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Mein Vater ist 56 Jahre alt, vor einem Monat wurde bei ihm Lungekrebs im Endstadium diagnostiziert. Tumor auf dem linken Lungenflügel, Metastasen in Kopf (teilweise 4cm groß). Vor Behandlungsbeginn (...) >>>
Szisz$laxw am 14.07.11 22:57
19.09.11 13:08
Wo hast Du denn die Sangenor Trinkampullen her? Denn anscheinend gibt es die nur in Österreich... bzw. auf jeden Fall anscheinend nicht in Deutschland...
19.09.11 14:20
Hey Claudi
Ja ich hab sie in Österreich gekauft, bei uns kriegt man die in jeder Apotheke. Schau mal auf diese Seite, vielleicht kannst du sie dir dort bestellen
www.sport-apotheke.at
wenn nicht, dann könnte ich sie dir auch zuschicken? Musst aufpassen, die Packung sieht so aus
www.sam-pharma.at/index.php?id=115
. Wenn du welche bestellen kannst, dann bestell am besten gleich zwei Packungen, damit dein Opa länger auskommt, denn am Anfang wären 2 Ampullen pro Tag mit wasser verdünnt recht gut. Unsere Ärztin meinte sogar, dass wenn man sehr schwach ist, 3 noch besser wäre. Ich gebe meinem Paps eine pro Tag, finde ich ausreichend vorallem wenn man sie über einen längeren Zeitraum gibt.
Wie gesagt, brauchst nur Bescheid sagen, wenn du sie nirgends bekommst.
Wünsch dir noch einen schönen Tag 
21.09.11 13:10
Hast Du meine anderen Nachrichten gelesen? Seite 3
Wie war es bei den Schäfchen?
Opa darf morgen heim :) Ab nächste Woche geht´s dann in die AHB – Oma geht mit :)
schön oder?
Wie geht es Euch liebe Tina?
06.10.11 17:10
Liebe Claudi, es tut mir wirklich sehr sehr leid, dass ich nichts hören hab lassen, aber der "Stress" lässt nicht nach.
Wie geht es dir und deinem Opa?
Papa bekommt seit einer Woche alle zwei Tage wieder eine Infusion mit Vitamine usw. Er hat sehr starken Husten mit zähflüssigem Auswurf. Der Husten nimmt ihm seine letzten Kräfte. Zeitenweise dachte ich es geht bergauf... Meine Ausbildung konnte ich auf Anfang Februar verschieben, da diese ja bereits in zwei Wochen beginnen würde und Papa sonst keinen hätte. Mir geht es derzeit gesundheitlich und nervlich nicht ganz so gut. Habe ständig Untertemperatur, Bauchschmerzen, meine Augen brennen, mein Tinnitus wurde lauter und von meinen Kopfschmerzen brauche ich gar nicht zu reden anfangen, aber das wird schon wieder 
Ist bei euch alles soweit in Ordnung?
Liebe Grüße Tina
06.10.11 22:16
Liebe Tina,
endlich schreibst Du
hab mir solche Sorgen schon gemacht 
Naja Opa resigniert glaub grad ziemlich (in der AHB) und ist jetzt auch noch erkältet...
ihm gefällt es dort garnicht und er möchte heim 
Mir geht´s mal so mal so... irgendwie ist alles seit dem be..... 
Ich dachte, er wird sich freuen über seine Fortschritte... aber ganz im Gegenteil...
Tust Du Dich auch bisschen um Dich kümmern Tina?
Genug essen und trinken? Die Bauchweh kenne ich... gibt aber gute Tropfen falls Du nen Tipp magst 
Wie geht´s Deiner Mama?
Ich drück Dich mal lieb und grüße Dich,
Claudi
18.10.11 05:09
Hey Claudi
Und schon wieder is eine Ewigkeit vergangen bis zu meiner Antwort.
Was hats ich bei deinem Opa getan? Geht es ihm besser?
Papa geht es seit gestern sehr schlecht. Isst nichts mehr und trinkt so gut wie nichts mehr. Dazu kommen Verstopfungen vom Schmerzpflaster. Habe nun endgültig die Hoffnung verloren und mich auch schon innerlich von ihm verabschiedet. Seine Atmung wird immer schlechter und schlechter und das Brodeln in seiner Lunge hört sich an als wenn sie bereits bis zum Anschlag voll wär. Freitag wollte ich die Rettung rufen, da er über Schmerzen im linken Brustbereich geklagt hat und dann kam noch ein Hustenanfall hinzu, wo ich dachte, jetz is es vorbei. Verwirrter und abwesender wird auch immer mehr. Die Ärztin meinte, dass uns das Schlimmste noch bevorsteht.
