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Verwirrtheit bei Lungenkrebs im Endstadium

M@ar[celKxWH hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Leute,

bei meiner Mutter hat man im Oktober 2011 Lungenkrebs im Endstadium festgestellt. Ihr kompletter linker Lungenflügel war damals schon befallen, außerdem hat man mehrere Metastasen im Gehirn und im Becken festgestellt. Die Ärzte gaben ihr damals knapp 1 Jahr....

Da meine Mutter 6 Jahre lang eine Fernbeziehung geführt hat, und ihr Mann sie regelmäßig am Wochenende besucht hat, ist sie dann im Dezember 2012 von München nach Stuttgart gezogen um bei Ihm zu sein, dass er sie bis zum Ende pflegen kann.

Aber am 27.09.2013 ist ihr Mann unverhofft an einem Herzinfarkt verstorben.

Seit dem unverhofften Tod ihres Mannes lässt sie sich total gehen und fängt nun auch an ihr Wesen komplett zu verändern. Sie kann sich garnichtmehr konzentrieren, hört Stimmen in Ihrem Kopf die ihr einreden Sie solle das Fenster aufmachen und rausspringen oder eine Kerze anzünden im Schlafzimmer. Sie isst kaum noch was, sieht nur noch sehr schlecht und sie ist einfach nur noch ein kleiner Haufen Elend. Das bricht mir das Herz.

Sie möchte bis zum Ende zu Hause bleiben und ich soll ihr dabei helfen aber ich habe riesige Angst. Heute hat sie mir erzählt, dass sie im Schlafzimmer stand und dachte sie sei in einem Bettenlager. Sie hat zweimal ihr komplett gespartes versteckt, nicht mehr gefunden Polizei geholte und dann nochmal.

Obwohl sie Lungenkrebs hat, hat sie wieder angefangen zu rauchen und wenn sie kein feuer hat zundet sie ihre zigarette an der Herdplatte an, dabei ist gestern ein Untersetzer aus Korb angekokelt und sie war alleuine.

Ich habe nicht die Möglichkeit sie 24 Std zu betreuen weil ich eine schwangere Frau habe und eine kleine Tochter. Ich weiss, dass es lebensgefährlich ist sie alleine zu hause zu lassen, auch wenn es nur für ein paar stunden am tag ist, aber ich bringe es nicht über das Herz sie gegen ihren Willen in ein Hospiz zu bringen.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter

Antworten
CTornKel}ia59


Gäbe es denn die Möglichkeit, daß ein ambulanter Pflegedienst zwei- oder dreimal täglich nach ihr schaut?

Außerdem würde ich dazu raten, mit ihr mal zu einem Psychotherapeuten zu gehen und abzuklären, ob wenigstens medikamentös was gegen diesen Zustand gemacht werden kann. Es muß ja nicht gleich Ruhigstellung mit Medikamenten sein.

Trinkt sie genug? Wenn nicht, könnte das auch zu Verwirrungszuständen führen.

L.isch9enswoelt


Wende dich am besten an ein ambulantes Palliativteam

m|ari}on auXs wixen


wahrscheinlich sind die metastasen im kopf mehr geworden

da setzt halt dann nach+nach einiges an fähigkeiten aus.

und die psychische belastung durch den partner kommt dann noch erschwerend dazu

ist halt viel was sie zu"tragen"hat

Obwohl sie Lungenkrebs hat, hat sie wieder angefangen zu rauchen

nur zu verständlich,sie hat eh nixmehr zu verlieren,warum sich dann kasteien?

versuche halt,möglichst viele gefahrenquellen zu minimieren

ein ambulanter pfegedienst wäre zwar gut,aber der ist halt auch nicht 24/7 da um sie zu beaufsichtigen

und gegen ihren willen in ein hospiz geht garnicht-nochdazu wo das ja keine "dauerlösung"ist

wenn bei ihr schon 2011 endstadium festgestellt wurde,dürften ja ihre tumore langsam wachsen also kann das schon noch länger gehen,das ist im hospiz so nicht dauerhaft möglich

alles gute dir+der mama

t]hAe-ca#ver


Außerdem würde ich dazu raten, mit ihr mal zu einem Psychotherapeuten zu gehen und abzuklären, ob wenigstens medikamentös was gegen diesen Zustand gemacht werden kann.

Falsche Anlaufstelle, wenn es um Medikamente geht.

Wende dich am besten an ein ambulantes Palliativteam

Beste Anlaufstelle, sofern vorhanden (gibt es leider nicht überall). Das Stichwort zum googeln heißt übrigens "SAPV" ("spezialisierte ambulante Palliativversorgung".

Ansonsten ist erst mal der betreuende Arzt gefragt: Möglicherweise bringt eine Cortison-Erhöhung was, ansonsten muss man wirklich an beruhigungsmittel aus der Gruppe denken, die auch psychotische patienten kriegen (Neuroleptika).

Gibt es vor Ort einen Hospizverein? Die können häufig recht viel an Betreuung anbieten - nicht im Sinne von Pflege, aber im Sinne von "vorbeikommen und da sein". Manche Vereine schaffen sogar eine 24h-Betreuung wenn's sein muss, aber das ist natürlich schon viel Aufwand - und ob sie wechselnde bezugspersonen akzeptieren kann in der Situation...??

Schwierige Situation - aber vielleicht merkt sie ja selber, dss es zuhause nicht mehr geht und ist dann mit einer Unterbringung in Hospiz (sofern verfügbar) einverstanden?

Wtolf?ganxg


Obwohl sie Lungenkrebs hat, hat sie wieder angefangen zu rauchen

Aus diesem Grunde habe ich mich mal mit einem Lungenchefarzt unterhalten. Er sagte: "Bei manchen Lungenkrebspatienten empfehlen wir nicht mehr, mit dem Rauchen aufzuhören." Anders gesagt: Wenn sowieso alles hoffnungslos ist, muss sie sich nicht auch noch den Stress des Aufhörens machen.

Ob die Mutter verwirrt ist, wegen des Krebses oder ob es noch eine zweite Möglichkeit gibt, z.B. fortschreitenden Alzheimer, ist unklar, vielleicht ist es auch unwichtig. Auf jeden Fall muss für eine gesicherte, dauerhafte Betreuung gesorgt werden.

WOaterlki2


Obwohl sie Lungenkrebs hat, hat sie wieder angefangen zu rauchen

Finde ich auch verständlich und ehrlich gesagt auch ok, wenn sie eh schon im Endstadium ist ohne Hoffnung. Da braucht sie nun auch nicht mehr aufhören. Scheinbar wird der Krebs ja auch nicht mehr behandelt. Wenn sie im Anfangsstadium wäre, grade nach OP und Chemo und so langsam wieder auf dem Damm, da sollte sie natürlich nicht so dreist sein und direkt wieder rauchen, aber wenn eh alles zu spät ist, dann ist es doch wirklich egal. :-(

ist halt viel was sie zu"tragen"hat

Finde ich auch. Die Arme. :-(

Hmm, hat sie denn eine Pflegestufe? Irgendwie muss man die Betreuung ja ermöglichen können, wenn sie wirklich langsam verwirrt ist aufgrund der Krankheit und selbst nicht mehr klarkommt. Muss ja vielleicht auch nicht direkt palliativ sein, sondern einfach, weil sie krank ist. Oder im betreuten Wohnen unterbringen oder sowas. ":/

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