Forum » Lungenkrebs »
27.01.12 14:24
Hallo zusammen. Tja es ist traurige gewissheit! die ärzte geben ihr noch maximal 4 5 monate! Ich erlebe totales gefühlschaos! Und ich weiß nicht so recht wie ich 1. nun ihr gegnüber verhalten soll (zb. wenn es mir mal wieder total schlecht geht und ich am heulen bin ,kann ich es ihr sagen) was kann man den betroffen personen als angehöriger oder freund gutes tun wie kann man helfen! 2 wie schafft man es trotzdem seinen eigenen alltag zu meistern ( z.b die haus arbeiten erledigen, zu arbeiten) wie lernt man damit um zu gehen! ich weiß es gibt kein rezept dafür aber villeicht kenn jemand ein paar tips oder ideen!
27.01.12 14:29
hallo,
meine Schwiemu ist an Lungekrebs gestorben, es hieß noch so 4 – 5 Monate, letztendlich waren es 1,5 Jahre.
Wir haben einfach so gelebt wie immer mit dem Unterschied, dass sie in der Zeit viel im Krankenhaus war und wir uns viel dort aufgehalten haben,
mehr, als wenn sie noch zu Hause gewohnt hätte.
27.01.12 14:30
...ich habe zweimal überfallartig jemanden Geliebten verloren.
Die Krebsdiagnose sah ich PERSÖNLICH als Chance an, alles zu sagen und zu tun, was vorher nicht möglich gewesen ist.
Als sie ging, war alles zum Ende gebracht. Die Chance hat man sonst nicht.
28.01.12 08:28
hallo In-Kog Nito
Ja im september letzten Jahres hieß es auch noch ja sie hätte noch länger und es gebe noch hoffnung und dann dam am 21 dezember das böse erwachen. hinzu kommt noch das ihr brustkorb von anfang an zu klein war und ist für die lunge...... und am 28 febr hat sie geburtstag und am 4 märz hat ihre tochter geburtstag. ....
28.01.12 19:04
Dieses Gedicht habe ich frei erfunden! Es spiegelt die situation in der ich mich befinde wieder ganz vertig! Erst an dem Tag andem sie von uns ging wirt es vertig/komplett sein!
Gedicht:
Als sich unsere Lebenswege trafen war mir klar,
du bist was besonders, einzigartiges, einfach wunderbar!
Wir erzählten uns vieles, hatten Pläne und entdeckten viele Gemeinsarmkeiten
wir neckten uns ,waren erfreut uns zu sehen und halfen uns einander in schlechten Zeiten!
Doch dann die schockierende Nachricht, ich glaubte es kaum
Al die Plähne,was wir erleben wollten,gerplatzen – unser Traum
Die Zukunft auf einmal dunkel es gab kein Licht
Was nun wie solls weiter gehn dann ohne dich,ich weiß es nicht!
Ich kann es nicht glauben, kann es nicht verstehen
Immer wieder fallen Trännen über mein blasse Gesicht
Gefühlschaos weil meine Seele verstand es nicht
das du wirst von uns gehn für immer ! Und das wir uns woll nie wieder sehen!
Ich wünsch sowas keinem diesen unaustehlichen unbeschreibaren schmmerz
Ich gebe alles , all meine Kraft ,immer mich freud, dich zu sehen
Hoffnung ich betete Zufersicht.........momente der resignation wohlwissend
die Zeit bis zu diesem schrecklichen Tage wie im fluge wird vergehn
immer wieder muss ich weinen und es bricht mir das herz!
.........ein kleiner tipp an alle die das gleiche gard durchstehen müssen : Ich führe eine art tagebuch, wo ich jeden tag reinschreibe wie der tag wa wie es mir und ihr geht was an dem tag alles passiert ist (ob ich traurig war /weinen musste ,ob ich mal wieder wütend war weil man nichts dagegen tun kann) usw! Villeicht hilft es euch auch wenn ihr eins anlegt.
