Meine Mutter hat Lungenkrebs mit Hirnmetastasen

15.06.11  16:10

Hallo..

habe lange nach einem Forum wie diesem gesucht um mit Menschen reden zu können die mir vielleicht weiterhelfen.

Meine Mutter hatte vor ungefähr 4 Wochen einen schlimmen Epilleptischen Anfall, worauf sie ins Krankenhaus kam und viele Untersuchungen gemacht wurden. Als meine Mutter nach einer Woche die Prognose lungenkrebs mit 8 Hirnmetastasen bekam, sagte sie mir auch sofort bescheid. Ich war geschockt jedoch konnte ich mir darunter nicht viel vorstellen bis ich im Internet las was diese Krankheit bedeutet. Ich habe bis jetzt sehr sehr viel geweint und habe viel Wut im Bauch die ich unglücklicherweise viel zu oft an meinem Freund auslasse...

Morgen fährt meine Mutter wieder zum Arzt und somit wird diese Woche Freitag oder Montag eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie anfangen.. ich weiß nicht wie ich mit allem umgehen soll. Manchmal kommt es mir immernoch wie ein schlimmer Alptraum vor.

Ich nehme sie immerwieder in den Arm und sage ihr wie lieb ich sie habe... sie hat mir versprochen zu kämpfen und alles dafür zu tun so lange wie möglich da zu bleiben.

Was kommt auf meine Mutter mit der Therapie zu & was wird noch alles auf uns zukommen? Gestern Morgen hat sie versucht zu lesen, jedoch konnte sie es für eine halbe stunde nicht mehr, sie wusste die Bedeutung der Wörter nicht mehr und zieht ihr Bein seit längerer Zeit schon hinterher.... wie viele Hoffnungen kann ich mir machen, dass meine Mutter so lang wie möglich da bleibt. Sie ist immerhin erst 48 Jahre alt....

Ich hoffe das ihr mir vielleicht mit euren Erfahrungen weiterhelfen könnt... mir sagt wie ich mit dem Theman umgehen soll, ob meine Mutter sehr leiden wird und was für Möglichkeiten es gibt das Leben schöner und erträglicher für sie zu machen.

Vielen vielen Dank schonmal im Vorraus.

Liebe Grüße ,

caro.

c9aerohlin93

16.06.11  14:31

.... soll ich mich bereits schon mit Abschiedsgedanken befassen um später besser mit allem umgehen zu können ? :°(

c'arol@in9x3

16.06.11  14:40

liebe Caro :°_

Ersteinmal ist sie ja noch da :°_ . Versuche, soviel wie möglich Zeit mit ihr zu verbringen. Geniesst das Zusammensein........Es wird eine sehr schwere Zeit auf Euch zukommen. Ich wünsche Euch dafür unendlich viel Kraft :)* :)* :)* :)*

Leider verlor ich vor knapp 4Monaten meine Schwester durch Lungenkrebs.........

Alles alles Gute für Deine Mama @:) :)* :)* :)* :)* :)*

S^pevedyse

16.06.11  14:49

vielen viel dank..das kann sie bestimmt gebrauchen.

ich versuche breits so viel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen, jedoch ist sie fast den ganzen Tag sehr sehr müde und ist sehr viel am schlafen. Ich will ihr auch die Ruhe die sie braucht lassen und durch meine Gefühle nicht noch mehr belasten :°(

Hat deine Schwester eine Therapie bekommen wenn ich Fragen darf?

cUa^rolifn93

16.06.11  14:56

:)_

Sie wurde operiert.........für eine chemo war sie dann zu schwach.

Wenn es Dir zuzumuten ist, aber auch nur, wenn es Dir nicht zuviel wird, kannst Du in meinem Faden "Meine Schwester liegt im Sterben" alles nachlesen.............

Ja, lass ihr die Ruhe, die sie benötigt :)_ aber zeige auch Deine Gefühle. Auch dies tut ihr gut :)* :)* :)*

Sapeedxyse

16.06.11  15:22

vielen Dank für deine Hilfe..

habe angefangen ein bischen zu lesen, bin jedoch wieder am weinen.. zu sehen wie du darunter gelitten hast/leidest und das einfach nichts an dieser Krankheit zu machen ist, ist für mich unverständlich... ich habe das Gefühl ich befinde mich in einem Alptraum..

So viele Jahre haben die Menschen schon Krebs, so viele Erfahrungen konnten die Ärzte sammeln, jedoch sind sie immernoch machtlos in so einer Situation.

