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Vater, 63 Jahre alt, Lungenkrebs Stadium 2A (T1N1M0)

ThheEzquinxox hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

mein Vater hat vor ca. 3 Wochen die Diagnose bekommen, Lungenkrebs im Stadium 2A (T1N1M0). Der Haupttumor ist 2,3 x 2,6 cm groß.

Leider ist der Allgemeinzustand meines Vaters relativ schlecht, er hat Lähmungen in Händen und Füßen, kann dementsprechend kaum laufen oder eine Gabel zum Essen halten. Dazu kommt noch eine parallel zur Krebserkrankung aufgetretene Diabetes, wobei nicht klar ist, ob das eine Begleiterscheinung des Krebs oder eine eigenständige Erkrankung ist. Mein Vater hat bis vor kurzem stark geraucht und gilt daher, wie mir von den Ärzten erklärt wurde, als Risikopatient.

Jetzt wurde in der Tumorkonferenz beschlossen, zunächst eine Chemotherapie mit Cisplatin und eine ergänzende Bestrahlung durchzuführen. Heute wurde mir von der behandelnden Ärztin gesagt, dass mein Vater selbst entscheiden soll, ob er operiert werden möchte oder nicht. Es bestehe das Risiko, dass er aufgrund seines schlechten Allgemeinzustands und als starker Raucher die Operation nicht übersteht.

Ich bin nun überfordert ihm hier einen Ratschlag zu geben, da ich überhaupt nicht abschätzen kann, wie die Chancen bei der einen oder anderen Alternative stehen. Ist denn durch die momentane Chemotherapie / Bestrahlung zu erwarten, dass sich der Allgemeinzustand so weit verbessert, dass das OP-Risiko gesenkt werden kann ? Oder verschlechtern sich die Chancen je länger man auf die OP wartet ?

Für eine Antwort bzw. Anregungen oder einen Ratschlag wäre ich sehr dankbar.

Antworten
TShIeEquNinox


Schade, dass noch niemand geantwortet hat. Die Situation hat sich mittlerweile etwas verändert. Die Ärzte planen mittlerweile fest mit einer Operation, allerdings ist der relativ schlechte Zustand meines Vaters immer noch ein Thema. Er hat mittlerweile über 20kg Gewicht verloren, wobei der Tiefpunkt jetzt nach der ersten Chemo wohl erreicht zu sein scheint, zumindest nimmt er nicht mehr weiter ab. Er sitzt mittlerweile im Rollstuhl und kann nur noch 2-3 Schritte selbst gehen.

Da er kaum etwas isst, da es im widersteht und er meint er hätte beim Essen Schmerzen im Brustraum und es würde alles gleich schmecken, habe ich nun mit dem Arzt in der Klinik geredet, am 09.10. soll ihm nun ein sog. "Port" eingesetzt werden, über den er dann zum normalen Essen zusätzlich Infusionen bekommen soll.

Seit Montag macht er nun den zweiten Chemo-Zyklus. Die Chemos verträgt er ganz gut, soweit ich das beurteilen kann. Nach einer Chemo-Infusion ist er immer 1-2 Tage komplett groggy und schläft fast nur, danach ist er aber dann relativ agil, fährt im Haus rum, trifft sich mit den Nachbarn usw.

Eigentlich also alles ganz gut bis jetzt, doch letzte Woche hatten wir einen Termin beim Arzt, der die Bestrahlungen machen soll. Es sollen 25 Bestrahlungen mit geringer Strahlendosis gemacht werden, und zwar Bestrahlung des Tumors in der Lunge als auch des befallenen Lymphknotens in der nähe der Speiseröhre. Anschließend stünde dann die OP an, wobei die gesamte rechte Lungenseite entfernt werden soll. Dabei meinte der Strahlen-Arzt zu meinem Vater, er müsste mehr essen und wieder kräftiger werden bis dahin, sonst könnte es sein, dass die Ärzte die OP absagen, da mein Vater dann "zu schlecht dran" wäre.

Jetzt nochmal der Versuch einer Frage – Hat irgendjemand eine Idee, was wir noch tun könnten, um den Zustand meines Vaters bis zur OP zu verbessern ? Wir können ihn ja schlecht zum Essen zwingen...

"Astronautennahrung" hat man uns gegeben, die kriegt mein Vater aber nicht runter, er bekommt dann Brechreiz und muss sich i.d.R. übergeben. Ich bringe ihm alles, worauf er gerade Lust hat, ob es nun Burger von McDonalds sind, oder saure Heringe – manchmal isst er dann vergleichsweise gut und auch mit Heißhunger, manchmal nimmt er zwei,drei Bissen und sagt dann er kann nicht mehr. Manchmal hat er Tage, an denen er am ganzen Tag nur zwei Bissen Käsebrot isst.

