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Mein Mama hat Lungenkrebs

M\iraC_20{15 hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben,

Ich bin neu hier und bin zufällig auf dieses Forum gestoßen. Meine Mama (70) erkrankte vor 12 Jahren an einem Schilddrüsenkrebs und wurde zum Glück wieder durch OP und Bestrahlung geheilt.

Nun als dann die Diagnose Adenokarzinom der Lunge im Februar diesen Jahres kam erschreckte ich mich zwar ein bißchen aber irgendwie war klar das schafft sie schon auch.

Nun so ist es wohl diesmal nicht :-( .

Man hat Anfang März den Tumor entfernt und mit der Chemotherapie begonnen. Die hat sie gar nicht gut vertragen. Sie hat metastasen in den Lymphknoten und vor 6 Wochen hat eine Metastase den Lendenwirbel gebrochen. Nun liegt sie seit 5 Wochen in der Uniklinik und sollte eigentlich gleich an der Wirbelsäule operiert werden nur kam es bisher nie dazu. Weil sie zuerst eine Sepsis hatte und dann eine Blasenentzündung und dann hat sie so stark aus dem Darm geblutet dass sie fast daran gestorben ist. Und nach der Not OP am Darm hatte sie auch einen Herzstillstand und musste reanimiert werden. Das ist nun 10 Tage her. Sie ist nur noch ein kleines Häufchen in diesem Krankenhausbett und ich bin psychisch völlig am Ende. Ich bin nur noch am Weinen. Anfangs habe ich mich noch vor meinen Kindern versteckt aber inzwischen gibt es ja keine zeit wo ich nicht weinen muss. Nun ist die langersehnte OP am Wirbel morgen. Ich hoffe sehr sie überlebt das. Und wie es dann weitergeht ...Keine Ahnung. .. Ich bin nur noch am googeln ...Habe mir Bücher gekauft...Ich fühle mich total vor den Kopf gestoßen ...

Dieser Lungenkrebs ist ja so wie ich gelesen habe der heimtückischste tot bringende Krebs überhaupt.

Wie ist es eigentlich...Es steht ja überall Lungenkrebskranke bestehen zu 95 % aus Rauchern . Meine Mama hat vor 20 Jahren aufgehört zu rauchen. ...zählt sie nun zu den Rauchern oder zu 5 % Nichtrauchern...

Ooohh jetzt habe ich aber viel geschrieben. ..tut mir echt leid :-|

Antworten
s6chnec3ke19x85


Ich kann nicht viel sagen außer: Es tut mir schrecklich leid, für deine Mama und für dich :°_ :°_ :°_ :°_

MIira_20x15


Ich danke dir schnecke. ..mitfühlen tut oft auch gut :)_

s3ch0nevckVe19x85


Bitte pass gut auf dich auf. :)* schau darauf, dass du irgendwo noch deine Momente zum Durchatmen und Kraft-tanken herkriegst - und wenn es nur eine halbe Stunde in der Sonne ist. :)*

Ich kenne die scheiß Krankheit und wie man sich als Angehöriger fühlt, nur allzu gut :°_

Cdo8mraxn


Mira, meine Mutter bekam auch Lungenkrebs und hat im ganzen Leben nie geraucht. Sie hatte lange gerätselt, warum es sie ausgerechnet getroffen hat, aber es war kein Risiko verstellbar. Manchmal ist es einfach so, dass etwas schief läuft. Auch deine Mutter scheint zu den wenigen Prozent zu gehören, die ohne zu Rauchen Lungenkrebs bekommen. Aber das ist ja kein Trost... :°_

Auch bei meiner Mutter war ein Halswirbel durch Metastasen angegriffen. Er wurde durch einen Stahlwirbel ersetzt und die OP war unproblematisch und sie konnte den Kopf danach recht gut einsetzen.

Ich möchte dir nicht unnötig Angst machen, aber dich auch ein bisschen vorbereiten. Wenn Lungenkrebs angefangen hat zu streuen, wird es sehr schwer, ihn zu bekämpfen. Niemand weiß, wie es weitergeht und was deine Mutter noch verkraftet. Ich kann Schnecke1985 nur zustimmen: versuche, dir Freiräume zu schaffen. Diese Zeit der Angst ist sehr belastend.

ich bin psychisch völlig am Ende. Ich bin nur noch am Weinen.