Meine Mutter ist gerade im Krankenhaus und bekommt gesagt wann die Bestrahlung anfängt... ich habe manchmal das gefühl, dass sie mir nicht die gesamte Wahrheit über den Status ihrer Krankheit sagt damit ich mir nicht noch mehr Gedanken mache...

wie kommst du denn mitlerweile mit dem Verlust deiner Schwester zurecht? Ich habe das Gefühl das der Schmerz und die Frage nach dem Warum nie aufhören wird.

csaro<linx93

16.06.11  15:29

:°_ :)*

Nein, aufhören wird es nie, aber etwas leichter mit der Zeit :)-

mir haben die vielen lieben User hier sehr sehr geholfen, haben mich in andere Denkweisen geleitet. Das Schicksal anzunehmen ist sehr schwierig und vor allem anstrengend :-/ Aber irgendwie geht alles weiter.........sie fehlt, sie fehlt jeden Tag...............

Ja, es kann sein, dass sie Dir nicht alles sagen möchte, um Dir nicht noch mehr Angst und Schmerz zu bereiten. Aber dringe nicht in sie. vielleicht macht sie sich selbst innerlich Mut und Hoffnung damit, was auch ganz wichtig ist bei den Therapien :)* es ist ja auch noch alles sehr frisch. Sicher muss sie auch erst lernen, mit dieser Diagnose umzugehen.........mmir ging es damals bei meinem eigenen Krebs ja genauso.............

S4peedYysxe

16.06.11  15:33

Oh, das tut mir sehr leid… :°_

Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit… :)*

Hat Deine Mutter denn geraucht oder war sie sonst irgendwie in einer Risikogruppe?

m>arie)_ch=rpistixn

16.06.11  15:41

Ich bewundere dich / die Menschen die den Krebs besiegt haben.. die die Kraft hatten ihm zu trotzen und immer weiter zu kämpfen.

Ich will nicht in sie eindringen.. ich möchte nur das sie weiß, oder das Gefühl hat ich wäre stark genug damit umgehen zu können um ihr in ihrer Situation zu helfen..

Vielen, vielen Dank für deine aufmunternden und unterstützenden worte... es fällt wirklich ein bischen leichter mit Leuten zu reden die einen nur zu gut verstehen können. @:)

Rede ich mit Freunden darüber sind sie zu geschockt oder was auch immer, dass sie nichts dazu sagen können.

c|arNol@ixn93

16.06.11  15:44

[[http://www.med1.de/Forum/Lungenkrebs/587123/17011365/]]

Ja, sie hat geraucht.. wie lang weiß ich nicht genau aber es muss wohl lang genaug gewesen sein.

Leider raucht sie auch immernoch, doch ich kann sie verstehen. Jetzt kann sie die Zigarette auch nicht mehr umbringen, jedoch habe ich gelesen, dass rauchen die Krankheit weiterhin beschleunigt. Ich war selbst raucher, bis ich die Nachricht von meiner Mutter hörte... :°(

cfaroZlin9x3

16.06.11  15:45

Gerne :)_ . diese Hilflosigkeit wird Dir in der nächsten zeit noch ganz ganz oft begegnen :)* . Bei mir sonderten sicch ganz schnell die wirklichen freunde von den bekannten ab ;-) .

Sag deiner Mama immer wieder, dass du stets für sie da sein wirst :)_ oder nimm sie einfach nur in den Arm :)_ Mütter verstehen das ;-)

STpeedyxse

16.06.11  16:08

carolin93

Meine Mutter ist gerade im Krankenhaus und bekommt gesagt wann die Bestrahlung anfängt... ich habe manchmal das gefühl, dass sie mir nicht die gesamte Wahrheit über den Status ihrer Krankheit sagt damit ich mir nicht noch mehr Gedanken mache...

Das ist sicher sehr schlimm für dich.

Naja, ich fürchte, die Kombination alleine sagt schon "alles" und auch "nichts", denn niemand kann voraussagen, wie lange was dauert.

Leider werden viele Menschen oft erst mit einer Diagnos bewusst, dass niemand eine Garantie auf eine bestimmte Lebensdauer hat. Mir ging es natürlich auch so, als bei meinem Vater Lungenkrebs (inoperabel) diagnostiziert wurde. Nach den Chemos, die er sehr gut vertragen hat, bekam er Hirnmetastasen. Bevor mit den Chemos am Kopf begonnen wurde, starb er. Zwischen der Diagnose und seinem Tod lagen ca. 10 Monate. Er war zwar nicht so alt wie Deine Mutter, aber auch nicht wirklich alt. Er wurde 68. Dass man da mit den Ärzten, mit dem Schicksal und mit Gott, wenn man gläubig ist anfängt zu hardern, gehört wohl auch dazu, egal ob es um Betroffene oder Angehörige geht. Großartige Ansagen, dass jemand sterben muss, finde ich völlig überflüssig. Das ist von Geburt an festgelegt und mehr kann auch sonst niemand sagen.

