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Hirnblutung und nun noch Lungenkrebs

s2chnar1chxy hat die Diskussion gestartet


Meine Ma kam vor 4 Monaten wegen einer Hirnblutung in die Klinik. Mittlerweile geht es ihr etwas besser, bewegt sich etwas und spricht auch wieder, wenn auch nur unverständlich. Nur ihr Reizhusten will/wollte nicht verschwinden. Jetzt wurde ein Thorax CT gemacht, der Befund zeigt einen dringenden Verdacht auf Karzinom mit Streuung ins umliegende Knochengewebe und Lymphknoten. Ich kann mich erinnern dass sie vor über einem Jahr schon diesen Reizhusten hatte. Kann es sein, dass sie schon so lange Krebs hat? Wie hoch ist die Lebenserwartung, wenn der Krebs nicht behandelt wird? Ok, ich hätte gestern, als mir der Arzt den Befund mitteilte, fragen können, aber da war ich wie vor den Kopf geschlagen.:(

Antworten
D&or"raa,h


Erst einmal tut mir das sehr leid Schnarchy. Ich möchte aber hier keine Vermutungen äußern. Solche Prognosen sind selbst wenn sie vom behandelnden Arzt kommen häufig ungenau. In einem Forum könntest du nur Allgemeinwerte erfahren. Ich rate dir deshalb den Arzt noch einmal persönlich aufzusuchen oder auch anzurufen. Das ist meiner Ansicht nach sinnvoller. Alle anderen Werte kannst du auch googeln, aber das hilft nicht unbedingt weiter.

CUomrxan


Schnarchy, ein dringender Verdacht wird ja durch weitere Untersuchungen bestätigt oder widerlegt.

Die schlimmste Zeit ist Warten nach einer solchen Untersuchung, bis man Gewissheit hat. Wenn es Lungenkrebs ist, kann er sich unbemerkt eingeschlichen haben, das ist leider so. Sobald die Diagnose bestätigt ist, wird man sich über Therapieformen Gedanken machen. Über die Lebensdauer kann man keine Prognosen anstellen und das wird auch kein Arzt tun. Bei meiner Mutter schätzte man 6 Monate - sie lebte mit dem Krebs noch 7 Jahre. Wenn eine Bestrahlung anschlägt oder sogar eine OP gemacht werden kann, ist auch eine völlig Heilung möglich. Niemand weiß es.

Aber ich drücke dir die Daumen, dass der Verlauf bei deiner Mutter gut ist. :°_

K5anarKienen,txe


Ich kann dazu gar nichts sagen, wünsche deiner Ma aber ganz viel Glück und Kraft :)*

s_chBna_rchxy


Es soll gar nichts mehr gemacht werden. Die Ärzte meinen, dass sie durch die Hirnblutung, die OP und den epileptischen Anfällen so geschwächt , dass es nur Quälerei wäre.

FFex.


Es soll gar nichts mehr gemacht werden.

Das klingt übel - kann aber durchaus die richtige Entscheidung sein.

Wie alt ist deine Mutter denn? Hättest du ihr vor der Hirnblutung noch eine lange Lebenserwartung zugetraut?

s0chnwarcxhy


Sie ist 79. Ja, ich hätte ihr eine lange Lebenserwartung zugetraut. Ihre Schwester ist 90 und raucht wie ein Schlot. Meine Mutter hat nie geraucht. Sie hat auch ihren Haushalt selbst geführt und brauchte keinen Rollatot. Selbst als sie mit der Blutung ins KH kam, konnte sie noch sprechen. Ich könnte heulen. Im Moment spricht sie nicht und bewgt sich nicht, obwohl sie nicht gelähmt ist. Ob sie uns versteht weiss keiner.

C>omrxan


:°_

Manchmal ist das Leben ungerecht.

Aber auch wenn "nichts" gemacht wird: fällt darunter auch die exakte Bestimmung, ob es nun Lungenkrebs ist oder nicht? Oder ist es doch sicher und nicht nur ein dringender Verdacht?

Hat sie die Hirnblutung denn überstanden? Wenn ja könnte der Krebs tatsächlich eine Ursache für ihre Lethargie sein. Vielleicht schon stark gestreut oder im fortgeschrittenen Stadium.