Mir gehts solala, ich sag immer : Ich funktionier noch
Tinnitus und Kopfschmerzen sind Dauerbegleiter geworden.
Aber wird schon werden.
Mir fehlt nur mein Schlaf =(
Mama vergräbt sich immer noch in der Arbeit, sei es zu Hause oder im Beruf.
Die ganze Situation ist, um es dezent auszudrücken, beschi.... .
Claudi wie geht es dir? Konntest du ein wenig abschalten?
Liebe Grüße und fühl dich umarmt
18.10.11 10:00
Liebe Tina,
ja wie wahr... schaue täglich, ob Du geschrieben hast... aber ich kann gut verstehen, wenn Du dafür keine Kraft oder Zeit oder Lust hast... 
Mein Opa ist ja in der AHB und kommt Mittwoch heim. So schnell vergehen 3 Wochen. Leider hat es ihm überhaupt gefallen und er hat stark abgebaut, vor allem psychisch
finde auch keinen Zugang mehr zu ihm
was sehr schmerzt... mal sehen wie es daheim wird...
Kann man nichts mehr tun für Deinen Papa?
Was meint die Ärztin damit?
Ja stimmt – man funktioniert nur noch – das kenne ich. Ich sage auch immer: frage mich, wie es meinem Opa geht, dann weißt Du, wie es mir geht...
Ja wirklich sehr besch...
eine große Leere und Trauer...
Mir geht es mittlerweile viel besser – aber lange noch nicht täglich gut. Dennoch haben wir momentan das Gröbste überstanden und ich hoffe sehr, dass mein Opa nun wieder am Leben teilnehmen wird. Denn so wie ich ihn dort erlebt habe... naja sah er wohl keinen großen Sinn im Leben... war sehr abwesend – teilnahmslos – in sich gekehrt...
Schnauff... hole ihn morgen und dann schaun wir mal 
Eine dicke liebe Umarmung an Dich!
20.10.11 15:45
Hey Claudi
Ist dein Opa nun zu Hause? Wenn ja wie geht es ihm jetzt? Ist sicher das beste für ihn in der gewohnten Umgebung zu sein, da erholt er sich sicher schneller und besser.
Meinem Papa geht es mal so und mal so. Seit 3 Tagen hat er Verstopfungen vom Schmerzpflaster und ständig Stuhldrang. Von Montag auf Dienstag musste er in der Nacht 15x auf den Leibstuhl gehoben werden, das war wirklich eine anstrengende und kräfteraubende Nacht. Wir beide konnten erst um 6 Uhr früh zur "Ruhe" kommen und ein wenig schlafen. Habe soeben Medikamente und Abführzäpfchen geholt, mal schauen ob es sich bessert. Er sieht eigentlich im Moment recht gut aus obwohl er so gut wie nicht trinkt und isst. Seit gestern haben wir auch ein Krankenbett, hat sehr lange gedauert bis er eingesehn hat, dass es das beste ist für ihn und schließlich auch für mich, denn mein Rücken hat langsam zu schmerzen angefangen vom hoch- und runterheben.
Alleine lassen kann man ihn nicht mehr, aber er ist noch voll bei Sinnen, was mir vor ein paar Tagen nicht mehr so vorgekommen ist.
Ich weiß nicht mehr wie das weitergehn soll, denn auch meine Kräfte schwinden.
Ich wünsch mir so sehr, dass er einfach einschlafen darf ohne groß und lang leiden zu müssen, denn so ist es kein Leben mehr 
Mehrere Monate schaffe ich das nicht mehr, aber ich kann ihn nicht in ein Hospiz bringen, das bringe ich nicht übers Herz. Eine riesengroße Zwickmühle.. Die ganze Situation wächst mir langsam aber sicher über den Kopf und ich weiß nicht mehr was tun.
Ich hoffe so sehr für dich, dass sich dein Opa wieder fängt und zu Kräften kommt! Ich drück euch ganz fest die Daumen und bin in Gedanken bei euch!
Claudi, ich wünsch dir alles Gute und ganz viel Kraft und vielen Dank für deine lieben Worte!
Liebe Grüße Tina 
23.10.11 22:02
Liebe Tina 
schön von Dir zu lesen 
Ja er ist zu Hause und es geht ihm viel besser. Ja, das glaube ich auch (erholen), deshalb wollte er auch abbrechen... nun geht er seinem geregeltem Leben nach – war schon Auto waschen, einkaufen für Oma, saugt die Wohnung, geht morgens seinen Kaffee trinken und spazieren
wie Du siehst: alles wieder "ganz normal"... so normal es wohl nur gehen kann nach dieser Diagnose, dieser schweren großen OP und das mit 84 
Ja meine Oma hatte damals auch Verstopfung von diesem Pflaster... kann man da nichts machen? Das mit dem Stuhldrang kenne ich auch von ihr. Obstipation in der Fachsprache. Wie wäre es mit Joghurt?