29.01.12 14:19
Hallo Flyawayherz,
es tut mir sehr leid was du durchmachen musst. Ich mache das gerade auch durch. Mein Lebensgefährte & ich haben im Sep. 2011 erfahren, das er Lungenkrebs im Endstadium hat, Hirnmetastasen & 2 in der Nebenniere. Nicht nur das er sich körperlich total verändert hat ( 42kg z.Z.) sondern auch seine ganze Persönlichkeit. Er zieht sich nur noch zurück, reden will er gar nicht mehr, starte ich den Versuch mit ihm zu reden sagt er entweder gar nichts oder wird mir gegenüber sehr aggressiv. Er lässt manchmal Sprüche los die mich so sehr verletzten das ich nur weinen kann. Das wiederum mag er gar nicht. Er will nicht das man wegen ihm weint. Ich darf ihn nicht mehr anfassen, nicht mehr fragen wie es ihm geht....das tut alles verdammt weh....ich sei nicht hart genug, sagte er vor ein paar Tagen. Er hätte schon längst akzeptiert das er Sterben muss, warum ich das nicht könnte. Eine normale Unterhaltung ist gar nicht mehr nötig....zur Zeit befindet er sich bei Freunden ( er meinte 1 Woche Auszeit wäre gut für uns beide). Mittlerweile sind es fast 4 Wochen und er macht keine Anstalten wieder nach Hause zu kommen. Dort kann er den ganzen Tag fernsehen, muss sich mit keinem auseinander setzen.....er reif nur an das er noch Klamotten etc. bräuchte....als ich dann zu ihm fuhr war alles so befremdlich...es kam kein liebes Wort, kein schön dich zu sehen, kein ich hab dich vermisst...nichts. Der Abend bestand dann darin sich anzuschweigen, fern zu sehen....ich habe das Gefühl das er mich gar nicht mehr wahrnimmt, ich nur noch Besorgungen erledigen kann und sonst nichts.....es ist mir klar, das er 24h lang grübelt, völlig legitim nach so einer Diagnose, aber das einzige was ich mir wünsche ist ihn zu begleiten und ihn wieder hier zu haben....solange bis er für immer aufhört zu atmen.....
Versuche deine Trauer, Ängste & Sorgen nicht mit dir alleine auszumachen, such dir einen guten Freund/in oder schreib Tagebuch. Es ist völlig in Ordnung auch mal zu sagen, ich kann nicht mehr! Jemand der nicht in einer solchen Lage ist, kann es oft schwer nachvollziehen das man an seine Grenzen kommt!! Hol dir die Palliativpflege / Hospiz mit ins Boot. Du kannst auch mit denen sprechen und sie geben dir viele Tips!
Ich wünsche dir viel Kraft!
LG
29.01.12 22:00
hallo pippo00
es tut mir leid und ich wünsche dir auch viel kraft!
das mit dem reden kenne ich nur zu gut, will nicht reden ist noch das hamloseste was sie sagt wenn überhaubt was kommt! aber ich gebe den kampf nicht auf!
Am liebsten würd ich auch bis zum schluss bei ihr sein!
Man will am liebsten 24 stunden bei Ihr ( bei ihnen) sein! aber das wolln se net!
30.01.12 09:19
Ich bin im Moment in der gleichen Situation. Bei meinem Mann 71 wurde im Mai ein Lungenkrebs im fortgeschrittenen Statium festgestellt. Eine Operation kann man nicht mehr machen, mein Mann hat noch COPD. Im Moment ist er im Krankenhaus, er hat die 3. Lunegnentzündung. Wir haben schon alles durch, 6 Wochen Bestrahlung, 16 Wochen Chemotherapie, geholfen hat nichts. Der Krebs wurde nicht kleiner.
Mein Mann will keine fremde Hilfe und wenn er zu Hause ist, pflege ich ihn und ich bin oft an meinen Grenzen. Ich bin wütend, warum gerade wir. Im November 2010 wurde ich pensioniert und wir haben uns das so schön vorgestellt. Wir wollten auf Reisen gehen und unser Lebensabend geniessen. Ich bin oft am Nullpunkt und weiss selber nicht mehr wie weiter.
Im Mai hiess es, dass mein Mann eine Lebenserwartung von 5-7 Monaten hat. Diese Zeit ist längst vorbei und es wäre eine Erlösung wenn er gehen könnte. Er hat keine Lebensqualität mehr, er liegt entweder im Bett oder sitzt in seinem Fernsehsessel wenn er zu Hause ist. Er schaut ins Leere und er ist auch verwirrt.