Ich weiß, dass du jetzt sehr durch den Wind bist, aber ich rate euch, schnell Pläne bezüglich späterer Pflege - ggf. auch mit palliativer Begleitung - zu machen. Unter Umständen kann es schneller gehen, als man denkt. :-|

sSchnOarcIhxy


Ich bin schon auf der Suche nach der geeigneten Pflege. Der Tumor hat gestreut, in den Rippen und lymphknoten. Das wäre so sicher auf dem CT zu sehen, dass keine Biopsie gemacht werden soll. Die Hirnblutung hat sie sehr gut überstanden und seit 3 Monaten wusste keiner warum sie so lethargisch ist.

r_engtieIr1+000


Hallo Schnarchy,

lass Dich erst mal ganz arg drücken. Erst eine Hirnblutung überstanden und dann der Verdacht auf Lungenkrebs.

Du fragst, wie hoch die Lebenserwartung ist, wenn man nicht behandelt. Da wird Dir im Moment kaum jemand eine klare Aussage geben können. Der Verlauf einer solchen Erkrankung ist sehr unterschiedlich. Von 8 Wochen über 8 Monate hinaus sind da durchaus möglich. Zuerst sollte jedoch die Diagnose präzisiert werden, dann könnt Ihr immer noch überlegen, wie Ihr weiter vorgeht. Halt uns auf dem laufenden, dann haben wir die Möglichkeit dich evtl. ein wenig zu unterstützen.

Gruß

rentier

sNchnfamrchy


Ja mache ich. Vielen Dank an Euch alle.

s~chnar4chxy


Ich hab das Gefühl, ich bin das blöde Schaf, dass nicht merkt, wie schlimm es schon ist. Ärzte, die nichts mehr machen wollen, angeblich könnte es in 2 Tagen vorbei sein... Komisch nur, dass sie jetzf besser aussieht und die Ergotherapeuten waren auch sehr zufrieden. Ich halte Euch auf dem laufenden.

Fxe.


Der Tumor hat gestreut, in den Rippen und lymphknoten. Das wäre so sicher auf dem CT zu sehen, dass keine Biopsie gemacht werden soll.

Mit anderen Worten: Da sieht man es sicher. Wo sonst noch überall Metastasen sind, weiß man nicht :-(

Was soll man da noch machen... Ich mein, ich hänge am Leben, und wenn ich sowas hätte, würde ich vielleicht auch jahrelange Quälerei auf mich nehmen, in der kleinen Hoffnung, doch noch irgendwie den Krebs zu besiegen und noch 5, 10, 20 oder 30 Jahre leben zu können. Aber ihre Rest-Lebenserwartung scheint ja nun nicht hoch, die Lebensqualität auch nicht mehr, soll man da etwa noch lang an ihr rumschnibbeln, sie mit Chemotherapie quälen und sonst noch was? Abgesehen davon, dass auch mit einer Therapie ihre Heilungsaussichten meinem Eindruck nach äußerst bescheiden sind.

Ich fürchte, du wirst dich ins Unvermeidliche fügen müssen.

Pflege? Ja, such mal. Man weiß nie was kommt, aber möglicherweise wird sie die Pflege so arg lange nicht mehr brauchen. Und möglicherweise ist das dann auch besser so :-(

Ihr tut mir leid, allerdings hast du da auch nichts von :-(

H,ixna-ta


Mein Tipp: Nicht nur nach "Pflege" suchen, sondern auch nach einem Palliativ Team - diese Teams kennen sich gut mit den letzen Lebensmonaten aus, machen auch Hausbesuche, etc. Oft ist deren Expertise mit dem Lebensende Gold wert, vor allem, wenn man selbst nicht weiss wo einem der Kopf steht.

rpent{ier1x000


Hallo Schnarchy,

was ich noch loswerden wollte:

So wie es momentan aussieht musst Du damit rechnen, daß Deine Mutter den Kampf wohl nicht gewinnen kann. Von daher solltest Du Dich mal mit dem Thema beschäftigen, wie es weitergehen soll, wenn die Klinik sagt: "Unsere Möglichkeiten sind erschöpft". Da ich im Moment davon ausgehe, daß Du sie nicht bei Dir aufnehmen kannst, rate ich Dir dringend Dich nach einem Platz auf einer Palliativstation oder einem Hospiz umzusehen. Dort kann man Deiner Mutter helfen, ohne Schmerzen und Atemnot noch eine Zeit zu verbringen.

Im Moment denk ich auch, daß eine Chemotherapie o.ä. Deiner Mutter nicht hilft. Sie sollte eher in Würde gehen dürfen!

Ich wünsche Dir viel Kraft!

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