im Krankenhaus. Hat sein Handy ausgeschalten, seine Armbanduhr abgenommen, sich verabschiedet und gesagt er möchte nicht mehr. Danach ist er friedlich entschlafen.
Es war zwar furchtbar, aber gleichzeitig war ich unglaublich dankbar dafür, dass alle von ihm Abschied nehmen konnten und er nicht geistig abwesend dahinsiechen musste. Entsprechend fiel auch das Begräbnis aus, es war kein gemeinsames Weinen, sondern ein gemeinsames Gedenken an schöne Zeiten. Er war ein wundervoller Mensch und hätte sich genau das gewünscht. Verdammt, jetzt kullern wieder die Tränen, ist ein Jahr her. Gleichzeitig lächel ich ob der schönen Erinnerungen.
Ich drück dir natürlich die Daumen, dass es bei deinem Opa besser verläuft, aber auch wenn nicht, freu dich über die Zeit mit ihm. Darüber, dass er geistig da ist.
Meine Oma hatte nach einem schlimmen Sturz ein Blutgerinnsel im Kopf, wir dachten schon sie müsse sterben und es war furchtbar, dass sie dadurch nicht mehr reden konnte (sie sprach nur noch slowenischen Kauderwelsch, obwohl selbst Ukrainerin, keiner von uns spricht slowenisch). Da merkt man erst, wie wertvoll es ist, mit der Person noch reden zu können.
Die Geschichte, dass er alleine nach Hause gekommen ist, find ich übrigens rührend... Ich wette daran wirst du später noch oft zurück denken, lachend und weinend zugleich...
02.05.10 21:23
Hallo Pueppy,
Mensch was macht denn dein Opa da für Sachen. 
Aber ich kann es voll und ganz nachvollziehen es ist auch einfach nicht schön in einem Krankenhaus seine "restliche Zeit" zu verbringen wo man sie doch zu Hause viel besser nutzen könnte. 
Bleibt dein Opa denn jetzt zu Hause oder wie läuft das nun ab?
Also ich würde auch empfehlen euren Opa zu Hause zu lassen und nur zur Arztterminen usw. ins Krankenhaus zu bringen aber das müsst natürlich ihr ganz alleine entscheiden schöner wäre es für ihn dennoch. 
Und wegen dem weinen wenn du weinen musst dann TU ES!
Denn es belastet auch unheimlich die Seele auch wenn man es sich vll. nicht denkt aber so ein Erlebnis kann einen Seelisch total fertig machen was einen aber meist erst später bzw. wenn alles vorbei is und man endlich zur Ruhe kommt merkt.
Das war auch mein Fehler. 
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