Es klingt wirklich schrecklich, was ihr beide da erleben müßt... 
Ich bewundere Dich und Deine Kraft...
Was sagen denn die Ärzte?
Ich kann Dich gut verstehen... es ist wirklich sehr traurig...
Liebe Tina, vielen Dank für Deine lieben Worte. Vor allem, dass Du jetzt auch dafür noch Zeit und Kraft findest. Es ist wirklich sehr lieb von Dir. Wie geht es Deiner Mama?
Ich wünsche Dir alles Liebe und ich denke sehr sehr oft an Euch
wirklich sehr oft 
26.10.11 12:53
Hey Claudi
Freut mich total, dass dein Opa sich so erholt hat, da merkt man wieder dass eben nichts besser tut als das eigene Zuhause!
Nun hast du die schwere Zeit überstanden und es kann nur noch bergauf gehen 
Meinem Papa habe ich Abführzäpfchen besorgt und danach ging es recht gut. Aber kaum war dieses Problem "beseitigt" is wieder das nächste gekommen, seit heute Nacht spuckt er Blut und atmet noch schwerer als davor.
Ich werde jetzt dann den Ärztenotruf anrufen, da bei uns ja Feiertag ist und unsere Ärztin nicht zu erreichen ist und er sich strikt weigert in das Krankenhaus zu fahren. Zuhause läuft ansonsten auch noch alles schief, Mama und ich haben uns so zerstritten, dass ich kurz davor war auszuziehen, aber wegen Papa muss ich bleiben. Dann kommt noch dazu dass ich diese Woche erfahren habe, dass auch noch mein Hund Krebs hat. Schon langsam frage ich mich, was ich verbrochen habe um das alles mitmachen zu müssen, aber leider hat man bei seinem Schicksal ja keinen Einfluss. Alles recht schwer und es hört nicht auf.
Die Ärztin sagt nicht viel, er bekommt immer noch alle 2 Tage eine Infusion und sie meinte, dass die schlimmste Zeit uns noch bevorsteht, da er irgendwann nichts mehr selbst machen kann und komplett auf mich angewiesen ist. Kann mir gar nicht vorstellen wie das alles noch schlimmer werden kann?! Meine größte Angst ist das Ersticken, obwohl die Ärztin meinte dass keiner ersticken muss oder es zumindest für die Angehörigen um einiges schlimmer ist als für den Patienten selbst. Sie meinte, dass der CO2 Gehalt im Blut dann so ansteigt, dass man nicht mehr ganz bei Bewusstsein ist. Kein wirklicher Trost...
Ich weiß nicht mehr, ob ich das schaffe, da mir in immer kürzeren Abständen vorkommt einen Zusammenbruch nah zu sein.
Bin bei meinen letzten Kräften angekommen und ich hoffe diese reichen noch aus 
Claudi ich möchte dir ganz herzlich danken für deine Worte, es tut unglaublich gut, dass es Menschen gibt die sich Gedanken um einen machen, denn meine Freunde haben mich zur Gänze verlassen, außer mein Freund und dieser hat auch damit zu kämpfen.
Ich wünsche euch alles alles Gute und nun musst auch du dir Zeit nehmen, um wieder Kraft tanken zu können.
Vielen Dank Claudi, dass du mir so zur Seite stehst obwohl wir uns ja nicht einmal kennen 
26.10.11 21:36
Liebe Tina 
wir kennen uns nicht? Eigentlich kommt es mir so vor, als würden wir uns kennen... schon komisch... manchmal sind einem "Fremde" näher als "Freunde"... 
Vielen vielen lieben Dank für Deine lieben schönen Wünsche – ich freue mich riesig... leider finde ich, sieht mein Opa garnicht gut aus... habe ihn am Dienstag besucht und er ist schon sehr dünn geworden und gezeichnet von der Krankheit... hat mich schon traurig und nachdenklich gemacht... hab schon arge Angst 
Wie heißt es so schön (habe ich heute gehört): Tu Deinem Körper viel Gutes, damit Deine Seele Lust hat, darin zu leben... ich versuche, jetzt an mich zu denken, mich um mich zu kümmern, aber finde noch keinen richtigen Weg und Anschluss an das "normale Leben"... alles ist so unwirklich...