Es hat gut getan das hier mal nieder zu schreiben. Evtl. ist ja jemand in der gleichen Situation.
Liebe Grüsse
Silbe
30.01.12 21:53
ja das ist nicht die die ich kennen und lieben gelernt habe! sie wirkt so fremd, kaum ein lächeln ein nettes wort aber ich weiß wie sie einmal war.
30.01.12 22:05
hinzu kommt noch das ihr brustkorb von anfang an zu klein war und ist für die lunge.....
Kannst Du das erklären?
Wer ist diese Frau? Deine Freundin?
03.02.12 07:03
Nein, mein Lebensgefährte ist das leider nicht mehr. Aber ich kann bis heute leider nicht los lassen, obwohl ich sollte, denn ich bin total erschöpft und habe meine Grenzen der Belastbarkeit schon lange überschritten. Seine Aggressionen nehmen immer mehr zu, ich bekomme Dinge um die Ohren geknallt die jenseits von gut und böse sind. Ich versuche mir immer wieder einzureden, dass das sein Weg ist damit umzugehen das er stirbt. Leicht ist das aber nicht.
03.02.12 09:55
Ich glaube, es sind zwei Möglichkeiten denkbar.
Zum einen ist es möglich, dass er durch die Hinrmetasen schon Persönlichkeitsveränderungen hat, insofern ist er kaum verantworlich zu machen.
Andererseits kann es aber auch einfach sein, dass er die letzte Zeit seines Lebens damit vergeuden will, ein Kotzbrocken zu sein, weil er nur noch sich selbst sieht aber nicht erkennt, dass er seine letzten Monate auch in Harmonie und Eintracht verleben könnte.
Noch mal schön reisen, den geliebten Menschen alles sagen, was noch offen ist...
einfach die Chance nutzen zu wissen, dass man stirbt.
Das hört sich merkwürdig an, aber man kann es auch als Gelegenheit sehen.
Welche von beiden Möglichkeiten für seine Veränderung in Frage kommt, ob organisch aufgrund Hirnmetastasen oder Kotzbrockenvariante – für beides wäre ich mir als Fußabstreifer zu Schade.
ich würde ihn einfach in Ruhe lassen und wenn er sich meldet, soll er das mit Anstand machen oder es lassen.
Wenn er seine Erinnerung/sein Vermächtnis mit Füßen treten will, ist das seine Sache – die andere ist, ob Du es so annehmen möchtest.
03.02.12 10:11
Meine Mutter liegt seit Wochen quasi im Sterben, ist gerade ins Hospiz verlegt worden. Sie ist dement, sie hat Krebs, aber woran sie sterben wird, ist, dass das Herz und die Lunge nicht mehr mitmachen.
Einfach da sein, gute Gedanken schicken. Sagen, wie gern man die Person hat.
Aber auch akzeptieren, was ist. Ich vertraue auf einen sanften Tod. Ich kann dem Leben eines anderen nichts hinzufügen. Die Freude, mit dieser Person einen Teil des Wegs gegangen zu sein, das ist der Trost.
07.02.12 12:02
das war bei uns auch die letzten 3 wochen kein nettes wort kein lächeln immer ur die wut und der zorn abe rich wußte das ist nicht er das sind die schmerzen und der krebs der den menschen den wir so sehr lieben dazu macht !! ich hbae auch nicht viel gesagt nur versucht das ganze so erträglich wie nur möglich zu machen für ihn. weinen durfte ich nur wenn ich alleine war bei ihm habe ich es nicht da ich wußte das das alles noch schwerer machte als es ohnehin schon ist . ich habe ihm immer gesagt das ich ihn liebe egal was kommt.und das habe ich auch!! der mensch der sowas auferlegt bekommt muss durch die hölle gehn und hat immer die angst und den tod im nacken und weiß auch welch ein leid er zurück lässt ! aber all die angehörigen die sowas trifft bekommen eine stärke das kann man nicht glauben ich war nie stark aber die letzten 4 monate bin ich aus mir herraus gewachsen aus libe zu meinen mann und das hat er auch immer gesagt aber es war nur LIEBE!!!!
Ich wünsche dir viel kraft und liebe die wirst du brauchen

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