Falls jemand noch Tipps / Anregungen hat, wäre ich sehr dankbar.

LGisch_esnswelxt


Welche "Astronautenahrung" hat man euch denn gegeben? Es gibt ja viele in vielen Geschmacksrichtungen.

Ich denke ihr müsst einfach abwarten, wie sich das entwickelt, so schlimm es ist. Zum Essen zwingen geht eben nicht.

E&hemalqiger Nkutzer (#<46719x3)


Habe deinen Beitrag erst jetzt entdeckt.

Das mit dem Essen ist natürlich wichtig, vor allem weil Chemo und eine anstehende Operation an den Reserven des Körpers zehren. Eventuell vielleicht noch als ungewöhnlicher Vorschlag von mir:

Wenn deinem Vater Astronautennahrung nicht schmeckt, sagen dir vielleicht WeightGainer aus dem Fitnessbereich etwas? Ist kohlenhydrat- und eiweißreiches Pulver in diversen Geschmacksrichtungen das sich dann zu einer Art Milkshake schlagen lässt. Vielleicht wäre das noch eine Option?

Solltest du das ausprobieren wollen, beachtet bitte den vorliegenden Diabetes deines Vaters.

Wie steht denn dein Vater zu der Sache? Eher gelassen?

Haben dir die behandelnden Ärzte einen Grund genannt, warum sie die Operation jetzt doch als 'Fixpunkt' im Behandlungsplan betrachten?

fzuerpstxi


@ TheEquinox,

ich kann dir leider keine Antwort auf deine Frage geben, aber du könntest bei [[http://www.krebs-kompass.de/]] - falls du das noch nicht kennst - nachfragen.

Leenizx11


wie sieht es mit kalorienhaltigen getränken aus – malzbier hat doch auch viele kalorien, säfte, schokolade etc. lecker kuchen mit sahne etc.

bananenshake mit schmelzflocken.. ich denke aber am ehesten gehen kalorienhaltige getränke. kakao fällt mir auch noch ein. alles, alles gute für euch :)*

LTenzx11


also zusätzlich zur astronautenkost versteht sich. eine gute bekannte hat darmkrebs und ist bald mit ihrer chemo fertig, aber mittlerweile auch zu dünn. sie bekam im krankenhaus so trinkfläschchen, die wohl sehr nahrhaft und kalorienhaltig waren. ich weiß leider den namen nicht. glaube aber es war keine astronautennahrung. frag doch mal den arzt.

T:heEquiUnox


Danke für eure Antworten,

@ Grognor

Weight Gainer sagen mir jetzt direkt nichts, aber so ein Eiweißpulver wollten sie meinem Vater im Krankenhaus schonmal geben aber das hat er auch nicht runter bekommen. Generell war er schon immer sehr empfindlich, was Flüssigkeiten angeht, er nimmt z.B. überhaupt keine Medikamente in Tropfenform. Ob es jetzt wirklich Brechreiz auslöst oder es eher eine Einbildung ist weiß ich nicht, jedenfalls braucht man ihm mit sowas nicht zu kommen :-(

Ob er es gelassen sieht... hmm ich weiß nicht. Die anderen Patienten bei der Chemo sind alle relativ fit, können alleine rumlaufen usw. – das macht ihn immer ziemlich fertig, weil er selbst im Vergleich so schlecht dran ist und fast nur im Bett liegen kann. Das ist gerade für ihn schwierig, da er Handwerker ist, eine eigene Werkstatt hat, und dementsprechend Sorgen hat, dass die Taubheitsgefühle in Armen/Beinen nicht mehr weg gehen. Ansonsten würde ich sagen es ist so eine Mischung aus Verdrängung (will nicht drüber reden, lasse es einfach mal auf mich zukommen) und Skepsis (ich weiß nicht, ob das noch was wird). Die Ärzte sind da generell auch keine Hilfe. Bei den Terminen zur Chemo sieht man nie einen Arzt, der mal mit ihm reden würde, bei den Blutuntersuchungen drücken sich die Ärzte um ein Gespräch herum oder machen dämliche Aussagen wie "die Blutwerte sind in Ordnung" oder "sie sind sehr krank" – mit denen man genauso schlau ist wie vorher.