Es kann sein, dass Deine Mutter Dir nicht alles sage, es kann genauso sein, dass die Ärzte nicht alles sagen. Das war bei meinem Vater auch so. Sie können letztlich auch nichts sagen. Dass man dann nicht mehr Jahrzehnte zu leben hat, ist bei einer derartigen Diagnose leider klar. Sich mit irgendwelchen Nachforschungen macht man sich das Leben auch nicht leichter, zumindest ging es mir so und es hilft auch nichts.

Rede ich mit Freunden darüber sind sie zu geschockt oder was auch immer, dass sie nichts dazu sagen können.

Ja, das kann schon von einigen kommen. Die meisten sind schockiert, denken natürlich auch an sich und wissen auch nicht wirklich, was sie sagen sollten. Dabei bräuchten sie nur zu fragen, da sowieso jeder anders damit umgeht. Irgendwann wird es ihnen auch zu viel, weil sie vom Thema genug haben, man selbst aber zu sehr darin ist. Insofern ist es manchmal anzuraten, sich selbst Hilfe und Begleitung zu suchen.

Kbleixo

16.06.11  16:13

Ganz lieb mit deiner Mama umzugehen, ist das Beste, was du für sie tun kannst!

Ja, es kann sein, dass sie Dir nicht alles sagen möchte, um Dir nicht noch mehr Angst und Schmerz zu bereiten.

Kann auch anders sein. Eine Freundin kämpfte 18 Monate mit ihrem Lungenkrebs, ignorierte aber selbst bis zuletzt den Ernst der Lage. Wollte z.B. immer "irgendwann mal" ihrem Mann Kontovollmacht geben, weil Lastschriften und Abbuchungen auf beide Konten verteilt waren, machte sie aber nie, ebenso Rentenantrag. Weigerte sich auch 2 Tage vor ihrem Tod, wieder ins Krankenhaus zu gehen, obwohl die Schmerzen nicht mehr beherrschbar waren.

Ich hatte auch ziemlich Probleme damit, da wir ca. 15 Jahre immer offen über alles geredet hatten und das nicht mehr ging. Sie wollte z.B. gemeinsame Urlaubspläne machen, "natürlich nicht jetzt, aber wenn es mir wieder etwas besser geht". Dabei wurde es wöchentlich schlechter.

Ich wünsche euch viel Kraft!

o/llek tantxe

16.06.11  17:05

olle tante

Kann auch anders sein. Eine Freundin kämpfte 18 Monate mit ihrem Lungenkrebs, ignorierte aber selbst bis zuletzt den Ernst der Lage.

Das mag bzw. ist sicher für Angehörige, die doch die Vernunft noch haben, schwierig sein. Ich frage mich aber, wo soll denn jemand eine positive Einstellung haben, wenn er mit dem Leben abgeschlossen hat. Mein Vater hat solche Dinge auch nicht gemacht und auch sicher viel ignoriert und den Rest schon gar nicht gesagt bekommen, aber ich finde, dass dadurch, dass man ihm ja wirklich Konkretes sowieso nicht sagen konnte, so hätte man ihn nur noch mehr verschreckt.

K le*io

16.06.11  17:12

ich habe gerade mit meiner Mutter geredet.. sie ist sehr offen und ehrlich zu mir gewesen und möchte das ich sie alles frage was ihr auf dem Herzen liegt.

Natürlich ist sie vorsichtiger in ihren Formulierungen und ihrer Wortwahl aber ich habe sie darum gebeten mir alles zu sagen.

Ich habe auch das Thema angeschnitten, dass Ärzte nicht immer ehrlich zu ihren Patienten seien, jedoch entgenete sie mir, dass es immer auf den Betroffenen ankommt, wie er mit seiner Krankheit umgeht, wie er damit klarkommt und wie rational die Patienten darauf reagieren.

Meine Mutter ist sich sehr bewusst was sie für eine Krankheit hat und akzeptiert diese auch weitestgehend... darüber bin ich auch sehr froh, denn wenn es so wäre wie bei deiner Freundin ( -olle tante- ), wäre ich glaube nurnoch mehr geschockt und hilflos wenn es irgendwann so weit wäre...

Am Montag fängt die erste Bestrahlung des gesamten Kopfes an & ich bete das sie gut anschlägt und meine Mama nicht zu sehr unter den Nebenwirkungen leidet...

Ich bin sehr dankbar für eure Hilfe und euern Rat... das hilft mir sehr :°( @:)

cTarodlixn93

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