Das verstehe ich und kann es mitfühlen. Ich habe das Thema im Alltag immer verdrängt und nur die engsten Freunde wussten Bescheid. Damit ich nicht darauf angesprochen werde. Geweint habe ich am Schluss fast jede Nacht. Vor dem Einschlafen ging es mir schlecht, und wenn ich morgens aufwachte, kamen erst einmal die Tränen, weil mich das immer wie eine Dampfwalze überfuhr. Meine Frau war eine große Hilfe in dieser Zeit. Sie ließ mich mit aktivem Mitleid in Ruhe, weil ich es so wollte, aber ich konnte mich trotzdem bei ihr ausweinen, wenn ich es brauchte.

Ich wünsche deiner Mutter eine ruhige Zeit ohne viel Schmerzen und euch Angehörigen viel Kraft. Wenn du dich darüber auskotzen willst, schreib ruhig viel mehr. Wir können dir zumindest zuhören. Wenn du dich mit jemandem austauschen möchtest, der das auch durchgemacht hat, darfst du mich gern auch direkt anschreiben.

M%i$ra_T20125


Schnecke. ..Comran. ..❤....Ich danke euch vielmals. Ich bin echt so froh bei euch sein zu dürfen. Heute war ich bei meiner Hausärztin, bei der auch meine Mama ist. Ich habe seit gestern so schlimme Gliederschmerzen aber keine Grippe...Und sie hat meinem Mann eine Bescheinigung ausgestellt damit er diese Woche daheim bleibt ...Und ich mich ein bißchen erholen kann bzw den morgigen Tag bei meiner Mutter verbringen kann.

Wie geht es euren Müttern denn?

Hoffentlich leben sie noch :°(

sCchneckeJ1985


@ Mira

Du musst dich echt nicht bedanken. Aber ich freue mich, wenn dir das Reden ein bisschen hilft.

Deine Hausärztin ist top! Und ich finde es super, dass du auf dich achtest und dir eine dringend notwendige Auszeit gönnst. :)^

Bei mir war nicht meine Mutter betroffen, sondern mein Schatz - allerdings auch kein Lungenkrebs. Er ist wohl die glorreiche Ausnahme, er hat's trotz weniger als 5% Chance jetzt schon fast zehn Jahre geschafft. Aber das ganze Brimborium mit OPs, Bestrahlungen, Nebenwirkungen, dazugekommenen Komplikationen, Chemo hat bei uns drei Jahre gedauert.

M|ira_2!015


Schnecke das freut mich dass ihr die schlimme Zeit überstanden habt.

Ich kann mitfühlen wie schlimm die Zeit für euch war

C3omxraxn


Hoffentlich leben sie noch :°(

Leider nein. Meine Mutter hat aber viele Jahre gekämpft (8 Jahre nach der Diagnose überlebt). Darüber gibt es auch Fäden hier bei med1. Wie du habe ich ein Umfeld gebraucht, wo ich darüber anonym und offen schreiben kann, weil ich hier darüber Kontrolle habe, wann ich mich damit auseinandersetze und wann nicht. Es hat mir geholfen.

Die Halswirbel-OP war die letzte nach 3 Operationen insgesamt - Herbst 2013. Ansonsten Chemos in wechselnder Präparatkombination, Bestrahlungen. Irgendwann war der Tumor dann auch im Kopf, und ab da hatte der Körper nichts mehr entgegenzusetzen. Meine Mutter hat sich im Frühjahr 2014 entschieden, die Behandlungen einzustellen. Sie hatte dann noch ein halbes Jahr und wir wurden in den letzten schlimmen Wochen vom örtlichen Hospizverein sehr gut begleitet (Palliativmedizin, sehr wichtig für die Lebensqualität) und eine Pflege unterstützte uns. Mein Vater hätte das alles allein nicht geschafft. So konnte sie zuhause bleiben und ist im Wohnzimmer am Fenster mit Blick auf den Garten gestorben. Die letzten Tage waren sehr friedlich.

MNira%_201O5


Comran mein herzliches Beileid :°_

8 Jahre sind ja echt eine lange Zeit. Ich lese immer bei Lungenkrebs mit Metastasen Lebensdauer höchstens ein paar Monate. Und die Ärzte haben mir auch gesagt dass ich mir keine großen Hoffnungen machen soll. Wobei sie seit 2 Tagen echt fit ist. Die Wirbel OP wurde auf Donnerstag verschoben ...Mal schauen wie sie sich danach fühlt. Ich denke die Chemotherapie weitermachen wollen wir und sie nicht mehr. Weil die ja nichts gebracht hat. An der brustwirbelsäule ist auch eine große Metastase. Mal schauen was die alles anrichtet :|N

Cbomxran


Hallo Mira,

darf ich vorsichtig nachfragen, wie es deiner Mutter in der Zwischenzeit ergangen ist? Und dir? @:)

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