@ Lenz

Malzbier musste er auch im Krankenhaus trinken, das hat er eher gezwungenermaßen runter gespült. Er trinkt eigentlich nur Wasser oder Tee, beschwert sich dauernd, dass er was anderes will, Cola etc. Wenn man es ihm dann gibt, trinkt er einen Schluck und sagt dann, es wäre ihm zu bitter.

Momentan trinkt er ansonsten noch 1-2 Gläser Milch, vor Allem zum Essen, er meint dann brennt es weniger im Hals, wenn er isst.

Ansonsten, Sahnetorte, Schokolade usw. ist schwierig wegen der Diabetes. Aber selbst Sahnetorte hab ich ihm schon gebracht, weil er meinte er hätte Lust darauf, nach zwei Bissen war dann aber wieder Schluss.


In den letzten Tagen geht es ihm etwas schlechter. Er kann zwar nicht genau sagen, was ist, er meint es wäre ihm nicht übel, aber er fühlt sich nicht so gut ???

Ist es eigentlich normal, dass zwischen den Terminen immer so viel Zeit verstrichen wird ? Die Ärzte wissen, dass mein Vater kaum essen kann, trotzdem machen sie erst 2 Wochen später einen Termin für die Port-Legung. Heute ist die letzte Infusion des 2. Chemo-Zyklus, ein neues CT wird aber erst in anderthalb Wochen gemacht. Ist das normal so, oder eher ein Zeichen, dass man schon aufgegeben hat ?

Bzgl. der OP – das ist wie gesagt völlig widersprüchlich. In der Lungenfachklinik wurde in der Thoraxkonferenz entschieden, dass erstmal nicht operiert wird, sondern erst Chemo / Strahlentherapie gemacht werden soll. Das sollte in einem Krankenhaus hier vor Ort stattfinden. Als mein Vater dort ankam für die erste Chemo, meinte der Onkologe er könnte nicht nachvollziehen, warum nicht sofort operiert wird. Ein paar Tage später meinte eine andere Ärztin aus der Onkologie, mein Vater sollte selbst entscheiden, ob er sich eine OP antun will. Der Strahlenarzt, der auch Mitglied der Thoraxkonferenz ist, meint jetzt wieder, die OP ist im Anschluss an die Bestrahlungen / 3.Chemo eingeplant. Ich blicke da nicht durch ehrlich gesagt – das ist mal so und mal so, je nach Arzt und Tagesform.

L&isc+henswxelt


Ich verstehe auch nicht, warum sie nicht operieren. Das Stadium 2A bei Lungenkrebs ohne Metastasen ist kein Stadium wo man aufgibt. Mein Stiefvater ist 2007 an Lungenkrebs gestorben. Aber bei war der Tumor über 13 cm groß und hat gestreut. Das ist also kein Vergleich.

Seid ihr in einer Uni-Klinik?

Vielleicht wollen sie nicht operieren, weil er so schwach ist. Ich denke, du solltest um ein Gespräch bei den Ärzten bitten.

LWenz}11


aber durch die chemo wird er nicht fit, im gegenteil. ich würde die op anraten, wenn er halbwegs stabil ist. wie alt ist denn dein vater? mein vater war 60 bei diagnosestellung und wurde operiert, anschließend chemo und bestrahlung. ich weiß allerdings nicht welches stadium mein vater damals hatte. nach der op hieß es, alles weg und er wird gesund.

ansonsten, wenn ihr unsicher seid, holt euch noch eine dritte meinung ein..viel, viel glück :)*

Sue(anet7Oor


Im geschilderten Fall ist klar warum nicht operiert wird. Wenn ein Patient ein höheres perioperatives Risiko hat zu sterben, als ohne, strebt man keine Operation an. Stadium IIA ist grundsätzlich operabel, aber wenn der Patient keinen Benefit davon trägt, muss man das Risiko nicht eingehen.

Eine Ernährung über den Port scheint sinnvoll. Es macht vielleicht wirklich sinn, sich mit den verschiedenen Firmen auseinanderzusetzen, die hochkalorische Nahrung herstellen und sich proben zuschicken zu lassen (wenn sie das nicht machen, ggf. im Krankenhaus nachfragen, normalerweise haben die etwas, um den Geschmack des Patienten zu testen. Allerdings haben diese meist nur das Angebot einer Firma. Ggf. ist es sinnvoll, sich entsprechende Mitbewerber des Marktes anzuschauen).