Ich bin sehr sehr gerne für Dich da
und freue mich jedes Mal sehr, von Dir zu hören 
es klingt so schlimm, was Ihr beide da durchmachen und erleben müßt
und Ihr seid beide zu jung dafür. Es macht mich schrecklich traurig und tut weh... ich kann mir garnicht vorstellen, wie schlimm es sein muss... 
Redet Dein Papa denn mit Dir? Was sagt er?
Wieso nur habt Ihr Euch zerstritten, Deine Mama und Du? Gerade jetzt wo Ihr Euch doch so sehr braucht? Und nach all dem, was Du für ihn und sie tust? Es tut mir sehr leid...
Oh je... das klingt wirklich alles schlimm... und dann noch Dein Hund... oh Tina... ich würde Dich jetzt gerne feste drücken
dass Du Dich mal ganz kurz fallen lassen kannst wenigstens und für paar Sekunden die ganze Welt vergißt...
Es klingt alles so grausam
wieso nur muss ein Mensch so etwas erleben
es ist wirklich schrecklich...
Du bist so toll! Was Du da für Deinen Papa machst. Es ist wirklich unfaßbar und sehr wichtig...
Ich kenne dieses Gefühl – einem Zusammenbruch nahe zu sein – halte durch liebe Tina – die Liebe zu ihm soll Dich stark machen – ich habe Tränen in den Augen und wünsche Dir von Herzen sehr viel Kraft – ich denke viel an Euch – Du bist eine tolle Persönlichkeit !! 
Sehr traurig, dass Freunde einen dann genau verlassen, wo man sie am nötigsten bräuchte... aber ich kann Dir nur sagen: Du bist nicht allein! Und wer weiß, vielleicht lernen wir uns irgendwann doch einmal kennen 
Alles alles Liebe – ganz viele Kraft-Grüße und viele Energie-Drücker an Dich liebe Tina von GANZEM HERZEN 
07.11.11 19:45
Hallo Claudi
Wieder einmal kommt meine Antwort viel zu spät.
Am Samstag bat mich Papa ihn anzuziehen damit er zu seinem Stammtisch fahren kann, doch da konnte er schon nicht mehr sitzen und stehen, daraufhin sagte ich zu ihm, dass wir es wohl für heute lassen müssen und ich um einen Tragstuhl schauen werde, damit wir dann den darauf folgenden Samstag raus fahren können. Am Nachmittag verstand auch ich ihn dann nicht mehr, wenn er was sagte. Er wurde immer abwesender und verwirrter, schaute nicht mehr Tv und zog nur noch einmal bei der Zigarette. Er trank nichts mehr und essen wollte er ohnehin nichts mehr. Am Montag holte ich ihm dann noch seine Pflaster und Einlagen. Am Abend wollte ich dann nicht zu der Halloween Feier gehn, da ich dachte er schafft die Nacht nicht mehr doch meine Mum sagte ich solle gehn. In der Zeit wo ich weg war (es waren "nur" 5h) fragte er öfters nach mir und war sehr unruhig laut Mum. Die Nacht konnte er dann schlafen ohne Probleme. Am nächsten Morgen dem 1.11. war er sehr unruhig, deckte sich immer ab und wieder zu, drehte sich hin und her und brachte keinen Schluck hinunter. Ich hab ihm dann eine Kugel Eis noch eingeben können, danach wurde er sehr unruhig wieder und kurzatmiger. Daraufhin rief ich die Rettung, da ich dachte er bräuchte eine Morphiumspritze oder ähnliches, die vertrösteten mich auf eine Stunde. Ich sagte dann noch zu Papa : "Das schaffen wir jetzt auch noch" um 13.50 Uhr tat er seinen letzten Atemzug, schaute lange auf einen Punkt im Zimmer und schloss seine Augen für immer in meinen Armen. Am 4.11. war sein Begräbnis und ich habe es noch immer nicht begriffen. Mir kommt vor als wäre er nur schnell weggefahren und kommt dann wieder... Ich hab nicht nur meinen lieben Papa verloren, sondern auch meinen Seelenverwandten und weiß im Moment nicht wie das alles weitergehn soll.
Claudi ich hoffe dir/euch geht es gut und dein Opa erholt sich von den Strapazen. Ich wünsche dir noch ganz viel Zeit mit deinem Opa, denn es kann so schnell vorbei sein.
Verzeih mir,d ass ich mich so kurz halte, aber mir ist im MOment alles zu viel.
Liebe Grüße Tina
PS: Danke für deine lieben Worte und deine "Treue"
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