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Zu schneller Tod nach Diagnose

KYerstin 6Be$rthoxld hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hoffe hier kann man mir mit all meinen ("unseren" Familie) ungelösten Fragen Helfen ! ? ! ?

Ich bitte es zu entschuldigen wenn ich nicht genau schreiben kann "was" oder "wie genau" alles war!

Am 3.12.2013 ist mein Papa (54 J.) verstorben, Diagnose war Lungenkrebs der schon schlimm gestreut hat.

Zum Anfang:

Anfang 2013 klagt mein Papa oft über starke Schmerzen im linken Arm (schlechte Durchblutung u.a. Taubheit).

Da Er auch Probleme mit seinem Herzen gehab. Mitte 2012 bekam Er ein Defi eingesetzt, der aber nie anspringen mußte.

März 2013 wurden Ihm 2 Bypässe im Herzcentrum gelegt. Seine Schmerzen im linken Arm waren da schon unerträglich. Laut Arzt, Verdacht auf eine angebrochene Rippe.

August Diagnose Lungenkrebs der in der nähe vom Herz ist und schlimm gestreut hat.

Papa wollte wohl auch klagen.

Wir haben nun nach seinem Tot so viele offene Fragen.

Was ist schief gelaufen?

Wie kann bei einer Bypass OP Krebs nicht erkannt werden?

Kann ein Krebs in so kurzer Zeit so schnell wachsen das er zu tot führt?

Sollte man doch jetzt im nachhinein klagen?

Ich hoffe sehr ein zwei Hilfestellungen hier zu bekommen.

Vielen Dank im Voraus

Antworten
J%orxi


Liebe Kerstin,

Zunächst einmal tut es mir sehr leid, dass Du Deinen Vater so früh und so schrecklich verloren hast. Das ist ein schlimmer Schock und ein großer Schmerz. Es ist nur natürlich, dass man sich in seinem Schmerz viele Fragen stellt und verzweifelt nach Atworten, nach dem Warum sucht.

So wie Du es schilderst, hat er keine für Lungenkrebs typischen Symptome gezeigt. Man hat wohl nur die Herzprobleme gesehen und diese behandelt. Hier wurde viel gemacht: Defi, Bypass.

Ich bin kein Arzt, aber ich denke, dass man bei einer Herz-OP nicht so einfach erkennen kann, dass da in der Lunge ein hochaggressiver Krebs wütet. Wenn es keinen Verdacht in diese Richtung gibt, wird auch nicht in diese Richtung untersucht. Und Krebs ist eben eine schlimme Krankheit und es gibt super aggressive Formen, die sich leider sehr schnell ausbreiten.

Ich denke, zu klagen (gegen wen?) wird nichts bringen. Zum einen wird es nicht möglich sein, im Nachhinein etwas zu beweisen. Zum anderen: auch wenn der Krebs schneller erkannt worden wäre, wäre es wahrscheinlich genauso schnell gegangen.

Keiner kann Heilung garantieren. Mein Papa hat immer über Müdigkeit und Schlappheit geklagt. Er ist mehrfach eingehend untersucht worden, auch das Herz. Erst bei der vierten Untersuchung wurde festgestellt, dass seine Gefässe am Herzen nahezu vollkommen verschlossen waren. Er hatte nur noch 20% Herzleistung. Er hatte dann eine sehr schwere OP, die er nur sehr mühsam überlebt hat. Nach vielen Wochen stand die Entlassung an, es ging ihm so gut, dass alle gestaunt haben. In der Nacht zum Entlassungstermin ist er im Krankenhaus gestorben. Einfach so, ohne ersichtlichen Grund.

Wir sind auch mit so vielen Fragen zurückgeblieben. Natürlich haben wir uns auch gefragt, ob etwas schief gelaufen ist, ob jemand einen Fehler gemacht hat, wer Schuld hat. Aber alle diese Fragen sind müßig.

Es wird keine Antworten geben. Keine Antwort wird ihn zurückbringen!

Ich weiß sehr gut, dass es sehr schwer ist. Aber es ist schwer genug, mit der Trauer und dem Schmerz fertig zu werden. Macht Euch nicht zusätzlich das Leben schwer mit der Frage "was wäre, wenn...?"

Ich drück Dich mal ganz doll und wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft und Zusammenhalt, die schwere Zeit durchzustehen.

Ganz liebe Grüße

J|ori


Noch etwas: es ist so schlimm, dass es so schnell gegangen ist. So schlimm für die, die zurück bleiben und mit dem Schmerz leben müssen. Aber wer weiß, was ihm erspart geblieben ist. Ich weiß, dass ist ein schwacher Trost und vielleicht auch noch nicht jetzt, aber vielleicht ein ganz kleiner, irgendwann...

a`prilx45


Erst einmal mein herzliches Beileid.

Ich kann es sehr gut nachvollziehen wie schlimm es ist den Vati an der Diagnose Lungenkrebs zu verlieren.

Mein Vati ist im Mai 2013 daran gestorben. Ein Jahr zuvor hatten wir die Diagnose bekommen. Man kann sagen in diesem einen Jahr ist er durch die Hölle gegangen. Es war schlimm zu sehen zu müssen wie er erst von Monat zu Monat weniger wurde und dann von Tag zu Tag mehr abbaute. Da ich sehr weit weg wohne von meinen Eltern sagte meine Mutti mir am Abend bevor er starb das es ihm sehr sehr schlecht geht und er kaum noch luft bekommt. So das mich mein Mann die knappp 200km noch hingefahren hat und er wieder zrurück um den nächsten tag arbeiten zu gehen. Am morgen rief ich ihn an das mein Vati in der Nacht eingeschlafen ist.

Wo wir ankamen war es der letzte Lichte Augenblich den er da noch mal kurz hatte.

Wir waren nur froh und dankbar das mein Vati dann ruhig eingeschlafen ist ohne zu ersticken. Sein leiden war beendet.

Sbchm.useYkaUtzex28


Mein herzlichstes Beileid an alle.

Ich habe Gebärmutterkrebs, mit befallenden Eileiter, Eierstöcke, das umliegende Bindegewebe und Lymphknoten gehabt. Bin vor 6Wochen deshalb operiert worden. Bei mir im Blut waren z.B. die Tumormarker stark erhöht, was schon auf Krebs hindeutete. Dann wurden Zellabstriche, Ausschabungen, CT- und MRT-Aufnahmen gemacht bis alles feststand.

Da ich noch recht Jung für diese Diagnose war, wollten Sie vorerst nicht operieren, bis Chemo, Bestrahlung und Hormontherapie nicht angeschlagen haben, erst dann war die Operation auch für die Ärzte eine Erwägung. Es hat mich vorher sehr viel Kraft geraubt, was meine Familie sehr wohl merkte und jetzt nach der OP ist es zwar noch nicht optimal, aber wenigstens schon besser.

Klagen bringt nicht wirklich etwas, außer man hat stichfeste Beweise, das die Ärzte etwas falsch machten, ansonsten hat man kaum eine Chance.

Liebe Grüße

apprIil45


Letztendlich bringt auch alles klagen nichts, weil ich denke das man kaum als Laie kaum eine chance hat Fehler nachzuweisen. Falls es überhaupt welche waren.

Last deinem Vati seinen Frieden , seit euch gewiß er muß nicht mehr leiden.

Last die Trauer zu, es ist auch normal wütend zusein, weil man merkt das man machtlos ist. Wenn ihr von deinem Vati erzählt dann ist er immer bei euch.

Ihr macht euch sonst nur sinnlos Stre´den man in der Situation nicht gebrauchen kann und es bringt deinen Vati auch nicht wieder zruück.

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