Man möchte den Port nicht direkt nach einer Chemo legen, 1-2 Wochen sind der Mindestabstand, den man für elektive Eingriffe nach Chemo wählt. Durch die Chemo ist erstens das Immunsystem gedämpft, was ein erhöhtes Infektionsrisiko der OP Wunde nach sich ziehen würde, was durch die erschwerte Wundheilung (ebenfalls eine Chemo Nachwirkung) zusätzlich verschärft werden würde. Die Anlage 2 Wochen später ist also absolut im Interesse des Patienten !

Etwas schwer nachzuvollziehen sind die widersprüchlichen Aussagen. Entweder ist der Patient in der körperlichen Verfassung, dann wird operiert, oder es wird zunächst Radio/Chemo gemacht um zu schauen, wie sich die Sache entwickelt. Ich würde versuchen, mit dem behandelnden Stationsarzt (im Normalfall der einzige, der alle Befunde hat und den Patienten jeden Tag sieht) den momentanen Kurs zu besprechen.

Alles Gute.

S+ea'netB7or


Nachtrag:

Den Diabetes würde ich zur Zeit eher nachrangig betrachten. Natürlich sollten keine zu großen Überzuckerungen und keine Unterzuckerungen auftreten, aber wenn dein Vater Lust auf Süßes hat, dann soll er lieber das essen, als gar nichts. Der körperliche Abbau und die dadurch gegebene Inoperabilität sind für den Patienten unter gegebenen Informationen wahrscheinlich ein größeres Gesundheitsrisiko als die potentiellen langfristigen Schäden durch den zu hohen Zucker.

Gruß

J(ürgebn20x6


Hallo Equinox

Endschuldige das so reinplatze. Komme eigentlich Aus dem Herz kreislauf faden. habe deine Mitteilung zufällig gelesen.

Auch ich hatte einen Lungentumor mit Lymhknotenbefall. Er wurde im März dieses jahres entdeckt. Obwohl die damalige stationsärztin meinte das sofort operiert werden sollte vergingen noch 3 Monate bis zur op. Und ich war sagen wir mal noch recht fit. Ich hatte zu dem Zeitpunkt Stadium pT2a, pN2, M0, L1, V1, R0, G2 Stadium IIIA. Da aber bei der voran gegangenen Mediastinoskopie ein Lymphknoten entdeckt wurde der mit 0.2mm befallen war wurde die op verschoben. Das schreiben die Leitlinien vor an die sich die Ärzte halten müssen.

Also beschloss mann erst eine chemotherapie zu machen. Ich bekam 2 Zyklen Cisplatin/Vinorelbin.Eine Neoadjuvante Chemo. Standard bei lungenkarzinom. Durch Cisplatin werden die geschmacksnerven im Mund dermassen gestört das alles gleich schmeckt oder es ist immer ein metallischer geschmack im Mund. Das ist sehr unangenehm. Ich könnte mir vorstellen das dein Vater auf grund dessen einfach kein Appetit mehr hat. Du sagst ja das er gerne was trinken möchte was ihm schmeckt. Dann macht er ein paar schlucke und er mag nicht mehr. Vielleicht weil er nichts mehr schmeckt oder nur noch den metallischen geschmack im Mund hat. So war es bei mir. Gegen die schmerzen in der Brust wenn sie von der Speiseröhre kommen sollten würde ich raten mal das Medi TEPILTA auszprobieren. Gegen Übelkeit MCP Tropfen.

Zu der gewichtsabnahme: Da der Lungentumor mehr Energie braucht um sich zu vermehren und zu teilen als gesunde zellen entzieht er dem Körper mehr Nährstoffe. Mann nimmt ab. Du schreibst nach der ersten chemo zyklus nimmt er nicht mehr ab. Könnte sein das der Tumor durch die chemo am wachstum gehindert wird und nicht mehr so viel nährstoffe aufnehmen kann. Das wär natürlich toll. Bei mir wurde nach dem 2 zyklus abgebrochen weil diese nicht anschlug. Es wurde dann doch die Op in angriff genommen. 4 Wochen nach der op bekam ich 28 Bestrahlungen. Diese hab ich jetzt durch. Was für Untersuchungen wurden bisher bei deinem Vater gemacht?. Standard wäre MRT Kopf, Pet-Ct, Bronchoskopie, Skelettzinthi. Ultraschall Abdomen und Nieren zum Ausschluss von Fernmetas.

Liebe Lischenswelt

Auch wenn keine Metastasen vorhanden sind kann nicht operiert werden weil ja doch Lymphknoten befallen sind. Die Leitlinien sehen in den Fall vor das eine neoadjuvante Chemotherapie vorweg gegeben wird.Gelegentlich in Kombi mit bestrahlung oder nach der OP als Adjuvante Strahlentherapie.

