Forum » Lungenkrebs »
20.01.12 21:16
Gestern nachmittag wurde mein vater einen Lungentumor raus operriert. die OP soll sehr schwierig gewesen sein da der tumor sehr entzündet gewesen sein muss und eitrig und sehr verwachsen dennoch soll es eine erfolgreiche OP gewesen sein. was mir sehr angst macht ist das mein vater sehr verwirrt ist er sieht dinge die nicht da sind und versteht manche sachen nicht wenn man ihm etwas erklärt und redet auch sehr undeutlich. die intensivleute meinten das kann nakosebedingt sein. ist das normal? geht das wieder weg?
es ist auch schlimm weil ich nicht richtig weiß was die ärzte gemacht haben mein vater redet die ganze zeit davon das die noch einen HIV test machen wollen und wenn man ihn fragt wofür wird mein vater aggressiv und sagt habe ich dir doch schon oft gesagt aber er hat es nie richtig erklärt bin sehr verzweifelt habe angst das der zustand für immer bleibt 
21.01.12 02:01
hatte auch so eine OP (weiß nicht, ob sie schwierig war) und war danach ca 24Stunden völlig euphorisch. Wollte die ganze Zeit unbedingt ein Bounty essen und fand es auf der Intensivstation so toll und interessant (wegen den ganzen Geräten auf denen man Puls, Atmung so solche Dinge monitoren konnte) dass ich am liebsten noch ein paar Tage dort geblieben wäre. Im Nachhinein hatte ich den Eindruck der Anästhesist hatte es wohl besonders gut mir gemeint, aber wenn Dein Vater auch etwas seltsam drauf ist nach seiner OP, dann ist das vielleicht ganz normal. Ich würde mich jetzt erst mal darüber freuen, dass die OP erfolgreich war. Und wenn es sich morgen/übermorgen nicht bessert den Stationsarzt darauf ansprechen.
21.01.12 02:09
Klingt für mich auch nach Nachwirkungen der Narkose. Wie alt ist Dein Vater?
21.01.12 10:11
68 jahre ist mein vater. gestern abend habe ich mit mein vater telefoniert und war immer noch ganz verwirrt er meinte auch selber er ist verwirrt er redet dinge die versteht man garnicht also die haben garkeine zusammenhänge die sätze was er redet.
21.01.12 10:24
Das gleiche hatte mein Schwiegervater nach einer schweren OP. Die Ärzte sprachen vom Durchgangssyndrom. Das hat einige Tage gedauert.
23.01.12 20:55
Meinem vater gehts wieder ganz gut also ist wieder normal. was mich nur beunruhigt ist das er so wenig appetitt hat und ihm oft schlecht wird wenn er fettiges zeug und so isst. und hat auch sehr dünne und trockene haut bekommen.
wir müssen jetzt noch auf einen pathologie befund warten. was wird in der pathologie denn jetzt genau untersucht?
mein vater hat noch blutbeimengungen im auswurf ist das normal?
aber sonst ist er wieder ganz gut drauf läuft auch schon wieder selbst auch toilette hat zwar noch den schlauch drin aber das ist ja glaube ich auch ganz normal.
24.01.12 12:47
In der Pathologie wird der Tumor unter dem Mikroskop betrachtet und bestimmt, um welche Struktur und welchen Krankheitsgrad es sich handelt. Anhand dieses Befundes orientiert sich die weitere Therapie. Schön, dass es Deinem Vater wieder besser geht! 
24.01.12 12:48
Der blutige Auswurf ist normal, er hat ja immerhin eine Wunde in der Lunge, das muss erstmal abheilen. 
24.01.12 22:08
was meinst du genau mit Struktur und Krankheitsgrad? sorry das ich so dumme fragen stelle aber hab davon echt wenig ahnung .. 
24.01.12 22:21
cherrygirly
Frag doch einfach mal nach auf Station, ob Du von einem verantwortlichen Arzt Auskunft erhalten könntest. Manchmal können das Pfleger/innen zwar auch gut, dürfen aber nicht unbedingt Auskunft erteilen. 

24.01.12 22:27
Wenn das so einfach wäre ..
einen Stationsarzt zu finden ist in meinen augen immer schwer. Morgens bei der Visite schaffe ich nie dabei zu sein und mein vater vergisst immer was er fragen wollte. Und wenn man einen Stationsarzt hat dann erzählen die dir alles immer nur beim vorbei laufen, also die hören so gut wie nie zu .. traurig aber war 
24.01.12 22:42
Bevor der Pathologiebefund nicht da ist, können die Ärzte allerdings auch nicht so viel voraussagen.
In der Pathologie wird der Tumor unter dem Mikroskop betrachtet und bestimmt, um welche Struktur und welchen Krankheitsgrad es sich handelt. Anhand dieses Befundes orientiert sich die weitere Therapie.
Ab diesem Zeitpunkt aber schon.
mein vater vergisst immer was er fragen wollte.
Das vergessen sogar die Angehörigen zur Gelegenheit oft, trotz Dringlichkeit und Sorge. 
Schreib Dir mal für Dich die derzeit relevanten Fragen auf – die fallen Dir dann leichter wieder ein, einmal aufgeschrieben sind sie präsenter. Und Stationsärzte muss man manchmal festhalten, die laufen meistens weiter.
24.01.12 22:57
was meinst du genau mit Struktur und Krankheitsgrad?
Das sogenannte Grading bei Tumoren beschreibt, wie weit fortgeschrittten die Erkrankung ist. Je höher der Grad, desto mehr weicht das Tumorgewebe in seiner Struktur vom Ausgangsgewebe ab. Das heißt, je höher der Grad, desto weiter ist die Krankheit fortgeschritten. Anhand dessen wird bestimmt, welche Behandlungsmethode sinnnvoll ist – Bestrahlung, Chemo, keines oder beides.
einen Stationsarzt zu finden ist in meinen augen immer schwer. Morgens bei der Visite schaffe ich nie dabei zu sein und mein vater vergisst immer was er fragen wollte. Und wenn man einen Stationsarzt hat dann erzählen die dir alles immer nur beim vorbei laufen, also die hören so gut wie nie zu ..
Chirurgie ist da echt die Hölle
Meistens gibt es eine zweite Visite Nachmittags gegen 4 oder 5, frag am Besten mal bei den Schwestern nach und warte dann auf den Arzt – Chirurgen haben immer wenig Zeit und sind daher immer schwer zu fassen.
Ihr bekommt den Befund auch nach Abschluss der pathologischen Untersuchung schriftlich, genau wie der Hausarzt Deines Vaters.
25.01.12 09:57
oh man ich dachte wenn der tumor draußen ist braucht er keine chemo oder so weil er ja eben raus genommen wurde .. hmm dann hoffe ich mal das beste für meinen vater
25.01.12 22:16
oh man ich dachte wenn der tumor draußen ist braucht er keine chemo oder so weil er ja eben raus genommen wurde .. hmm dann hoffe ich mal das beste für meinen vater
Das weiß man eben im Vornherein nicht...ich hoffe auch das Beste!
LG
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