Mit der Port legung hat Seanet7or recht. Die gründe hat er schön dargestellt.Gibt's nicht's mehr zuzufügen. Lieber Seanet . Aus meiner Erfahrung heraus bringt es nichts mit dem Stationsarzt zu sprechen. Über den Gesundheitszustand schon. Aber er kann nicht entscheiden ob OP oder nicht. Das wird in der Tumorkonferenz entschieden wie es mit dem Patienten weiter gehen soll. Da kann kein einzelner Arzt entscheiden. Das können nur die Ärzte der verschiedenen Fachkreisen in der der Patient behandelt wird/wurde gemeinsam. Dort wird das Risiko/Nutzen genau abgewogen. Dann wird die beste Therapie beschlossen. Mann braucht damit nicht einverstanden sein und man kann sich eine zweite Meinung einholen. Was ich bei einer Krebserkrankung immer machen würde. Es sei denn es ist eile geboten.

Was für ein Krebs ist es denn?. Ein kleinzelliger oder ein nicht kleinzelliger Karzinom?.

Viel Glück und gute Besserung für deinen Vater.

Liebe grüsse an dich und sprecht euren Vater gut zu . Er braucht jetzt eure Nähe und unterstützung

Jürgen 206

J<uliHania


Hm... mein Port wurde mitten in der Radiochemotherapie eingebaut. Die erste Dosis Cisplatin war 3 Tage vor der Portimplantation eingegeben worden; die 4. Bestrahlung noch am Tag vorher. 4 Tage nach der Portimplantation ging es dann auch direkt weiter mit der nächsten Cisplatin Infusion, direkt durch den neuen Port.

TrheEquWinoxx


Sorry, dass ich so spät erst antworte, ist alles etwas hektisch momentan...

@ Seanet7or

Wie gesagt, leider ist es kaum möglich, einen der Ärzte für ein längeres Gespräch mal "vor die Flinte" zu kriegen. Die sind recht kurz angebunden, und jeder sagt etwas Anderes. Der Einzige, der sich wirklich Mühe gibt ist der Hausarzt, der aber auch dann oft an seine fachlichen Grenzen stößt und auf das Krankenhaus verweist.

Jedenfalls zum Port: am 09.10. wird dieser nun gelegt, am 14.10. beginnt eine dritte Chemo parallel zur Bestrahlung. Vom Krankenhaus kommt dann jeden Tag eine Schwester zu meinen Eltern nach Hause, die das mit den Infusionen durch den Port macht. Ich hoffe mal, dass mein Vater dadurch wieder etwas besser zu Kräften kommt. Seit Freitag isst mein Vater auch wieder mehr, gestern hat er drei volle Mahlzeiten gegessen und nachmittags noch ein Stück Kuchen – das wäre in letzter Zeit eine ganze Wochenration für ihn gewesen. Ich habe den Eindruck, dass die Chemo-Zyklen immer noch ein paar Tage nachwirken, es danach aber besser wird. Sein Gewicht lag vor der Erkrankung bei ca. 80kg, innerhalb weniger Wochen ging es runter bis auf 60kg. Seit Ende der ersten Chemo schwankt es zwischen 55 und 60 kg.

@ Jürgen206

Das mit dem Geschmack hat uns der Hausarzt auch gesagt, kommt wohl daher, dass die Chemo-Medikamente die Schleimhäute im Körper angreifen und dadurch die Speiseröhre angegriffen ist. In den letzten paar Tagen scheint sich das aber gebessert zu haben. Danke für den Tip mit "TEPILTA", werde ich mal beim Hausarzt meines Vaters ansprechen.

Mein Vater soll jetzt parallel zur dritten Chemo 25 Bestrahlungen bekommen, anschließend wäre dann die OP angedacht, so er denn dann körperlich in ausreichend gutem Zustand ist. Die Untersuchungen die Du aufzählst hat mein Vater alle (außer Szintigraphie) schon durch. Am Montag wird jetzt ein neues CT vor Beginn der Bestrahlungen gemacht. Bei dem Tumor in der Lunge handelt es sich um ein nicht-kleinzelliges Karzinom, in Form eines kleinen Tischtennisballs (2,3 x 2,6 cm). Der befallene Lymphknoten liegt in der Nähe der Speiseröhre, wie groß dieser ist weiß ich nicht, sah aber leider recht groß aus auf den Aufnahmen.

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